Archiv der Beiträge unter dem öffentlichen Programm Brainworker, alials OEPFEL: Oeffentliches Philosophisches Forum für Gegenwartsfragen.

Beiträge:

  1. Reichtum und Armut
  2. Grösse und Macht
  3. Wachstum und Nachhaltigkeit
  4. Bildung, lebenslanges Lernen, Arbeitslosigkeit
  5. Globalisierung und Netzwerke
  6. Forschung und Anwendung
  7. Ethik und Moral

 

1. Beitrag  (Powerpoint, 49 Folien):

REICHTUM UND ARMUT. Der Diskurs wird eröffnet mit diesem polaren und polarisierenden Thema, weil es a) zu Weihnachten passt und b) hier offenbar Klärungsbedarf besteht. Was Armut betrifft musste sogar Wikipedia aufgeben, weil derart unflätig diskutiert wurde – was Reichtum betrifft werden wir tagtäglich von den Medien mit Infos überschwemmt, die diesen als Vorbild preisen. Dass das Streben nach Glück ersetzt wurde durch ein generelles Streben nach lieber mehr als weniger Reichtum, könnte man allerdings auch als Problem ansehen. Dazu mehr vor allem in der 7. und 8.  Veranstaltung.

Reichtum und Armut

Zeit: 19.12.07. 1900-21.30. Ort: Quartierlabor Erlenmatt

Die 300 Reichsten der Schweiz (aus BILANZ) besassen 2006 zusammen ein Vermögen von 455 Milliarden Franken, 55 Milliarden mehr als 2005, doppelt so viel wie vor 18 Jahren (... was zwar nicht viel mehr als 3 % Rendite ergibt ...)
2007 war wieder ein goldenes Jahr. Das Gesamtvermögen der 300 Reichsten beträgt nun 529 Milliarden - 74 Milliarden mehr als im Vorjahr, bei doch eher wenigen und geringen Verlusten. Von diesen 74 Milliarden Zuwachs beanspruchen allein die 10 Reichsten 20 Milliarden. 74 Milliarden Zuwachs bedeuten im Übrigen 16% Zuwachs - also mehr als irgendwer mehr Lohn gekriegt hat. Eine wahrlich fürstliche Rendite. Im Vergleich dazu ist es eben wirklich wurscht, ob der Vasella nun 4.4 Millionen (was immer noch das Doppelte des Durchschnittseinkommens eines Schweizer Mänätschers wäre), oder 44 Millionen im Jahr erhält. Das Problem liegt woanders.


Die erlaubte und angebrachte kritische Frage lautet hier jeweils:
  • Wer ist hier mit WIR gemeint?
  • Wer bezahlt für den Reichtum, den einige privat Anhäufen?

Um 20 Milliarden haben also die 10 Reichsten (in Worten: zehn!) der Schweiz 2007 ihren Reichtum vermehrt:

Da dieser <Mehrwert> ziemlich eindeutig auf Kosten von Arbeitslosen geht, ist hier das Argument der Umverteilung, oder besser Rückgabe, vielleicht doch nicht einfach mit der Neidhammeldebatte vom Tisch zu wischen.
Falls man hier von einer "Krise des Sozialstaates" reden kann, so scheint das doch eher eine gemachte Krise - im Interesse der Reichen - wozu überbezahlte Manager halt doch nur ganz am Rande gehören ...


Wir können uns den Sozialstaat nicht mehr leisten! ... ???

Diese Aussage wird von denen gemacht, den <Hablichen>, die mehr als genug haben, aber nie genug kriegen können, und sich den Sozialstaat nicht mehr leisten WOLLEN. Müsste diese Aussage also nicht vielmehr heissen:

Wir können uns ein Wirtschaftssystem nicht mehr leisten,
in dem sich einige wenige immer mehr aneignen - auf Kosten anderer?

Die neuesten Daten von Bilanz (Die 300 Reichsten. Dez. 07) zeigen doch gerade, dass die 10 Reichsten ihr Vermögen um 20 Milliarden, die 300 Reichsten um 74 Milliarden gesteigert haben - während dem die Ausgaben für den Sozialstaat

  • AHV (2006) 32 Milliarden (durch Beitragszahlungen weitgehend gedeckt)
  • IV (2006) knapp 12 Milliarden (durch Beitragszahlungen weitgehend, wenn auch nicht voll, gedeckt)
  • Fürsorge (2005): 6 Milliarden - effektive Staatskosten die durch Steuern gedeckt werden müssen.
  • TOTAL (2005): knapp 140 Milliarden) inkl. AHV, die, wie gesagt, durch Beitragszahlungen derjenigen die noch Arbeit haben zum grössten Teil gedeckt ist.

 [Folienset Kosten des Sozialstaats (economiesuisse)]

  • 10 Reiche vermehren also ihr Vermögen innert eines Jahres um einen Betrag, der mit Leichtigkeit die gesamten Kosten der IV und Fürsorge decken würde.
  • 300 Reiche vermehren also ihr Vermögen um die Hälfte des Betrages, von dem sämtliche Pensionäre der Schweiz leben.
  • Um welchen Betrag haben die 1000 Reichsten, oder gar die berühmten "oberen 10'000 ihr Vermögen vergrössert, durch Restrukturierungen, Entlassungen, Lohneinsparungen - also auf Kosten der Armen?
  1. 09.01.2008: Powerpoint 36 Folien

    Grösse und Macht:

    Wo ist der freie Markt in einem Oligopol global agierender Giganten? Wer zahlt für die Risiken?

Probleme der Wirtschaftsfreiheit mit der Grösse und Macht der Teilnehmer. Gerade die Globalisierung fordert dies um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Lokal und Regional entstehen dadurch aber oft monopolnahe Marktbeherrschungen und Risiken, die so gross sind, dass sie das Handeln des Staates (s. Swissair) oder zumindest der Nationalbank bestimmen können (Subprimerate-Krise USA - UBS falls sie in die Krise geraten sollte). Quartierlabor, Erlenmatt. 1900 - 21.30

E-Book zum Thema:

Grösse und Macht

– Ziel und Stärke der Betriebe – Plage des freien Marktes.

Erklärt auf 68 Seiten, wie die Betriebe wachsen und dominieren können – und warum sie dies im herrschenden System auch tun müssen, wenn sie überleben wollen. 

Zeigt, warum "Privatisierung" zur Recht Anlass zur Sorge bietet: Privatisierung hilft weder Arbeitslosen noch den Armen, sondern in erster Linie denen, die "es vermögen", Privatisierung zu ihren Gunsten zu nutzen, also den Vermögenden.

Wettbewerb, gekoppelt mit Macht, erfolgt zwar nach den Wirtschafts-Regeln der Effizienz, nicht aber nach Massgabe der Gerechtigkeit. Daher kann ein Wirtschaftssystem, das von der Grundlage her auf Ungerechtigkeit angelegt ist, nämlich auf die effiziente Pareto-Verteilung 80/20,  nicht zur alleine gültigen Gesellschaftsordnung gemacht werden, sondern braucht:

  1. die Politik als Gegenspieler,

  2. eine andere Wirtschaftswissenschaft.

Eine systemische Ökonomie darf sich nicht nur wie bisher mit Rezepten für die Gewinner des Wettbewerbs befassen, sondern muss gleichzeitig die Gesamtwirtschaftlichen Verluste durch Betriebszerstörungen und Ausschluss aus Lohn und Brot der Effizienzopfer mit in die Rechnung einbeziehen.

4.80Fr., 68 S. zur Bestellung

  1. Mo 21.01.2008:  Ort ausnahmsweise Planet 13, Klybeckstrasse 60, 4057 Basel. Powerpoint 29 Folien

Wachstum und Nachhaltigkeit.

  1. Wachstum sichert Löhne, Wohlstand, Fortschritt, Gesundheit, Bildung, Vollbeschäftigung und hilft gegen Zahnweh.

  2. Wachstum ist nötig, wenn zwar genug da ist, aber ungleich verteilt und Umverteilung ein Schimpfwort ist.

  3. Grenzen des Wachstums: Umwelt > Nachhaltigkeit

  4. Wachstumsgesetze: Bei den geforderten 17% Rendite (= Kapitalvermehrung) wird dieses, dank exponentiellen Wachstums über Zins und Zinseszins, innert 10 Jahren verfünfacht, innert 20 Jahren verdreiunzwanzifacht, und stiege theoretisch innert 50 Jahren auf das 2500-fache. Allein diese Zahlen belegen ausreichend, dass eine Wirtschaft mit Wachstumszwang nie nachhaltig sein kann.

  1. Wachstumszyklen: Wer Bezahlt die Kosten der Täler (Rezessionen), des Ausschlusses, der Subsistenz? Wer steckt die Gewinne der Wellen, der Hochkunjunktur ein?

    Kondratieff-Wellen: Die nächste Welle, auf die wir warten, bringt vermutlich Gesundheit und Bildung  - Molekulartechnik - Nanorobotik und Quantencomputer? Keine von diesen schafft wirklich Arbeit für Massen, ausser man stelle diese ein für die Pflege der Alten, wobei sich dann aber die Frage stellt: Wer soll das bezahlen? (Nicht allerdings, wer hat so viel Geld, denn das wüssten wir schon ....)

  2. Wachstumszwang

    1. Gefördert durch Konkurrenz, treibt bis zu einem gewissen Grad Innovation an,

    2. Führt aber nur vielleicht zu dem, was wir Wohlstand nennen, immer weniger aber zu dem, was man mal Glück oder zumindest Zufriedenheit nannte.

  3. Nachhaltigkeit bedeutet Kultur. Kultur ist damit ein ethischer Auftrag und darf nicht zum konsumierbaren Event verkommen.

  4. Zwischen Plan und Markt (Chaos), Diktatur und Freiheit: Nicht nur freie Konsumenten (frei solange sie Geld haben), sondern freie Produzenten. Die Arbeit soll eben so viel Spass machen wie der Konsum - und soll gerecht verteilt sein.

    • Strukturwandel von Durchlauf- zu Langzeitökonomie

    • Abnehmender Rohstoff-, Energie- und Ressourcenverzehr

    • Erkenntnis, dass jedes gesellschaftliche Subsystem sein eigenes Steuermedium, sein eigenes Managementsystem und seine eigenen Regeln braucht. Weder Geld noch Macht sind systemübergreifend zur Steuerung tauglich.

    • Abnahme der Bedeutung des Steuerungsmediums Geld

    • Je mehr die Effizienzvorteile des kooperativen (also kollektiven) vor dem kompetitiven (also wettbewerbsorientierten privaten) Handelns ins Bewusstsein treten, desto eher wird es vorstellbar, dass sich ... die Ansicht ausbreitet, dass das unbegrenzte Wirtschaftswachstum nicht nur unmöglich, sondern vor allem auch nicht wünschenswert ist.

    • Entschleunigung und Entmaterialisierung, Zähmung der Gelddynamik

    • [Geld ohne Dauer: Gesell ( Freiwirtschaft, die natürliche Wirtschaftsordung), Steiner ( assoziative Wirtschaft, Syndikalismus, soziale Dreigliederung) Ein Weniger an Menge bedingt höhere Preise! nichts mit billig will-ig] - Echte Alternativen müssen wir immer noch suchen und finden. Das Problem ist noch längst nicht gelöst.

  5. Herzog’s Theorem zur Überflusswirtschaft: Wenn schon Wachstum, also noch mehr Überfluss, dann sinnvollen Überfluss.

  1. 4. (Mi 23.01.2008 Ausgefallen ... wegen Stress, s. Zensur. Wurde nachgeholt am , 19.00-21.30, Planet 13 :

    Bildung, lebenslanges Lernen, Arbeitslosigkeit

    Das Problem der Arbeitslosigkeit, und damit der Abhängigkeit von sozialen Unterstützungsleistungen durch Bildung lösen zu wollen, ist eine Illusion, denn Bildung ist zuallererst ein Selektions- und Klassierungsmechanismus. Schulnoten basieren in erster Linie nicht auf Fleiss, sondern auf (grossenteils vererbten) Unterschieden in der "Prozessorqualität", dem IQ. Man weigert sich einfach standhaft, die Tatsache anzuerkennen, dass Wettbewerb nichts anderes ist als Klassierung, also Bewertung, Auslese und "Verwertung" der Besten - bei der die Schwächeren schlicht und einfach auf der Strecke bleiben.

    Es ist zudem ein Fehler, Bildung, also die Grundlagen des Denkens, nach Strukturen zu gestalten, die von der Wirtschaft oder anderen Autoritäten vorgegeben werden, denn das Lernen kann nur erfolg haben, wenn strukturiertes Lernen eben auf den bereits vorhandenen Denkstrukturen der Schüler aufbaut. Ein Irrtum vieler Didaktoren, der aus Lernen Dressur macht.

    Das ruft aber eigentlich nicht nach noch mehr Schulfächern und noch rascherem Anhäufen von Wissen, sondern nach einer besseren Erfassung, Schulung und Nutzung der bei einzelnen wirklich vorhandenen Begabungen und Talente - also nach einer Anwendung und Umsetzung des Konzepts der multiplen Intelligenz.

    Ob all dem Lernen von "Wissen", geht das Denken immer mehr unter.

    Wenn es etwas gibt, dass wir wieder lernen sollten, dann:

    Zu denken!

    Sie können den vollständigen Text bereits jetzt einsehen (Klick oben auf Bildung, ...). Die Absicht wäre, dass ich mich am 7.4. auf eine relativ kurze Einführung beschränke (max. 1 Stunde), und dass dann andere Beiträge und Fragen zur Diskussion gestellt werden. Da die Grundlagen ziemlich umfangreich sind, wäre es von Vorteil, wenn sich die Interessierten,. d.h. die Teilnehmer, damit zumindest summarisch etwas vertraut machen würden.

    M. Herzog, 3.4.08

     

  2. 06.02.2008, Quartierlabor Erlenmatt: rtf 17 Seiten (Textformat für alle Plattformen und Textverarbeitungsprogramme "verständlich").

     Globalisierung und Netzwerke:

     Der Verlust der Flächendeckung, Erleichterung der Selektion und des Ausschlusses.

    Diese Diskussion vermocht zwar wiederum nur 2 Gäste anzulocken, führte aber zu interessanten, obwohl aggressiven Diskussionen. Man war sich zwar einige im Schluss, dass der primär wirtschaftlich angetriebenen und beherrschten Globalisierung eine soziale entgegengestellt werden müsse. (Wirtschaft/Kapital gut organisiert - Gesellschaft/Angestellte schlecht: Wer gewinnt? (rhetorische Frage). Bei den Alternativen kriegten wir uns allerdings extrem in die Haare, da wieder mal die Umlaufsicherung und Zinsfreiheit der Freiwirtschaft vorgeschlagen wurde, ein Gebiet mit dem ich mich 6 Jahre intensiv auseinander-gesetzt habe, und das für mich erledigt ist, wegen des missionarischen Eifers und der veralteten, den heutigen Bedingungen schlichtweg nicht mehr gemässen Theorie von Silvio Gesell. Da krieg ich Zustände ... 

    Woran es aber weiter zu arbeiten gilt, ist der Ansatz: Ich bin Eklektiker - und - ich denke ganzheitlich. Diese Behauptung ist auf den ersten Blick eben so absurd, wie bei genauerer Betrachtung eben "normal" - und damit Ursache vieler ungelöster Probleme insbesondere der Postmoderne, generell des Konstruktivismus. Der Mensch ist in erster Linie (zumindest im Westen) ein Individuum mit selbst geschaffener (inschallah) Identität (II.). Er hat die Denk- und Meinungsfreiheit. Da die Informationen und das Wissen heute unendlich sind, muss jeder Mensch, genau wie ein Journalist aber auslesen. Der Journalist liest das aus, was ihn das wichtigste dünkt, was am meisten Leser bringt - das Individuum liest das aus, was seinem eigenen Weltbild, seinen Werten, Zielen und Interessen am ehesten entspricht. Das Problem entsteht nun da, wo das Individuum sich mit andern Individuen auseinander setzen muss oder will, die dann eben andere Teilbereiche, Werte, Ziele, Interessen wichtig-er finden. Diese Vielfalt der Ideen ist, selbst nach der Schari'a, ein Geschenk Gottes, also weniger religös, ein Glücksfall, quasi mit Freiheit identisch. Das Problem entsteht aber dort, wo sich Ideen einzelner in Gruppen verdichten, nur funktionieren, wenn sie weltweit anerkannt werden und als Maxime gelten. Dies betrifft nicht nur Glauben, sondern auch Wirtschaft (Kapitalismus ist die einzige Lösung, die Endlöstung) und Politik (Demokratie weltweit - oder Tod!).

    Freiheit schafft Vielfalt, Freiheit bedingt Vielfalt - und Vielfalt bedingt Toleranz, verbietet aber Kulturimperialismus, auch demokratisch, wirtschaftlich oder wissenschaftlich verbrämten Kulturimperialismus.

    Vielfalt ist Reichtum!

    In der Freiheit der Wahl seiner eigenen guten Ordnung
    liegt vermutlich das grösste Glück!

     

  3. 20.02.2008: Von Forschung und Wissen zum Handeln: rtf 16 Seiten

    oder: Warum Wissenschaftler gerade NICHT die Experten sind, wenn es um Umsetzung und Anwendung von Wissen geht.

  4. Ethik und Moral

In der Zwischenzeit ein paar moralische Betrachtungen zur Relativität derselben:

Die liberale Schweiz - Variationen zu einem Thema in f-Dur (fucking hard)

Raten Sie mal, welches das Original ist? Warum also nur 1 Variante der Gesetzestreue - warum nicht mehr davon?

Kein Volk von Kriminellen

Variante A:

Ausdruck einer Staatsphilosophie, die den Bürger respektiert und nicht als Objekt des Staates betrachtet, ist auch die Unterscheidung zwischen Normalfall Niedrigstlöhne, die eine Existenz nicht erlauben und dem Verbrechen Schwarzarbeit. Das eine wird in der Schweiz gelobt, das andere strafrechtlich verfolgt. Die Abgrenzung ist zwar schwierig und bis zu einem gewissen Grad willkürlich. Wer jedoch diese Differenzierung nicht vornimmt und jeglichen Verstoss gegen Schwarzarbeit zum Kapitalverbrechen erhebt, kriminalisiert ganze Völker. ... Schwarzarbeit ist nicht einfach die Folge  von Gier und krimineller Energie. Sie ist die Reaktion auf eine als unfair empfundene absolute und relative Höhe der Steuerbelastung und Tiefe der Löhne. Sie hat mit Wirtschaftsgesetzen zu tun, die so kompliziert sind, dass sie zur <Optimierung> geradezu einladen und dass man umgekehrt ohne Rechtsberater leicht in die Illegalität abzurutschen droht. Und sie findet im Grossen wie im Kleinen überall dort statt, wo die Identifikation mit dem Gemeinwesen fehlt, weil dieses zu gross oder zu anonym ist; wo die mit den Steuern finanzierten Staatsabgaben zu abstrakt, zu wenig Bürgernah sind; wo der Staat ineffizient, bürokratisch oder sogar schikanös agiert; wo kein Vertrauen gegenüber dem Staat besteht; kurz: wo das Gefühl eines völligen Missverhältnisses von Leistung und Gegenleistung herrscht. In der Schweiz weiss man um diese Zusammenhänge und versucht die Arbeitsmoral an der Wurzel zu stärken, etwa durch Föderalismus und direkte Demokratie, statt sie polizeilich zu erzwingen.

Weder der Schutz der Privatsphäre noch die fragile Unterscheidung zwischen Niedrigstlöhnen und Schwarzarbeit sind ein Freipass dafür, sich den Verpflichtungen gegenüber der Gemeinschaft zu entziehen. Der Umgang des Staates muss aber auch mit dem schwarz arbeitenden Bürger respektvoll und die Sanktionen müssen dem Vergehen angemessen sein. ... Schon ein Staat, der sich das Recht herausnimmt, in die Privatsphäre einzudringen, sobald Verdachtsmomente für ein nicht völlig regelkonformes Verhalten vorliegen, ist ein unfreier, einengender Obrigkeitsstaat. Wenn es daneben Länder gibt, in denen die Bürger nicht dem Staat gehören, sondern der Staat den Bürgern, in denen das Volk die Arbeitsabgaben selbst bestimmt und nicht Regierungen und Parlamente, in denen Schutz der Privatsphäre und die Unschuldsvermutung gegenüber dem Bürger gelten, so mag das für die <Steuervögte> unangenehm sein. Anstössig sind solche liberalen, bürgerfreundlichen <Oasen freier Arbeit> nicht; es braucht sie.

Variante S:

Ausdruck einer Staatsphilosophie, die den Bürger respektiert und nicht als Objekt des Staates betrachtet, ist auch die Unterscheidung zwischen dem Erlaubten (Pornographie als Kunst. Blick S. 3, Werbung, Zeitschriften, Kabelkanäle ...), dem Vergehen des zugänglich Machens von Pornographie für Minderjährige und dem Verbrechen harter Pornographie *. Das eine wird in der Schweiz mit Busse und Verweis geahndet, das andere strafrechtlich verfolgt. Die Abgrenzung ist zwar schwierig und bis zu einem gewissen Grad willkürlich. Wer jedoch diese Differenzierung nicht vornimmt und jeglichen Verstoss gegen die gesetzlich formulierte Moral zum Kapitalverbrechen erhebt, kriminalisiert ganze Völker. ... Pornographie ist nicht einfach die Folge  von Gier und krimineller Energie. Sie ist die Reaktion auf eine als unfair empfundene absolute und relative Höhe der Paragraphenmoral. Sie hat mit Zensurgesetzen zu tun, die so kompliziert sind, dass sie zur <Optimierung> geradezu einladen und dass man umgekehrt ohne Rechtsberater leicht in die Illegalität abzurutschen droht. Und sie findet im Grossen wie im Kleinen überall dort statt, wo die Identifikation mit dem Gemeinwesen fehlt, weil dieses zu gross oder zu anonym ist; wo die mit den Steuern finanzierten Staatsabgaben zu abstrakt, zu wenig Bürgernah sind; wo der Staat ineffizient, bürokratisch oder sogar schikanös agiert; wo kein Vertrauen gegenüber dem Staat besteht; kurz: wo das Gefühl eines völligen Missverhältnisses von Leistung und Gegenleistung herrscht. In den USA weiss man um diese Zusammenhänge und versucht die Sexualmoral an der Wurzel zu stärken, etwa durch Föderalismus und direkte Demokratie, statt sie polizeilich zu erzwingen.

Weder der Schutz der Privatsphäre noch die fragile Unterscheidung zwischen Soft- und Harcore sind ein Freipass dafür, sich den Verpflichtungen gegenüber der Gemeinschaft zu entziehen. Der Umgang des Staates muss aber auch mit dem Pornographie produzierenden und konsumierenden Bürger respektvoll und die Sanktionen müssen dem Vergehen angemessen sein. ... Schon ein Staat, der sich das Recht herausnimmt, in die Privatsphäre einzudringen, sobald Verdachtsmomente für ein nicht völlig regelkonformes Verhalten vorliegen, ist ein unfreier, einengender Obrigkeitsstaat. Wenn es daneben Länder gibt, in denen die Bürger nicht dem Staat gehören, sondern der Staat den Bürgern, in denen das Volk die Moral selbst bestimmt und nicht Regierungen und Parlamente, in denen Schutz der Privatsphäre und die Unschuldsvermutung gegenüber dem Bürger gelten, so mag das für die <Moralapostel> unangenehm sein. Anstössig sind solche liberalen, bürgerfreundlichen <Pornofreizonen> nicht; es braucht sie.

Variante O:

Ausdruck einer Staatsphilosophie, die den Bürger respektiert und nicht als Objekt des Staates betrachtet, ist auch die Unterscheidung zwischen dem Vergehen Steuerhinterziehung und dem Verbrechen Steuerbetrug. Das eine wird in der Schweiz mit Busse und Nachsteuer geahndet, das andere strafrechtlich verfolgt. Die Abgrenzung ist zwar schwierig und bis zu einem gewissen Grad willkürlich. Wer jedoch diese Differenzierung nicht vornimmt und jeglichen Verstoss gegen das Steuerregime zum Kapitalverbrechen erhebt, kriminalisiert ganze Völker. ... Steuerhinterziehung ist nicht einfach die Folge  von Gier und krimineller Energie. Sie ist die Reaktion auf eine als unfair empfundene absolute und relative Höhe der Steuerbelastung. Sie hat mit Steuergesetzen zu tun, die so kompliziert sind, dass sie zur <Optimierung> geradezu einladen und dass man umgekehrt ohne Steuerberater leicht in die Illegalität abzurutschen droht. Und sie findet im Grossen wie im Kleinen überall dort statt, wo die Identifikation mit dem Gemeinwesen fehlt, weil dieses zu gross oder zu anonym ist; wo die mit den Steuern finanzierten Staatsabgaben zu abstrakt, zu wenig Bürgernah sind; wo der Staat ineffizient, bürokratisch oder sogar schikanös agiert; wo kein Vertrauen gegenüber dem Staat besteht; kurz: wo das Gefühl eines völligen Missverhältnisses von Leistung und Gegenleistung herrscht. In der Schweiz weiss man um diese Zusammenhänge und versucht die Steuermoral an der Wurzel zu stärken, etwa durch Föderalismus und direkte Demokratie, statt sie polizeilich zu erzwingen.

Weder der Schutz der Privatsphäre noch die fragile Unterscheidung zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug sind ein Freipass dafür, sich den Verpflichtungen gegenüber der Gemeinschaft zu entziehen. Der Umgang des Staates muss aber auch mit dem steuerhinterziehenden Bürger respektvoll und die Sanktionen müssen dem Vergehen angemessen sein. ... Schon ein Staat, der sich das Recht herausnimmt, in die Privatsphäre einzudringen, sobald Verdachtsmomente für ein nicht völlig regelkonformes Verhalten vorliegen, ist ein unfreier, einengender Obrigkeitsstaat. Wenn es daneben Länder gibt, in denen die Bürger nicht dem Staat gehören, sondern der Staat den Bürgern, in denen das Volk die Steuerbelastung selbst bestimmt und nicht Regierungen und Parlamente, in denen Schutz der Privatsphäre und die Unschuldsvermutung gegenüber dem Bürger gelten, so mag das für die <Steuerwüsten> unangenehm sein. Anstössig sind solche liberalen, bürgerfreundlichen <Steueroasen> nicht; es braucht sie. [Das Original von G.S (alias Gerhard Schwarz, Ressortleiter Wirtschaft): Das Bankgeheimnis ist keine Schlaumeierei. NZZ, 1/2. März 2008. S. 23]

*: Die Klassierung in Vergehen und Verbrechen, insbesondere beim Fall S, ist fiktiv und entspricht nicht der Realität. Sie wurde zecks Persiflage so gewählt. In der Tat wird zur Zeit beides als "Verbrechen"  strafrechtlich geahndet.

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Grund, warum ich bei der dritten Attacke (7.4.09) nicht mal im Traume daran denke, das Programm einzustellen:

Die Hausherren des Hausverbootes - im vollen Boot:

Nun mach ich so friedlich meine Kurse beim Planet 13 (nur räumliche Nutzung), entwickle ein neues Programm mit koop (Bildungsbörse und Wissenscafe - und kaum wird es aufgelegt am 7. April, erhalte ich Hausverbot im Planet 13: Ich hätte gegen den Datenschutz verstossen, weil ein Calc-Dokument mit Adressen und Telephonnummern der Betreuer, das wir für Uebungszwecke verwendet hatten, nun plötzlich unter Google sichtbar war. Statt einfach mal kurz auf das Problem aufmerksam zu machen, literarischer Riesenaufstand - mit Hausverbot, so dass ich den Kurs am 9. nicht geben kann. Nun verleidet mir der Laden nicht bloss als Mitarbeiter, sondern auch als Nutzer der Räumlichkeiten. Wir werden das relativ schnell anderswo neu organisieren.

koop - Bildungsbörse

- WISSENSCAFE

Besuchen Sie uns zur Eröffnung des Wissenscafes am:

Mittwoch 15. April 19-21°°:

Der glückliche Arbeitslose

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  • 22. April: • Das gute Leben als Sozialfall
  • 29. April: • Lebensqualität und Geld - Lebensqualität ohne Geld ?
Stadthelferzentrum
Vogesenstrasse 110
4056 Basel - St. Johann
Eintritt frei
Anfragen an M. Herzog, 061 831 80 15
hewww@brainworker.ch

Hier wird nun aber eine Fortsetzung untenstehender Analyse vom Vorjahr fällig, gerade was den zunehmenden Autoritarismus angeht. Hausverbote waren schon lange ein beliebtes Machtmittel, insbesondere bei denen, die sonst nichts zu melden haben. Die Sache wurde extrem im Herbst 2007, als der Laden von immer mehr Flüchtlingen aufgesucht wurde, die sich dort mit Kaffee versorgten und, besonders im Winter, so einen warmen Aufenthaltsort hatten, und, mit ihren Kollegen und Familien in Kontakt bleiben konnten. Chatten wurde zu DEM Problem am Planet 13, da der zeitliche Aufwand doch beträchtlich ist, und die Computer lange besetzt blieben, also oft über 15 Personen in dem kleinen Raum warten mussten. Dann wurde Chatten auf 3 Computer beschränkt. Dann wurde der hintere Raum für Bewerbungen und ähnliches reserviert. Dann wurde Chatten völlig verboten. Dann wurde der Aufenthalt von mehr als 3 Leuten im Warteraum verboten - was ein Wächter an der Tür sicherte: Das Boot ist voll! Dann ... etc. Wer nicht kuschte, zu lange chattete, oder in letzter Zeit eben überhaupt beim Chatten erwischt wurde: Hausverbot. Wer sich den Weisungen der "Betreuer" nicht still und leise fügte: Hausverbot. Na ja, irgendwie entspricht es dem Zeitgeist: Wer nichts hat, soll kuschen. Die Beteiligten sollten sich aber ab und zu mal wieder überlegen, ob sie wirklich das als "Re/Integrationsförderung" wollen. Präzise solche Probleme werden Thema des Wissenscafes.
 

Die Verhältnisse am Planet 13 erinnern auch heute noch (April 09) an diejenigen an der Grabeskirche Jesu in Jerusalem, wo äthiopische, ägyptische (koptische), griechische, russische orthodoxe, armenische, katholische etc. "Christen" sich seit Jahren (na ja, präziser seit dem 19. JH!) darum balgen, wem das Recht zusteht, eine Leiter zu verrücken. Es handelt sich wohlgemerkt nicht um eine Leiter die Jesus gebaut oder benutzt hätte, sondern eine, die nach einer Renovation zufälligerweise stehen blieb, und bei der nun kein Reglement sagt, wer sie wegräumen darf. Da das Reglement aber heilig ist und nur von Jesu persönlich geändert werden könnte ...

Der Trend zum Autoritären scheint gerade dort gefördert zu werden, wo Menschen nichts mehr zu melden haben. Sie erwählen sich dann den Stellvertreter, der für sie poltert. Sie erwählen sich andere, die noch weniger zu sagen haben als sie selbst, und machen die zu schwarzen Schafen ... oder zum Neger, und dafür sind Schwarze nun halt eben schon am besten geeignet.

Fazit:

Faschistoide Tendenzen lauern überall, auch dort, wo eine soziale Einstellung behauptet wird und links palavert - aber kaum gehandelt, sondern verfügt wird.

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Grund der (inschallah ...) vorübergehenden zweiten Einstellung des Programmes:

Wir nachgeholt am 28.7. um 19-00 (bis 21-00 oder max. -30 statt am Planet 13,  Nicht im März am Quartierlabor Erlenmatt und auch nicht am 28.7.08 beim Planet 13: Ethik und Moral 

Irrtum, auch beim Planet 13 herrscht ein Matriarchat, das eigenmächtig, selbstherrlich und willkürlich über andere bestimmt (A: Avji Sirmoglu: Verantwortliche für Kultur, Kommunikation, PR, Projekte, Programme, Korrespondenz, Buchhaltung, Beziehungen, Bildung, Politik, Einkauf, Miete, Kontakte etcetc.) . Bereits die Ausstellung im Juni zum Irak wurde, ohne Erklärung, anulliert. Dieser Vortrag, ohne mich zu informieren, durch einen andern ersetzt, was ich erst vor ein paar Tagen dem Aushang entnehmen konnte. Ich war nun also ein Jahr beim Planet 13 (Internetcafe), wurde ein Jahr lang verarscht, und das reicht. Diese Kleingruppen haben offenbar alle ähnliche Probleme: Sie werden sehr leicht zu sektenähnlichen Strukturen, die von einigen wenigen guruähnlichen Gestalten (hier vor allem der patriarchalische Gegenpol in der unheiligen Familie: CH - Christoph Ditzler: klein, rund, glatzköpfig, immer mit hübschen, jungen Frauen umgeben, genau wie anno dazumals Silvio Gesell, der Vorbeter der Freiwirte) mit psychologischer Manipulation beherrscht werden. [Ich komme demnächst darauf zurück, mit mehr Details. s. auch egomanisch-narzisstische Persönlichkeitsstörung bei Führern]. Man kann sich nicht mal gross aufregen, denn was bringt's, rumzurennen und zu schreien: Da sind Narren! - da ja eh die Mehrheit das eben so sieht und sagt: Na und? Problematisch ist dies allerdings erst mal für die Mitarbeitenden, denn es sind für sie präzise diese Clowns die definieren, was nun <gemeinnützig> ist - und was nicht. Problematisch wird noch mehr, wo solchen Kleingruppen mit Stallgeruch (Prof. Mäder, wenn auch nicht in Bezug auf diese Gruppe) eine Funktion zwecks "Integration in die Gesellschaft" übernehmen, ja sogar dafür noch Geld erhalten (Christoph Merian Stiftung - die das gar als <Projekt zur Armutsbekämpfung> verkauft).

FAZIT - nach einem Jahr der Verarschung:

Sektenähnliche Strukturen (egal ob christlich-konservativ-autoritär oder manipulativ-hinterlistig-links-autoritär) eignen sich nicht zur Re-Integration von Aussenseitern in die Gesellschaft! Falls sie zudem noch wirtschaftsfeindlich sind, eignen sie sich zur Integration in den Arbeitsmarkt genau so gut wie der Bock zum Gärtner.

p.s: Aus der Geschichte ergibt sich noch eine interessante Neben-Erkenntnis zur Rhetorik: Meist heisst es ja in strittigen Diskussionen die polemisch werden: Sachlich bleiben, nicht auf die Person ziehlen! Diese Aussage ist absolut richig, wo es um Wahrheitsfindung per Dialog geht - stimmt aber gerade in einem solchen Falle nicht, wo eine Institution eigentlich mehrheitlich positiv zu bewerten ist, aber einzelne Personen sie nach ihren persönlichen Interessen zurechtbiegen und Probleme verursachen (auch wenn das Problem primär in Leerlauf besteht ...). In diesem Falle, vermutlich nur in diesem Falle, ist das einzig richtige Vorgehen dann eben doch, auf die Personen zu zielen.

7) Werte – Orientierung: Der Wertekompass. &  Gute Ordnung - als Leitplanken des guten Lebens, also eines Lebens im Einklang mit den eigenen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Interessen, als Selbstverwirklichung - NICHT primär im Auftrag und Interesse anderer.

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Grund der (inschallah ...) vorübergehenden ersten Einstellung des Programmes:

A) zu wenig Interesse, die Handvoll Leute die kamen führten zwar interessante Diskussionen, aber der Aufwand ist da doch disproportional.

B) Die Crew des Quartierlabors Erlenmatte distanziert sich unisono (sehr sono, also lautstark) von mir und meinen Aktivitäten, auf Grund meiner widerlichen Einstellung zur Pornographie. (Im übrigen dürfte sich der Raum für öffentliche Veranstaltungen eh nicht empfehlen, wenn "eine Sauberkeit des Bodens erwartet wird, dass kranke zweijährige Kinder darauf spielen können".) Ich finde diese Haltung verlogen und bigott, denn, so ähnlich wie bei der Prostitution ereifert sich zwar mancher Pappi dagegen, weil der dafür von Mammi ein Zückerchen kriegt (hier liegt die Grundlage der Bigotterie. s. Matriarchat) ... aber würde keiner der Entrüsteten zu Prostituierten gehen, gäbe es den Beruf ja gar nicht. Ich finde es eher bedenklich, wenn etwas das ein Grundbedürfnis und ein Grundproblem ist, das die Mehrheit der Internetnutzer eigentlich anzieht, einfach unter den Tisch gekehrt wird: Verboten und weg - Problem gelöst.

Also ich meinerseits find bigotte Lügner widerlicher und problematischer als Leute die sich reell existierender Probleme annehmen, auch wenn es sich dabei um anrüchige handelt.

Wenn unsere Kinder nicht so sind, wie wir und sie wünschen (was sie eigentlich nie waren ...), könnte es nicht daran liegen, dass sie uns längst durchschaut haben? Kinder waren und sind nie zu blöd um zu merken, dass Eltern, generell Erwachsene, ihnen ein moralisches Vorbild vorgaukeln, an das sie sich selbst nicht im geringsten halten. Dies beschränkt sich nicht auf Sex (wie viele Hacker sind Teenis? Wissen also weit mehr über das Internet und wie man wo reinkommt wo man nicht soll, als ihre Eltern ...) sondern es geht primär über angebliche Zukunftschancen die über Schule und Bildung eröffnet werden, wobei konstant verschwiegen wird, dass es keinen Wettbewerb ohne Verlierer, eine Mehrheit an Verlierern, gibt. Es dürften also nicht die falschen Bilder, sondern  die falschen Bilder, die verfälschten, die verlogenen, die wirklichen - aber versteckten Bilder sein, die Kinder in die Verirrung treiben.

Im übrigen ersehen Sie daraus gleich, welch gewaltiger Betrug zur Zeit in unserer Gesellschaft abläuft. Während dem Blocher und die SVP die 68er für alles Schlechte, alle "schlechten Freiheiten" verantwortlich machen, sind die letzten Überbleibsel derselben längst selbst als Wärter in Zuchthäusern, Dressuranstalten oder gar als Spitzel der Polizei tätig. Bis Ende Februar wird sich der nächste Artikel zum Thema <politische Utopien> diesen Problemen umfassend und präzise widmen.

Das Forum internet-interaktiv auf http://www.brainworker.ch/FORUM/

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Martin Herzog, Inselstr. 62, 4057 Basel,
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