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zur präzisen Lösung

Webmaster und Internet-Redaktor

 

Martin Herzog

Inselstrasse 62

4057 Basel

Tel/Fax: 061 831 80 15

hewww@brainworker.ch

Webdesign

Orientierung & Navigationsmuster

Der ideale Internet-Text 

Schritte bei und Hilfsmittel zur Erstellung einer Homepage

Der ideale Internet-Text

1. Gebot des Internet / 2. / 3. /

Die Nutzung einer Website steigt um:

58% - wenn die Texte kurz und klar gefasst und übersichtlich sind. Die Nutzer lesen nicht auf dem Web, sie "scannen", d.h. sie lassen ihre Augen über den Bildschirm wandern, picken da ein Bild, dort eine Überschrift, ein paar Sätze oder sogar nur Teile von Sätzen heraus, um diejenigen Informationen zu erhalten, die sie suchen. Genau wie bei Zeitungen wird oft nur der erste und/oder letzte Absatz eines Artikels, oder der erste Satz eines Paragraphen gelesen. Folglich steigt die Webnutzung um

47% - wenn die Texte sich leicht scannen lassen. Die Nutzer schätzen es nicht, wenn sie durch grössere Präsentationen zum verschieben des Bildschirmausschnitts gezwungen werden, speziell seitwärts. - Aber auch der Schreibstil ist von Bedeutung. Die Webnutzung steigt um

27% wenn die Präsentation objektiv ist statt verkaufsorientiert. Die Nutzer hassen alles was nach marketing Gags und Marktgeschrei, aber auch nach ideologischem Pamphlet, aussieht. 

Die Webnutzer werden genervt durch:

1 Popup Boxen                                                            52%

2 Banners und Werbung                                            50%

3 Überladene Webseiten                                               35%

4 Langsame Ladezeiten                                                 26%

5 Schwierigkeiten ein spezielles Produkt zu finden          20%

 

 Empfehlungen:

s. How to write for the Web www.useit.com/papers/werbwriting/writing.html

Die Bedeutung des Kontexts für das Verständnis

Jeder Mensch hat ein eigenes konzeptionelles Modell, er liest die Texte nach der eigenen Vorliebe aus, interpretiert sie nach den eigenen Vorkenntnissen und wertet sie auf Grund der persönlichen Werthaltung aus. Es ist also der Leser der dem Text den Sinn gibt und nicht der Autor. Je geschickter der Autor, desto besser kann er die Interpretation in eine bestimmte Richtung lenken. Vollständig bestimmen jedoch kann er sie nicht. Dokumente sind zudem nicht unabhängige, allein stehende Inhalte. Sie hängen ab vom Vorverständnis, vom vorhandenen Wissen, von Kritiken, Antworten, Interpretationen – also von einem ganzen „Ökosystem“ an Con-Text.

Das Schaffen von Sinn ist also eine komplexe Aufgabe. Notizen am Rand eines Artikels sind Spuren der Auseinandersetzung des Lesers mit dem Text. Hier ist das Internet dem gedruckten Text unterlegen, sofern der Nutzer nicht planvoll seine Bookmarks organisiert und für Notizen ein Textprogramm (notepad z.B.) benutzt.) Der Leser muss bei seiner Interpretation,  das Verständnis, das ihm aus seiner Perspektive sinnvoll erscheint, mit dem Verständnis abgleichen, welches ihm der Schreiber nahe legen will. Ist der Unterschied zu gross, gilt es herauszufinden, ob die eigenen Informationen, auf denen sich die Interpretation stützt, zu ergänzen oder zu korrigieren wären - oder, was genau so gut möglich ist, ob der betrachtete Text eine zu einseitige Position bezieht oder eine zu enge Perspektive beschreibt. Der Prozess ist dem der Analyse und Therapie nahe verwandt.

Ein geschickt  geführter Dialog kann den Leser dazu bringen, eine andere Perspektive zu erkennen, ev. anzuerkennen. Eine auf Biegen und Brechen verteidigte Meinung kann das nur äusserst selten. Ein Dialog  kommt nur zustande, wenn der Leser gewillt bleibt, auf die präsentierte Meinung einzugehen, den Standpunkt wahrzunehmen und sich darauf einzulassen.

Allerdings ist zu bemerken, dass eine klare und gut gestaltete Präsentation langweiliger Inhalte nicht geeignet ist, Interesse zu wecken. Aber das dürfte kaum ein Problem sein, denn jeder Mensch hat eigentlich  interessante Geschichten zu erzählen. Falls Sie diese nicht finden, Hewww hilft Ihnen dabei.

Text als Grundbedingung jeden Wissensmanagements

Wissensmanagement - genau wie die verlegerische Tätigkeit des Lektorats - umfasst folgende Prozesse:

Sämtliche hier erwähnten Verarbeitungsschritte basieren im Normalfall auf Texten - und nahezu alle Wissensarbeiter haben zumindest eine rudimentäre Erfahrung im Schreiben von Artikeln- und seien dies nur die Hausarbeiten und die Diplomarbeit ihrer professionellen Ausbildung. Sie wissen also, dass es in einem Artikel um eine basale Routine des Wissensmanagements geht, nämlich darum, eine (normalerweise) individuelle Lernerfahrung, Erkenntnis, Idee, Expertise, Überlegung, Reflexion etc. in eine bestimmte Form zu bringen. Diese Form hat folgende Merkmale:

  1. Der Autor muss eine Lernerfahrung machen, eine Idee haben, eine Konzeption entwerfen, eine Einsicht haben etc., also Wissen generieren.

  2. Der Autor muss sich selbst seine Expertise so klar machen (im Sinne von: vor Augen führen, vergegenständlichen, vorstellen), d.h. explizieren, dass er sie schriftlich formulieren kann.

  3. Er muss sein Wissen so ausdrücken, dass andere das Geschriebene lesen können, das heisst nachvollziehen und verstehen können.

  4. Er muss seinen Artikel öffentlich machen, d.h. publizieren, ihn also einem interessierten Publikum zugänglich machen.

  5. Der Erfolg des Artikels bemisst sich daran, von welchen und von wie vielen Personen er gelesen und genutzt wird. Wenn Sie 200 Besucher auf Ihrer Website haben, dürfen Sie sich nicht all zu viel Wirkung davon versprechen ...

  6. Ein geschriebener, publizierter und gelesener Artikel steht nicht allein, sondern ist Element eines kontinuierlichen Prozesses der Umwälzung und Revision von Wissen, weil seine Nutzung Anlass zu Kritik, Erweiterung, Nachfragen und neuen Anregungen gibt.

> Und hier präzise tritt nicht nur das Web mit dem html-Text hilfreich ans Licht, sondern auch das pdf-Dokument, bei dem es sich um einen kleinen Artikel, ein Heft, ein Büchlein, ein Buch - bis hin zu einem lexikalischen Werk handeln kann. Diese Möglichkeit der Anpassung der Buch-Form an den Inhalt war bisher kaum gegeben, da der materielle Aufwand zum Druck eines Buches doch beträchtlich höher ist als der zur Erstellung eines E-Books (wenn der Text vorhanden ist, natürlich ...).

Voraussetzungen zum Erfolg, also zur Wirksamkeit der Präsentation

  1. Wer etwas darstellen will, muss die Sache selbst beherrschen. Nur wer einen Vorgang genau kennt, wer einen Zusammenhang auseinander nehmen kann, wer eine bildliche Darstellung selbst mit Symbolik verstanden hat, kann sie sprachlich übermitteln, vormachen oder vorführend verdeutlichen.
  2. Wer etwas darstellen will, muss in der Lage sein, dies vor anderen wirkungsvoll zu tun.
  3. Wer etwas erfolgreich darstellen will, muss didaktisch vorgehen: Schülerorientiert, sachgemäss, situationsangemessen.

Grundbedingung für jedes Lernen ist die Motivation. Dazu muss ein Beitrag erst einmal wargenommen werden. Dazu dienen aufmerksamkeitsfördernde Methoden der Präsentation, wie

[Bönsch, M; Kaiser, A.: Unterrichtsmethoden – Kreativ und vielfältig. Basiswissen Pädagogik. Unterrichtskonzepte und –techniken. Band 4. Schneider Verlag Hohengehren. 2002]

Während das Internet wenig zu bieten hat in den wichtigen Bereichen subjektives Erleben, Sinneserfahrung, Eigenaktivität und Originalbegegnung (die zwar "möglich", aber durch unzählige überflüssige Blogs ziemlich vermüllt ist), hat es ein enormes Potential was Belebung und Modellbildung betrifft.

Was das Grundelement, den Text betrifft, so ist das Minimum an Text für Wissensvermittlung der Mikroartikel, ein Hypbrid aus Kleinkartei und Artikel. Dieser hält das gelöste Problem und die sich daraus ergebende Lernerfahrung, den Kern der zu vermittelnden Expertise, schriftlich fest, auf einer halben oder maximal einer Seite:

Entscheidend ist, dass ein Austausch in Form des wechselseitigen Lesens, Nutzens und Kommentierens der eingegebenen Mikroartikel in Gang kommt. In diesem Austausch liegt der eigentliche Sinn des Publizierens von Mikroartikeln.

Ø      Erfahrungskontext beschreiben und mittransportieren, auf dem eine bestimmte Expertise gründet. Also nicht Daten, sondern Problem, zu dessen Lösung er beiträgt, Fall, für dessen Behandlung er Vorschläge macht, kontextuelle Beobachtung, die zu neuen Fragen führt.

Ø      Stichworte, Indexierung: Kompakte Bezeichnung des Problems oder Lernanlasses

Ebenfalls geeignet als Grundlage für Wissensmanagement sind Lerngeschichten, in denen Projekte detailliert aufgearbeitet werden. Diese sollten möglichst viele Perspektiven enthalten, z.B. diejenige der beteiligten Forscher und Berater, ev. auch eines Schriftstellers. Umfangreiche Originalzitate sind erwünscht und machen das Dokument authentischer. Diese Lerngeschichten lasse sich durch Vergemeinschaftungs-Workshops als Lehrmaterial nutzen.

Martin Herzog, Dipl. Ing. ETH, Rheinfelden. 27.03.03

Den Satz: Entscheidend ist, dass ein Austausch in Form des wechselseitigen Lesens, Nutzens und Kommentierens der eingegebenen Mikroartikel in Gang kommt. In diesem Austausch liegt der eigentliche Sinn des Publizierens von Mikroartikeln - können wir nun 3 Jahre später wieder aufnehmen, ergänzen und generalisieren:

Entscheidend ist, dass ein Austausch in Form des wechselseitigen Lesens, Nutzens und Kommentierens von Beiträgen, sei es als html oder als pdf,  in Gang kommt. In diesem Austausch liegt der eigentliche Sinn des Publizierens.

Ich schlage darum als generelle Struktur vor, und werde diese selbst gleich als Design für meine Beiträge übernehmen:

s. auch Das Informion [Wissen II: Gespaltenes Denken wieder verwurzeln über das Rhizom/Informion: Vom autoritär-nationalen Neurotizismus des vorletzten Jahrhundertwechsels zum heutigen wirtschaftsliberal-individualistischen Schizoidie.]