Brainworker's Beiträge zum Thema

Psychologie <Mind Map Ueberblick>

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Das erste psychologisches Institut wurde 1879 gegründet von Wilhelm Wundt an der Universität Leipzig. Der starke Zustrom an Studenten setzte nach dem 2. Weltkrieg ein, vielleicht weil es zum kollektiven Problem wurde, was denn nun eigentlich normal sei ... oder eher, weil man wissen wollte, wie man den Konsumenten schneller und effizienter den zunehmenden Überfluss andreht?

Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das erröten kann.  ... Es ist aber auch das einzige, das Grund dazu hat.

Mark Twain

Beides war wirksam, aber bei den Studenten war (und ist?) es vor allem die Illusion, Psychologie sei der effizienteste Weg zur Selbsterkenntnis ... was allerdings ein Irrtum sein dürfte, denn die Psychologie befasst sich mit geistigen Funktionen - nicht aber mit den Inhalten die daraus, also aus dem Denken, entstehen! Wo der Sinn des Lebens zu finden sei, was als Norm vertretbar oder gar wünschbar sei, ist kein Problem der Psychologie, sondern der Philosophie. Ja, natürlich auch der Gesetzgebung ... aber diese Normen beruhen auf den Wünschen der Mehrheit, und, in guten Demokratien, auf einer gewissen Rücksicht auf Minderheiten, nicht aber auf Erkenntnis von Wahrheit und eben so wenig auf abstrakter, also wissenschaftlicher Begründung von Werten. Die im Recht vertretenen Werte sind das Resultat von politischen Machtkämpfen, nicht von psychologischen, aber auch nicht von philosophischen Studien. Normierung ist ein Geschäft der Macht! Sollte also immer kritisch hinterfragt werden - um so mehr als Konditionierung durch die Macht der Autorität meist äusserst üble Folgen hat.

[Lutz von Rosenstil: Grundlagen der Organisationspsychologie. Basiswissen und Anwendungshinweise. Sammlung Poeschel 95. Schäfer-Poeschel Stuttgart 2003]

Psychologie gab es allerdings schon vor Wundt, nur wurde sie meist von Literaten betrieben wie etwa Shakespear oder Dostojewski (s. auch Musils Mann ohne Eigenschaften, Thomas Manns Hochstapler Felix Krull (für den das Leben ein Theater ist, in dem es eine möglichst angenehme Rolle überzeugend zu spielen gilt, womit er also äusserst postmodern und marktorientiert wäre), Stefan Zweigs Schachnovelle und viele viele mehr. An diesen meisterhaften Beschreibungen können sie relativ leicht und auf angenehme Weise ersehen, wie komplex das Fachgebiet ist:

Hauptgebiete der Psychologie nach APA und PASAR (psychological abstracts search and retrieval)

Theoretische Grundlagen Allgemeine Psychologie Differentielle (vergleichende) Psychologie

Angewandte Psychologie

Statistik, Methodik, Psychophysik, Wissenschaftstheorie, Funktionen der Psychologie, Theorienüberprüfung, Psychopathologie, Philosophische Propädeutik (genial, das erste mal dass ich das wo finde, dabei gehörte diese zu jeder Disziplin) Neuropsychologie
Wahrnehmungspsychologie
Lernpsychologie
Aktivationspsychologie
Kognitionspsychologie
Emotionspsychologie
Entwicklungspsychologie
Persönlichkeitspsychologie
Psychodiagnostik
Motivationspsychologie
Sozialpsychologie

Vergleichende (Tier-)Psychologie
Klinische Psychologie
Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie
Berufspsychologie
Verkehrspsychologie

Forensische Psychologie
Schulpsychologie
Umweltpsychologie
Kulturpsychologie
Wirtschaftspsychologie (besonders an der Börse recht einträglich ....)
Werbepsychologie
Militärpsychologie
Medienpsychologie
Freizeitpsychologie

[Krech/Crutchfield et. al.: Grundlagen der Psychologie. Bd 1. 1. Kapitel: Psychologie als Wissenschaft. S. 15]

Einige ausgewählte Aspekte der Psychologie

Die Social Readjustment Rating Scale (SRRS, zu deutsch Lebensveränderungseinheiten: LVE) von Holme/Rahe 1977 versucht psychisch belastende Ereignisse zu quantifizieren.

Familie   Persönliches  
Tod des Partners
Scheidung
Trennung von Ehepartner
Tod eines nahen Familienmitglieds
Eheschliessung

Einschneidende Veränderung des Gesundheitszustandes eines Familienmitgliedes.
Schwangerschaft
Geburt
neue Streitereien (sind belastender als die alten, darum belässt man es in Beziehungen meist bei denen ... und dreht sich munter im Kreis.)
Kinder verlassen das Haus
Probleme mit Schwiegereltern
Berufsaufnahme oder -Aufgabe der Ehefrau
Einschneidende Änderungen bei Familientreffen
 
100
 73
 65
 63
 50

 45
 44
 40
 39
 35
 29
 26
 15


 
Gefängnisaufenthalt
Schwerer Unfall oder Krankheit

Sexuelle Probleme
Tod von engen Freunden
Hervorragende persönliche Leistung
Beginn oder Ende der formalen Schulbildung
Gravierende Veränderungen der Lebensbedingungen
                        "                  der persönlichen Gewohnheiten
Wechsel an eine neue Schule
Wohnungswechsel
Gravierende Veränderung des Freizeitverhaltens
                   "                    der Schlafgewohnheiten
                   "                    der Essgewohnheiten
Urlaub
Weihnachten
kleinere Gesetzesübertretungen
63
53
39
37
28
26
25
24
20
20
19
19
16
15
13
12
11
Arbeit   Finanzielles  
Verlust des Arbeitsplatzes
Eintritt in den Ruhestand
gravierende geschäftliche Veränderungen
Wechsel in einen anderen Beruf
gravierende Veränderungen in den beruflichen Aufgaben
Schwierigkeiten mit dem Chef
gravierende Veränderungen in den Arbeitsbedingungen
47
45
39
36
29
23
20
gravierende Veränderungen in der finanziellen Situation
Hypothek oder Darlehen über 10'000 $
Verfallserklärung der Hypothek
Hypothek oder Darlehen unter 10'000 $


 
38
31
30
17


 

Interessant ist auch die Bezeichnung dieser Skala: social readjustment rating scale. Heute würden die Psychologen vermutlich dazu gedrängt, einen anderen Namen zu wählen, denn er drückt präzise das aus, was Flexibilität und den andauernd geforderten Wandel behindert. Der Ausdruck zeigt, dass Anpassung Aufwand bedeutet an Zeit, Nerven oft auch Geld. Flexibilität und Wandel kosten also ... weshalb sie medial zur Norm erhoben wurden, denn so können sich diejenigen, die sie fordern, vom Bezahlen drücken. 

 

Konditionierung durch Autorität und Strafe

Womit wir ohne Bruch zu einem der wichtigsten Elemente der Psychologie kommen, zum bedingten (pawlowschen) Reflex und dazu, wie er sich eben konditionieren lässt. [Um einen unbedingten, automatischen vererbten Reflex handelt es sich bei der Prägung, die Konrad Lorenz bei den Gänsen beschrieben hat. Wen das geschlüpfte Küken als erstes sieht, nimmt es als Mutter an. Diese Prägung kann zeitlebens nicht entlernt werden, weshalb künstlich aufgezogene Tiere sich später nur selten in der Wildbahn zurecht finden.]

Eine Welt die auf gegenseitiger sozialer Konditionierung durch Lustgewinn oder Schmerz, Lohn oder Strafe beruht, hat B.F. Skinner in Walden II beschrieben. Es ist eine heile Welt ... aber eine Welt dressierter Hamster.

Dennoch liessen und lassen wir uns konditionieren - über das limbische System, das uns bei positiven Gefühlen einen Schub Drogen (Endorphine und Opiate) zukommen lässt. Durch die Äquivalenz von Geld mit Be-Lohnung produziert dieses zuverlässig einen Strom an Wohlfühlhormonen. Dies erst noch weitaus zuverlässiger als Fütterung oder Sex, denn es lässt sich speichern, führt also nie zu Übersättigung oder Übermüdung.

Die selben Glückshormone (Beta-Endorphine) lassen sich auch durch sportliche Betätigung erzeugen, was ebenfalls längst kommerzialisiert ist. Von der künstlichen Erregung der Gefühle durch Filme, Bücher und Musik gar nicht zu reden.

Ein weiterer hormoneller Glücksbringer lässt sich ebenfalls über Geld steuern. Es handelt sich um Oxytocin, das insbesondere beim Orgasmus ausgeschüttet wird (Ich sag's ja, Sex macht eben so glücklich wie Geld. Die Philosophen wollten mich deswegen schon steinigen), aber auch mütterliche Gefühle auslöst, oder eben Glücksgefühle beim Zusammensein. Damit können die meisten Philosophen vermutlich wenig anfangen - aber wer Geld hat hat natürlich weit bessere Möglichkeiten, an Parties, kulturellen Veranstaltungen, gesellschaftlichen Anlässen etc. teilzunehmen als wer das eben nicht hat.

Die Relativität des Glücks

Hier erklärt sich auch leicht, warum der Philosoph immer noch philosophiert, auch wenn kein Geld dabei heraus schaut, warum der Künstler produktiv ist, auch wenn sich seine Werke nicht verkaufen: Das Werk schafft Erkenntnis - und die gelungene Erkenntnis, die Vollendung eines Werkes oder wichtigen Bausteins desselben, führt genau so sicher zur Ausschüttung von Glückshormonen wie Geld. ätsch ... Dazu muss erst noch niemand von seinem Arbeitsplatz verdrängt, einbespart oder ausgebeutet zu werden.

Entweder man lebt, oder man ist konsequent.

Erich Kästner

"Sich am Markt orientieren" hingegen ist die Forderung, sich nur noch an der Belohnung durch Geld zu orientieren, sich also völlig auf die Bewertung durch andere einzustellen. Eben dies zeigt uns nun aber, dass effektiv der Milliardär nicht tausend mal glücklicher ist als der Millionär, denn er vergleicht sein Glück ja nicht mit dem, sondern mit den gleichgestellten - und da sind die Unterschiede gewaltig - die Zufriedenheit also vermutlich noch geringer als bei vielen Normalverdienern.

Umgekehrt muss man hier mit einem alten Vorurteil aufräumen: Arme Poeten, Maler und Philosophen, die in Fässern hausen, sind nicht unglücklicher als Reiche. Vermutlich gilt eher das Gegenteil, denn sie sind stets in der Lage, sich ihr Glück über Kreativität und/oder Erkenntnis selbst zu verschaffen, sogar ohne dazu anderer zu bedürfen, ohne Untergebene auszunutzen und zu unterdrücken - und, last not least, ohne die Landschaft mit Beton zuzukleistern und durch Verkehrslärm zu ruinieren.

"Sich verkaufen" heisst also, die Gestaltung des Ich's völlig nach Anforderungen von aussen einzurichten, ja sogar, alleine nach Massgabe der Produktivität, also der "Verkäuflichkeit". Hier unterscheiden sich die grundlegenden 2 Typen von Künstlern, Philosophen, Dichtern und Schriftstellern, der erfolg-reiche und der verkannte, arme, wobei meist letzterer als "echt" gilt. Wie wir sehen nicht zu unrecht, denn ersterer macht, was man von ihm erwartet, also Unterhaltung - Zweiterer schafft was neues, was originales, das logischerweise Probleme hat, anerkannt zu werden.

Diese Dinge auf die wir uns sozusagen zwecks Lustgewinn selbst konditioniert haben, nennen wir "Motive". Sie sind bedeutender und effizienter als Angst, auf die wir durch Strafe und Schmerz erzogen werden, oder in die wir durch Scheisspolitiker mit der Unterstützung von Scheissmedien getrieben werden. (s. Bush - Irak - Lügen)

Autoritäre versus antiautoritäre Erziehung

Kinder

„Sind so kleine Hände, winz’ge Finger dran.
Darf man nie drauf schlagen, die zerbrechen dann.

Sind so kleine Füße, mit so kleinen Zeh’n.
Darf man nie drauf treten, könn’ sie sonst nicht geh’n.

Sind so kleine Ohren, scharf und ihr erlaubt.
Darf man nie zerbrüllen, werden davon taub.

Sind so schöne Münder, sprechen alles aus.
Darf man nie verbieten, kommt sonst nichts mehr raus.

Sind so klare Augen, die noch alles seh’n.
Darf man nie verbinden, könn sie nichts versteh’n.

Sind so kleine Seelen, offen und ganz frei.
Darf man niemals quälen, geh’n kaputt dabei.

Ist so’n kleines Rückgrat, sieht man fast noch nicht.
Darf man niemals beugen, weil es sonst zerbricht.

Grade, klare Menschen wär'n ein schönes Ziel.
Leute ohne Rückgrat hab'n wir schon zuviel.

Bettina Wegner, 1987

Die antiautoritäre Erziehung der 70er und 80er wendete sich sehr stark gegen repressive Bildung, da diese nicht bloss das Denken, sondern auch die Persönlichkeit verkrümmt. Sie kam stark in Kritik, als in den 90ern die Arbeitslosigkeit stark zunahm, was dann natürlich den "unfähigen", da nicht wohl dressierten Affen, pardon, "den zu gering ausgebildeten Arbeitskräften", angelastet wurde - nicht denen, die sie entlassen hatten um selbst mehr zu verdienen.

Anyhow. Man muss auch als extrem Antiautoritärer zugeben, dass die Entwicklung zur Persönlichkeit einer klaren Führung bedarf, Führung allerdings nicht in dem Sinne, dass diese klar durchgibt, was gilt, sondern in dem Sinne, dass positive wie negative Reaktionen auf Aktionen des Kindes stimmig und dadurch schlüssig sind. Ich hab einen Fall extremer Permissivität mal bei einer arabischen Familien beobachtet. Da tobte das Kind stundenlang rum, trat Eltern und Gästen ans Bein, bekam aber nicht die geringste Zurechtweisung. Dann sass es bereits längere Zeit still und ruhig in einer Ecke und spielte - und bekam plötzlich von der Mutter eine Watsche. Dass da das Kind natürlich keinen blassen Dunst hat, was eigentlich los ist, versteht sich von selbst. Die Folgen waren entsprechend. Dies war aber nie die Idee der Antiautoritären. Sie verboten sich selbst die Kinder durch Zwang und Gewalt zu erziehen - forderten aber (s. Niels) eben ganz deutlich, dass Grenzen gesetzt werden und Missfallen wie Lob klar und verständlich ausgedrückt wird, wozu es nun wirklich keine Fäuste braucht. Diana Baumrind beschreibt die Merkmale und Folgen autoritärer bis libertärer Erziehung wie folgt:

  1. Die Eltern der kompetentesten Kinder waren streng und fordernd; aber sie waren auch warm, rational und aufgeschlossen für die Mitteilungen des Kindes. Diese einmalige Kombination von Strenge und positiver Ermutigung der Autonomie- und Unabhängigkeitsbestrebungen des Kindes wurde als autoritatives Elternverhalten bezeichnet.
  2. Die Eltern der Kinder [mittlerer Kompetenz] waren verglichen mit den anderen, unzufrieden, verschlossen und misstrauisch, sie waren selbst distanziert und herrisch und etwas weniger warm als die übrigen Eltern. Sie wurden als autoritäre Eltern bezeichnet.
  3. Die Eltern der inkompetentesten Kinder waren nachgiebig, stellten keine Forderungen an die Kinder und waren relativ warm. Diese wurden als permissive Eltern bezeichnet.

[Krech/Crutchfield et. al.: Grundlagen der Psychologie. Bd 6. : Persönlichkeitspsychologie und Psychotherapie. 3. Kapitel: Persönlichkeitsentwicklung. S. 86]

Aber wohlgemerkt, es ist NICHT die Autorität der harten Hand, die sich gegen alle Widerstände durchsetzt ... um die eigenen Interessen zu garantieren, sondern es ist die Autorität der Klarheit, des Wissens, des sichern Weges, der ihr Erfolg verschafft über das libertäre laissez faire. (Tja, schon wieder so ein interessantes Paradoxon: Diejenigen, die am lautesten nach laissez faire für die Wirtschaft schreien, sind präzise die selben, die das laissez faire für die Menschen am lautesten kritisieren.) Die positive Art Autorität hat es auch nicht nötig, sich Kritik zu verbieten, da sie sich bewusst ist, das Richtige zu fordern. Wer sich seiner Sache sicher ist, braucht Kritik nicht zu fürchten, muss sie also nicht verbieten - sondern ist in der Lage, ihr mit Argumenten zu begegnen!  (Also, auch hier aufgemerkt: Je lautstarker sich jemand Kritik verbietet, desto unsicherer ist er vermutlich seiner Sache.) Zu einer echten Autorität der Führung gehört aber auch, dass sie zugibt, wenn sie in die Irre geführt hat, und nicht die Ausführenden dafür verantwortlich macht, wenn die Anordnungen (das Unternehmen) in den Schilf führen.

Hitler war manisch-depressiv, sexuell impotent, ein Bettnässer, er wurde nachts von Alpträumen geplagt und war schwer drogensüchtig. Er war ein unempathischer Mensch mit einem völlig verkrüppelten Gefühlsleben, der als Kind gelernt hatte, willkürliche Aggressionshandlungen als normal zu betrachten.

Über andere zu lachen ist unhöflich. Warum sollte ich ausgerechnet zu Hitler höflich sein?

Dany Levi zu seinem Film: Mein Führer

Fazit: Hätten die Deutschen über das affektierte Getue von Hitler und dessen Gesippschaft weidlich gelacht und seine Performances ins Cabaret verlagert, wär's vielleicht anders gekommen.

Wenn Hitler nicht Hitler, sondern Kräuter geheissen hätte, wäre der Menschheit der Zweite Weltkrieg erspart geblieben, weil Heil-Kräuter geschrien worden wäre.

Karl Valentin, 1946

Probleme die sich unter rein autoritärer Herrschaft ergeben zeigt ein Experiment der Gefängnispsychologie von Zimbardo:

70 psychische reife, emotional stabile, psychisch normale, intelligente Studenten aus Mittelschichtfamilien und ohne Vorstrafen, wirkten mit als Freiwillige. Sie wurden per Los entweder zu Gefangenen oder zu Wärtern, fifty/fifty. Die Wärter konnten die Regeln die im Gefängnis zu gelten haben selbst erstellen. Die Gefangenen wurden unerwartet in Streifenwagen abgeholt, durchsucht, in Handschellen gelegt, Fingerabdrücke genommen, entkleidet, entlaust, in Uniform gesteckt und nummeriert ... wie das in den USA eben so übel, pardon, üblich ist, und zu zweit in eine Zelle gesteckt. Der Versuch sollte zwei Wochen dauern .... musste aber bereits nach 6 Tagen eingestellt werden, da er sich erschreckend entwickelte. In weniger als einer Woche machte die Erfahrung der Gefangenschaft einen lebenslangen Lernprozess zunichte: menschliche Werte waren aufgehoben, Selbstkonzepte in Frage gestellt und die hässlichste, niedrigste, pathologische Seite der menschlichen Natur trat zutage. . . Drei Gefangene mussten schon nach 4 Tagen freigelassen werden, da die Situation zu hysterischem Weinen, Verwirrung des Denkens und schweren Depressionen (also einer Psychose) führte. Etwa ein Drittel der Wächter wurde in ihrer willkürlichen Machtausübung tyrannisch, sie genossen ihre Herrschaft über Menschen. ... Manche der Wächter taten bloss ihre Arbeit.  ... Kein guter Wärter protestierte jedoch je gegen einen Befehl eines schlechten Wärters; sie intervenierten nie zugunsten der Gefangenen, sie forderten die anderen nie auf, sich zu bremsen ... und keiner kam zum Gefängnisleiter, um die Verhältnisse zu kritisieren, ja schon bloss zu melden. - Die Entwicklung versetzte einen Häftling, der über 16 Jahre Hafterfahrung verfügte und im Experiment als "Gefängnisberater" fungierte, derart in Depressionen und Wut, weil die Verhältnisse eben so mit den von ihm erlebten übereinstimmten, dass er das Experiment verliess. Auch Zimbardo kam so zum Schluss, dass es mit der menschlichen Freiheit nicht weit her ist, sondern dass wir von sozialen Faktoren und Umweltbedingungen gesteuert werden. [do S. 92]

Das Modell: Wer zahlt - befiehlt - dürfte mehr oder minder die selben Folgen haben, insbesondere wenn es neoliberal absolutistisch wird.

Eine Ökonomie des Glücks - statt des Wettbewerbs ...

Diese Konditionierung auf Geld als einzig rationalen Steuerungsfaktor - der Glückshormone freisetzt - zeigt gleichzeitig ein völlig neues potentielles Orientierungssystem auf, das ich "Ökonomie (und Politik) des Glücks" nennen würde. Heute ist die Welt so strukturiert, dass diejenigen, die das Geld haben, oder die höchsten Löhne, sich auch noch gleich Glücksgefühle durch Herrschaft über andere aneignen können. Früher dachte ich mal, das höchste Glück sei die Freiheit (na ja, alter Anarchist ...). Es scheint aber so, dass die Mehrheit der Menschen eigentlich mit ihrer Freiheit nicht viel anzufangen weiss, ausser zu konsumieren. Wenn wir diesen zynischen Spruch auslassen, könnte man es auch positiver formulieren: Es gibt Menschen, denen bereitet es Freude, wenn sie Führen - es gibt andere, die ziehen es vor, wenn sie nach klaren Vorgaben arbeiten - und dadurch ihre Existenz sichern können. In einer wohlgeordneten Hierarchie werden also beide glücklich, theoretisch, denn unfairerweise macht vielen Führern ihre Position nur dann richtig Spass, wenn sie die Untergebenen drangsalieren können, also zu sinnlosen Aufgaben und zu absurdem Verhalten zwingen, sie also zu Clowns machen können. In einer glücksökonomisch optimalen Organisation würden also diejenigen führen, die das am besten können, und es wäre ihnen Lohn genug, auch ohne Unterdrückung und Ausnutzung der Untergebenen - während die Untergebenen ihren Führern nicht am Stuhl sägen, sondern dankbar sind für sinnvolle Einsatzmöglichkeit ihrer Arbeitskraft und das dadurch erworbene Einkommen. Wie sie sehen, wäre damit auch das blödsinnige Konzept des generellen Wettbewerbs aller gegen alle weg.

Eine Ökonomie des Glücks erlaubte auch eine gerechte Beurteilung von Spitzen-Löhnen, die gerade bei Managern doch immer fragwürdiger werden. Unter dieser Perspektive, der Optimierung des Glücks, dürften Spitzenlöhne a) nur bezahlt werden, wenn dies nicht auf Kosten der eh schwachen Löhne geschieht - und natürlich nicht auf Kosten von ausgeschlossenen Arbeitslosen - und wenn diese Spitzenlöhne wirklich dazu beitragen, das Wohl und die Existenzsicherheit wie Lebensqualität auch der Untergebenen fördern.

Um zu einer solchen Oekonomie und Politik des Glücks zu kommen, müsste man die Gleichsetzung von Geld = Glück auflösen und an Stelle des BIP, das Wohlstand als Geldwert aller Umsätze erfasst, die Zufriedenheit als Währung nehmen.

Das 1. Axiom einer Ökonomie des Glücks würde lauten.

Jeder hat das Recht sein persönliches Glück zu suchen
- nicht aber auf Kosten anderer.

Parteien die auf der neoliberalen Welle mitreiten sollten definitiv das S streichen, womit die SP zur P würde (allenfalls zur PS, Partei der Schweiz ... pssssss, eben, denk ich schon länger ...) .... was natürlich umgehend den Protest der SVP hervorrufen würde: WIR sind DIE Partei ... was nichts als ehrlich wäre, wie das Kürzel ausdrückt: DeP, alternativ auch Die Partei politischer Normierung (DePPeN), vollständig Die Partei politischer Normierung Schweizer Scharfmacher, also DePPeN-SS.

Das in der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung garantierte Streben nach Glück sollte wirklich zu einem solchen werden, denn da Glück durch Wohlstand ersetzt wurde und dieser mit materiellem Reichtum gleichgesetzt wird, wurde aus dem Streben nach Glück ein Streben nach mehr Geld - und Macht, dass sich seit dem Neoliberalismus und Neokonservativismus inkonsistent verhalten darf, da man wieder die "Freiheit" hat, andere auszubeuten.

Die potentielle weitere Entwicklung wäre unter "Oekonomie des Überflusses" angerissen.

 

Motivations- und Emotionspsychologie

Viele sehen in diesem und dem nächsten Thema die eigentlichen Kernpunkte und Anliegen der Psychologie. Motive wie Hunger und Sexualität - Gefühle wie Liebe und Furcht sind für jeden von uns im eigenen Leben gegenwärtig, sie scheinen dem Leben viele seiner wichtigsten Qualitäten zu verleihen. Da es Psychologie erst seit Mitte des 19. JH gibt, wurde das Problem der Motivationen und Emotionen zuvor meist von Philosophen behandelt. Auch unter diesen waren die Meinungen vielfältig.

Thomas Hobbes (1588-1679) sprach den Menschen Verantwortung und Rationalität ab und glaubte, dass alle Handlungen Resultat eines simplen Hedonismus seien: Der Mensch tut das, was ihm Vergnügen bereitet. Die relative einfache Struktur des Belohnungssystems stützt zwar diese Behauptung, was eben zum Vorschlag der Ökonomie des Glückes führte. Wie wir aber bei der realen Ökonomie sehen, die ja ebenfalls auf der simplen Annahme beruht, der Mensch verhalte sich so, dass immer die geringsten Kosten und der höchste Profit bei seinen Handlungen heraus schaue (rational choice), taugen solch simplizistische Modelle nicht viel. Würden sie stimmen, würde nicht so viel nutzloses Zeugs produziert wie gekauft und kaum jemand würde sich Hierarchien unterwerfen und ausbeuten lassen.

Jeremy Bentham (1748-1832) sieht das moralische Ziel des Lebens darin, für die grösstmögliche Zahl an Menschen das grösstmögliche Glück zu schaffen. Er war Oekonom. Er war damit der Vater der Oekonomie des Glücks (sie ist allerdings besser bekannt als "Utilitarismus") ... die allerdings rasch zu einer Ökonomie des grösstmöglichen Profits für die kleinstmögliche Zahl an Menschen wurde. Nein, ich mach hier weder Witze noch übertreibe ich, denn das ist nämlich präzise das Ziel jeglicher Restrukturierung! Neoliberalismus lässt sich von da her als "Oekonomie des Unglücks" definieren. Zum Beweis s. Mehr oder weniger ethische Theorien der Verteilungsgerechtigkeit

Eben so nutzlos waren weitere monistische Erklärungsmodelle dafür, was den Menschen antreibt, also für die Motive:

  1. Hedonismus: das, was Spass macht
  2. Utilitarismus: das, was nützlich ist
  3. Neoliberalismus: Geld und Macht (und Freiheit derer, die das haben)
  4. Religion: Liebe, Verantwortung, Unterwerfung, Angst vor ewiger Verdammnis <> Lust auf's Paradies
  5. Politik: Freiheit (der Armen), Gleichheit, Brüderlichkeit links - Freiheit (der Reichen), Ungleichheit, Wettbewerb rechts
  6. Orthodoxe Psychoanalytiker: Sex
  7. humanistische Psychoanalytiker: Selbstachtung (bei Brainworker akzeptables Plätzchen auf der Machttreppe genannt)
  8. Alte: Schmerzfreiheit, Gesundheit
  9. Junge: Abenteuer und Vergnügen (events)
  10. Philosophen: Wahrheit, Weisheit
  11. ...

Unser gegenwärtiges Lieblingsmodell, auf dass wir die Kinderlein a-sozialisieren, ist die Leistung, die bereits einen solchen Heiligenschein hat, dass niemand mehr merkt, dass sie nichts anderes bedeutet, als schön brav und möglichst rasch vorgegebene Pfade abzuschreiten und darauf möglichst viel zu transportieren, ohne je nach Sinn und Zweck zu fragen. Es handelt sich bei Leistung nicht um ein intrinsisches, selbst gefasstes, an eigenen Zielen orientiertes, sondern um ein von aussen gesteuertes Motiv. Früher wurde auf Fleiss trainiert (da musste aber jede Arbeit bezahlt werden), heute auf Leistung (da kriegt der Arbeitende nur noch Geld zu sehen, wenn die Arbeit auch verkaufbar ist).

Die menschlichen Motive - in Beziehung zur maslowschen Bedürfnispyramide

betreffend Selbsterhaltung und Sicherheit (Defizitmotiv) Befriedigung und Anregung. also Lust (Abundanzprinzip)
Körper: physische Bedürfnisse Vermeidung von Hunger, Durst (auch hier ist Geld wieder ideal), Sauerstoffmangel, Hitze, Kälte, Schmerz, Ueberfüllung von Blase und Darm, Müdigkeit, Muskelkater, Erschöpfung, Krankheit und andern unangenehmen körperlichen Zuständen. Suche nach lustbetonten sinnlichen Erlebnissen; Geschmacksreize (gute Küche), Gerüche (Parfüms, Blumen), Musik; sexueller Genuss; körperliches Behagen; Betätigung der Muskeln ... (hier hilft Geld in vielen Fällen)
Beziehungen zur Umwelt Vermeidung gefährlicher und erschreckender, hässlicher und Ekel erregender Objekte; Suche nach Objekten, die für das künftige Überleben und die Sicherheit nötig sind (auch hier ist Geld wieder ideal); Erhaltung einer stabilen, klaren, verlässlichen Umgebung. Erwerb erfreulicher Besitztümer; Spiele spielen; Objekte bauen und erfinden; (auch hier ist Geld wieder ideal) oder hilft zumindest <> die Umwelt verstehen; Probleme lösen; Suche nach Neuheiten und Veränderungen der Umwelt etc. - (aber hier nutzt's nicht viel, eher im Gegenteil)
Beziehungen zu andern Menschen: Zugehörigkeits- und Liebesbedürfnisse Vermeidung von interpersonalen Konflikten und Feindseligkeiten; Aufrechterhaltung von Gruppenzugehörigkeit, Prestige und Status; Umsorgt werden durch andere; Anpassung an Gruppenmassstäbe und -Werte.

(Hier sind die Vor- und Nachteile der organisierten arbeitsteiligen Wirtschaft gleich gelistet.)

Streben nach Liebe und positiven Identifizierungen mit einzelnen und Gruppen; Freude an der Gesellschaft anderer Menschen; anderen helfen und sie verstehen; Unabhängigkeit; die Bewunderung oder Unterwerfung anderer gewinnen. (fifty-fifty)
Das Selbst: Wertschätzungsbedürfnisse, Prestige und Selbstachtung

Bedürfnis nach Selbstverwirklichung

Vermeidung von Gefühlen der Minderwertigkeit und des Versagens beim Vergleich mit anderen oder mit dem idealen Selbst; Vermeidung von Identitätsverlust; Vermeidung von Gefühlen der Scham, Schuld, Furcht, Angst etc.

Hier kommt, man muss sagen leider, das Erwerbsleben und damit das Streben nach Geld ebenfalls flach raus, vor allem auf Grund des Mobbings, der Fremdbestimmung, der schizophrenen Anforderungen des Arbeitsmarktes an den Einzelnen - und, dank des Wettbewerbs, sogar bei den Besten (s. Milliardäre), weil es immer noch bessere, noch reichere gibt.

Streben nach Gefühlen der Selbstachtung und des Selbstvertrauens; Äusserung der eigenen Persönlichkeit; Gefühl der eigenen Leistung; Gefühl der Herausforderung; Festlegung moralischer und anderer Wertvorstellungen; Entdeckung eines sinnvollen Platzes für das Selbst im Universum.

                                      do


 

[Krech/Crutchfield et. al.: Grundlagen der Psychologie. 1. Kapitel: Psychologie als Wissenschaft. S. 15]

Persönlichkeitspsychologie und Psychoanalyse

 Die kognitive Psychologie hat zwar dem Verstand wieder Achtung verschafft, sie hat aber dazu geneigt, Motive und Gefühle zu vernachlässigen. Hilflosigkeit kann aber genau so gut "erlernt" werden wie brauchbarere Kenntnisse. Bereits in Tierversuchen zeigt sich, dass Tiere, die den Eindruck erhalten, sie können das Ergebnis von Abläufen nicht beeinflussen, also ihr Schicksal nicht gestalten, im Falle der Menschen, diese Hilflosigkeit generalisieren.

Frustration:

Tiere wie Menschen greifen, wenn sie ein Problem nicht lösen können, oft stellvertretend irgend ein Ziel, Objekt oder Mensch, an, dass zufällig grad zur Verfügung steht (und sich nicht wehren kann ... das der Ursprung des Mobbings). Frustration löst nicht immer Aggression aus, aber Aggression ist immer die Folge von Frustration. Der einfache Zusammenhang zeigt, dass hier mit Gesetzen wohl wenig auszurichten ist, wenn grössere Bevölkerungsteile sich ausgegrenzt fühlen, wie in den Vororten von Paris. Weder Polizei noch Armee helfen gegen kollektive Frustrationen.

Frustrierte Bevölkerungsgruppen sind ein äusserst interessantes Stratum, von dem viel zu lernen wäre. So beruht offenbar der im armen Süden der USA stärker verbreitete Rassismus darauf, dass die Armen ihre Probleme auf die direkte Konkurrenz durch Schwarze oder heute Mexikaner zurückführen, als auf diejenigen, die diese Konkurrenz organisieren, also die Reichen. Hieraus zieht der Populismus seine Massen bewegende Kraft.

MacFarlane, Allen und Honzik erstellten 1954 eine Skala, um die Konkurrenzneigung zu beurteilen. Daraus lässt sich einiges lernen über das Wort, das in unserer Gesellschaft DEN Weg zum Himmelsmarkt zeigen soll:

  1. Extremes oder hektisches Bedürfnis, die Konkurrenten zu übertreffen; spielt entweder gar nicht, wenn er nicht gewinnen kann oder wählt immer unterlegene Gegner oder mogelt, um zu gewinnen. Seine Konkurrenten zu schlagen ist praktisch seine einzige Befriedigung in einer Spiel- oder Arbeitssituation.
  2. Geniesst es sehr, Konkurrenten zu übertrumpfen, dass er verstört ist, wenn er verliert; wird von Niederlagen sehr hart getroffen bzw. lässt sich seine Befriedigung offen merken, wenn er gewinnt. Hat mehrere Gebiete bei denen seine Konkurrenzneigung sehr ausgeprägt ist - oder eines, auf dem es ihm äusserst wichtig ist, andere zu übertreffen.
  3. Fühlt sich durch Konkurrenzsituationen angeregt und freut sich, wenn er andere übertrifft, kann aber Niederlagen ohne grosse Schwierigkeiten akzeptieren. Gelegentliche Anfälle von Konkurrenzverhalten sind aber weder von langer Dauer noch auf alle Tätigkeitsgebiete ausgedehnt noch extrem.
  4. Keine echte Konkurrenzneigungen. Spielt gerne aus Spass an der Freud', wobei es ihm relativ unwichtig ist, wer gewinnt.
  5. Empfindlich gegenüber Konkurrenzsituationen, die bei ihm Desorganisation, Niedergeschlagenheit, Unproduktivität oder Flucht auslösen. In negativer Weise widerstandsfähig (Querulant). Extrem entmutigt hinsichtlich seiner Fähigkeiten oder scheint zwanghaft Niederlagen zu suchen.

[Krech/Crutchfield et. al.: Grundlagen der Psychologie. Band 6. 1. Kapitel: Die Bestimmung der Persönlichkeit. S. 16]

Bereits hier haben wir einen deutlichen Hinweis darauf, dass unser gegenwärtiges Wirtschaftsmodell, welches gleichzeitig als leitendes Gesellschaftsmodell fungiert, nicht gesund, und geistig schon ein bisschen verwirrt ist. Aber es gibt noch mehr Zeichen dafür: Zwang zu schizoidem Verhalten (Fabrikation von Wahn-Sinn, insbesondere von zwanghaften Reaktionen (dauernder Aktivismus, Hamster-Syndrom), Angst - Angst Fehler zu machen, Angst vor Verlust des sozialen Status, Angst vor Mobbing - aber vor allem Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes auf der einen - Geldsucht, fehlende Sozialisation, ja geradezu eine Asozialisation auf der andern Seite - und eine derart unumstössliche Überzeugung, die einzig wahren Werte zu vertreten, dass sich diese schon als Paranoia bezeichnen lässt.

Emotionen - Gefühle

Ein wichtiges Merkmal für die Beurteilung geistiger Gesundheit. Emotional gestört, Synonym für Geisteskrank.

Emotionen werden oft als primäre Motive angesehen. Sie sind damit nicht sooo persönlich, wie manche glauben, sondern relativ leicht zu kommunizieren und zu verstehen ... allerdings immer unter der Annahme, dass der oder die eine verstanden werden will oder verstehen will - und die Ursachen der Emotionen als einigermassen relevant ansieht.

5 Aspekte der 8 Grundemotionen von Plutchik

Gefühl Reiz Erkenntnis daraus Verhalten Wirkung
Furcht (Angst - Panik) Bedrohung Gefahr Davonlaufen Schutz. Diese basale Emotion trachtet nach der Vermeidung von Angst und Schmerzen.
Zorn (Aerger, Wut) Hindernis Feind Beissen, Schlagen Vernichtung, Distanz schaffen. Aerger ist eine primäre Emotion.
Ekstase (Freude, Vergnügen) potentieller Sexualpartner Besitzen Werben, Paaren Drang nach Fortpflanzung - eine primäre Emotion
Kummer (Schwermut, Gram, Traurigkeit) Verlust einer geschätzten Person Verlassenheit Weinen Wiedervereinigung
Billigung (Vertrauen) Gruppenmitglied Freund Pflegeverhalten, Teilen sich anschliessen
Abscheu (Ekel - Langeweile) abstossendes Objekt Gift Erbrechen, Wegstossen Ablehnen: Diese primäre Emotion ist die Umkehrung der Einverleibung, der Inkorporation
Neugierde (Erwartung) neues Territorium Was ist da draussen? Untersuchen, Kartieren, Organisieren Erkunden, erforschen, beobachten
Erstaunen (Überraschung) unerwartetes Objekt Was ist das? Anhalten, Alarmieren Orientierung

Ich kann's mir hier nun doch nicht verklemmen, eine kurze Kritik loszuwerden (na ja, wo tu ich das schon ...). Zeig doch mehr Gefühle, sei emotionaler, ist ein Standardvorwurf den sich Männer immer und immer wieder von Frauen anhören müssen. Ist die Reaktion darauf ein Rückzug, oder ein ein "Himmelarschundzwirnd ...", so sind das zwar eben präzise Gefühle, aber halt nicht die gewünschten. Ebenso wird in diesem gefühlsdusseligen Diskurs total unterschlagen, dass Neugierde und Erstauen, die bei Brainworker ganz offensichtlich treibenden Motive, ebenfalls in die Kategorie der Gefühle gehören. Wenn Frauen in ihren Gefühlen also von Männern nicht verstanden werden, so dürfte das vermutlich häufig darauf zurückzuführen sein, dass sich die Frauen eben recht diffus äussern. Auch Frauen müssen akzeptieren, dass Männer weder all ihre Wünsche erfüllen können noch wollen - Liebe hin, Liebe her. arrrrggg ...

Denken und Fühlen über Grosshirnrinde wie Mandelkern eng verbunden. Affekte erlauben extrem abgekürzte Entscheidungswege, gegenüber dem systematischen Durchdenken, das eh meist nicht möglich ist.

Dann gibt es noch den berühmten Unterschied zwischen lieben und mögen/Sympathie ... dessen wahrer Gehalt nie ganz klar ist. Lilian Rubin hat dies untersucht und zu quantifizieren versucht. Ihre "Liebesskala" besteht aus drei Teilen:

  1. Zugehörigkeits- und Abhängigkeitsbedürfnis
  2. Hilfsbereitschaft
  3. Ausschliesslichkeit und Grad des Engagements

Die Sympathieskala dagegen basiert auf dem Grad von Anerkennung und Respekt.

Auch hier besteht ein deutlicher Widerspruch zu feministischen Thesen, dass Eifersucht und Ausschliesslichkeit nur von Männern gewollt sei, um die Abhängigkeit der Frauen zu fördern. Liebe ist gegenseitiges Vertrauen, ein gegenseitiges sich aufeinander verlassen. Wer sich aber auf andere verlässt, gerät immer in Abhängigkeit. Eine "freie Liebe" ohne Ausschliesslichkeit ist also eher eine Freundschaft oder Kameradschaft ... und offensichtlich nicht das geeignete Vehikel um langfristige Bindung zu garantieren, wie sie die Erziehung von Kindern erforderlich macht.

Eine der frühesten psychologischen Kategorien entstammt der Beurteilung von Stressneigung ... und führte interessanterweise zu präzise dem Typen, der heute als das A und O des Wirtschaftens gelobt wird. Der A-Typ ist gekennzeichnet durch einen Aktions-Emotions-Komplex, der bei jeder Person festzustellen ist, die aggressiv einen chronischen, unablässigen Kampf führt, in immer geringerer Zeit immer mehr zu erreichen, und zwar notfalls gegen die Widerstände anderer Objekte oder Personen. (Friedmann und Rosenman 1974) Typ B vermeidet dieses Verhalten, und leidet halb so viel an Herzkrankheiten ... Rationalisierung und Wettbewerb pflegen also geradezu eine aus psychologischer wie physiologischer Sicht höchst ungesunde Einstellung - die dann pharmazeutisch mit Tranquilizern ( zu Deutsch: Ruhigstellern) übertüncht wird.

Lächeln ist ein angeborenes soziales Kommunikationsmittel, das oft bewusst eingesetzt wird ... am rechten Ort. Das zur Grimasse verkommene Dauerlächeln gewisser PolitikerInnen (Extremfall Calmy-Rey: La vache qui rit) deutet also eher darauf hin, dass da was überhaupt nicht stimmt. Wenn Ihnen also Politiker und Wirtschaftsfachleute zulächeln, seien Sie auf der Hut.

Persönlichkeitstests und die dazu gehörigen Persönlichkeitstheorien

[Jäger/Petermann: Psychologische Diagnostik. BELTZ. PsychologieVerlagsUnion. Jokers Edition. 4. Auflage, Weinheim 1999]

 

Psychologe
Jemand der die andern anschaut, wenn eine schöne Frau den Raum betritt.

Die Spaltung zwischen dem wirklichen eigenen ich und dem, das gegen aussen als Rolle präsentiert wird, macht Persönlichkeitstests oft nutzlos, da die Befragten nie darüber informiert werden, ob es nun um das Innerste geht, oder darum, wie sich der Befragte, trotz etwa eines schüchternen Inneren, gegen aussen präsentiert. Das logische Resultat ist dann eine vulgärpsychologische Diagnose auf Schizophrenie, was als Beleidigung gerichtlich eingeklagt werden dürfte, da es sich im Normalfall bloss um eine schwache Ausprägung des ich, im extremsten Fall um eine schizoide Persönlichkeitsstörung handeln kann, nicht aber um eine schwere psychotische Störung wie sie die Schizophrenie darstellt. Dies wurde bereits früh klar. W. Whyte publizierte im Magazin Fortune 1954 seine Empfehlungen im Umgang mit solchen Tests, da seine Forschung zeigte, dass von 60 erfolgreichen Topmanagern die Hälfte auf Grund ihrer Testergebnisse gar nie befördert, oder gar direkt an die Luft  gesetzt worden wären.

  1. Wenn man Sie nach Wortassoziationen fragt oder Sie zu Kommentaren über die Welt auffordert, geben Sie die konventionellste, abgedroschenste, langweiligste Antworten, die Sie sich vorstellen können.

  2. Falls Sie Zweifel haben, welches die günstigste Antwort auf eine Frage ist, denken Sie daran:

    Ich liebe meinen Vater und meine Mutter, aber meinen Vater ein bisschen mehr.

    Ich war ein glücklicher, normaler amerikanischer Junge, und alle hatten mich gern.

    Ich möchte, dass alles so bleibt wie es ist (ausser den Umsätzen Ihrer Firma natürlich. Randbemerkung v. Brainworker)

    Ich mache mir nie Sorgen über etwas.

    Ich liebe meine Frau und meine Kinder.

    Ich lasse mich von ihnen nicht von meiner Arbeit für die Firma abhalten

    Ich mache mir nicht viel aus Büchern oder Musik (treibe aber regelmässig Sport ... wäre heute noch angebracht)

Die Bedeutung sozialer Modelle (Vorbilder) für die eigene Entwicklung, wurde von Albert Bandura erforscht. Er zeigt, dass Menschen gerne das Verhalten anderer Personen nachahmen, die sie bewundern oder die mächtiger sind als sie. Das basiert auf kindlichen Erfahrungen. Das Kind baut sein Verhalten auf Beobachtungen der andern auf. Eltern, die vom Kind etwas fordern, an das sie sich selbst nicht halten, können keinen Gehorsam erwarten. Sind sie nicht authentisch, werden sie einen Irren, einen Querulanten, im besten Fall noch einen Kritiker erziehen, der dauernd alles in Frage stellt (... got it?). Dieses Modell spielt insbesondere in Betrieben eine grosse, und meist üble Rolle. Angestellte, die jahrelang von ihren Chefs drangsaliert wurden, denken, wenn sie endlich mal in die Chefposition kommen, nicht im geringsten daran, die Situation nun zu ändern, denn ihre Vorstellung vom Chef-sein wurde ja eben auf das Bild geprägt, dass der Chef von seinen Untergebenen alles fordern kann, wie mühsam und sinnlos es auch sei, bloss um seine Position zu bestätigen. Hier finden wir die grössten Leerläufe in den meisten Betrieben.

Die drei wichtigsten Persönlichkeitstheorien sind die psychoanalytische, die behavioristische und die phänomenologische:

Eine nützlich heuristische Dreierklassierung von Charakteren nach Leistungsmustern ist etwa (wenn auch ohne höhere kognitive oder moralische Bedeutung):

Die Beurteilung der psychischen Normalität:

Ein Neurotiker ist ein Mensch, der ein Luftschloß baut. Ein Psychotiker ist der Mensch, der darin lebt. Und ein Psychiater ist der, der die Miete kassiert.

(Jerome Lawrence, amerikan. Schriftsteller)

Die wichtigsten psychischen Störungen

[Hans-Ulrich Wittchen: Handbuch Psychische Störungen. Beltz PsychologieVerlagsUnion. Weinheim 1998]

Also nicht jede(r) der sich nicht so verhält wie Sie das erwarten, ist deswegen abnormal.

Eine Untersuchung der WHO hat gezeigt, dass jeder dritte Patient, der seinen Hausarzt aufsucht, unter psychischen Störungen leidet. Leider wird der Begriff <psychische Störung> noch immer zu gerne diskriminierend verwendet (verrückt, irre, geisteskrank), obwohl die meisten derartigen Störungen des Fühlens, Denkens, Erlebens und Verhaltens eigentlich recht normal sind. Absolut normal (sogar doppeldeutig gesprochen) etwa ist die höchst ungleich (mathematisch eben normal-) verteilte Intelligenz. Eben so normal ist es, dass uns nicht tagtäglich zum Singen und Jubeln ist, sondern wir ab und zu von Depressionen geplagt werden, wenn mal wieder wirklich nichts zu klappen scheint. Ebenso ist Schüchternheit, also eine Angst vor Andern, vor Gesellschaft, vor allem aber davor, sich zu blamieren, bis zu einem gewissen Grad <normal> (s. Hemmungen).

Wahn-Sinn ... der Sinn des Wahnes: Ohne ein gehöriges Mass an Wahn ist unsere Wirtschaft und Gesellschaft gar nicht möglich

Dass hier der Gaul nicht nur mit den Laien oft durchgeht, sondern auch mit den Fachleuten, zeigt sich auch grad an obigen 12 TYPEN VON PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNGEN, denn:

Also bitte nicht übertreiben mit der Normalität, denn England z.B. wäre vermutlich ohne seine Exzentriker, die ihm ein paar prächtige Farbtupfer verpassen, kaum auszuhalten.

Die Klassierung als <psychische Störung> setzt a) meist eine längere Dauer und b) eine ganze Serie gemeinsam vorkommender Faktoren voraus.

Definition:

Persönlichkeitsstörungen, manchmal als Charakterstörungen bezeichnet, sind asoziale Verhaltensmuster die von andern missbilligt werden und für das Selbst oder andere schädlich sind. (Wie also das Verhalten, dass der Neoliberalismus vom einzelnen einfordert.) Oft sind diese Verhaltensweisen illegal, wie etwa im Bereich Perversionen und Drogen.

Es gibt zwei Hauptkriterien um psychische Störungen zu beurteilen, die allerdings beide nicht ohne Probleme sind:

  1. Kulturelles Modell: legal-illegal, erwünschtes Verhalten - verpöntes Verhalten: Man tut das nicht! Steht im Widerspruch zur persönlichen Freiheit.
  2. persönlicher Leidensdruck: Beeinflussung von Funktionsfähigkeit bis hin zur Selbstgefährdung. Fehlt dummerweise bei vielen Neurosen und meist bei Psychosen, da diese ja eben oft präzise das Ziel haben, das Hirn unter absurden Umweltbedingungen dennoch zu stabilisieren, also in einen des sich wohl Fühlens zu bringen..

Gerade was die Missbilligung durch Andere betrifft, kann sich das mit der Zeit ändern. Homosexualität, sogar Masturbation, wurden im 19. JH noch als Geisteskrankheiten betrachtet (im Mittleren Westen der USA vielleicht heute noch) - während dem beides heute durch die Medien nicht nur akzeptiert, sondern schon beinahe zur Norm gemacht wird.

Nicht immer ist ein gestörtes Verhalten wirklich ein solches, ganz einfach weil die Urteilenden die Ursache nicht sehen. Wenn Sie z.B. durch Zürich spazieren und plötzlich krümmt sich ein Junger vor Schmerz zusammen und schreit, er halte den Lärm nicht mehr aus, so zeigt das noch lange keine psychische Störung, sondern unter Umständen bloss einen überdrehten Ultraschallsender der Tauben vertreiben soll, und den Sie als alter Knochen gar nicht mehr hören. Viele Symptome, insbesondere Schmerzen, die bei echter Hypochondrie auftreten, können aber auch von unerkannten Krankheiten stammen, wie etwa Multiple Sklerose, Diabetes, Gehirnschäden, Krebswucherungen, Vergiftungen etc). Also auch hier: Nicht vorschnell urteilen!

Diagnostische Kategorien nach DSM 16 (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders):

  1. Störungen, die in Kindheit und Jugend auftreten: Hierher gehört z.B. auch die geistige Behinderung durch unterdurchschnittliche IQs.
  2. Substanzinduzierte Störungen: Alkohol- und Drogenmissbrauch
  3. Schizophrene und andere psychotische Störungen
  4. Affektive Störungen: Depression gehört hier zu den häufigsten Erscheinungen - und zu den problematischen, denn 15% der Bevölkerung leidet mindestens 1 x im Leben an schweren Depressionen - was bei wiederum 15% derselben zu einem Selbstmord führt. Während dem die Depression bei Frauen doppelt so häufig ist wie bei Männern, ist das Verhältnis beim Selbstmord grad umgekehrt. Frauen dürften anfälliger sein auf Depressionen wegen ihrer immer noch oft einseitigen Abhängigkeit vom "Ernährer" der Familie, die zu Hilflosigkeit und Passivität führt, also dem Gefühl, keine Einflussmöglichkeiten auf solch negative Erfahrungen zu haben, machtlos zu sein. Im umgekehrten Fall, der permanenten Hochstimmung, der Hypomanie, überschätzen Menschen ihre grandiosen finanziellen, geistigen und beziehungsmässigen Fähigkeiten - was dann zu einem Kippen ins Gegenteil, eben die Depression führt. Bei biopolaren Störungen ist dieser Wechsel dauerhaft.

    Depressionen können recht normal sein, als Reaktion auf den Verlust eines Partners z.B, des Arbeitsplatzes, des Prestiges etc. (> exogene Depressionen). Sie können aber aufkommen, ohne dass der Betroffene die geringste Ahnung hat, was ihn eigentlich betrübt (... was durch Rationalisierung natürlich sehr rasch behoben wird, vordergründig: Das Elend der Welt, die Umwelt, der Partner, der sich nie ändert etc. s. Paul Watzlawick: Anleitung zum Unglücklichsein).

    Das depressive Individuum sieht sich typischerweise als indadäquat und machtlos, und erwartet, dass seine Zukunft nicht besser wird. Dieser Eindruck lässt sich dummerweise durch Fakten kaum ändern. Depression kann also aus Ausweglosigkeit und Hilflosigkeit entstehen. Ausweglosigkeit ihrerseits entsteht aus Sachzwängen, die nur eine Lösung offen lassen, die dem Betroffenen aber versperrt scheint oder ist (Arbeitslosigkeit > Job, Liebe > Partner, Krankheit > Gesundheit etcetc.). Depressionen entstehen also aus tiefster Frustration die scheinbar keinen Ausweg bietet (... also z.B. aus einem Wirtschaftskonzept, dass nur noch sehr wenige Gewinner belohnt und die Mehrheit, ohne Aussicht auf Besserung, strampeln lässt).

    Ausweglosigkeit entsteht bei mangelnden Alternativen, bei Orientierungslosigkeit, also bei fehlender (guter) Ordnung (Anomie)- oder fehlender Einsicht in diese.

    Im Normalfall gibt die Depression dem (häufiger der) Betroffenen einen therapeutischen Anstoss, gewisse Probleme zu lösen oder sich nicht mehr in ähnliche Situationen zu begeben wie diejenigen, die die Depression ausgelöst haben. Die pharmazeutische Behandlung, wie das Ertränken in Alkohol, zerstört diesen Selbstheilungsprozess.  Präzise wie die sofortige Einnahme von durchfallverhindernden Mitteln bei den geringsten Beschwerden es verhindern, dass schädliche Stoffe aus dem Körper entfernt werden ... denn präzise dies ist der Sinn eines Durchfalls - wie der Sinn eines Schmerzes darin liegt, zu zeigen, dass irgendwo eine Überlastung oder Schädigung stattgefunden hat. Symptombekämpfung behindert die Behebung der Krankheitsursachen! Das Leben besteht nicht nur aus Erfolgen, Lust und Heiterkeit, sondern, vermutlich zum grössern Teil, aus Misserfolgen, Niederlagen, Verlusten, Schmerz - die verarbeitet werden müssen.

    Wer Enttäuschungen, Kummer und Sorgen mit Medikamenten oder andern Drogen behandelt gleicht dem, der einem technischen Gerät einen Fusstritt verpasst, sollte es mal nicht grad nach Wunsch funktionieren.

    Die Portugiesen, die mit dem Fado (Beispiele: Amalia Rodrigues, Katia Guerreiro) aus der Saudade, der Traurigkeit, dem Heimweh, der Wehmut, Sehnsucht, dem Welt-Schmerz oder der sanften Melancholie  geradezu eine Kulturform gemacht haben, können uns dazu eines besseren belehren. Sie verarbeiten  den Schmerz wirken, ihn künstlerisch-poetisch-musikalisch - und lassen ihn wirken. Die Musik kommt nicht, wie irrtümlich unter wiki angegeben, aus der arabischen, sondern primär aus der brasilianischen Musik, allerdings mit starken Anknüpfungen an die Arabische Musik und Kultur, denn bereits das Wort Fado stammt vom lateinischen Fatum (Schicksal), drückt also eine eher für Araber als für uns typische Charakterhaltung aus, nämlich die Hingabe an das von Gott gegebene Schicksal:  Inshallah. Aus dieser, sicher auch trauernden, nie emotionslosen, aber begründeten Hingabe an Unvermeidliches, erklärt sich vielleicht auch die relativ starke Zunahme an Selbstmordattentätern in und aus dem Nahen und Mittleren Osten: Wenn schon völlige Aufgabe, Hingabe an die Depression, dann aber mit Wirkung, also mit einem möglichst grossen Knall.

  5. Angststörungen - die häufigsten Störungen
    1. Panik
    2. Phobien, z.B. auch soziale Phobien wie Schüchternheit
    3. Zwangsstörungen (Neurosen). Etwa 2% der Menschen erleiden eine solche in ihrem Leben. Das permanente Vorkommen derselben bei jüdischen Schauspielern (Woody Allen) oder Schaugespielerten (Dr. Monk),  ist also vermutlich Schabernack.

    Neurosen (2):

    Neurosen zeigen nicht so starke Verhaltensstörung und Desorganisation wie bei Psychose. Neurosen erlauben also ein relativ normales Funktionieren der Betroffenen in der Gesellschaft (einige werden dadurch sogar berühmt, wie etwa Woody Allen). Der Neurotiker empfindet und verhält sich jedoch oft in einer Weise, die ihm/ihr selbst unangenehm ist und insbesondere anderen irrational scheint. Im Zentrum der Neurosen stehen Ängste - und Angstvermeidung - die zu zwanghaften Handlungen (dauerndes Händewaschen, unwillkürlichen Zuckungen, Lähmungen oder andern psychosomatischen Symptomen (Hypochondrie, Psychalgie) führen können.

    Häufig sind hier sexuelle Funktionsstörungen, die laut Master/Johnson mindestens die Hälfte der US-Paarbeziehungen plagen:  Impotenz, Frigidität - aber auch Perversionen und Störungen der Geschlechtsidentität wie bei Tunten und Transsexuellen.

    Phobien:

    Weitere Formen von Neurosen:

    Seine Intelligenz ist nicht beeinträchtigt. Er kann charmant und eloquent Konversation betreiben, flunkern, schmeicheln, und andere für seine Zwecke manipulieren - sich aber nicht binden.

    Die asoziale Persönlichkeit konnte also offensichtlich keine moralischen Massstäbe entwickeln, oder das, was man vorpostmodern ein Gewissen nannte.

    Er hat keine gesellschaftlichen Normen verinnerlicht und kennt weder Schuldgefühl noch Angst - noch Liebe.

    Er wurde also nicht auf sozial akzeptable und inakzeptable Normen konditioniert, weil Angst als wichtigstes Element der Strafe schon gar nicht funktioniert - es sei denn es handle sich um eine Geldstrafe.

    Der Neoliberalismus fördert also aus psychologischer Sicht Normen, die in mehrfacher Beziehung zu gestörtem Verhalten führen:
    1. Die neoliberale Wirtschaftsform macht Geld in privater Hand zum herrschenden Prinzip und zu dem Faktor sozialdarwinischer Selektion. Wer zahlt - befiehlt, dürfte aber auf die Abhängigen wie auf die Herrschenden ähnliche Folgen haben wie Zimbardos Gefängnisexperiment gezeigt hat, nämlich psychotisches Verhalten.
    2. Die neoliberale Wirtschaftsform macht Änderung zum wichtigsten Prinzip. Während hier einige führen, sind alle andern zu dauernder Anpassung gezwungen. Die psychischen, sozialen und finanziellen Kosten (insbesondere der Zwang zur permanenten Weiterbildung) dieser Anpassung werden aber grosszügig vergessen ... den Mitarbeitern und dem Staat überlassen.
    3. Die neoliberale Machtwirtschaft postuliert sich nach wie vor mit paranoidem Eifer als einziges mögliches, ausschliessliches Wirtschaftsmodell und kriegt Angstzustände, wenn kleine, unbedeutende Länder einem alternativen Modell (mit geringem Erfolg und Attraktivität) anhängen (s. Kuba und die USA).
    4. Stress wird nicht als möglichst zu vermeidender Zustand gesehen, sondern als Idealzustand zur höchsten Norm erhoben.
    5. Nur die höchste Konkurrenzneigung wird als Norm akzeptiert. Konkurrenzvermeidendes Verhalten als schädlich betrachtet, obwohl gerade dieses die Gesellschaft zusammen hält

    "Nebenwirkungen" der neoliberalen Einstellungen: Eine paranoide Ideologie führt im milden Fall zu Frustrationen und Depressionen, im ernsten Fall direkt zur psychopathischen Persönlichkeit, die das ideale Subjekt des Neoliberalismus darstellt.

     

    Unsere Gesellschaften sind immer mehr um den bipolaren Gegensatz zwischen dem Netz und dem Ich herum strukturiert.
    In dieser Situation struktureller Schizophrenie zwischen Funktion und Sinn geraten die Muster gesellschaftlicher Kommunikation immer stärker unter Druck.

    [Manuel Castells: Das Informationszeitalter I. Leske + Budrich Opladen 2001. S. 3]

    Fazit:

    Der Neoliberalismus ist psychopathisch und muss gesprengt werden, nicht aber von links, sondern aus der Mitte. "Rechts" ist eh hoffnungslos, da autoritär, zwanghaft, festgefahren. Links geht nicht, da die Linke den selben Strukturen von Herrschaftswirtschaft huldigt wie die Rechte, bloss dass sie die Herrschaft der Kapitalisten durch ihre eigene politfunktionärsmässige ersetzen würden. Um der Macht willen hat sich die Linke Englands, dann Deutschlands, der Schweiz und nun auch Österreichs an die Wirtschaft verkauft. Da ist nichts mehr zu erwarten. Was aber dringend nötig ist sind Entfaltungsmöglichkeiten für mehr oder minder "normale" Bürger, die sich keine Riesenfirma aufbauen können, also dass, was ich als 4. Sektor beschrieben habe, also die Entfaltung einer eher Kultur schaffenden Wirtschaft, die im geschaffenen Überfluss schwelgt und ihn geniesst (2, 3), statt andere damit zu erschlagen. [S. Moderne Ökonomie: Umgang mit Knappheit oder mit Überschuss, Überfluss und Überdruss?]. Eine kleine Wirtschaft die individuelles Arbeiten erlaubt, die allen eine attraktive und Existenz sichernde Arbeit ermöglicht. Aber auch dies bedingt eine Einstellung, die dem Unternehmertum freundlich gesinnt ist, unternehmerische Menschen begrüsst - und sie nicht bloss als notwendiges Übel akzeptiert in der Absicht, sie weidlich auszunehmen und ihnen zu zeigen, wo dr Bartl den Moscht holt.

     

    Dass dies nicht nur mein Schluss ist, sondern dass sich generell der von einem Manager verlangte Charakter auffällig dem eines zu Straftaten neigenden Psychopathen gleicht, zeigen die Untersuchungen von Bubiak und Hare.

  6. Somatoforme Störungen
  7. Dissoziative Störungen
  8. Sexuelle Störungen und Störungen der Geschlechtsidentität: Bis 1985 wurde weltweit nur 30'000 echte transsexuelle Fälle bekannt. Auch hier ist weitaus mehr medial inszeniert als natürlich bedingt.
  9. Schlafstörungen
  10. Essstörungen: Anorexie (Appetitlosigkeit), Bulimie (Ess-Brechsucht), Fettsucht. Apropos Fettsucht: Chronisch diätbeflissene sollten sich vor Augen halten: ihre Nahrungseinschränkung ist zwar in der Regel nicht die Folge psychischer Probleme, sie kann aber zur Ursache solcher Probleme werden. [Wittchen S. 175]
  11. Vorgetäuschte Störungen
  12. Anpassungsstörungen
  13. Störungen der Impulskontrolle
  14. Persönlichkeitsstörungen

    Zu den vielfältigen Formen von Persönlichkeitsstörungen gehören:

    1. Paranoia: können sich durch harmlose Bemerkungen oder Vorfälle bedroht fühlen. Erwarten ständig, von anderen gekränkt oder herabgesetzt zu werden.
    2. Schizophrenie ...>
    3. schizotypische (2): verschroben, isoliert, oft mit verstiegenem Glaubenssystem und bizarrer Kleidung - also die typischen, meist harmlosen, Exzentriker.
    4. Schizoide: wählen oft Betätigungen, die man alleine tun kann. Überzeugte Einzelgänger/Aussenseiter - ohne Freude an engen Beziehungen zu Freunden oder Angehörigen. Aussenseiter werden per se nicht als normal betrachtet, denn sonst wären sie ja eben nicht ausserhalb. Dennoch haben gerade Aussenseiter eine wichtige Funktion für die Gesellschaft (s. auch Intellektuelle), insbesondere wenn die ganze Herde mal wieder Anlauf nimmt, um über eine Klippe zu rennen.

      An beiden Typen zeigt sich das Problem, dass Normalität beengt, die Entwicklung begrenzt. Nehmen wir die moralischen Entwicklungsstufen Kohlbergs so ist Gehorsam bloss Stufe 1, konventionelle Konformität Stufe 3 (Unterordnung unter Autoritäten) und 4 (Förderung von Gruppen-Autorität), während dem Niveau 3 der Postkonventionellen - Moral der selbst akzeptierten moralischen Prinzipien mit Stufen 5 (Vertrag, demokratische Rechte) und 6 (kritisches in Frage Stellen von Normen und Entwicklung besser geeigneter Normen) ja konstruktive Kritik des Bestehenden geradezu voraussetzt. Natürlich lässt sich derartiges nicht in völliger Losgelöstheit von der Gesellschaft tun - aber auch nicht in völligem Konsens mit derselben.

    5. Antisoziale (2): Trotz und Verachtung gegenüber allgemein akzeptierten Verhaltensmassstäben. Reizbar und aggressiv. Begehen oft Gesetzesübertretungen, Vandalismus, Diebstahl, Gewaltanwendungen, impulsives Verhalten wie Schlägereien, körperliche Misshandlung von Partner  oder Kindern.
    6. Histrionische: Leiden unter übermässiger Emotionalität. Erwarten immer als etwas besonderes zu gelten - auch wenn sie nichts tun, um spezielle Aufmerksamkeit zu verdienen. Oft übermässig auf Äusseres Kleidung, Aussehen) bedacht, verhalten sich entsprechend verführerisch und sexuell aufreizend. Sind egozentrisch und fordern sofortige Bedürfnisbefriedigung.
    7. Narzstische (2): Grossspurigkeit, Mangel an Einfühlung und Überempfindlichkeit gegenüber der Meinung anderer. Die Betroffenen übertreiben ihre Leistungen und Vorzüge und erwarten besondere Anerkennung. Sind besessen von Phantasien über Erfolg, Macht, Schönheit, Brillanz oder die ideale Liebe. Da sie oft ein labiles Selbstwertgefühl haben, sind für sie die Meinungen anderer äusserst wichtig, und sie reagieren auf negative Kritik mit Wut, Scham oder einem Gefühl der Demütigung. Bemühen sich oft aktiv um Komplimente von andern. Sind chronisch neidisch auf Menschen, die sie für erfolgreicher halten, neigen zur Ausbeutung und bedienen sich oft anderer, um ihre eigenen Ziele zu erreichen - also unentbehrliche Bausteine unseres Wirtschaftssystems.  Dies ist bei Adler das eine Extrem seines primär polaren Systems von Minderwertigkeitskomplex <> Überwertigkeitskomplex. Die Opposition in Venezuela versucht gerade (März 08) Hugo Chavez auf Grund solcher Merkmale als unzurechnungsfähig erklären zu lassen: Verherrlichung des eigenen Ego, Machtfantasien, mangelndes Einfühlungsvermögen, enorme Verletzbarkeit, emotionale Ausbrüche, übertrieben theatralisches Verhalten + körperliche Ticks und unkontrollierbare Gesten.
    8. Selbstunsichere, Dependente (abhängige): Sind oft unfähig, befriedigende Beziehungen zu andern aufzubauen, da sie sich erst auf solche einlassen, wenn sie sicher sind, dass sie gemocht werden. Lassen andere Entscheidungen für sich fällen, spielen eigene Begabung herunter, bezeichnen sich oft selbst als <dumm> und <unbegabt>. Halten an eingeschliffenen Gepflogenheiten fest und übertreiben Risiken, die mit einem Abweichen von der gewohnten Routine verbunden wären. Meist zuverlässig, unaufdringlich, loyal, fleissig - aber Verlierer: da unauffällig, werden sie schlicht entweder übersehen oder übergangen.
    9. Zwanghafte, selbst schädigende, masochistische Persönlichkeit: Zieht keinen Gewinn aus positiven Erfahrungen
    10. Passiv-aggressive: schieben Aufgaben vor sich her, überschreiten Fristen, belästigen andere bei der Arbeit, indem sie ihren Anteil nicht oder verzögert einbringen. Dummerweise findet sich der Typ besonders oft, fast synonym, unter Workaholics, da Beruf und Produktivität ihr ein und alles ist: Zwanghaftes Arbeiten kann aber auch schlicht von Habgier und dem Bedürfnis zeugen, immer mehr Reichtum, Macht, Prestige und Einfluss anzuhäufen. [Wittchen S. 351]
    11. sadistische Störungen: Freude am Leid anderer. Grausames und aggressives Verhalten, verbal oder körperlich, um die Herrschaft über andere zu erhalten.
    12. das Borderline Syndrom: Stimmungsschwankungen, chaotische zwischenmenschliche Beziehungen, schwankendes Selbstbild, Depression, Reizbarkeit, Angst, starke Wut, wechseln rasch und unvorhersagbar zwischen intensivem Engagement und eisiger Gleichgültigkeit, ausgeprägte Neigung zu impulsiver Verschwendung, sexueller Promiskuität, Substanzmissbrauch oder ungezügelten Fressanfällen.

    Die Varianz an Störungen zeigt, dass weder Freuds Konzept mit dem Schwergewicht auf Triebunterdrückung, die sich in Neurosen äussert, noch das von Adler, für den die Einpassung in die Gesellschaft zentral stand, also eine Überbewertung des eigenen Ichs bei verwöhnten Kindern oder ein Minderwertigkeitskomplex bei dauerndem Scheitern die beiden Pole bildeten, wirklich die ganze Vielfalt erfassten.

    Da jeder Mensch seine unverwechselbare eigene Weise hat zu denken, zu fühlen, wahrzunehmen und auf Reize zu reagieren, ist jedem sein eigenes Temperament und sein eigener Charakter zuzuordnen ... und Normalität nur schwer zu stipulieren. Während dem das Temperament, also ob jemand ruhig und ausgeglichen und eher kontemplativ  ist oder ständig nach Aktivitäten und Taten strebt, scheint vorprogrammiert. Der Charakter allerdings ist erlernt (oder andressiert). Mit Charakter wird eine bestimmte Konstellation von Verhaltens-, Denk- und Gefühlsmustern verstanden, die beeinflusst werden vom jeweiligen Umfeld, also Familie, Schule, Arbeitsplatz, Lebensereignissen, Kultur und Welt.

    Eine Persönlichkeitsstörung liegt dann vor, wenn:

    1. die überdauernden Muster des Denkens, Verhaltens, Wahrnehmens und Fühlens unflexibel und wenig angepasst sind
    2. diese Muster wesentliche Beeinträchtigungen der Funktionsfähigkeit verursachen, sei es im sozialen oder beruflichen Bereich
    3.           "         zu gravierenden subjektiven Beschwerden führen.

     

    Psychosen (2, 3)

    Definition: Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Funktionsunfähigkeit, die Krankenhausaufenthalt oder Medikamentöse Behandlung nötig machen, um extreme Verhaltensweisen zu dämpfen. Angehörige der Unterschicht leiden, statistisch gesehen, öfter an Psychosen ... nicht weil die höher gestellten intelligenter oder "normaler" sind, sondern weil die Psychiater bei absolut identischem Befund eher dazu neigen sie als solche zu diagnostizieren als besser gestellte (Lee/Temberlin 1970). Dort nennt man das dann Überarbeitung oder burnout syndrom, weil es natürlich bloss auf zu hartes Arbeiten zurückzuführen ist, im Dienste der Firma und zum Wohle der Menschheit, und nicht als spinnertes Arbeitskonzept kritisiert werden darf. Das burnout syndrom (das NICHT zu den Psychosen gehört) ist die marktwirtschaftlich "richtige" Form der Depression, im Gegensatz zum Zynismus, der eine eher galgen-humoristische Variante der Depression darstellt. > Diese Kommentare sind relativ zufällig unter dem Titel Psychosen gelandet. Die meisten Depressionen kommen, Gott sei dank, nicht mal entfernt an den Zustand ran, der als psychotisch beschrieben werden müsste. Also nicht aufregen, falls auch Sie ab und zu depressiv sind. Unter den gegebenen Umständen ist das ja heute fast der Normalzustand - was auch der Hauptgrund für die starke Verbreitung des vulgären Zynismus sein dürfte. Eine Tatsache, die Sloterdijk in seiner zynischen Vernunft offenbar völlig entgangen ist.

    Zu den Psychosen gehören auch infektiös verursachte Hirnkrankheiten wie Parkinson und Chorea Huntington oder Epilepsie, die auch durch Unfälle verursacht werden kann, was als exogene Psychose taxiert würde. [s. Graphik mit detaillierter Systematik] Exogene Psychosen können auch durch Alkohol (Delirium Tremens im Extremfall. / Oder andere Gifte/Drogen), Syphilis oder Gehirntumore ausgelöst werden.

    Bedeutung und Funktion des Bewusstseins, analysiert anhand einer Gehirnquetschung:

    Apropos Unfall. Ein schweres Gehirntrauma, insbesondere die Gehirnquetschung, kann zu ziemlich extremen Erfahrungen betreffend der Funktion und Bedeutung des Bewusstseins führen. Nehmen wir mal den Fall, da fährt einer Nachts um 3 mit dem Fahrrad mitten auf der Strasse, sturzbesoffen nach einer Party mit Freunden, beleuchtet durch eine Petrollampe in der einen Hand. Passiert, was Nachts um 3 höchst selten sein dürfte aber eben passieren kann, dass gleichzeitig ein Auto von vorn und eines von hinten kommt, das also nicht ausweichen kann. Crash, Auto demoliert, Kopf demoliert. Sogar ohne Schädelbruch führt so was zu einer Hirnquetschung (Kontusion), also einer Prellung. Diese führt bei andern Körperteilen zu blauen Flecken, äusserst sich im Hirn aber dramatischer. Das Gehirn schwill an, kann aber nicht, also werden einige Zellen zerdrückt, was später zu ziemlich massiven Kurzschlüssen, also Epilepsie führen kann.

    Der erste Effekt aber ist der, dass das Gedächtnis nicht mehr arbeitet, d.h. "Harddisk und sogar Prozessor können keine Daten mehr speichern. Die Sinneswahrnehmungen funktionieren zwar alle - stehen aber dem bewussten Denken nicht mehr zur Verfügung. Überhaupt nicht. Sie hören also einen Satz, können aber nicht sagen, was sie gehört haben. Sie sehen eine Blume, "wissen" das aber nicht. D.h das Bewusstsein ist weg - obwohl der Betroffene rumlatscht, redet, isst, und sich mehr oder minder "normal" verhält. Das Gehirn arbeitet zwar weiter, baut sich Reaktionen aus den noch vorhandenen Informationen auf der Harddisk auf und bleibt so weitgehend funktionsfähig - aber ziemlich präzise so wie das bei Tieren sein muss, also instinktiv, ohne Bewusstsein. Die Speicherdauer im Zentralen Prozessor ist kürzer als die Zeit, die zur Übermittlung der Daten ans Grosshirn gebraucht würde - oder die Übertragung von Daten ans Grosshirn ist gestört. Das Hirn nützt ihnen in dem Fall, was bewusstes Denken betrifft, genau so viel wie ein Computer ohne Bildschirm und Tastatur. (Bei einem epileptischen Anfall ist das ähnlich. Wenn Sie also einem Epileptiker während des Anfalls gut zureden, sei Ihnen das belassen ... wenn's Ihnen gut tut. Sie müssen allerdings wissen, dass er davon überhaupt nix mitkriegt. Während eines Anfalls funktionieren keine Sinne mehr, es gibt also auch kein Bewusstsein und keine Erinnerung.) Für Familie und Freunde ist das ziemlich hart, da die Antworten die man in dem Fall gibt aus alten Versatzstücken konstruiert sind, ohne jeden Bezug zur gegenwärtigen Realität (weshalb dieser Zustand richtigerweise zu den Psychosen gehört - aber auch zeigt, dass solche - im Glücksfall - überwindbar sind). Man weiss z.B. noch, dass man mit Freunden per Fahrrad nach Italien wollte, kriegt irgendwie mit, dass man im Spital ist, und die konstruierte Geschichte daraus lautet: Wir wollten gerade über den Gotthard, aber da hatte jemand einen Draht über die Strasse gespannt und da flog ich drüber. (Automatische Verbindung von Resten der Realität mit einem Krimi). Man kriegt also langsam aber sicher mit, dass man im Spital ist, kann es sich aber nicht erklären (Die Geschichte im letzten Satz hat man genau so schnell vergessen, wie sie erzählt wurde). Antwort auf Anfragen, was man so tue: Ich studiere Medizin. (Verzweifelter Versuch des Gehirns, sich aus Informationen, die offenbar erst in Sekundenblitzen ans Grosshirn gelangen, sich den Aufenthalt im Spital zu erklären). Für das Gehirn, mit dem Minimum an Informationen die es speichern kann, eine absolut logische Rationalisierung - für die Mitmenschen eine Katastrophe. (Katastrophal sind allerdings auch Ärzte, die beleidigt sind, wenn man ihnen in dem Zustand seltsame Dinge sagt). Nach 2 bis 3 Wochen erste Blitze bewusster Reflektion: Wo bin ich? Was ist los? Und weg. Scheisse, Kaktus vertrocknet, zum Pissen so was. - Um später festzustellen, dass man dem Gedanken dann gefolgt ist. 5 Wochen: Schule, der Lehrer fragt was, man ist ein guter Schüler und weiss die Antwort, streckt die Hand auf, wird aufgerufen, erhebt sich ... und hat die Frage vergessen. 6 bis 7 Wochen: Aufwachen. Man fragt erst sich: Was treib ich hier eigentlich? Was ist heute, was war gestern, was ist morgen? Und kommt nicht dahinter. Fragt: Was ist passiert? Und dann geht's relativ rapide wieder aufwärts. Erste Noten natürlich so um q bis 2 etc, nach einem halben Jahr wieder auf Normal, nach 1.5 Jahren Matur mit Bravour, Studium problemlos.

    - Aber das Bewusstsein bleibt, dass selbiges etwas höchst zerbrechliches und für das menschliche Dasein, noch mehr für das Sein, unentbehrliches ist. 3 Wochen ohne bewusstes Sein - 3 Monate zur Wiederherstellung des Gedächtnisses, ohne das es kein Bewusstsein gibt: 5 Jahre Medikamente gegen Epilepsie. Und aus einem relativ ordnungsfanatischen Forscher der (kurzhaarig, aber dennoch nicht glatzköpfig) auf Tradition und Ordnung pochte, wird ein kleiner Anarchist, da "Ordnung", sogar im Gehirn, offenbar nicht ganz so eindeutig und absolut ist, wie manche das behaupten sondern eindeutig davon abhängen, aus welchen Bestandteilen sie aufgebaut wird.

    Positiv daran: Nach einer solchen Erfahrung weis der Betroffene was das Bewusstsein ist, wie es funktioniert, und welche Bedeutung es für das Mensch-Sein hat.

    Die wichtigsten Formen von Psychosen:

    Die Ursache dafür ist die Unfähigkeit des Gehirns, zwischen relevanten und irrelevanten Reizen zu unterscheiden, also ein Verlust der perzeptiven Filterung. Man muss sich da vielleicht auch fragen, ob die Tatsache, dass durch die Medien immer mehr irrelevante gequirlte Scheisse verbreitet wird, nicht den Prozentsatz an Schizophrenen zu steigern vermag. Der Rückzug aus der Welt kann so auch als Versuch gedeutet werden, die Menge an Stimulationen zu begrenzen. Der Bedarf an strukturierter Umgebung bei Schizophrenen lässt vermuten, dass viele Veranstalter von Beschäftigungsprogrammen ihre Teilnehmer ebenfalls für etwas minder bemittelt halten, da diese oft kaum mehr anbieten als "einen geregelten Tagesablauf".

    Der paranoide Typ des Schizophrenie ist durch extremes Misstrauen, Verfolgungswahn, Eifersucht gekennzeichnet, und leidet unter wahnhaften Vorstellungen grosser Macht (Napoleon, Gott ... Saddam kam offenbar noch nicht vor).  Ohne das Auftreten wahnhafter Vorstellungen reden wir bloss von "paranoider Störung".

    Beim hebephrenen Typ der Schizophrenie ist das Denkvermögen extrem abgebaut, das emotionale Verhalten unangebracht und die verbalen Äusserungen bizarr, oft unverständlich.

  15. Andere klinisch relevante Probleme
  16. Delirien, Demenz und andere kognitive Störungen

 

Sozialpsychologie

[s. Sozialpsychologie: Gruppenstrukturen, Gruppenmodelle, soziales Lernen, Gruppendynamik, Gruppentherapie "Normalität"]

Eine der frühen Definitionen von Sozialpsychologie lautete:

Sozialpsychologie ist das Studium von Einstellungen,
der Versuch zu verstehen und zu erklären,
in welcher Weise das Denken, Fühlen und Verhalten von Individuen
durch faktische, fantasierte oder implizierte (z.B. sehr stark bei Rechtsperson) Anwesenheit anderer beeinflusst wird.

Nach Allport

Das Hauptproblem auf das sich das Studium der Menschen richten muss aber bleibt:

Wie kann das Individuum in der Gesellschaft ein Individuum bleiben?

 

Die Psychologie der Manipulation

In diesem Thema sehen viele heute den eigentlichen Kern der Psychologie, denn eigentlich interessiert bloss: Wie kann ich jemanden dazu bringen, etwas zu tun das ich will, er oder sie aber eigentlich nicht. Es geht also um Manipulation im negativen Fall, Korrektur irregeleiteter Einstellungen durch Therapie im positiven Fall.

Die menschliche Handlung ist meist nicht (bloss) durch kausale Ursachen begründet, sondern eigentlich, besonders wenn es sich wirklich um freies Handeln geht, durch Ziele bestimmt, also final, also zukunftsgerichtet, also nicht präzise bestimmbar. Auf Grund dieser generellen Unsicherheit des Handelns sucht der Mensch seit langem Halt an verlässlichen Orientierungen, je nach Typ/Charakter in Religion, Philosophie, Wissenschaft, Kultur und Tradition - oder (andern) Ideologien. Diese Orientierungen bestimmen bis zu einem gewissen Grad, wie sich die Menschen verhalten werden.

"Einstellung" bedeutet, dass jemand in gewisser Weise denkt, fühlt, sich verhält und handelt.

Einstellungen machen das Verhalten der Menschen berechenbarer.

Sie erlauben nicht nur besser zu verstehen, warum jemand sich in der Vergangenheit auf eine bestimmte Weise verhalten hat,
sondern, und das interessiert, vorauszusagen, wie er sich in Zukunft verhalten wird. 

Interessant ist Bourdieus Begriff des Habitus. Dieser wird als eine seiner grössten Leistungen in der Soziologie dargestellt ... entspricht aber eigentlich vollständig dem, was in der Psychologie als Einstellung bezeichnet wird, und sich in als Rolle äussert.

Der Begriff des Habitus besagt genau das. Er bezeichnet im Grunde eine recht simple Sache: Wer den Habitus einer Person kennt, der spürt oderweiss intuitiv, welches Verhalten dieser Person verwehrt ist. Mit anderen Worten: Der Habitus ist ein System von Grenzen. Wer z.B. über einen kleinbürgerlichen Habitus verfügt, der hat eben auch, wie Marx einmal sagt, Grenzen seines Hirns, die er nicht überschreiten kann. Deshalb sind für ihn bestimmte Dinge einfach undenkbar,  unmöglich; es gibt Sachen, die ihn aufbringen oder schockieren. Aber innerhalb dieser Grenzen ist er durchaus erfinderisch, und seine Reaktionen keineswegs immer schon im Voraus bekannt.

[Pierre Bourdieu: Die verborgenen Mechanismen der Macht.]

Dies ist in unserer vom Markt, oft vielmehr von amMarktversagensAngst getriebenen, man könnte also fast sagen "marktneurotischen" Gesellschaft natürlich von äusserstem Interesse:

Das Problem der Gerechtigkeit: Das Leben ist ungerecht - ist zwar eine dem Volksmund bekannte Weisheit. Aber dennoch hält sich die Psyche derart verzweifelt an die Illusion, dass dem nicht so sei und dass der Mensch der Herr seines Schicksals sei. Deswegen gibt sie sich dann oft  als Opfer lieber selbst die Schuld - als zuzugeben, dass das Schicksal gewirkt hat. Dies passiert besonders Opfern von Vergewaltigungen, die nicht bloss Aussen zu Tätern gemacht werden, sondern sich auch gerne selbst für ihre Unfähigkeit bestrafen, ihr Schicksal selbst zu bestimmen.

Systemtherapie

Einstellungen können in der Form der Überzeugungen leicht den Status von Fakten annehmen - obwohl sie, was ihren Wahrheitsgehalt betrifft, kaum je über den Status einer Meinung hinaus kommen. Im Umgang mit Überzeugungen lassen sich 5 Typen unterscheiden:

Typus A: Ich traue meinen Sinnen. Ursprüngliche Überzeugung aus direkter Erfahrung und Konsens: Werden selten verändert, ausser durch Psychosen, Gehirnwäsche und religiöse Konversion.

Typus B: Ich bin ein guter Mensch                       "                                  "                  ohne Konsens: Werden aufrecht erhalten durch Selbstbekräftigung als Glaubensartikel. Schwer zu verändern, nur durch Psychotherapie.

Typus C: Professor Meier weiss, warum die Banane krumm ist. Nicht ursprüngliche Autoritätsüberzeugung als Modifikation von Typ A mit sozialem Einfluss: Werden aufrecht erhalten durch selbstbekräftigendes Glauben, sind durch Kritik an der Bezugsgruppe, an Experten oder Eingrenzung des Expertenwissens oder direkte Diskreditierung der Autoritäten zu verändern.

Typus D: X stimmt wegen Y Abgeleitete Überzeugungen die sich nach dem richten, was Autoritäten sagen oder sagen würden. Soziale Bekräftigung durch Bezugsgruppen. Stützt sich auf Prämissen und logische Argumentation. Kann durch die selben Methoden verändert werden wie Typus C, sowie durch logische Argumentation, am einfachsten durch einen Angriff auf das schwächste Glied der Prämissen.

Typus E: Lilien sind schön. Unwesentliche Überzeugungen basieren auf direkten Erfahrungen die durch weitere persönliche Erfahrungen und soziale Gruppen verstärkt werden. Können durch Konfrontation mit neuen Beweisen, Beweisen des Gegenteils, mit Beispielen, verändert.

Sie sehen also, dass die Überzeugungen mit denen ich mich hier rumschlage, nicht zu den bedeutendsten gehören, sondern nur zum Typ C und D.

... d.h, nein, stimmt nicht ganz. Mit Typ C und D schlage ich mich rational, kritisch Tag für Tag herum, mit Typ A  und B ideologiekritisch und therapeutisch wenn nötig, praktisch wenn möglich. E lässt mich kalt. Damit müssen sich aber die Werbepsychologen rumschlagen, um überflüssigen Produktion deren Innovation sich auf eine neue Verpackung beschränkt auch ein attraktives neues Image zu verpassen. Am meisten Geld ausgegeben wird also für die Beeinflussung höchst unwesentlicher Überzeugungen - während dort wo's brennt niemand zuständig ist fürs Zahlen: Nachhaltige Entwicklung, globale Erwärmung, asoziales und ungesundes Wirtschaftssystem, Abbau der Beziehungen / Zerfall der Familien (HIER liegt der Grund für den Rückgang der Kinder, nicht bei fehlenden Tagesstätten), Wertezerfall, der auf die Reduktion aller Werte auf DEN einzigen Wert Geld zurückzuführen ist, nicht auf mangelnde Disziplin etc etc. Der homo oeconomicus wohnt halt in präzise der verkehrten Welt die er sich schafft, wenn er sich so definiert.

Praktisch alles was Sie heute unter Brainworker finden, basiert ja auf den Erfahrungen als Entwicklungshelfer im Jemen, wo es galt, ein negatives Verhalten gegenüber Wald zu korrigieren. Es stellte sich bereits beim 1. Spaziergang in Sana'a, am 1. Tag der Ankunft heraus, dass die Einstellung zum Wald eher negativer Art ist: el ghabat ma fish faidhe Wald ist sinnlos, nutzlos). Unter diesen Umständen sollte ein Förster eigentlich den Koffer gleich gepackt lassen und wieder nach Hause kehren. Da mich aber solche Probleme interessieren, hab ich sie entsprechend angegangen - als Suche nach einer Einstellung, die  in dieser Kultur "Sinn macht". Nach dem ersten traditionellen Ansatz per Forstinventar und Wirtschaftsplan (ebenfalls ma fish faidhe, sinnlos) nahm ich direkt das Verhalten und die Einstellung auf's Korn und untersuchte die gegebenen kulturellen Normen in ihrer ganzen Breite und Tiefe - bis hin zum Koran und der Shari'a. Das zeigte, dass der Islam einer erhaltenden Bewirtschaftung des Waldes ganz und gar nicht feindlich gegenüber steht, dass diese Normen aber durch die Interpreten dieser überlieferten Überzeugungen adäquater vorgetragen werden müssten ... um nicht zu sagen: propagiert. Dass das möglich ist zeigen die erarbeiteten Fetwas zum Schutz von Wald und Umwelt.

Das Thema Orientierungswissen, wie Ideologiekritik, insbesondere in der Form der Topik, die uns hilft festzustellen, was denn in der spezifischen Kultur mehrheitlich auf Akzeptanz stossen könnte, da es kulturell angepasst ist (geht also über "Meinungsforschung" schon etwas hinaus), durchzieht drum den gesamten Brainworker von A bis Z.

Weltanschauungen schliesst man sich meist an und entwickelt sie kaum selbst. Sie sind also entscheidend für die Ausprägung des Verhaltens der "normalen" Massen (nicht der intellektuellen Querulanten die darauf bestehen, selbst zu denken ....), sie normieren die Meinungen, die sich die Mehrheit machen kann, sie bestimmen dadurch stark über politische, soziale und kulturelle Entwicklung, also über die Zukunft - und sollte daher eigentlich erstes Ziel jeder Entwicklungsforschung sein. (s. auch Weltbildforschung).

Etwas mehr von lokalem Interesse dürfte die Sache mit der Orientierung oder den Überzeugungen sein, wo es um die Medien geht. Diese verbreiten (leider immer mehr) gängige Massenanschauungen, da sie sich den Massen verkaufen müssen. Botschaften die auf Widerstand stossen, haben Schwierigkeiten hier noch aufzutauchen und schaffen dies meist nur so am Rande, in Leserbriefen (manchmal nicht mal das. Ich hab da langjährige Erfahrung und den Eindruck, dass die interessantesten Leserbriefe vermutlich oft die sind, die abgelehnt wurden, denn da könnte sich ein verstecktes Eigeninteresse der Zeitung äussern ... wenn der Leserbrief nicht grad langweilig oder überflüssig ist oder sich eine andere Auswahl besser eignet. Kürzlich so bei der Wirtschaftszeitung, wo 6 Leserbriefe, die das Selbe aussagen wie ich in einem, natürlich redaktionell wie wirkungsmässig geschickter sind).

Die Medien benutzen also mit Vorliebe bekannte und breit akzeptierte "Autoritäten", um ihr Message durchzugeben. Die Kommunikation läuft nicht über eine kritisch rationale Wahrheitssuche, sondern über Glaubhaftigkeit, Vertrauenswürdigkeit. Je glaubwürdiger ein Kommunikator, desto stärker die Einstellungsänderung, die er bewirken kann. Da es aber keine Autoritäten betr. der Weltanschauungen mehr gibt, wie es die weisen Philosophen in Ost und West waren ...  da es in der Postmoderne keine allgemein verbindliche Orientierung mehr gibt  ... müssen Sie (ja Sie sind gemeint, nicht so verdattert gucken) den Schluss selbst schreiben und die Zukunft in die eigenen Hände nehmen.

Weitere Beiträge zum Thema Psychologie bei Brainworker

Geschichte der Psychologie Dieser Artikel mit den bekanntesten Psychologen und ihren Beiträge zur Geschichte und Entwicklung der Psychologie und ihres Lavierens zwischen An-Erkennung der individuellen Persönlichkeit - und der Normierung derselben. wurde unter Wissen untergebracht. Sie haben hier ein Beispiel dafür, wie sich Brainworker entwickelt. Der 1. Ansatz war die Frage: Was weiss die Psychologie, was sind die Wissensinhalte dieser Wissenschaft und wo sind ihre Grenzen. Dann kamen grössere Beiträge hinzu zur Sozialphilosophie, die wieder in die Sozialpsychologie mündeten. Das Feld wuchs also nach und nach, und machte die Eröffnung eines eigenen directories ratsam. Da aber die alten Beiträge bereits bei vielen Besuchern als Bookmarks vorhanden sind, ist es dennoch nicht ratsam, sie alleine wegen einer neuen Ordnung hier zu verschieben.

Beiträge zum Thema Therapie bei Brainworker

Martin Herzog, Basel, 12.1.06