| Stadthelferzentrum Vogesenstrasse 110 4056 Basel - St. Johann |
Eintritt/Teilnahme frei Anfragen an M. Herzog, 061 831 80 15, hewww@brainworker.ch |
Kürzestdefinition:
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Kultur ist alles, was nicht Natur ist.
Kultur ist also vom Menschen geschaffen.
Kulturtechniken, über die jeder heute als Grundfertigkeit verfügen muss sind: Lesen, Rechnen, Schreiben, die neueren Sprachen (und Handfertigkeiten.)
Definition Kultur:
Der Begriff „Kultur“ geht auf das lateinische Wort „cultura“ (von colo, cultum) zurück, welches die Pflege des Bodens und die Veredelung der Lebewesen bezeichnet. Im Englischen bezeichnet der Begriff „culture“ nach Oxford´s Dictionary „the way people live“ – also die Art und Weise wie Menschen leben.
Treffender wäre also vielleicht die Definition von Oskar Weggel [Die Asiaten, München 1989, S. 22:] Kultur ist die „Gesamtheit der erlernten Verhaltensweisen und der übernommenen Einstellungen, Wertesysteme und Kenntnisse (...), die von Mitgliedern einer Großgruppe geteilt und tradiert werden. Kultur‘ ist sowohl Ausdruck als auch Bedingungsstruktur für das Verhalten der Mitglieder einer bestimmten Gesellschaft.“ d.h. Kultur legt die möglichen Rollen fest.
Nach Kant ist Kultur die moralische Setzung und Nutzung seiner Zwecke durch den Menschen. Kultur umfasst heute die ganze Pflege des Geistes, also Sprache, Religion, Ethik, Institutionen (Familie, Staat, Wirtschaft ...), Recht, Technik, Kunst, Musik, Philosophie und Wissenschaft. Kultur dient als Orientierung und Motivation für unser Handeln.
Für Karl Jaspers (Von der Wahrheit) ist Kultur alles was der Menschengeist hervorgebracht hat, also Sprache; Gemeinschaft, Gesellschaft; Handwerk & Technik; Wirtschaft; Mythos, Religion; Sitten, Ethos; Institutionen, Staat, Politik, Recht; Kunst, Dichtung, Wissenschaft, Philosophie.
Der Uranfang aller Kultur, also der bewussten Gestaltung und Handlung, liegt allerdings noch weiter zurück, denn er liegt in der Sprache. Bereits bei Moses heisst es: Im Anfang war das Wort, und das Wort war Gott.
Definition Logos (gr.): ursprünglich Wort, Rede, Sprache; dann Gedanke, Begriff, Vernunft, Sinn, Weltgesetz (Philos. Wörterbuch. Kröner). Man darf die Logik also, trotz gewisser Problem damit, nicht unterschätzen oder gar verneinen.
Kultur ist Zivilisation <> Barbaren sind wild, leben in der Natur, natürlich ...
Kultur ist "das Andere der Natur, geistige-, politische soziale Struktur einer Gesellschaft, Bedeutungssystem, Wissenssystem, Produkte/Artefakte (auch - aber eben nicht nur. der gegenwärtige Kulturbegriff verengt Kultur all zu sehr auf professionelle Kunst).
Kultur hat also einerseits etwas Ganzheitliches. Sie ist alles, was der Mensch macht und gemacht hat.
Kultur hat andererseits etwas extrem Auflösendes, denn sie ist natürlich beeinfluss von der natürlichen Umwelt, die in unterschiedlichen Regionen sehr unterschiedlich ausgeprägt ist, also wieder unterschiedliche Kulturen ausprägt.
Kultur dient einerseits der Integration - über Bildung. Wir reden alle die selbe Sprache (innerhalb eines Kulturraumes zumindest) und können uns verständigen.
Kultur dient andererseits der Seggregation - ebenfalls über Sprache und Bildung. Nicht nur sprachliche Minoritäten sondern sich ab, sondern auch wirtschaftliche. Hier ist die Bildung ein beliebtes Kulturmittel der Distinktion, der Abhebung. Je überflüssiger und mühsamer etwas zu lernen ist, um so mehr eignet es sich dazu. s. Bourdieu)
Kultur ist Form und Gestalt, also ganzheitlich
- Kultur trennt zwischen unterschiedlichen Formen und Aus-Gestalt-ungen der Kultur.
- Dennoch gilt: Die eigene Kulturform für die beste zu halten, ist eher Chauvinismus als ein Zeichen hoher Kultur.
Die wichtigste trennende Kultur ist die "Kultur" gehobener Kreise, also deren Lebensstil, der sich ausdrückt durch:
Kultiviertheit als Herrschaftskultur, gehobene Kultur als Abgrenzung wird am leichtesten gepflegt dadurch, dass man Zeit hat, etwas zu lernen, was andere nicht interessiert, oder wozu sie eben keine Zeit haben (Bourdieu).
Eine elitäre Form des Denkens, Verhaltens, Konsumierens geistiger Produkte von Gebildeten, Religiösen mit höherer Einsicht, erhabenheit, Erleuchtung - wird der banalen "Kultur" des Profanen (dessen, was ausserhalb des heiligen Bezirks liegt), Gewöhnlichen, Gemeinen gegenübergestellt, vielmahr, darüber erhoben.
Dieser Unterschied wurde auch geographisch markiert: Die Stadt ist Ort der Zivilisation (civis), das Land ist der Ort für Jagd, Schäfer, Natur etc.
| Definition Banause: Der hinter dem Ofen arbeitende, Handwerker, Bauern, Handel und Kunstgewerbe, kurz alles was als Lohnarbeit bezeichnet wird. |
In der industrialisierten Gesellschaft wurde nach und nach der Bauer ersetzt durch den Banausen. Jetzt steht eine kultivierte Elite dem banausischen Pöbel gegenüber.
Eine weitere trennende Kulturen ist (zunehmend, war nicht so gedacht, war auch nicht immer so) die Wirtschaft - deren Exzesse auf der anderen Seite durch die Sozialhilfe mittels der sog. "Soziokultur" bekämpft werden. (Mehr Details dazu ...)
Kultur bestimmt:
Kultur dient also der ORIENTIERUNG! Sie ist:
Herman Nohl: Der Mensch ist Schöpfer und Geschöpf der Kultur. Erziehungs- und Hilfsbedürftigkeit definiert er als kulturelles Defizit, das ausschliesslich durch Erziehung ausgeglichen werden kann. (Von da her hiess ein Teil der Sozialarbeit früher mal Sozialpädagogik!). Denn dass er an sein Lebensziel (nicht Ende!) komme, kann ihm niemand abnehmen.
Kultur lehrt das Schmecken: Zuviel des Palavers schadet allerdings, verdirbt den Appetit wie den Wein
Sex, genau wie Hunger und Durst, motivieren direkt, über uralte Hirnzentren und ohne Umweg über Sprache. Es werden hier auch keine sachlichen Inhalte transportiert, keine Sinn-Botschaften. Wo die Sprache gekonnt eingesetzt wird, handelt es sich meist um Verführung. Literarische Klassiker wie Don Juan und Casanova belegen dies, der Marquis de Sade hingegen, dass es sich gerade bei sexueller Perversion (Scheisszensur-Scheisszensor) , die sich als sexueller Fundamentalismus beschreiben lässt, nur noch um instinktives, nicht reflektiertes, rein egoistisch-lustbetontes Urverhalten handelt.
Kultur lehrte (Konjunktiv) das Fühlen ... wenn man Skulpturen noch anfassen dürfte
Kultur lehrt das Riechen: Gerüche können auch heute noch nur von wenigen gut in Worte gefasst werden. Sie sprechen uralte Instinkte und Reaktionen direkt und meist unbewusst an. Deshalb sind sie entscheidend bei Liebesbeziehungen. Kultivierter Umgang mit Sex = Erotik
Bereits seitdem der Mensch in Höhlen wohnt und Werkzeuge benutzt, finden wir Symbole und Bilder, mit denen er seine Umwelt festhält, vielleicht auch bereits durch transzendentalen Bezug zu beschwören versucht. Kultur setzt also bereits vor der Agri-Kultur ein.
Kultur lehrt das Sehen: Sie lässt uns das Diesseitige sehen und bringt auch transzendente Symbole in die Welt. Bilder sprechen meist ohne Worte und können so, genau wie Musik und Gerüche, Gefühle direkt ansprechen.
Kultur lehrt das Hören: Musik ist die Sprache des Gemüts
Kultur lehrt das Werten, womit sie das gegenseitige Verhalten regelt und normiert
Pflege
Auf diese Art gestaltet Kultur die Welt, d.h. Kultur wirkt. Und die wirksamste Kultur war die Agrikultur, vor sie durch Beton- und Geldkultur ersetzt wurde.
Kultur regelt die gegenseitige Wirkung: Wie wirke ich auf die Umwelt ein, die natürliche, soziale, wirtschaftliche, kulturelle - und wie gehe ich um mit der Wirkung, die meine Umwelt auf mich ausübt.
Kultur normiert die Interaktion des Menschen mit seiner natürlichen, sozialen, wirtschaftlichen - aber auch der transzendentalen - Umwelt.
Kultur beruht dennoch zur Hauptsache auf sprachlicher Vermittlung. Da Rhetorik das Wissen darüber ist, wie Sprache zielorientiert anzuwenden ist, ist Rhetorik das Fundament der kulturellen Schöpfung.
Einerseits ist Kultur unerlässlich: Soziokulturelle Zugehörigkeit ist entscheidend für die Prozesse der Sozialisierung wie Identitätsbildung, der Entwicklung von Solidarität, und vor allem dem Aufbau von Wertesystemen die das Individuum leiten können.
Andererseits: Da vieles von vielen Menschen in unterschiedlichen Gemeinschaften geschaffen wird, unterscheiden sich diese als: Kulturen, die sich nicht immer grad gut verstehen, denn hier sind die Grundlagen oft schon strittig, also die Religion.
Kultur diskriminiert, seggregiert dreifach, nämlich: territorial, ökonomisch-sozial und auch in hohem Masse" kulturell", über ihre eigene Grundlage, das heisst über kollektiv geteilte Bilder beziehungsweise Stereotypen. (s. Weltbild und Weltanschauung, in denen sich Kultur quasi kondensiert.)
Interkulturelle Konflikte entzünden sich meist an Bedeutungssystemen. Akulturation wäre ein gegenseitiger Angleich, Assimilation die einseitige Anpassung eines Systems an ein anderes. Assimilation, also die berühmt-berüchtigte Lieblingsforderung der Schweizer - nicht bloss gegenüber Ausländern - bringt also bestenfalls etwas, das den "Anschein" des selben hat, es aber nie sein kann, also Mimikri.
Kultur ist sein 1990 ein Problematisierungsfeld. Klassismus, Sexismus, Rassismus/Ethnozentrismus errichten kulturelle Verständigungsbarrieren durch ein- oder gegenseitige Ettikettierung oder Stigmatisierung.
Kulturelle "Werte" können, besonders wenn Menschen sich plötzlich in anderen Kulturen aufhalten, Ursache psychischer Probleme werden. Hier eine Liste von Silvia Staub-Bernasconi: Soziale Arbeit als Handlungswissenschaft.
Problematik der von den Mitgliedern von Sozialsystemen geteilten alltagskulturellen Inhalte (geteilte Alltagstheorien, Ueberzeugungen, Werte und Normen, Leitbilder; (Familien-)Ehre, säkulare oder religiöse Staatsvorstellungen usw.
Die Fokussierung von Medien wie Politik auf Terrorismus, Bombenleger, Afghanistan, allenfalls noch Somalia, hilft, die anderen Mächte als benevolent zu verklären ... oder zumindest einfach zu ignorieren, dass es da noch ganz andere Probleme gäbe, näherliegende Probleme als die paar Spinner.
Wir versuchen heute, "unser" Modell des Wohlstands, das ach so erfolgreich war, weltweit zu verbreiten. Wer es nicht will ist entweder faul oder Mitglied eines Schurkenstaates. (Das nennt man Kulturimperialismus, und ist einer der Hauptgründe der Existenz muslimischer Fundamentalisten bis Terroristen inklusive Al Qaida). Unser Modell wird nicht mehr hinterfragt, obwohl es seit über 20 Jahren zwar immer noch einen Anstieg an monetärem "Wohlstand" erzeugt, jedoch absolut nichts was zu einer Verbesserung der Lebensqualität, vor allem des Glücks beiträgt (was die Glücksforschung mit dem Eeasterlin-Paradox längst belegt hat). Im Gegenteil, die Nebenfolgen werden immer teurer und immer schwieriger zu bewältigen. (s. reflexive Moderne, Beck)
Das tribale Modell Europas, also der Kelten, kannte kein Eigentum an Boden, also keinen Ausschluss von Nutzung. Eigentum, Zäune, Gesetze, Juristen, Richter wurden erst mit der Christianisierung, durch Klöster eingeführt.
Die darauf folgende katholische Kultur und katholische Lebenseinstellung war allerdings der Wirtschaftsentwicklung wie wir sie heute als positiv ansehen, nicht grad förderlich: Leben und Leben lassen, Festen ... und danach büssen, Geld ausgeben wenn man's hat, sparen wenn's denn sein muss, das sind heute orientalische oder südländische Un-Tugenden, die mit austerity zwangszweise therapiert werden sollen, durch Weltbank, IWF und ähnliche US-beherrschte Wirtschaftsterrororganisationen. Für die Entwicklung des Kapitalismus war aber eine Kultur des Sparens, also Verzichtes, und dennoch massiver Gewinnerwartungen nötig, also eine Zins- und Zinseszinskultur, eine Rentnerkultur, die dann prompt der Protestantismus liefert.
Doch das war nicht genug. Der Markt wollte sich auch von der Einmischung und vor allem Konkurrenz des Staates befreien, was er mit dem Liberalismus schaffte.
Doch damit nicht genug. Der Markt will sich von allen Einmischungen des Volkes und der Gemeinschaft befreien, sein einziges Ziel, die Vermehrung der Vermögen, ungestört verfolgen können. Mit dem Neoliberalismus ist er damit schon so weit gegangen, dass der Markt nun seine Freiheit selbst zerstört, durch gigantische global agierende Unternehmungen, für die keine Regierung mehr eine Garantie abgeben kann - auf die auch wenig Regierungen noch Einfluss haben (Um die UBS ein bisschen zu korrigieren, brauchts bereits die USA).
Wirtschaft ist ein interessanter Bereich unter dem Aspekt Kultur, denn sie will ja am liebsten keine Vorschriften, weder politischer Art noch durch die Gesellschaft, die es für Neoliberal gar nicht gibt. Sie sieht also Wirtschaft quasi als ein Naturevent ... Man kann das nun natürlich umkehren, und zu Recht sagen: Diese Art von Wirtschaft ist unkultiviert!
Damit nicht genug. Dieses Un-Ding, das offenbar qualifizierte Nicht-Kultur repräsentiert, will imperialistisch die Welt beherrschen: Du sollst keinen andern Gott neben mir haben als mich, den Markt.
Antonio Gramsci (1891-1937) führt(e) die Stabilität des westlichen Kapitalismus darauf zurück, dass er nicht nur eine ökonomische, sondern auch eine kulturelle Hegemonie hat(te). Diese Dimension der kulturellen Deutungsmacht ist nicht zu unterschätzen, vor allem nicht in ihrer Konfliktträchtigkeit. Und präzise gegen diese Art der Kultur wehrt sich eigentlich der Islam, manchmal überbordend in der Methode, aber eigentlich doch im Prinzip berechtigt.
Die Soziokultur ist die Kultur des Zusammenlebens im Quartier, im Stadtteil, in der Stadt. Sie unterstützt und bereichert den Lebensalltag unterschiedlichster Bevölkerungsgruppen und fördert so die Entwicklung der Lebensqualität der Stadt. Zur Entwicklung tragen Einzelne, Gruppen, Nachbarschaftsgruppen, Vereine, Kirchen, soziokulturelle Treffpunkte usw. bei. Die soziokulturellen Angebote der Sozialen Dienste sind zielgruppen. und immobilienzentriert.
Im Schnittfeld von Kultur, Bildung und Sozialem entstand eine Kulturbewegung, die neue Engagementformen und -felder begründete. Soziokulturelle Zentren, Stadtteilkulturveranstaltungen, Kinder- und Jugendkulturarbeit, freie Theatergruppen, soziale Kulturarbeit mit Randgruppen, kulturpädagogische Projekte und Bildungsvereine sind nur einige Beispiele für diese Bewegung, die ausgehend von bürgerschaftlichem Engagement neue Zugänge zu Kunst und Kultur schaffen wollte. Bis heute ist es ein Kennzeichen der Soziokultur, dass sie gesellschaftspolitisches mit sozialem und kulturellem Engagement verbindet.
Ob das genügt, um der Allmacht der Wirtschaft etwas entgegen zu setzen? Was so im Volksmund und in den Medien als "Kultur" verkauft wird, lässt da wenig Hoffnung:

Nach Anzahl Beschäftigter (Total 201127, also ca. 5% der Schweizer Erwerbstätigen) dominieren eindeutig Software, und zwar Spiele und Architektur. Design und Presse sind bereits abgeschlagen, von der "wahren Kunst", also Malerei, Schauspiel, Musik kaum zu reden.

Bei der Betriebsgrösse - nach Mitarbeitern - fallen vor allem Rundfunk und TV auf, von denen es logischerweise nicht sehr viele verträgt. Alle andern Bereiche gehören offensichtlich zu Klein- und Kleinstbetrieben.

Bei den Umsätzen fallen besonders Werbung und Rundfunk/TV auf, was logisch ist, da diese die primären Werbeträger sind, und diese Umsätze nicht von den Werbefachleuten alleine erreicht werden, sondern auf der Reichweite der entsprechenden Medien beruhen, also dem Gesamtstock an Personal derselben, der hier nicht zu eruieren ist.
Vor allem im internationalen Vergleich fällt auf, dass Organisationen im Kulturbereich stark von öffentlicher Unterstützung abhängig sind. 56 % der Einnahmen der Organisationen im Kulturbereich entfallen auf öffentliche Mittel, 20 % beträgt der Anteil selbst erwirtschafteter Mittel und 10 % der Anteil der Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen. 74 % der Kulturorganisationen betrachten zudem die unzureichende bzw. abnehmende Finanzierung durch die öffentliche Hand als ein Hauptproblem.
Da uns Kultur die entscheidenden Werte und ihre Ordnung, als die Orientierung in der Welt liefert, müsste sie eigentlich auch einen zentralen Platz haben in der gesellschaftlichen und politischen Organisation.
Metainstitutionen, die über Politik und Wirtschaft stehen, oder zumindest in den obersten Etagen der Politik, wurden dafür ebenfalls mehrfach vorgeschlagen, so etwa:
Diese Konzepte sind dringend zu überarbeiten, gerade weil keines davon ausreicht, die Komplexität der unzähligen, unübersichtlichen und unkoordierten bürgergesellschaftlichen Organisationen zu verarbeiten und in den politischen Standardprozess einzubringen. Hier ist auch Mittdenken aller erforderlich, nicht nur der Teilnehmer am Mittwoch Abend. Vor allem aber muss ein Konzept das Kultur ins Zentrum stellt, sich bewusst sein, wie stark Kultur-en trennen können.
Ein erfolgreiches multikulturelles, pluralistisches Konzept - ohne das Freiheit für das Individuum heute nicht mehr zu haben ist, auf Grund der starken Durchmischung - bedarf also internationaler Offenheit und Kooperation.
Diese Fragen werden an den nächsten 4 Abenden weiter bearbeitet:
Martin Herzog, Basel, 17.8.09