Der
Ansatz der
corporate social responsibility (CSR) [E]:[TRIGOS: CSR rechnet sich. C. Jasch]
Ueberlegungen zur Wirtschaftsphilosophie, also einer Verbindung von Weisheit mit Profit, gibt es viele. Tatsache bleibt, dass es sich bei den beiden Gebieten eben doch um ziemlich unterschiedliche handelt die eher nach dem Prinzip eines Dialogs aus dem Unterschied heraus (= Dialektik) miteinander verkehren (müssen: s.g generell: Der unmögliche Dialog). Folgerichtig ist auch die Wirtschaftsethik, unter dem modischen Titel: CSR: corporate social responsibility, noch wenig darüber hinaus gekommen, auch die Ethik als gewinnbrîngendes Prinzip in der Wirtschaft einzusetzen. Dies vor allem auf Grund der enormen Kosten die Betrieben erwachsen können, wenn sie sich unethisch verhalten:
Der Wirkungszusammenhang zwischen Nachhaltigkeitsthemen und Markenname & Reputation ist am stärksten bei negativen Ereignissen. Anders ausgedrückt: Schlechte Nachrichten schaden dem Image mehr, als positive CSR-Maßnahmen in der Lage sind, das Image zu verbessern.
Gleichzeitig ist es wahrscheinlich, dass die zunehmende Akzeptanz, dass nicht Umweltschutz teuer ist, sondern unterlassener Umweltschutz teuer kommt.
Gemäß der Definition von CSR der Europäischen Kommission von 2001 ist „CSR eine freiwillige Verpflichtung der Unternehmen, auf eine bessere Gesellschaft und eine saubere Umwelt hin zu wirken. Sozial verantwortlich handeln heißt, über die bloße Gesetzeskonformität hinaus mehr investieren in Humankapital, in die Umwelt und in die Beziehungen zu anderen Stakeholdern“
| Nach dem CSR-Leitbild der österreichischen Wirtschaft der Initiative CSR
Austria, 2005 bedeutet gesellschaftliche Verantwortung: |
|
erfolgreich wirtschaften
An Umwelt und Zukunft denken
|
Andere einbeziehen
Engagiert umsetzen
|
Corporate Governance wird gemeinhin mit „Unternehmensverfassung“,
„Unternehmenskontrolle“ oder „Unternehmensverantwortung“ übersetzt und behandelt
das Macht- und Kontrollgefüge eines Betriebes mit dem Ziel des
Interessensausgleichs zwischen den Anspruchgruppen (Witt, 2000).
Corporate Citizenship bezeichnet das bürgerliche Engagement von Unternehmen. Grundgedanke ist dabei, dass Unternehmen in einem sozialen Umfeld agieren und dafür auch Verantwortung übernehmen sollen. Wenn Unternehmen gemeinnützige Einrichtungen unterstützen, geschieht dies aus den unterschiedlichsten Motiven, von der „moralischen Verpflichtung, etwas an die Gesellschaft zurück zu geben“ bis zur ökonomisch motivierten, langfristigen Investition in die eigene Existenzsicherung,
Corporate Citizenship ist damit ein Instrument zur Steigerung des Sozialkapitals einer Organisation. Pierre Bourdieu setzt in seiner Definition für Sozialkapital an der Perspektive des individuellen Akteurs an: „Das Sozialkapital ist die Gesamtheit der aktuellen und potentiellen Ressourcen, die mit dem Besitz eines dauerhaften Netzes von mehr oder weniger institutionalisierten Beziehungen gegenseitigen Kennens und Anerkennens verbunden sind; oder anders ausgedrückt, es handelt sich dabei um Ressourcen, die auf der Zugehörigkeit zu einer Gruppe beruhen“
Die Grenze zwischen profitorientierten Unternehmen mit sozialer Orientierung, sozialem Entrepreneurship und auf Spenden angewiesene gemeinnützige Vereine ist fließend. Während bei profitorientierten Unternehmen die Bedeutung finanzieller Ziele hoch und die Bedeutung sozialer Ziele gering ist, ist dies bei gemeinnützigen karitativen Vereinen genau umgekehrt. Soziales Entrepreneurship wird in der Mitte angesiedelt, da sich diese Organisationen weitestgehend selbst finanzieren und sie nicht dauerhaft auf Spenden angewiesen sind. Sie schließen eine Lücke in der Sozial- und Entwicklungspolitik zwischen staatlichen Leistungen und karitativen Organisationen auf der einen Seite und den sozial verantwortlich agierenden Unternehmen auf der anderen Seite. (Klassifikation in Anlehnung an Noujoks/Schöning, 2007)
Die Grenze zwischen profitorientierten Unternehmen mit sozialer Orientierung, sozialem Entrepreneurship und auf Spenden angewiesene gemeinnützige Vereine ist fließend. Während bei profitorientierten Unternehmen die Bedeutung finanzieller Ziele hoch und die Bedeutung sozialer Ziele gering ist, ist dies bei gemeinnützigen karitativen Vereinen genau umgekehrt. Soziales Entrepreneurship wird in der Mitte angesiedelt, da sich diese Organisationen weitestgehend selbst finanzieren und sie nicht dauerhaft auf Spenden angewiesen sind. Sie schließen eine Lücke in der Sozial- und Entwicklungspolitik zwischen staatlichen Leistungen und karitativen Organisationen auf der einen Seite und den sozial verantwortlich agierenden Unternehmen auf der anderen Seite. (Klassifikation in Anlehnung an Noujoks/Schöning, 2007)
Viele soziale Entrepreneure bearbeiten ein Aktionsfeld, das in dieser Form weder vom Markt noch von karitativen Einrichtungen abgedeckt wurde. Es handelt sich so genannte „katalytische Innovationen“, die zum Wohle der Gesellschaft wirken und sowohl von gewinnorientierten, als auch gemeinnützigen Organisationen ausgehen können. Katalytische Innovationen haben fünf Merkmale (Christensen 2006):
1. Sie knüpfen an bestehende Märkte an und erzeugen darin neue Verhaltensmuster. Dadurch stoßen sie systematisch sozialen Wandel an.
2. Sie befriedigen ein Bedürfnis, für das entweder gar kein Angebot existierte oder für das es ein sehr umfangreiches, zu komplexes Angebot gibt, das nur zu einem Bruchteil genutzt wird.
3. Dem Nutzer reicht eine reduzierte Variante, die einfacher und kostengünstiger ist als traditionelle Produkte und Dienstleistungen.
4. Sie setzen Ressourcen wie etwa Spenden, Investitionen, ehrenamtliches Engagement oder Wissen frei, die in dieser Art für etablierte Wettbewerber nicht attraktiv sind.
5. Wer katalytische Innovationen verfolgt, wird von etablierten Anbietern oft ignoriert und geschmäht.
ISO 26000
Die weltweite Normungsorganisation arbeitet seit 2003 an einer nicht
zertifizierungsfähigen Leitlinie zu Social Responsibility, die bis 2008
fertig gestellt werden soll (inzwischen auf 2010 verschoben ...). Der
aktuelle Entwurf beschreibt Hintergründe, Rahmenbedingungen und
Handlungsfelder zu folgenden Themen:
Governance (ethical conduct, disclosure, accountability)
Environment (pollution prevention, global warming, consumption, land use, ecosystems, future generations)
Human rights
Labour practices (health and safety, working conditions, work life balance)
Fair operating practices (ethical and transparent activities, competition, fair trade, property rights, corruption)
Consumer issues
Community involvement (regional development, philanthropy)
Managementsysteme Umwelt & Soziales:
EU Nachhaltigkeitsstrategie
Die EU Nachhaltigkeitsstrategie wurde unter der österreichischen
Präsidentschaft überarbeitet und hat folgende Schwerpunkte:
Klimaänderung und Energieverbrauch
Verkehr
Produktions- und Konsummuster
Bewirtschaftung von natürlichen Ressourcen
Gesundheit
Soziale Eingliederung, Demografie und Migration
Globale Herausforderungen in Bezug auf Armut und nachhaltige Entwicklung
EMA (environmental management accounting)
Die Analyse der Einreichungen zeigte, dass 55 % der Einreichungen in der Kategorie Gesellschaft erfolgen, 25 % in der Kategorie Arbeitsplatz und 20 % in der Kategorie Markt. Dienstleistungsunternehmen stellen mit 61 % den größeren Anteil der Einreichungen dar, jedoch verglichen mit der österreichischen Industriestatistik, in der Dienstleistungsbetriebe einen Anteil von 80 % haben, sind bei den Einreichungen verhältnismäßig mehr Produktionsbetriebe zu finden. Der Anteil der Finanzdienstleister ist mit 12 % außergewöhnlich hoch. Klein- und Mittelbetriebe reichen in denselben Kategorien ein, wie große Unternehmen. 50 % der Einreicher zum TRIGOS sind große Unternehmen.
Nahezu alle untersuchten Bewertungsmodelle halten sich mehr oder weniger streng an internationale Normen und Konventionen wie die UN-Menschenrechtsdeklaration, die ILO-Kernarbeitsnormen, die OECD-Leitlinien für multinationale Unternehmen, die OECD-Leitlinien für Corporate Governance sowie grundlegenden Umweltnormen.
Der Unternehmenswert oder Shareholdervalue ist definiert als der Gegenwartswert aller zukünftigen Gewinne eines Unternehmens. Der Diskontierungszinssatz beeinflusst diesen Wert wesentlich und ist selber stark abhängig vom Risiko der Gewinnerwartung.
Der Unternehmenswert entspricht grundsätzlich dem Barwert der mit dem
Eigentum am Unternehmen verbundenen Nettozuflüsse an die Unternehmenseigner,
die aus der Fortführung des Unternehmens und aus der Veräußerung etwaigen
nicht betriebsnotwendigen Vermögens erzielt werden“. Der Unternehmenswert
wird also primär von zwei Faktoren bestimmt:
• Den zu erwartenden zukünftigen Gewinnen, die ihrerseits vom intangiblen
Vermögen beeinflusst werden;
• Dem Diskontierungssatz, der risikoabhängig zu wählen ist.
Der Unternehmenswert ist aber auch abhängig von der Fristigkeit der Gewinnerwartung. Für Betriebe, die an einer sehr kurzfristigen Gewinnmaximierung interessiert sind, ist CSR daher weniger attraktiv als für Unternehmen, die einen längeren Planungshorizont haben oder auch für Investoren, die langfristig, z.B. Gelder aus Pensionskassen, veranlagen möchten.
Ein gängiges Argument lautet, dass Unternehmen ausschließlich der Einkommensmaximierung für die Eigenkapitalgeber dienen und daher die höchstmögliche Ausschüttung pro Periode zu erzielen sei. Es ist in dieser Betrachtung den Eigenkapitalgebern überlassen, für welche Zwecke die Ausschüttungen und realisierten Kursgewinne verwendet werden. Die Verantwortung des Managements beschränkt sich darauf, die Einkommensquelle der Eigenkapitalgeber möglichst profitabel zu machen, Ausgaben für Umweltschutz, Gemeinwohl oder freiwilligen Sozialaufwand werden nur als zusätzliche Kostenbelastung wahrgenommen. „The only responsibility of a corporation is to deliver a profit to its shareholders“. (Friedman, 1970)
Die Methode geht davon aus, dass Stakeholder nach folgenden Kriterien
beurteilen, wie verantwortungsbewusst Unternehmen agieren (Hillenbrand/Money, 2007):
•
Kommunikation: Wie gut informiert das
Unternehmen? Wie gut hören die Mitarbeiter und entscheidenden Personen auf
die Bedürfnisse der Stakeholder?
• Produkte: Widersprechen
sie den Vorstellungen der Stakeholder?
• Dienstleistungen:
Widersprechen sie der Vorstellung der Stakeholder?
• Immaterielle Werte:
Können sich die Stakeholder mit den Werten des
Unternehmens identifizieren? Sind die Mitarbeiter stolz darauf,
in diesem Unternehmen zu arbeiten oder Kunde zu sein?
• Verlässlichkeit:
Werden Versprechen gehalten? Können sich Lieferanten, Kunden etc. auf
das Unternehmen verlassen?
• Fairness: Haben sich Stakeholder
geärgert, weil das Unternehmen mehr von einer Beziehung profitiert hat, als
sie selbst?
• Macht: Werden Kunden durch Klauseln in Verträgen
geärgert? Werden Zulieferer erst nach Wochen oder Monaten bezahlt?
| Die zehn wichtigsten betrieblichen Steuerungsparameter: | Die 10 wichtigsten Dimensionen des betrieblichen Nachhaltigkeitsmanagements: |
| 1 Shareholder Value 2 Gewinn 3 Effizienz der betrieblichen Abläufe 4 Zugang zu Kapital 5 Konsumentenakzeptanz 6 Markenname & Reputation 7 Humankapital 8 Risikoprofil 9 Innovation 10 Licence to Operate |
1 Ethik, Werte und Prinzipien 2 Rechenschaft & Transparenz 3 Gewinnorientierung 4 Prozessorientierter Umweltschutz 5 Produktorientierter Umweltschutz 6 Sozio-Ökonomische Entwicklung 7 Menschenrechte 8 Arbeitsplatzbedingungen 9 Einbeziehung von Geschäftspartnern 10 Einbeziehung von weiteren Anspruchsgruppen |
Daran, dass die gesellschaftlich wichtigsten Elemente erst auf Platz 5+
kommen, ersehen sie, dass es sich bei dem Vorschlag hier schon um einen
ziemlich wirtschaftsfreundlichen Kompromiss handelt. Ethik kommt zwar auf
Platz 1 - Umweltethik doch schon auf Platz 4 (weil sich inzwischen erwiesen
hat, dass Rücksicht auch finanziell günstiger ist als Ausbeutung der Natur)
- aber Rücksicht auf die sozioökonomische Entwicklung oder gar das
Individuum stehen noch ziemlich hintan.
Steigerung von Unternehmenswert durch Kostenreduktion, Umsatzsteigerung, Risikoverminderung, erhöhtes Ansehen, oder zumindest Akzeptanz
Während einige CSR-Maßnahmen die Bereitstellung von Mitteln ohne offensichtlichen Profit erfordern, gibt es viele Maßnahmen, die zu signifikanten Kosteneinsparungen führen. Am besten dokumentiert ist das bei Maßnahmen des vorsorgenden Umweltschutzes, sowohl bei integrierten Vermeidungsinvestitionen als auch bei ökologischen Produktentwicklungen. Aber auch Investitionen in ein gutes Arbeitsklima rechnen sich durch die Erhöhung der Mitarbeiterproduktivität und Einsparungen an Betriebskosten. Maßnahmen in den Bereichen Gemeinwohlförderung und Menschenrechte entwickeln ihre Rentabilität durch die positiven Effekte auf Image, Akzeptanz und Risikoprofil.
Der PR Verband sieht daraus folgende Nutzenaspekte: Produktdifferenzierung am Markt über emotionale Aspekte wie Reputation.
Konsumentenbefragungen in den USA (Cone/Roper, 1993/94) untermauern, dass
Unternehmen davon profitieren, wenn Konsumenten sie als Unterstützer eines
bestimmten guten Zwecks wahrnehmen. Dieser Effekt steigt mit dem Bildungs-
und
Einkommensniveau der Konsumentengruppen:
• 84 % der Befragten gaben an, ein positiveres Image von Unternehmen zu
haben, die etwas dafür tun, dass die Welt besser wird.
• 78 % der Erwachsenen sagten, dass sie eher Produkte kaufen, die mit einem
Anliegen verbunden sind, das ihnen wichtig ist.
• 66 % gaben an, dass sie eine Marke wechseln würden, um damit einen guten
Zweck zu unterstützen.
• 64 % sind der Meinung, dass „Cause Related Marketing“, also die
Verknüpfung von Produktwerbung mit einem öffentlichen Anliegen, generell
Teil der betrieblichen Aktivitäten sein sollte.
Der letzte Punkt ist interessant, denn, obwohl er die schwächste,
immerhin aber mehrheitsfähige Unterstützung geniesst, durchbricht er die
Meinung, dass Business eben Business sei und Moral Moral. So sind
umgekehrt allerdings auch die Effekte von Cause Promotion eng mit dem Marketing verknüpft.
Kotler/Lee nennen:
• Stärkung des Markennamens und der Markenbindung
• Erhöhte Aufmerksamkeit in der Werbung
• Konsumentenloyalität
• Möglichkeit für Konsumenten und Mitarbeiter, sich aktiv für eine Sache
einzusetzen und sich mit einer Sache zu identifizieren
• Partnerschaften mit gemeinnützigen und regionalen Organisationen
Dennoch wurden als wichtigste Hindernisse für verstärktes Gemeinwohlengagement fehlende finanzielle Ressourcen, unklarer Nutzen, hoher Aufwand und fehlende zeitliche Ressourcen genannt. +, bei 78 % der Unternehmen, die Forderung nach genereller steuerlicher Absetzbarkeit von Spenden.
Der Einfluss von CSR-Maßnahmen auf den Gewinn ist erstaunlich schlecht erforscht. Sustainability (2003) identifizieren die Mitarbeiterzufriedenheit als den wesentlichen Faktor zur Gewinnsteigerung. Zufriedene Mitarbeiter erbringen mehr Leistung für ihre Arbeitgeber, sind verantwortungsvoll, kreativ und identifizieren sich mit den Firmenzielen – alles Faktoren, die den Gewinn steigern. Als weiteren Faktor zur Gewinnsteigerung nennen Sustainability Investitionen in weniger entwickelten Ländern. Sie schätzen die Marktoptionen in diesen Ländern wesentlich höher ein als in den bereits bedienten Märkten, da die Nachfrage enorm ist. Um aber die Risiken, die mit solchen Investitionen verbunden sind, zu minimieren, muss eine Firma bereit sein, Wissen weiterzugeben und mit lokalen Personen zusammen zu arbeiten. Obwohl Konsumentenbefragungen oft eine Bereitschaft zum Erwerb von „grünen“ oder „ethischen“ Produkten zeigen, hinkt das tatsächliche Verhalten hinterher.
Schuld daran ist a) das Problem der Messbarkeit, b) Unsicherheit über Massnahmen und deren Wirkung, dabei beginnt die eigentliche Arbeit erst nach der Messung, getreu dem zum Klassiker gewordenen Spruch des Management-Gurus Peter Drucker, „If you can’t measure it – you can’t manage it. Wie kann die Wirkung so genannter „weicher Faktoren“ wie Mitarbeiterzufriedenheit, Kundenbindung, Führungskontinuität, Förderung von Innovation und sozialer Verantwortung erfassbar und in „harten Zahlen“ messbar gemacht werden?
| Die Antriebskräfte von CSR auf den Unternehmenswert sehen Schäfer/Lindenmayer, 2005 in drei Bereichen: | ||
| Reputation o Signalling auf Absatz- und Beschaffungsmärkten o Vermeidung von Ansehensverlusten durch Aktivismus von NGOs und mediale „Pranger“ o Verlässlichkeit, Empathie, Glaubwürdigkeit o Erhalt und Aufbau der License to Operate and to Cooperate |
Coporate Governance o Push-Wirkung von Nachhaltigkeitsberichten auf die Unternehmensorganisation o Kritischer Dialog mit Stakeholdern als Schwachstellenanalyse o Glaubwürdigkeit des Managements o Transparenz über Risikoquellen |
Innovation o Schnellere und effizientere Restrukturierung von Wertschöpfungsprozessen o Innovative Organisationsformen o Transparenz und Reduktion von systemischen und Megarisiken |
Bereits obige Tabelle zeigt eine Priorität von finanziell interessanten
Auswirkungen des csr. Unterstützt wird diese dummerweise eben gerade
dadurch, dass alles was in Geld ausdrückbar eben messbar ist ... und die
Dinge, die eigentlich Inhalt des csr sein müssten, dies meist nicht sind.
Hier kann csr in einer ersten Stufe eigentlich asoziale Auswirkungen des
Betriebsmamangements (Einsparungen an Personal, Verstärkung der Ueberwachung
und Kontrolle ...) noch verstärken:
| Messbarkeit / Bewertbarkeit: | ||
| 1. Direkt monetär bewertbar: • Einsparungen an Personal, Material, etc. 2. Indirekt monetär bewertbar: • Mitarbeiterfehltage • Fluktuation • Produktion von Ausschuss, Nachbesserungen • Betriebsstörungen |
3. Nicht monetär bewertbar, aber über Kennzahlen, Befragungen und Jahresvergleiche darstellbar: | |
| • Unfallhäufigkeit • Umgebungsbelastung • Gesundheitsgefährdung • Gesundheitsbefinden • Stress • Leistungsbereitschaft • Leistungsfähigkeit |
• Produktivität • Flexibilität • Attraktivität als Arbeitgeber • Motivation • Betriebsklima • Firmenimage |
|
Do ein praktisches Beispiel der Ziele der B. Braun Austria Ges.m.b.H.:
•
Kommunikationsprozesse, auch informeller, persönlicher und spontaner Art,
werden gefördert.
• Zusammenarbeit bei der Aufgabenbearbeitung, in Prozessen und in der
Projektarbeit wird unterstützt und gefördert.
•
Arbeitsabläufe werden optimiert, Arbeitsproduktivität wird gesteigert.
• Der
Aufbau digitaler Teamarchive sichert – auch ortsunabhängig – den Zugang zu Informationen.
• „Bring-Kultur“ verändert sich zur „Hol-Kultur“; die Haltung der
Mitarbeiter ist eher vorausschauend als abwartend.
• Die Arbeitsorganisation erlaubt Flexibilität mit einfacher und
unmittelbarer persönlicher Ansprechbarkeit bzw. Erreichbarkeit.
• Aufgrund des Arbeitsplatzangebotes und einer elastischen Büroraumnutzung
werden Synergiewirkungen erzielt.
• Formen der Team-/Gruppenarbeit werden auch in den administrativen
Bereichen realisiert.
• Eine neue Führungs- und Unternehmenskultur entwickelt sich, gekennzeichnet
durch:
- kurze Entscheidungswege,
- Vermeidung unnötiger Bürokratie,
- Veränderungs- und Innovationsbereitschaft,
- eigenverantwortliches Handeln und Verhalten,
- Beurteilung von Leistungen nach Zielerreichung anstelle
Strategische CSR-Programme sind selektiv. Es gibt Hunderte gesellschaftliche
Themen, doch nur wenige bieten für eine Organisation die Gelegenheit, sich zu
differenzieren und einen Wettbewerbsvorteil zu erreichen. Zwei eher
betriebswirtschaftliche sind:
Risikobewertung:
Im Fokus steht die Analyse eines Unternehmens im Umgang mit seinen Umwelt- und Sozialrisiken. Dem liegt die Vorstellung zugrunde, dass eine Reduktion von Umwelt- und Sozialrisiken (im Sinne einer Reduktion potenzieller Schäden) zu einer Erhöhung des finanziellen Unternehmenserfolgs führt. Nachhaltige Entwicklung eines Unternehmens wird demzufolge als Vermeidung von Nicht-Nachhaltigkeit verstanden.
Ansätze der (nachhaltigen) Unternehmenswertsteigerung:
Hierunter fallen am Postulat der Nachhaltigkeit ausgerichtete Managementstrategien. Durch frühzeitiges Erkennen und Umsetzen von ökonomischen, ökologischen und sozialen Trends sollen aktiv Wettbewerbsvorteile generiert werden.
Dennoch hat strategisches CSR nach Porter/Kramer, 2007 das Potential, das Denken zu verändern – wie Unternehmen über die Gesellschaft denken, aber auch wie die Gesellschaft über Unternehmen denkt. Persönliche Kontakte spielen eine entscheidende Rolle bei der Entstehung der Projekte, auch Vertrauenswürdigkeit und Sympathie des Partners und Partnerschaften. „Konkrete Menschen spielen eine Rolle, nicht ihre Funktionen.“ Die Projektentscheidungen fallen pragmatisch und anlassbezogen. Rund 80 % der Projekte entstehen aus Netzwerkkontakten und ergeben auch einen indirekten Nutzen für das Unternehmen, z.B. bei Projekten an neu eröffneten Standorten, bei denen die Kontakte mit regionalen Akteuren intensiviert werden.
Für eine Professionalisierung sind folgende Kriterien relevant:
• Einbindung des Spendenwesens in die strategische Ausrichtung des
Unternehmens,
• Fokussierung auf Anliegen, bei denen ein Zusammenhang mit dem
Unternehmensgeschäft herstellbar ist,
• Etablierung von langfristigen Partnerschaften mit gemeinnützigen
Organisationen
• Vergabe nicht nur von Geldspenden, sondern gezielter Einsatz von
Sachspenden, technischem Know-How und Mitarbeiterfreistellungen für einen
guten Zweck
• Stärkere Einbindung der Mitarbeiter in die Auswahl und Abwicklung der
Aktivitäten sowie in die Aufbringung der Mittel, Verbindung mit Maßnahmen
zur Personalentwicklung und Mitarbeiteridentifikation mit dem Betrieb
Definitionen:
„Unter Sponsoring versteht man die Zuwendung von Finanzmitteln, Sachmitteln oder Dienstleistungen durch Unternehmen oder Private (Sponsoren) an eine Einzelperson, eine Gruppe von Personen, Organisationen oder Institutionen (Gesponsorte), gegen die Gewährung von Rechten zur kommunikativen Nutzung von Projekten, Personen, der Organisation, der Institution und/oder Aktivitäten des Gesponsorten auf der Basis einer vertraglichen Vereinbarung (Sponsorship), mit der regelmäßig auch eigene (unternehmensbezogene) Ziele verfolgt werden.
Sponsoring ist also eine Marketingmaßnahme, die primär wirtschaftlichen Zwecken dient und bei der finanziellen Unterstützungsleistung durch das Unternehmen eine Gegenleistung, meist in Form der Erwähnung in der Pressearbeit und in Broschüren, in der Logo-Plazierung oder im kostenlosen oder verbilligten Zugang von Mitarbeitern oder Geschäftsfreunden zur gesponserten Veranstaltung, gegenüber steht. Verknüpft mit dem CSR-Gedanken kann sie zu einem Brückenschlag zu den Menschen im regionalen Umfeld des Unternehmens werden.
Eine aktuelle Untersuchung ergab, dass praktisch alle Sparkassen
Sponsoringaktivitäten setzen und überwiegend in die Unterstützung
regionaler Sportveranstaltungen, aber auch für Kulturveranstaltungen,
karitative Organisationen, die freiwilligen Feuerwehren und
Schulpartnerschaften Geld
investierten. Die Gemeinwohlausgaben 2005 von in Summe 20,1 Mio. € verteilen
sich auf eine Vielfalt von Einzelaktionen und können folgendermaßen
klassifiziert
werden:
• 18 % Kunst/Kultur/Brauchtum
• 17 % Kommunales/Infrastruktur/Sicherheit
• 16 % Sport
• 16 % Umwelt/Sonstiger
• 15 % Karitativ/Sozial
• 10 % Bildung/Wissenschaft/Forschung
• 8 % Jugend
Kotler/Lee, 2005, unterteilen in:
• Philantropy, Spenden für einen guten Zweck
• Cause Promotion, Unterstützung eines Anliegens im öffentlichen Interesse, vorzugsweise mit Bezug zum Kerngeschäft
• Corporate Social Marketing, Kommunikationsschwerpunkt auf Verhaltensenderungen beim Konsumenten
• Cause Related Marketing, Verknüpfung des Spendenaufkommens mit dem Umsatz oder Gewinn eines bestimmten beworbenen Produktes
• Mitarbeiterfreistellungen
• Verhaltenskodex und faire Wirtschaftspraxis.
Daher dienen viele CSR-Projekte eigentlich primär der Stärkung des betrieblichen Sozialkapitals über die Unterstützung eines externen guten Zwecks. Auch einige TRIGOS-Projekte haben als Nutzen die Stärkung regionaler Netzwerke genannt.
Im Modell wird das Merkmal Mission anhand von drei Indizes gemessen:
• Strategische Ausrichtung und Absicht: Ein klarer strategischer Vorsatz vermittelt den Sinn und Zweck der Organisation und erläutert, wie jeder
Einzelne beitragen und der Branche „seinen Stempel aufdrücken“ kann.• Ziele und Zielvorstellungen: Ein klares Set an Zielen und Zielvorstellungen kann mit der Mission, der Vision und der Strategie verknüpft werden und so jedem Einzelnen eine klare Ausrichtung für die Arbeit geben.
• Vision: Die Organisation teilt die Sichtweise bezüglich des erwünschten zukünftigen Zustands. Sie verkörpert die Kernwerte und erobert Herz und
Verstand der Organisationsmitglieder, während sie gleichzeitig eine Ausrichtung und Leitlinie bietet.
Im Modell wird das Merkmal Anpassungsfähigkeit (the fit: remember the survival of the fittest) anhand folgender Indizes gemessen:
• Wandel schaffen: Die Organisation ist in der Lage sich anzupassen, um sich ändernde Bedürfnisse zu erfüllen. Sie kann das Geschäftsumfeld lesen, schnell auf aktuelle Trends reagieren und zukünftige Veränderungen antizipieren.
• Kundenorientierung: Die Organisation versteht ihre Kunden, reagiert auf sie und antizipiert ihre zukünftigen Bedürfnisse. Das Merkmal zeigt, inwieweit die Organisation von dem Wunsch getrieben ist, ihre Kunden zufrieden zu stellen.
• Organisationales Lernen: Die Organisation erhält, interpretiert und übersetzt Signale aus ihrer Umwelt in Chancen für mehr Innovation, Wissensgewinn und Entwicklung von Fähigkeiten.
Das Modell postuliert, dass sich Organisationen mit einem hohen Einbindungsgrad der Mitarbeiter im Gegensatz zu formalen, expliziten und bürokratischen Kontrollsystemen auf informelle, freiwillige und implizite Kontrollsysteme verlassen können. Im Modell wird das Merkmal Mitwirkung anhand von drei Indizes gemessen:
• Übertragung von Verantwortung: Der Einzelne verfügt über Autorität, Initiative und die Möglichkeit, die eigene Arbeit zu organisieren. Dies schafft ein Gefühl von Eigenverantwortlichkeit und Verantwortung gegenüber der Organisation.
• Teamorientierung: Es wird Wert darauf gelegt, dass man miteinander versucht, gemeinsame Ziele zu erreichen, für die sich alle Mitarbeiter verantwortlich fühlen. Die Organisation verlässt sich bei der Erledigung der Arbeit auf eine Teamanstrengung.
• Kompetenzentwicklung: Die Organisation investiert in die Entwicklung der Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter, um so wettbewerbsfähig zu bleiben und die geschäftlichen Bedürfnisse zu erfüllen.
Sustainability, 2003 identifizierten die Mitarbeiterzufriedenheit als den wesentlichen Faktor zur Gewinnsteigerung. Zufriedene Mitarbeiter erbringen mehr Leistung für ihre Arbeitgeber, sind verantwortungsvoll, kreativ und identifizieren sich mit den Firmenzielen – alles Faktoren, die den Gewinn steigern. Unglückliche Menschen hingegen sind unmotiviert, kündigen innerlich und arbeiten daher schlecht.“
Gallup hat zwölf Fragen identifiziert, welche die emotionale Bindung von Mitarbeitern und damit implizit Leistungsbereitschaft und Produktivität messen. Die Gallup-Befragung umfasst:
Ich weiß, was bei der Arbeit von mir erwartet wird.
Ich habe die Materialien und die Arbeitsmittel, um meine Arbeit richtig zu machen.
Ich habe bei der Arbeit jeden Tag die Gelegenheit, das zu tun, was ich am besten kann.
Ich habe in den letzten sieben Tagen für gute Arbeit Anerkennung oder Lob bekommen.
Mein/e Vorgesetzte/r oder eine andere Person bei der Arbeit interessiert sich für mich als Mensch.
Bei der Arbeit gibt es jemanden, der mich in meiner Entwicklung fördert.
Bei der Arbeit scheinen meine Meinungen und Vorstellungen zu zählen.
Die Ziele und die Unternehmensphilosophie meiner Firma geben mir das Gefühl, dass meine Arbeit wichtig ist.
Meine Kollegen/Kolleginnen haben einen inneren Antrieb, Arbeit von hoher Qualität zu leisten.
Ich habe einen sehr guten Freund/eine sehr gute Freundin innerhalb der Firma.
In den letzten sechs Monaten hat jemand in der Firma mit mir über meine Fortschritte gesprochen.
Während des letzten Jahres hatte ich bei der Arbeit die Gelegenheit, Neues zu lernen und mich weiterzuentwickeln.
Und
dazu kämen natürlich die beträchtlichen Kosten die anfallen, wo Mitarbeiter zu
ersetzen sind (Diese Betrachtung ist hier etwas einseitig auf den Betrieb
fokussiert, was ebenfalls eine beträchtliche Vermarktwirtschaftlichung des csr
belegt), da bei den Ersetzten und Ersetzern umgekehrt eben solche Kosten
anfallen durch Lohnausfall, Arbeitssuche, Fortbildung, ev. Umzug u. andere
Aenderungen des Alltagslebens:
Dieser Effekt steigt mit dem Bildungs- und Einkommensniveau der
Konsumentengruppen:
• 84 % der Befragten gaben an, ein positiveres Image von Unternehmen zu haben,
die etwas dafür tun, dass die Welt besser wird.
• 78 % der Erwachsenen sagten, dass sie eher Produkte kaufen, die mit einem
Anliegen verbunden sind, das ihnen wichtig ist.
• 66 % gaben an, dass sie eine Marke wechseln würden, um damit einen guten Zweck
zu unterstützen.
• 64 % sind der Meinung, dass „Cause Related Marketing“, also die Verknüpfung
von Produktwerbung mit einem öffentlichen Anliegen, generell
Teil der betrieblichen Aktivitäten sein sollte.
Die Methode geht davon aus, dass Stakeholder nach folgenden Kriterien beurteilen, wie verantwortungsbewusst Unternehmen agieren (Hillenbrand/Money, 2007):
• Kommunikation: Wie gut informiert das Unternehmen? Wie gut hören die Mitarbeiter und entscheidenden Personen auf die Bedürfnisse der Stakeholder?
• Produkte: Widersprechen sie den Vorstellungen der Stakeholder?
• Dienstleistungen: "
• Immaterielle Werte: Können sich die Stakeholder mit den Werten des Unternehmens identifizieren? Sind die Mitarbeiter stolz darauf, in diesem Unternehmen zu arbeiten oder Kunde zu sein?
• Verlässlichkeit: Werden Versprechen gehalten? Können sich Lieferanten, Kunden etc. auf das Unternehmen verlassen?
• Fairness: Haben sich Stakeholder geärgert, weil das Unternehmen mehr von einer Beziehung profitiert hat, als sie selbst?
Gemeinwohlförderung und Philantrophie steigern das Image des Markennamens, soweit sie nicht als PR-Gag und Maßnahme zur Umsatzsteigerung wahrgenommen werden. Sustainability weisen darauf hin, dass ironischerweise der positive Effekt für das Unternehmen umso größer ist, je selbstloser die gesetzte CSR-Maßnahme angelegt ist.
• Macht: Werden Kunden durch Klauseln in Verträgen geärgert? Werden Zulieferer erst nach Wochen oder Monaten bezahlt?
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FAZIT:
CSR ist primär immer noch die Steigerung von Unternehmenswert durch Kostenreduktion, Umsatzsteigerung, Risikoverminderung, erhöhtes Ansehen, oder zumindest Akzeptanz. Insbesondere ist CSR wenig attraktiv für Betriebe, die an einer sehr kurzfristigen Gewinnmaximierung interessiert sind, dafür für Unternehmen, die einen längeren Planungshorizont haben oder auch für Investoren, die langfristig, z.B. Gelder aus Pensionskassen, veranlagen möchten.
Ein positiver Effekt sogar des primär PR-orientierten CSR ist auf jeden Fall, dass die Betriebe besser auf die Anliegen von Mitarbeitern und Umwelt (sozial wie natürlich) hören müssen.
CSR hat auch meist ein gutes Potential, das Denken zu verändern, wird aber gerade hier noch zu wenig effizient eingesetzt (s. auch social marketing):
Obwohl Konsumentenbefragungen oft eine Bereitschaft zum Erwerb von „grünen“ oder „ethischen“ Produkten zeigen, hinkt das tatsächliche Verhalten hinterher.
Zukunftsgerichtete Ansätze die dazu beitrage sollten und könnten, staatliche Sozialhilfe zu entlasten und eine stärkere Verantworung des Kapitals wahrzunehmen ("Eigenverantwortung" zu fordern von denen, die kein Geld mehr haben weil sie vom Markt durchgekaut und ausgespuckt wurden, ist da etwas schwach als Lösungsformel ...):
Während bei profitorientierten Unternehmen die Bedeutung finanzieller Ziele hoch und die Bedeutung sozialer Ziele gering ist, ist dies bei gemeinnützigen karitativen Vereinen genau umgekehrt. Soziales Entrepreneurship wird in der Mitte angesiedelt, da sich diese Organisationen weitestgehend selbst finanzieren und sie nicht dauerhaft auf Spenden angewiesen sind. Sie schließen eine Lücke in der Sozial- und Entwicklungspolitik zwischen staatlichen Leistungen und karitativen Organisationen auf der einen Seite und den sozial verantwortlich agierenden Unternehmen auf der anderen Seite.
1. Sie knüpfen an bestehende Märkte an und erzeugen darin neue Verhaltensmuster. Dadurch stoßen sie systematisch sozialen Wandel an.
2. Sie befriedigen ein Bedürfnis, für das entweder gar kein Angebot existierte oder für das es ein sehr umfangreiches, zu komplexes Angebot gibt, das nur zu einem Bruchteil genutzt wird.
3. Dem Nutzer reicht eine reduzierte Variante, die einfacher und kostengünstiger ist als traditionelle Produkte und Dienstleistungen.
4. Sie setzen Ressourcen wie etwa Spenden, Investitionen, ehrenamtliches Engagement oder Wissen frei, die in dieser Art für etablierte Wettbewerber nicht attraktiv sind.
Martin Herzog, Basel, 15.11.08