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GELDTHEORIE

  1. Geldökologie
  2. Vollgeld - ein Schritt zum Abbau von ungerechtfertigten Zinsen.
  3. Das neue Nationalbankgesetz - eine neue Geldpolitik?
  4. Die Förderung der Bürgerbeteiligung durch lokale Währungen in Japan.
  5. Geld, Macht und Verantwortung: Investieren statt Spekulieren
  6. Investition oder Spekulation? Was treibt das Geld an die Börse?

Was heisst frei und natürlich in der natürlichen Wirtschaftsordnung der Freiwirtschaft?

Die freie wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung wird beschränkt durch Entscheide, die nur auf Rendite, oder, wie bei der Börse, sogar auf blossen Renditeerwartungen basieren. Eine natürliche Wirtschaftsordnung wäre eine, der Natur des Menschen entsprechende, freiheitliche (liberale) Ordnung, die aber kooperative oder kollektive Betriebsformen nicht ausschliesst. Die Überwindung der Diktatur des Profits wäre relativ einfach, denn wenn Produzenten und Konsumenten, kleine und mittlere Unternehmen, Bauern, Arbeiter und Angestellte erkennen würden, dass ihre Interessen sich mit denen des geballten Kapitals nicht decken , sie würden eine demokratische Mehrheit bilden.

 Die Freiwirtschaft will eine natürliche Wirtschaftsordnung wieder herstellen, die von der Macht des Staates ebenso befreit ist wie von der Macht des Kapitals, der Monopole und  moralischer Zwänge. Ist der Mensch ist das Mass aller Dinge, dann ist er auch das Mass seiner Wirtschaft. Dem steht aber bereits die Tatsache entgegen, dass es den vielgerühmten freien Markt gar nicht gibt. Es sind aber nicht alleine staatliche Regelungen, welche die freie Marktwirtschaft behindern, sondern vor allem Geld-Macht-Monopole, die aufgrund der wirtschaftlichen Vorrechte des Geldes und des Bodens entstanden und entstehen.

 Nicht von ungefähr war Merkur ebenso der Gott der Kaufleute wie der Diebe. Geld ist gleichsam die Hebamme, die der Warenproduktion und dem Handel ebenso wie den Wissenschaften und den Künsten zum Dasein verhilft. Wo es fehlte, gingen die Reiche und Kulturen wieder unter. Die Freiwirtschaft wendet sich nicht gegen Geld, Wirtschaft und Handel, sie will aber Tausch- und Kreditgerechtigkeit.  Gesells Modell will die Befreiung der Mütter und Kinder von der materiellen und sozialen Abhängigkeit im Patriarchat dadurch erreichen, dass der Boden vergesellschaftet und die Bodenrente an Mütter und Kinder verteilt wird. Über Tauschkreise mit lokalen Währungen soll die gestörte Polarität von Geben und Nehmen aufgehoben und die Gegenseitigkeit im Verkehr der Menschen wieder hergestellt werden.

 Natürlich ist die Wirtschaftsordnung, die durch bewusstes menschliches Handeln der Natur des Menschen angepasst ist. Ihr wichtigster Massstab ist die Wohlfahrt der Menschen.

Im Vorwort der 3. Auflage von Gesells Natürlicher Wirtschaftsordnung auf Seite 12 heisst es: Die Wirtschaftsordnung, von der hier die Rede ist, kann nur insofern eine natürliche genannt werden, als sie der Natur des Menschen angepasst ist. Es handelt sich also nicht um eine Ordnung, die sich etwa von selbst, als Naturprodukt einstellt. Eine solche Ordnung gibt es überhaupt nicht, denn immer ist die Ordnung, die wir uns geben, eine Tat, und zwar eine bewusste und gewollte Tat. Dort, wo der Mensch am besten gedeiht, wird auch die Wirtschaftsordnung die natürlichste sein. Ob eine in diesem Sinne sich bewährende Wirtschaftsordnung zugleich die technisch leistungsfähigste ist und dem Ermittlungsamt Höchstzahlen liefert, ist eine Frage minderer Ordnung.

 Das eigentliche Ziel der Menschheitsentwicklung ist in den Augen Silvio Gesells die Entfaltung der Kultur. Ähnlich wie Rudolf Steiner, dem es in seiner Dreigliederung des sozialen Organismus darum ging, das Rechts- und Geistesleben von der Überwucherung durch die kapitalistische Wirtschaft zu befreien, betrachtete Silvio Gesell die Religion, die Wissenschaft und die Kunst als die „heiligsten Gefühle“ der Menschen, die nicht länger zu privatwirtschaftlichen und staatlichen Machtzwecken missbraucht werden dürfen. Dichter, Maler und Musiker, Bildungs- und Kultureinrichtungen sollen in freier Trägerschaft existieren können.

 Die weltliche Priesterkaste der Ökonomen jedoch preist uns das Geld an als unverdächtiges Bewertungs-, Tausch- und Sparmittel. Die sich durch die Eigengesetzlichkeiten des Zinszuwachses ergebende zunehmende Ungleichverteilung von Einkommen und Vermögen, sowie die damit verbundene ungleiche Verteilung von Macht wird seit Adam Smith ignoriert.

 

Wie vertragen sich Autonomie und Kooperation?

 Der naturwüchsige Wettbewerb geht vielmehr so vonstatten, dass Individuen, Gruppen und Arten, die besonders intelligent, kooperativ und solidarisch sind, erfolgreicher in der Natur überleben und sich daher stärker vermehren und ausbreiten als andere Individuen und Populationen. Der natürliche Wettbewerb ist also kein blutiger Konkurrenzkampf  wie Vulgärdarwinisten behaupten, sondern ein milder Wettbewerb. Diese Ansicht Gesells entspricht ganz der Idee der Physiokraten, die Leben und Wirtschaften als Naturdialektik von Kooperation und Wettbewerb sehen.

 Dass Gesellschaft, Ökonomie und Politik nicht zu trennen sind ist eine Erkenntnis, welche die Agenda 21 zur Zeit praktisch umzusetzen versucht.  Marktwirtschaft ist eine Art kybernetisches System, das auf Selbststeuerung und Rückkoppelung beruht. Diese beiden Mechanismen sind jedoch schon lange von den Schlingpflanzen kapitalistischer Konzerne, Trusts und Preiskartelle umwuchert und gehemmt. [i] Diese kybernetische Lenkung als Selbstorganisation der Natur und der Gesellschaft beruht auf Selbststeuerung ihrer kooperierenden und konkurrierenden autonomen Teile. Jede Zelle hat, analog zu ihrem biologischen Pendant, einen Bereich in dem sie autonom ist, sie hat aber verschiedene Schnittstellen zu benachbarten Zellen, sie ist auch Teil eines Ganzen von dem sie versorgt wird und zu dem sie beiträgt. [Wem dieser Paragraph chinesisch vorkommt, der sei vertröstet auf die Juni-Ausgabe. Unter dem Kapitel „Grenzen“ werden wir detaillierter auf die Entwicklung, die Gliederung und die Lenkung komplexer Systeme eingehen.)

 Freiwirtschaft ist freiheitliche, liberale Wirtschaft – die sich aber um soziale Zusammenhänge kümmert. Gesells Kritik am kommunistischen Modell der Gütergemeinschaft lautet: Je grösser die Gemeinschaft, so grösser die Verwässerung, um so schwächer der Trieb, zur Erhaltung der Gemeinschaft durch Arbeit beizutragen. ...  Nehmt die Konkurrenz weg ... und die ihrer Triebkraft beraubte Gesellschaft wird wie eine Uhr stehenbleiben, deren Feder abgelaufen ist.. Gesells Einschätzung mag übertrieben pessimistisch sein. Kollektive Zusammenarbeit kann ökonomisch durchaus vorteilhaft sein. Sie kann stimulierend wirken, zumindest in der Kleingruppe, und viele Arbeiten sind nur kollektiv zu bewältigen. Im Rahmen der Eigen- oder Freiwirtschaft sind also nicht nur private, sondern auch kollektive Unternehmen möglich.

Der freie Markt und die Verteilung des Mehrwerts

 Die Zahlen zu obiger Graphik werden vom Bundesamt für Statistik jeden Monat publiziert, unter anderem in Die Volkswirtschaft. Die Tatsache, dass Frauen im Schnitt ca. 22% weniger verdienen als Männer dürfte bekannt sein, die starke Abhängigkeit der Löhne  - und die Berechtigung dieser Tatsache - von den Wirtschaftszweigen wird jedoch kaum je dargestellt.

In der Graphik wurden die Wirtschaftszweige zu 4 Gruppen zusammengefasst, bei denen die Löhne etwa im selben Bereich liegen. Diese Gruppierung erleichtert den Vergleich mit Daten aus einer ganz anderen Quelle die in der zweiten Tabelle Gewinne und Personalaufwand dargestellt sind. Gruppe 4 etwa erzielt Spitzengewinne und kann Spitzenlöhne bezahlen. Trotz hoher Löhne beträgt der Quotient: Aufwand pro Kopf / Gewinn pro Kopf weniger als 2. Diesen Branchen gelingt es also mit jedem Angestellten Gewinn einzufahren, die mindestens der halben Höhe seines Gehaltes entsprechen. Der Quotient Aufwand/Gewinn zeigt, anders formuliert, wie viele Personen angestellt werden müssen, um einen Pro-Kopf gewinn einzufahren, der einem Lohn entspricht. Je mässiger die Gewinne pro Kopf ausfallen, desto höher wird der Quotient. (Batigroup ist ein Spezialfall, da die Firma keine Gewinne auswies und kurz vor dem Bankrott stand.). Die Werte in Gruppe 2 zeigen eindrücklich, was bei intensiver Konkurrenz geschieht. Selbst die Riesen des Detailhandels müssen bei relativ bescheidenen Löhnen einen enormen Aufwand betreiben, um ihre Gewinne zu realisieren. Coop z.B., muss selbst bei dem vorhandenen, vergleichsweise bescheidenen Lohnniveau, 9 Personen anstellen, arbeiten lassen und verwalten um einen Profit in der Höhe eines Lohnes zu erzielen.

Aus der Graphik Bruttolöhne nach Wirtschaftszweigen und der Tabelle  Gewinne und Personalaufwand lässt sich eine einfache Regel für die Lohndifferenzierung ableiten:

 

 

 

Gewinne und Personalaufwand

 

 

 

 

 

 

 

Gruppe

 

Personalaufwand

Gewinn

Aufwand / Gewinn

 

 

           in 1000 Fr.

 

 

4

SAP

228

383

0.6

4

BP

133

206

0.6

4

TA-Media

131

46

2.8

4

Roche

102

85

1.2

4

Berner Tagblatt

97

51

1.9

3

Mettler

90

48

1.9

2

Jelmoli

84

39

2.2

2

Batigroup

84

0.6

146

2

Metallwaren Holding

80

28

2.9

2

Migros

68

12.7

5.3

1

Mövenpick

64

14.7

4.3

2

Coop

62

7.2

8.6

2

Swatch Group

59

25

2.4

2

Ex Libris

56

32

1.7

2

Valora

54

129

0.4

2

Vögele

52

25

2.1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Berechnungen nach: Handelszeitung No 29, 31. Oktober 2000 Handelszeitung No 29, 31. Oktober 2000

Darüber welche Art wirtschaftlicher Betriebe nötig sind, wofür die Menschen lernen, womit sie ihr Brot verdienen, entscheiden aber weder sie, die Arbeitenden, noch die Gewerkschaften, die Politik oder das Volk, darüber entscheiden die Kapitalmärkte mit ihrem Forum, der Börse. Um zu verstehen wie irreal und zufällig diese Entscheide oft sind, braucht es keine unverständlichen Formeln, ein einigermassen funktionierendes Gedächtnis reicht absolut. Noch vor einem Jahr haben die neuen Propheten der Banken, die Analysten, erklärt, dass es eine neue Wirtschaft gäbe. Diese neue Wirtschaft basiere nicht auf Umsätzen und Gewinnen, sondern man investiert, sichert sich seinen Platz, und die Gewinne kämen dann in 2 bis 5 Jahren. Niemand hat Gewinne innerhalb eines Jahres erwartet – trotzdem ist der Mehrheit der Shareholder das Engagement bereits in weniger als einem Jahr verleidet. Die kurz zuvor hochgejubelten Firmen wurden fallengelassen wie heisse Kastanien, wobei oft die Firmenleiter die ersten waren, welche die Chance nutzten,  propagandistisch erzeugte Werte in reellen Cash zu verwandeln. Die ups and downs der Börse waren eher eine emotionale Schaukel (s. Bericht zu Extremspekulanten in evolution ....) als eine realistische Neubewertung der Qualität ihrer Produkte und ihrer Produktivität. Diejenigen die sich Informationen zu Marktbewegungen schnell und umfassend beschaffen konnten, haben verdient, die Kleinanleger, die einfach dem Herdentrieb folgten, haben einiges Lehrgeld bezahlt.

Die Vorgänge zeigen, dass das Lob des Finanzmarktes als „Peitsche“, welche die Entwicklung antreibt“, übertrieben ist. Die Orientierung der Finanzmärkte ist zu kurzfristig und zu emotional, als dass sich die Börse zum Kompass für zukünftige Entwicklung eignen würde – noch weniger als Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung. Die Börse gleicht dem Schachspiel, nicht dem Glücksspiel, denn der Anleger muss die Strategien der anderen Anleger durchschauen können und über ausreichend „Figuren“ verfügen, die er einsetzen kann.

Drei substantielle Probleme der Freiwirtschaft:

Recht hat Gesell dort, wo er im Zins ein Problem sieht, vor allem im Druck den er ausübt, das Wachstum exponentiell zu steigern. Kurzdenker sind seine Gefolgsleute dort, wo sie noch nicht gemerkt haben, dass der Shareholder Value das selbe Problem schafft. Aber auch was den Zins selbst angeht, so kommt der eigentlich  erst an dritter Stelle. An erster steht der Wunsch nach Geld, in welcher Form auch immer, an zweiter die Produktivität, die es erlaubt, einen Zinsen oder Dividenden zu erwirtschaften.

Penn- und Balasa-Samuelson-Effekt haben im allgemeinen zur Folge,
dass man in einer wenig produktiven Gesellschaft mit weniger Geld leben kann,
in einer auf Produktivität ausgerichteten aber, und das dürfte die Krux sein, viel Geld braucht
- also gar nicht mehr die Wahl hat, auf Subsistenzniveau oder sonst irgendwie bescheiden zu leben.

Penn- und Balasa_Samuelson-Effekt sind also gleichzeitig die Peitsche, mit der uns die Wirtschaft zu immer grösseren Anstrengungen zwingt und damit verhindert, die Früchte der Arbeit zu geniessen.

Penn- und Balasa_Samuelson-Effekt sind der schlagende Beweis dafür,
dass "Wirtschaft" mit Freiheit nicht mehr am Hut als als die viel geschmähte Politik.
Sie verfügt einfach über die viel listigeren Zwangsmittel.

Recht hat Gesell dort, wo er das Hauptproblem zyklischer Wirtschaftsentwicklung in den Deflationsphasen sieht, weil hier keine weitere Zinssenkung (unter 0%) möglich ist. Und genau hier würde seine Umlaufsicherung fassen, also eine taugliche Möglichkeit bieten. Aber nur hier. Und nur, wenn die modernen Geld- und Kapitalformen präziser gefasst werden.

Allerdings zeigt das Konzept der Kapitalmärkte (Finanzmärkte ist ein Synonym) auch, dass die panische Angst der Freiwirte vor Schulden etwas verquert ist. Des einen Schulden sind des andern Rente, des andern Rente ist des einen Entschädigung für das zur Verfügung stellen eines Potentials zur Produktion - und des Risikos, dabei zu scheitern. Gerade was die Renten der armen Alten betrifft, haben die Freiwirte immer den Zusammenhang mit den Zinsen der bösen Kapitalisten übersehen. Also schreien sie bei zu tiefen Renten für die armen Alten laut: Rentenbetrug. Aber wenn andere Geldgeber 3% verlangen, wird eben so laut geschrien: Zinsbetrug. Dabei ist es "moralisch" einigermassen wurscht, ob man das Geld in Aktien (also als betrieblich gebundenes Eigenkapital [equity]) anlegt oder als Fremdkapital gegen Zins vermietet [dept].  Gerade weil die Freiwirte hier in der einen Anlage eine eminent moralische Tätigkeit sehen, die des Unternehmers, und in der anderen eine eminent unmoralische, die des Zinshais, waren sie nicht in der Lage zu begreifen, warum die Firmen vor einigen Jahren billiges Fremdkapital aufzunehmen begannen um Aktien zurückzukaufen und so die Gewinne unter weniger Mitinhaber verteilen zu müssen. Der Rückverkauf war ja immerhin freiwillig. Das Problem liegt in der Verteilung des Mehrwerts, nicht darin, ob er über fixe Zinsen oder erfolgsbedingte Coupons verteilt wird. Der Aktionär der Personal freisetzt für eine höhere Rendite ist nicht besser als der Geldverleiher, dessen Zinsen unsere Güter verteuern.

Die jüngsten Spitzengewinne bei UBS und CS zeigen auch deutlich, dass der Zins war ein patentes ;Mittel ist, Geld zu vermehren, aber nicht wirklich der Ursächliche Faktor der zu immer mehr und damit zu Wachstum drängt. Die Credit-Suisse hat 2005 einen Spitzengewinn von 5.8 Milliarden Fr. eingefahren - und die Aktie verlor bei Bekanntgabe diesen Resultates 8% ... weil die "Analysten" mindestens 1 Milliarde mehr erwartet hatten - und die gegen Ende Jahr zunehmenden Kosten kritisierten. Es sind also die Analysten, und die Aktionäre, die nach noch mehr Gewinne und noch weniger Arbeitsplätze schreien - nicht bloss der Zins. Ein Lob solcher Gewinne ist zumindest unvorsichtig, wenn nicht gar fahrlässig, denn überall wo einer Gewinne macht, muss ein anderer dafür bezahlen. Im Falle der Banken wissen wir, dass wir alle über stark überhöhnte Karten- und Kontoführungsgebühren mit zahlen, an solchen Gewinnen. Die Gewinne werden aber nicht den Kunden zurückerstattet durch günstigere Preise, sondern dienen der Vergrösserung des Reiches, der Herrschaft der Banken. Die UBS verwaltet bereits 2.7 Billionen (2700 Milliarden, ein Zuwachs von 149 Milliarden 2005)) an Kundengeldern, die CS weitere 1500 Milliarden (Zuwachs 2005: 60 Milliarden). Banken herrschen über die Kontrolle von Kapital - und davon ist das Lieblingskind der Freiwirte, der Boden, nur ein kleiner Teil. Die Freiwirtschaft ist also um bald ein Jahrhundert hintendrein mit ihrem Ansatz. (s. Neofeudalismus).

Die Gefahr liegt bei weitem nicht nur darin, dass Zinsen einen ungebührlichen Anteil am nicht vorhandenen Wachstum abschöpfen, sondern immer mehr darin, dass die Finanzindustrie die politische und wirtschaftliche Planung voll übernimmt, und zwar nach ihren Regeln: Gut ist, was rentiert.

Eine wahrlich interessante Graphik:

  1. Die extreme Verteuerung des Erdöls, damit von Benzin und Heizöl, hat weltweit alle betroffen, negativ betroffen - ausser denen, die mit dem Stoff handeln.

  2. Die überhöhnte Gebühren für Bankkonten und besonders Kreditkarten/Zahlungsverfahren betreffen alle, negativ - ausser denen, die diese anbieten.

  3. Der dauernde Anstieg der Prämien für Krankenkassen trifft alle, negativ - ausser denen, die eben diese Produkte und Dienstleistungen anbieten.

  4. Der einzige Fall bei dem das Volk etwas profitieren konnte, war und ist die Nationalbank.

Aus der Perspektive würde ich die Euphorie in Sachen Privatisierung doch gerne etwas dämpfen. Was privat ist kommt nur den Eigentümern zu gute - bezahlen müssen die andern - und diese werden aus Gründen der Effizienz, Kostenersparnis, Rationalisierung, Restrukturierung und was der schönen Worte mehr sind, selbst eingespart.

2. Gegenwärtig der grösste Witz ist allerdings das Allerweltsheilmittel der Freiwirte (hilft gegen Schnupfen, Grippe, Blinddarm, den Teufel, böse Träume und was auch immer, nämlich die Umlaufsicherung. Geld soll mit einer jährlichen Abgabe belastet werden, um zu verhindern, dass es sich dem Kreislauf von Produktion - Handel - Konsum entzieht. Dabei werden Sie von den Exponenten zum Wahnsinn getrieben, sollten Sie mal versuchen herauszufinden, was die Leute mit Geld meinen. In der normalen Wirtschaftswelt ist die Sache relativ einfach:

  1. Geld sind Anlagen, die für weniger als 1 Jahr gebunden sind.

  2. Kapital, Finanzwerte sind Anlagen, die für mehr als 1 Jahr gebunden sind

Alleine auf Grund dieser Realdefinition liesse sich die "Umlaufsicherung" per Federstrich umgehen. Auf den Stichtag, oder falls die Geldmenge permanent bestimmt wird, vollumfänglich, würden Geldanlagen eben in Kapitalanlagen umgewandelt. Die "Bindung" ist ja eben des Kapitalmarkts wegen, eine äusserst relative. Egal ob 2, 4, 6 oder 10 Jahre bis Rückzahlung, die Papiere können zum Marktwert innert Sekunden in Geld verwandelt werden - und umgekehrt. Die Freiwirte sollten, statt dauernd ein paar ökonomisch minder bemittelte mit Propaganda zu traktieren, sich selbst mal intensiver mit den reellen Vorgängen befassen. So recht sie in ihrer generellen Kritik haben - so sehr verfahren sie sich mit ihren Zielen und Methoden.

Aus dieser Beschränktheit des Konzepts (wobei Sie Beschränktheit so negativ interpretieren können, wie Sie wollen), erklären sich verschiedene Probleme der mangelnden Akzeptanz und Umsetzung freiwirtschaftlicher Konzepte. Die Umlaufsicherung, als Strafzins auf Geld, Cash, Flüssiges, Liquidität steht in diametralem Widerspruch zu Geld- und Finanzmärkten, deren wichtigste Aufgabe es war, die Liquidität zu garantieren und zu erhalten. Da dies in jedem Lehrbuch zu Finanz- oder Kapitalmärkten auf der ersten Seite steht, beantworten Ökonomen die immer wieder neuen und gleichen Attacken der Freiwirte höchstens mit einem müden Lächeln - was nicht ganz berechtigt ist, da einige berechtigte Kritik doch in Gesells Arbeit enthalten ist, wie die Annahme des unendlichen exponentiellen Wachstums von Gewinnen und Kapitalstock, die Aneignung eines ungerechtfertigt hohen Anteils des Mehrwerts durch das Kapital über Zinsen, Gebühren, Mieten etc. Den Freiwirten allerdings ist ebenfalls ein ernsthafter Vorwurf zu machen, nämlich dass sie seit nun über 100 Jahren dauernd und immer wieder mit dem Kopf (und den selben alten Konzepten) gegen die Wand rennen, sich aber nie fähig (oder schon nur interessiert) erwiesen, eine nachhaltigere und sozial gerechtere Alternative für Geld- und Kapitalmärkte vorzulegen. (Nach Gesells Theorie wäre das der "Rat der Frauen", also eine politische Instanz, ... aber davon wollen nicht mal die Freiwirte was wissen, ja nicht mal die Frauen unter den Freiwirten).

Für die Freiwirte steht natürlich fest, dass die Ökonomen sich bloss nicht auf eine Diskussion einlassen, weil sie Angst haben. Na ja, Angst haben sie schon, aber bloss Angst vor Zeitverschwendung. Liquidität ist das A&O der Wirtschaft. Liquidität bestimmt über Überleben des Betriebes oder Bankrott. Ein System, das Liquidität bestrafen will, könnte sich also massiv und katastrophal auf die Wirtschaft auswirken und so ziemlich das Gegenteil dessen bewirken, was beabsichtigt war. Positiv könnte sich die Umlaufsicherung bloss bei Deflation auswirken, und aus der Situation heraus (grosse Wirtschaftskrise der 30er) hat Gesell ja auch seine Theorie entwickelt. wzbw.

Im übrigen wurde das Problem des gestörten Kreislaufs von Geld - Waren - und Produktion bereits umfangreich von Marx analysiert: Stösst die zweite Metamorphose G-W auf Hindernisse (fehlen z.B. die Produktionsmittel auf dem Markt) so ist der Kreislauf, der Fluss des Reproduktionsprozesses unterbrochen, ebensosehr als wenn das Kapital in der Form des Warenkapitals festliegt. Der Unterschied ist aber der: In Geldform kann es länger ausharren als in der vergänglichen Warenform. Es hört nicht auf, Geld zu sein, wenn es nicht als Geldkapital fungiert; es hört aber auf Ware zu sein und überhaupt Gebrauchswert, wenn es zu lange in seiner Funktion als Warenkapital aufgehalten wird. Zweitens ist es in Geldform fähig, statt seiner ursprünglichen produktiven Kapitalform eine andere einzunehmen, während es als W' überhaupt nicht vom Platze kommt. [Das Kapital, Zweiter Band, Zweites Buch: Die Zirkulation des Kapitals. S. 57] Marx hat also die Ueberlegenheit des Geldes gesehen, kam aber nie auf die Idee, es dafür bestrafen zu wollen, weil es unter normalen Bedingungen genug gestraft ist, wenn es in dieser Form verharrt, verharren muss, statt im Kreislauf Geld - Ware zu zirkulieren und dabei zu wachsen. Er hatte auch bereits damals den Zusammenhang zwischen Börsenkursen und Zinsen begriffen, ein Wissen das allen Freiwirten völlig abgeht: Der Zinsfuss erreicht seine äusserste Höhe während der Krisen, wo geborgt werden muss, um zu zahlen, was es auch koste. Es ist dies zugleich, da dem Steigen des Zinses ein Fallen im Preis de Wertpapiere entspricht, eine sehr artige Gelegenheit für Leute mit disponiblem Geldkapital, um sich zu Spottpreisen solcher zinstragender Papiere zu bemächtigen, die, im regelmässigen Verlauf der Dinge, mindestens ihren Durchschnittspreis wieder erreichen müssen, sobald der Zinsfuss wieder fällt. Der Unterschied zwischen Zins und dem Ertrag von Aktien ist vor allem, dass Zinsen geschuldet werden, also mit einiger Sicherheit wieder hereinkommen, während Aktienerträge dem Lauf der Dinge folgen, der sich auf nichts behaften lässt. Man könnte auch sagen, dass sich Geld in Form des Kredits gegen Zins verdingt - während es als Aktie selbst die Herrschaft übernehmen will - wozu es allerdings einiges an Geschick braucht ... zumindest bei den Verwaltungsräten, welche die Interessen der Geldgeber vertreten.

Bei Marx kommen übrigens auch diejenigen "Profiteure" bereits vor, die heute sogar den Shareholdern über den Kopf wachsen, nämlich die Geschäftsführer, CEOs, von Marx als Dirigenten, Aufsicht bezeichnet. Marx versteht zwar den Lohn der "Aufseher" als Arbeitslohn und nicht als Kapitalentschädigung, da sie ihn für ihren Arbeitseinsatz erhalten, sieht aber bereits, dass er meist als Anteil am Gewinn verhandelt wird, und nicht als Monats, Tages- oder gar Stundenlohn.

Im übrigen steht genau hier bei Marx auch bereits das ganze Trara mit dem Zinseszins und der Kugel aus Gold, so gross wie die Erde. Das hat Gesell also abgekupfert und mit einer marxschen Teiltheorie ein Riesentheater veranstaltet.

Noch witziger wird die Umlaufsicherung, wenn wir uns klar machen, dass Geld vermutlich noch nie so rasch unterwegs war wie heute ... und präzise das ist ja das Problem ...

Anlage in 100 Fr. 1977 Wert 2007
US-Dollar (im Wert von 100 SFr.)
£
Bargeld SFr.
Sparkonto
Gold
Silber
Japan Aktien
CH-Obligationen
Deutschland Aktien
US-Aktien
Weltaktien
CH-Aktien
27.-
30.-
51.- SFr.
110.-
137.-
168.-
179.-
190.-
368.-
421.-
429.-
973.-

Dazu kommt, dass historisch betrachtet das Axiom von der Ueberlegenheit des Bargeldes nicht stimmt, oder nur stimmt in Perioden der Deflation. În 30 Jahren verlor der Franken als Bargeld die Hälfte des Wertes, das Pfund Sterling über 2/3 und der Dollar sogar 3/4 - während dem Schweizer Aktien den neunfachen Wert erreichten. Wer damals allerdings etwa in die Beteiligungsgesellschaft Airesis investierte, dem  blieben nur noch 14 Fr. nach 30 Jahren.

 

 

 

 

 

 

Die Entwicklung der letzten zwei Jahre zeigt auch hier eher ein Problem der Grösse:

Wer viel Geld anlegt und das im richtigen Topf, kriegt Geldvermehrung

Wer wenig Geld in den traditionellen Spartopf legt

kriegt Spesen abgezogen.

Das, worin der Name "Freiwirtschaft" seinen Ursprung hat, ist also längst realisiert worden, allerdings vom Markt, nicht von der Freiwirtschaft. Dieses Ziel war, den Markt derart mit freiem Geld (Tauschgeld, Talent und dergleichen) zu überschwemmen, dass es niemandem in den Sinn käme, Zinsen dafür zu bezahlen. Geld ist heute in derartigen Mengen, in einem solchen Ueberfluss da, dass die Zinsen "unter Null" sind, also, wenn Inflation und Verwaltungsspesen abgezogen werden, die Geldbestände schwinden, zumindest die kleineren. Dies geschah durch einen fortlaufenden Abbau der Eigenmittel bei den Banken und den Kreditvergaben. Konnte früher ein Vermögen zu einem Drittel mit Hypotheken oder andern Krediten belastet werden, so gelingt es grossen, solvent erscheinenden Kreditnehmern heute bis zum 7-fachen der Eigenmittel Kredite aufzunehmen. Dies insbesondere bei Hebelprodukten, wo ein minimaler Eigenkapitalanteil mit riesigen Geldmengen spielt -diese aber auch verlieren kann (Barings Bank, die ehemals älteste Englands).

Das Resultat ist aber nicht eine gerechtere Wirtschaft, sondern Probleme bei der Finanzierung der Pensionskassen, der Zwang, immer absurdere und gewagtere Investitionen zu tätigen um sein Geld sinnvoll (und ev. gewinnbringend, auf keinen Fall aber als Totalverlust) einzusetzen.

Umgekehrt kriegt nicht derjenige das Geld, der es am nötigsten braucht, sondern genau umgekehrt, bloss derjenige, der es ganz sicher nicht braucht, der es vermehren kann (oder auch seinen Verlust decken kann). Das tönt für die meisten gut, das Geld, das arbeitet, die Werte, die sich vermehren, der Wohlstand, der gedeiht. Zu wenig bedacht wird die Rückseite dieser Münze: Wo Geld eingesetz wird um Werte zu vermehren, haben diese inflationären der Preissteigerungen bei Aktien und insbesondere Rohstoffpreisen auch Folgen für die realen Märkte, Folgen für die dann die Mehrheit der Bürger bezahlen muss, die keine Superboni für Blasentreiben einstecken kann. (Wohlgemerkt: Ein Verbot der Boni löst das Problem nicht. Die Bonijäger sind ja bloss Angestellte des Kapitals, Söldnerführer, die sich auch gerne mit Beuteanteilen belohnen lassen. Kritik muss ansetzen bei dem generellen Streben nach immer mehr (Geld, Wohlstand, Häuser, whatsoever). Blosse Geldkritik ist unergiebiges Schattenboxen.

Heute kann also nur der sein Geld getrost vermehren, der nicht auf Zinsen angewiesen ist, sondern "investiert", mit Risiko. Nur wer in der Lage ist, grosse Mengen auch zu verlieren, kann noch grössere gewinnen. Der von den Freiwirten angestrebte Zustand des Gratisgeldes hat also nicht zu Geld für alle geführt, sondern im Gegenteil dazu, dass Geld heute DAS Mittel ist, Eroberungen zu tätigen, Feinde niederzumachen, Länder zu erobern und Herrschaften einzurichten. Geld ist DAS Herrschaftsmittel - Politik gehorcht. Es wundert darum wenig, dass die SPs fast aller Länder bachab gehen, da sie beim Gehorchen an forderster Front stehen.


3.
Unter den heutigen wirtschaftlichen Bedingungen lässt sich nun eben weder die Umlaufsicherung noch die "neue Bodenordnung" (ein sozialfeudalistisches Konzept, in dem die Bodenerträge gerecht verteilt werden) als Lösung durchsetzen. Falsch daran ist nicht die Suche nach Gerechtigkeit - falsch ist nur das Konzept. Denn mit dem Boden hätten wir die selben Umgehungsmöglichkeiten wie mit dem Geld. Die grössten Erträge werden ja heute durch Handel mit Wertpapieren, also Eigentum, "geschaffen". Diese Werte sind aber längst nicht mehr an den Boden gebunden, wie die Produktion eines Bauern. Es braucht für diese Geschäfte ein paar Computer und Büros. That's it. Eine Steuer auf Grund des dabei genutzten Bodens wäre ein ziemlicher Witz, d.h. quasi Steuerbefreiung für die Aktienhändler und alle Steuern den Bauern, die 1/3 des Schweizer Bodens besitzen und bebauen - und dabei verarmen. Ein auf Bodenbesitz- oder - Nutzung basierende Einkommensumverteilung ist heute ein Witz, denn der moderne Feudalismus funktioniert auch ganz ohne Boden.

Noch deutlicher wird die Unsinnigkeit einer bodenverhafteten Ordnung heute, wenn wir uns ansehen, wie die heutige postkapitalistische Wirtschaft funktioniert, nämlich in erster Linie als Netzwerk. Netzwerke sind aber "bodenlos".

Die treuen Brüder der Freiwirte, die Physiokraten, hängen einem noch älteren Wirtschaftsmodell an, einer Wirtschaft freier Bauern. Dass das Konzept noch so viele Anhänger hat kann bloss daran liegen, dass es im Gegensatz zur Realität doch recht einfach und leicht verständlich ist - womit sein Lösungsbeitrag für moderne und aktuelle Probleme aber nahe bei Null liegt.

Ebenso übertrieben ist die Begeisterung der attac für die Tobin-Tax. Anhand der Spuren im Internet ist allerdings zu vermuten, dass die Organisation ihre besten Zeiten längst hinter sich hat. Die Tobin-Tax ist geeignet, das Ausmass internationaler Spekulation zu dämpfen - nicht aber, all diejenigen zu Entschädigen, die von dieser neuen Finanzwirtschaft an den Rand gedrückt werden. So betrachtet ist das Konzept schon an der Wurzel faul, denn man müsste was unerwünschtes Fördern (möglichst hohe Erträge der Spekulation) um was wünschbares (Entwicklungshilfe z.B.) zu fördern ... so ähnlich wie bei der Tabaksteuer.

Der dritte Weg – jenseits von Kapitalismus und Kommunismus 

Die Graphik „Bruttolöhne nach Wirtschaftszweigen“ zeigt das Problem. Es wird deutlich, dass das zu lösende Problem nicht dasjenige von Marx ist: Arbeiter gegen Kapitalisten, sondern dasjenige Gesells: Arbeiter und Unternehmer, die Produzenten, einerseits gegen Kapitalisten. Als Produzenten bezeichnet Gesell die selbständigen Handwerker, Händler, Bauern, KMUs, Genossenschaftler, Wirtschaftskommunarden, Wissenschaftler, Künstler und alle Lohnarbeiter. Kapitalisten sind diejenigen die von Zinsen, Renten, Renditen, Monopol- und Spekulationsgewinnen leben. Geldzins, Kapitalrendite und Bodenrente reduzieren die Arbeitseinkommen. Statt dass Zinsen arbeitslose Einkommen schaffen, sollten Investitionen bessere Einkommen schaffen für Arbeitslose.

Da die Kapitalgewinne bereits höher sind, als die erarbeiteten Löhne, ist die Bankenwelt die treibende Macht im Staate geworden. Das Geld soll aber nicht herrschen, sondern dienen!

Da KMUs, Bauern (die Basis bürgerlicher Parteien) und Arbeiter (die Basis sozialistischer Parteien) eigentlich die selben Probleme haben – da sie den selben Mächten ausgesetzt sind, wäre es die Aufgabe der Freiwirtschaft, des 3. Weges zwischen Sozialismus und Liberalismus, diese unterschiedlichen Gruppen zusammenzubringen mit dem Ziel, die Lenkung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung dem Kapitalmarkt zu entreissen und in die eigenen Hände zu nehmen. [Mehr dazu in der nächsten Ausgabe

  Martin Herzog 2000

Neueres zum Thema:


[i] Aus: Boden nutzen statt besitzen. Plädoyer für ein nachkapitalistisches Bodenrecht. Werner Rosenberg. INWO Schweiz. Aarau 1997.

Literatur: Silvio Gesell. „Marx“ der Anarchisten. Bartsch, Gesell, Landauer, Mühsam, Mülberger, von Muralt, Klaus Schmitt (Hrsg.). Karin Kramer Verlag Berlin 1989