oepfelOeffentliches philosophisches Forum für Gegenwartsfragen

Basel [oepfel]

Leitbild und Programm

Grundlage:

Philosophie als Alternative zu einseitiger wirtschaftlicher Interessenvertretung und politischer Propaganda

Die Veranstaltungen haben das Ziel, Probleme eher philosophisch anzugehen als politisch oder wirtschaftlich, da es in beiden Bereichen eigentlich immer um Propaganda einer Lösung geht, die bereits als "richtig" angenommen wird.
Philosophisches Denken darf aber weder durch wissenschaftliche Beschränkung (Disziplinen) und noch weniger durch politische oder soziale Einschränkungen behindert werden. Es gilt alles aus möglichst unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten, also nicht einseitige "Meinungen" oder politische Interessen zu vertreten, sondern danach zu suchen, was stimmt, was ist, was Tatsache ist, also funktioniert, kurzum was wahr ist.
Die Grundidee dieser Serie an Veranstaltungen wird beschrieben unter:

Der Name:

Oepfel (= Apfel, auf schweizerisch), im Anklang an den Apfel der Erkenntnis.
hewwwGrün, weil er reifen muss, was er nur kann, wenn sich alle beteiligen. Erkenntnis kann zwar immer noch im stillen Kämmerlein stattfinden – bleibt aber dann immer perspektivisch beschränkt. Die Einbindung ins Weltwissen erfolgt erst über Dialog. Diesen Schwerpunkt drückt auch das Logo des Veranstalters aus, der etwas im Gegensatz zum postmodernen Zeitgeist steht und die Auffassung der Stoa vertritt: Alles ist mit allem verbunden.

Die Methodik:

Web-Philosophie: Wahrheitssuche in intuitivem und anderem zerstreutem Wissen. Gegenwärtige Probleme mit der Wahrheitssuche http://www.brainworker.ch/waldphilosophie/web-philosophie.htm
Ein komplexes Verfahren, da logischerweise immer wieder Widersprüche (s. Kritik http://www.brainworker.ch/Dialog/kritik.htm), und bei jedem neuen Wissen, ein oder zwei neue Löcher des Nichtwissens auftauchen (s. Troglologie http://www.brainworker.ch/Wirtschaft/kapitalismus.htm#netzwerk ), die es zu überbrücken, und durch neue Vernetzungen zu verstehen gilt.

Die Probleme der Zusammenarbeit mit den ersten zwei Organisationen zeigten leider eben gerade das Problem auf, für welches das Forum eigentlich einen Ausweg sucht: Sektenähnliche Strukturen. Ideologie dominiert in allen Kleingruppen - freies Denken ist so kaum mehr möglich, denn "man weiss ja, was gut ist, wie DIE Lösung auszusehen hat.

BEITRAEGE/THEMEN/PROGRAMM / ARCHIV

Das Programm wird wieder aufgenommen in neuer Kooperation und Konstellation, mit KOOP:

KOOP - Bildungsbörse - WISSENSCAFE:

Vergangene Beiträge s. Archiv Wissenscafe

Stadthelferzentrum
Vogesenstrasse 110
4056 Basel - St. Johann

Eintritt/Teilnahme frei

Anfragen an M. Herzog, 061 831 80 15, hewww@brainworker.ch

  1. Vorschläge der letzten Monate (Programmatisches)

Aktuelles Programm. 5. Januar 2011 bis 30.3.2011:

Vorschau/Vorschläge 2011: Kapitalismus und die Herrschaft der Reichen (Plutokratie) als einzig mögliche Ordnung - oder Kapitalismus im Endzustand? Alternativen.

  1. 5. Januar 2011: Einführung: Was unterscheidet ein philosophisches Forum von einem Stammtisch? Diese Frage wird weiter detaillierter analysiert und beantwortet anhand der 4. Präsentation zu Sloterdijk, dem Meister des Sophismus (Stammtischphilosophie).
  2. 12.1.: Literatur / Kunst: ACHTUNG: Diesmal Fondation Beyeler, Riehen: Wien 1900 – Klimt, Schiele und ihre Zeit (s. auch "Das Frauenbild Gustav Klimts"). Wer (gilt nur für Gruppenmitglieder) interessiert ist aber knapp bei Kasse (Eintritt 25.-), dem kann geholfen werden. Bitte bei mir melden. Ich werde ab 17-00 dort sein, gemeinsame Besichtigung würde ich festlegen auf 18-20-Uhr (um 20-00 wird das Museum geschlossen, die übliche Anfangszeit von 19-00 ist drum zu spät)
  3. 19.1: Einleitung: Wir produzieren zu viel (haben also auch zuviel), verdienen zu wenig (sind permanent unzufrieden), alles wird billiger und besser (Deflation) - ist das wirklich der Weltuntergang?
  4. 26.1: Literatur / Musik / Kunst
  5. 2.2: Ayn Rand: Atlas wirft die Welt ab. oder: Wer ist John Galt. In diesem Buch wird literarisch der Urgrund des US-Liberalismus aufbereitet. Für Amerikaner ist das Buch so etwas wie für uns (Schweizer) der Wilhelm Tell von Schiller (ach herjeminee, auch ein Ausländer!). Es schildert prägnant die Ueberzeugung, warum der Staat nichts soll, als die Freiheit des Bürgers gewähren, ihn gewähren lassen.
    1. 16.2.: In diesem Rahmen müssteman sich vielleicht auch mit dem neusten Propheten des Reichtums im deutschen Sprachraum befassen, Peter Sloterdijk (obwohl ich seine Bücher generell, wenn überhaupt, unter dem Titel "Schwafelheinis Schwafelbücher Bd 1-6" (Kritik der zynischen Vernunft / Weltinnenraum des Kapitals / Sphären / Regeln für den Menschenpark / Zorn und Zeit / Die Revolution der gebenden Hand / zusammenfassen würde). In seinem letzten "Werk" (s. Schlotterteichs letzter Streich: Huldiget den Reichen! Ein Lob der Plutokratie> will er die Steuern abschaffen und Abgaben der Leistungsträger, weil dann freiwillig, durch sozialen Status, also Verpflichtung zur Huldigung und Dankbarkeit der Unproduktiven gegenüber der Elite belohnt wissen. Den Sozialstaat nennt er "institutionalisierte Kleptokratie", da die Armen (was immer faul heisst bei ihm), von denen leben, die sich anstrengen. Allerdings bietet gerade das ziemlich überflüssige Werk "Kritik ...", dass es rasch zum meistdurchblätterten Bestseller der Philosophie schaffte, ausreichend Anhaltspunkte, die Bedeutung des Begriffs Leistung - und damit Leistungsträger zu hinterfragen.
  6. Nicht Zynismus scheint heute DAS Problem, sondern zusammenhangsloses Geplapper (Multi-Bla-Bla, Konfettidialog - so analysiert und beschrieben 2003 anhand der von Blocher damals noch an alle Haushalte gratis verteilten "Weihnachtswerke"), dem manipulativ, wenn niemand mehr weiss wo ihm der Kopf steht, die eigene einfache Lösung nachgeschoben wird. Diese klassische Methode der Vielschwätzerei wurde schon immer gerne von Sophisten verwendet. Sie ist unterhaltsam, an Stammtisch und für unterhaltende Literatur zulässig, aber eines Philosophen unwürdig.

  7. 9.2 - ausserordentlicher Beitrag aus aktuellem Anlass: Hintergründe und mögliche Lösungen/Folgen der Unruhen in den Arabischen Staaten von Tunesien, über Aegypten, bis Jordanien und Jemen.
  8. 2.3: Wer sind sie - und was treiben unsere Mächtigen und Reichen mit ihrer Macht - und ihrem Reichtum? - Was dann gleich die Antwort auf die zwei vorgehenden Texte wäre. nach: Ueli Mäder, Ganga Jey Aratnam, Arah Schilliger: Wie Reiche Denken und Lenken. Reichtum in der Schweiz: Geschichte, Fakten, Gespräche. Rotpunktverlag. Zürich. 2010. Zusammengefasst und kommentiert in: Plutokratie II: Taugt die Wirtschaftselite als politische Führung? Apropos Plutokratie ... der Begriff, der in Russland dafür verwendet wird und auch bei den Griechen bereits synonym zu Plutokratie war, heisst: OLIGARCHIE (Herrschaft der Wenigen, womit die Herrschaft der immer wenigen <Vermögenden> gemeint war.
  9. 16.3: Sind wir auf dem Weg zurück zu "präsidialen Republiken" (ein leicht verschönerndes Wort für Diktatur). Diese tönt sich nicht nur in Ungarn an, wo vermutlich auf Grund der geschichtlichen Erfahrung weniger Hemmungen herrschen, sondern genau so in den USA der Bush's, Frankreich und Italien. Ist die Förderung der direkten Demokratie ein Trick von Demagogen, um um so leichter per Populismus zur Demokratur zu gelangen?

Textgrundlage: Wie wird man Diktator in einer Anarchie? Die Probleme der vermutlich letzten Räterepublik Libyen.

  1. 23.3.: Filmessay von Daniel Häni und Enno Schmidt  (Drogerie Modell Götz Werner) schlägt als Lösung des Finanzierungsproblems für den Grundlohn einen 100% Aufschlag auf die Mehrwertsteuer vor + Diskussion.
  2. 30.3.: Post-scarcity: Wenn wir Ueberschüsse produzieren, wenn also alle mehr als genug haben - wozu dann Wettbewerb? > Post scarcity (Nach-Knappheits-Oekonomie), economy of abundance (Oekonomie der Fülle) - Und dies die Alternative zum Ende der Geschichte, also dem Kapitalismus als einzig vernünftiger wirtschaftlicher Ordnungsform.
  3. 6.4: Post scarcity II: Historisch-anarchische Grundlagen der Grünen - und was davon noch übrig ist, besonders bei der GLP. Was wurde aus small is beautiful und angepasster Technologie? (Antwort: Global Corporations, Global Cities, Netzwerkherrschaft und Hochhausshaltung des Menschen, der neu als Homo cistis-cementis zu beschreiben wäre..) Gerade von den sozialen Zielen der Anfänge, also von Freiheit, Entwicklung im Einklang mit der Natur, Bescheidenheit im materiellen Verlangen aber betont sozialer Entwicklung - bleibt bei einer GLP rein gar nichts. Wenig wundert, dass heute der serbelnden FDP empfohlen wird, sich dort anzuhängen.
  4. 14.4: Post Scarcity III: Die Vermassung des Menschen - nach dem Vorbild mechanisierter Landwirtschaft: Der Maschinenmensch als Ideal der Produktionsgesellschaft (= Leistungsgesellschaft). Sozialismus und Kommunismus sind keine Lösungen, da sie, erfolglos, bis zu ihrem Untergang der Ueberschussproduktion nachrannten, die bei uns längst gegeben ist, und die eben Voraussetzung wäre, mehr Gewicht auf die Gestaltung des Alltagslebens, des Lebens generell, als des Produzierens zu legen. Interessant sind hier insbesondere die Kenntnisse aus der Revolutionstheorie, die sich gerade auch auf die Unruhen in Nordafrika und im Nahen Osten anwenden lassen: Masse als Schutz des Einzelnen, bei der Auesserung seiner Bedürfnisse; Masse als Vehikel des Protestes / Revolution notgedrungen als Produkt einer neuen Selbstorganisation (nicht ab der Stange bestellbar, weder bei EU noch Nato). // Das Lumpenproletariat. Vielfalt als Grundlage der Stabilität - statt als Zumutung. (Hier steht die SVP mit ihren Einheitsrezepten massiv neben den Schuhen.).
  5. 20.4: Lili Nguyen zeigt uns wie man chinesisch kocht. Die Frühlingsrollen, gebratenen Nudeln mit Gemüse, Ragout (Huhn) und Crevetten werden danach genüsslich verzehrt. Anmeldung bis spätestens 18.4 bei hewww@brainworker.ch
  6. 27.4:  Dieser Abend wird ein bisschen schwierig, denn wir haben Gäste aus Kenia (Englisch notwendig), den Komoren (Französisch notwendig) und ex-Ostdeutschland (Hochdeutsch notwendig). Da ich den Abend also dreisprachig führen muss, konzentriere ich mich in der Materie dafür auf die wichtigsten Punkte:

Einführung in Manuel Castells' Netzwerkgesellschaft (5 Bücher à 500 Seiten) anhand eines lokalen, wenig bekannten Unternehmens, obwohl es das grösste der Schweiz ist: Glencore (s. Die grössten Betriebe der Schweiz). Sein Gründer, Marc Rich, wurde äusserst bekannt, da er von den USA als Schwerverbrecher gesucht wurde (Steuerhinterzug: 50 Millionen ... 200 freiwillig nachbezahlt -von Clinton 2001 begnadigt). Handel mit boikottierten Ländern wie Iran und Südafrika).  Strothotte gehört zu den 300 Reichsten der Schweiz, er hat als gelernter Kaufmann ein Vermögen von 3 bis 4 Milliarden gemacht, und  Glencore bereitet sich derzeit vor auf den Börsengang. Die Art der Organisation, der Geschäftsleiter, der gesamten Betriebsstruktur ist ein ideales Beispiel für einen globalen Netzwerkbetrieb.  Ebenso stellen die 3 Meister dieses Betriebes exemplarische Typen internationaler Netzwerkherren dar: Der jetzige Chef, Ivan Glasenberg, stammt aus Südafrika, sein Vater aus Littauen. Seine ersten Erfahrungen sammelte er mit Kohlehandel in Australien, von wo es nach Hong Kong und Peking weiterging. Heute ist er mit ca 2 Milliarden Vermögen der grösste Steuerzahler von Rüschlikon, rennt - mit 71! - frühmorgens mehrere Kilometer, fährt Rennfahrrad ... und geht am Abend als letzer nach Hause. Mit 64 wanderte er noch zu Fuss an den Nordpol. Man kann aus der Glencore-Story lernen, mit welcher Art von Geschäften man heute Geld verdient - aber auch, dass das nix ist für Leute, die bei 300m gemütlich geradeaus bereits ins Schwitzen kommen.  Glücklicherweise lassen sich ähnliche Strukturen aber auch zur eben so hinterlistigen Durchsetzung sozialer und umweltbezogener Ziele einsetzen. (> Netzwerke und die Macht)

  • Text: Glencore, die reichsten Händler der Welt, die grösste Firma der Schweiz - als ideales Demonstrationsobjekt für die Netzwerkherrschaft.
Fortsetzung: 
    1. 4.5:

      Funktionen und Martyrium des Wissens in der Politik

      Oder: Hat der Bürger wirklich unzureichendes "Wissen" für eine direkte Demokratie?

    2. 11.5: Die Netzwerkgesellschaft (Theorie)
    3. 18.5: Die Kraft der Identität
    4. 25.5 Ein neues Jahrtausend: Neue Krisen (kapitalistische und sozialistische Staaten), globale kriminelle Netzwerke, Globalisierung und der Staat, neue Gemeischaften (Europa).
    5. 1.6: Netzwerke und die Macht

  • ...

___________________________________

Am Stadthelferzentrum stehen nun 4 Computer zur Verfügung, mit Internetanschluss. Oeffnungszeiten - für Mitglieder der Stadthelfer:

Mo, Di, Do und Fr von 9 - 12; Mi von 10 - 15; Fr mit Mittagssuppe

An Kursen sind bereits vorbereitet

  1. Einführung: Computerkenntnisse generell: Was kann man mit dem Ding überhaupt machen.
  2. Einführung Internet: Was findet man wie, wie nutzt man Browser und E-Mails.
  3. Schreiben, also Nutzung von Writer (Openoffice)
  4. Die Tastatur mit 10 Fingern nutzen, also eigentlich ein Schreibmaschinenkurs, am Computer, von Roland Schibli, ehem. Fachlehrer und Korryphäe in Stenographie, die bei Bedarf ebenfalls angeboten werden kann.
  5. In einem zweiten Durchgang (ab Februar, März 2010):
    1. Listen, Tabellen und Berechnungen mit Calc (Openoffice's Kollege von Excel)
  6. Auf Anfrage:
    1. Computer Einzelberatung/Schulung: Herbert (ab Ende Jan. 2010)
    2. Buchhaltung (Roland) ab sofort
    3. Webdesign mit nvu: Textgestaltung, Integration von Bildern, Tabellen für Internetnutzung (html). (Martin)
    4. Selektion und multimediale Präsentation eines aktuellen Themas - für Layen. (Martin)
  7. ...

Fortsetzung - oder Einschübe:

.... Was Ihr wollt. Wann ihr wollt.

Archiv

_______________________________________

Methodik:

Hundertwasser: Komm und geh mit mir spazieren: Zwiegespräch (1970)

Sokratischer Dialog nach Karl Jaspers:

Das erfordert zunächst eine bestimmte Weise der Diskussion. Franklin war eingenommen für die sokratische Methode scheinbar bescheidenen, unsicheren Fragens. Diese wollte er ausgestalten zu einer sozialen Methode der Mitteilung und der Entgegennahme von Wahrheiten und damit der Ermöglichung wirklichen persönlichen Einflusses. Dazu ist notwendig, die eigene Initiative zu verschleiern und die Initiative der Anderen hervorzulocken. Der Sprecher hat den sokratischen Schein der Ungewissheit einzuhalten: er darf keine Meinung als feste, kategorische bekunden. Das Ziel ist, dass so die Menschen willig werden, einander zuzuhören und alle nur möglichen Gesichtspunkte auftreten zu lassen. Alles direkte Behaupten von Wahrheit würde die wirksame Mitteilung von Wahrheit zerstören. Den erstens widerstrebt der Andere der Gewalt des Behauptens und hört schlecht zu. Zweitens bleibt der Behauptende ohne Antwort: "Wenn mein Tonfall so ist, dass ich meiner sicher bin, kann kein Mann von Erfahrung und Takt antworten, d.h. etwas tun, wozu er entschieden nicht ersucht wurde. Der manifestierte Wahrheitsbesitz schliesst ein gemeinsames Erfassen der Wahrheit aus. So wird das Prinzip der Mitteilung von Wahrheit wichtiger als die Wahrheit selbst. Und der Mensch, der die Natur seiner Zusammengehörigkeit mit dem Anderen einsieht, gibt alle Wahrheit, die nur aus sich selber räsoniert, allmählich auf.

Beispiel: In der Arbeitsgruppe wurde etwa vorgeschlagen, die Fragen "Was ist das gute Leben" - "Was ist die gute Ordnung" zu ersetzen durch "Wie ist das gute Leben" - "Wo ist die gute Ordnung". Beide Formulierungen führen aber direkt zu bestimmten Modellen und/oder Orten, die dann bewertet werden. Auch das gehört dazu, aber eher am Rande, denn das gegenwärtige Problem ist ja eben gerade, dass wir kein glaubwürdiges Modell haben, also keinen blassen Dunst von wie und wo, uns also erst mal relativ generelle Vorstellungen darüber machen sollen und dürfen.

Perspektiven:

_______________________________________

Leitbild: in Bearbeitung

Die Idee mit dem Wissenscafe kristiallisierte sich aus einer Vielzahl von Ansätzen und Ansprüchen an ein solches Programm heraus. Die Gruppe wollte auf Bedürfnisse der Bevölkerung eingehen, vor allem des Teils der Bevölkerung, der sich keine teuren Kurse und privaten Informationskanäle leisten kann, um den Ueberblick zu behalten.

An Stelle wohlformulierter Vorträge mit "fixen Ideen", sollte der Abend eher als Fragestunde funktionieren, in der zwar ein Thema angerissen, die wichtigsten Punkte erwähnt werden, aber primär auf Fragen und Beiträge der eben nicht konsumierenden, sondern mitwirkenden Besucher eingegangen werden.

Wir versuchen hier eine Verbindung uralter philosophischer Themen, die immer Grundfragen des Menschseins sind, mit ganz aktuellen und akuten Themen der Politik und Wirtschaft.

Was Sprache und Komplexität betrifft, soll das Ganze noch ziemlich heruntergefahren werden, also nicht so, dass quasi ein Philosophie oder Politikstudium vorausgesetzt wäre um die Dinge zu verstehen, sondern so, dass in ganz normaler Sprache (wenn auch je nach Teilnehmern ev. in Hochdeutsch) geredet wird.

Während und nach den 3 ersten Veranstaltungen wird das Konzept evaluiert und angepasst. Die Fortsetzung richtet sich nach aktuellen Problemen und den Wünschen der Besucher/Mitwirkenden.

Tendenziell geht es um die Entwicklung des gesellschaftlichen Selbstverständnisses - und der Kritikfähigkeit innerhalb der Gesellschaft - die aber
nicht bei Kritik bleiben, sondern Alternativen entwerfen soll.

Grundlagen u.a.: