KOOP - Bildungsbörse - WISSENSCAFE: Programm / Archiv

Stadthelferzentrum
Vogesenstrasse 110
4056 Basel - St. Johann

Eintritt/Teilnahme frei

Anfragen an M. Herzog, 061 831 80 15, hewww@brainworker.ch

Mittwoch 22. April 19-21°°: Das gute Leben - als Sozialfall

Eine Diskussion zum Thema "gutes Leben", ähnlich wie zur Frage, was bedeutet "gute Arbeit" oder "gute Ordnung", wäre nach 100 Jahren Vernachlässigung der Philosophie, die sich hinter den Wissenschaften anstellen musste, die solche Fragen nicht mal stellen, geschweige denn beantworten kann, vielleicht wieder angebracht.

Eigentlich sind Philosophie und Ethik das selbe, insbesondere die angewandte Philosophie, denn <praktische Philosophie> ist ein Synonym für Ethik, die so wiederum entsteht aus der Frage nach dem guten Leben, die nicht unbedingt eine Frage nach dem guten Leben nach dem Leben sein muss ...

Was die Philosophie betrifft, so ging es eigentlich nicht darum, möglichst kompliziert zu reden um von jedem, der nichts mehr versteht, für Intelligent gehalten zu werden. Das Grundproblem der griechischen Philosophie war nämlich ein ganz einfaches, praktisches, also ethisches:

Welches Leben sollen wir leben?

Was ist das gute Leben?

Das gute Leben ist definiert als das gelingende Leben. Auch dieser Titel ist also quasi ein Widerspruch in sich - vielleicht aber auch nicht. Sozialfälle gelten zwar per se als gescheiterte Existenzen. Ist das aber wirklich so?
Das gelingende Leben war mal das Leben im Einklang sich Selbst, mit seinen persönlichen Zielen, mit den gesellschaftlichen Zielen und dem gesellschaftlichen Umfeld - sowie mit den Naturgesetzen und Göttern. Das gelingende Leben heute ist der Erfolg in bezahlter Betriebsamkeit. Jenseits von philosophischen Problemen stellt sich auch die ganz reelle Frage, wie die Menschenwürde - auch dies ein wichtiger Bestandteil eines guten Lebens - unter Bedingungen der wirtschaftlichen Ueberflüssigkeit noch gewahrt werden kann.
Bei den beschränkten finanziellen Mitteln stellt sich ebenfalls das Problem, wie gesundheitliche Schäden vermieden werden können, gesundheitliche Schäden nicht nur durch ev. übermässigen Alkoholkonsum, als volkstümliches Antidepressivum, sondern auch durch mangelhafte Billig-Ernährung (Hörnli, Hackfleisch und Bier). Zur gesunden UND schmackhaften Ernährung bei beschränktem Budget wird Ihnen unsere Kräuterfee Manu einiges erzählen.

Doch zuerst noch einmal "ad fontes", zurück zu den griechischen Quellen, zur Frage: Was ist das gute Leben, was ist Glück:

Aristoteles:

In ihren (absichtlichen) Handlungen streben alle Menschen nach etwas, das ihnen gut erscheint. Einige dieser erstrebten Güter werden nur als Mittel erstrebt, um andere Güter zu erreichen, andere sind sowohl Mittel als auch selbst ein Gut. Da das Streben nicht unendlich sein kann, muss es ein oberstes Gut und letztes Strebensziel geben. Dieses wird nur um seiner selbst willen erstrebt. Es wird offenbar allgemein „Glück“ (eudaimonia) genannt

Für Aristoteles war also Glück ein gewisser Erfolg im Streben nach den obersten Gütern und Zielen. Es gibt also eine Vielfalt von Möglichkeiten glücklich zu werden, genau so viele wie Ziele.

Worin besteht die spezifische Funktion oder Aufgabe (ergon) des Menschen? Sie besteht im Vermögen der Vernunft (logos), das ihn von anderen Lebewesen unterscheidet. Der für den Menschen spezifische Seelenteil verfügt über dieses Vermögen der Vernunft; der andere Seelenteil, der sich aus Emotionen und Begierden zusammensetzt, ist zwar selbst nicht vernünftig, kann sich aber durch die Vernunft leiten lassen. Um das Glück zu erlangen, muss das Individuum das Vermögen Vernunft gebrauchen, nicht bloß besitzen, und zwar auf Dauer und in einem Bestzustand (aretê). Demgemäß ist „das Gut für den Menschen“, das Glück, eine „Tätigkeit der Seele gemäß der Gutheit (kat' aretên), und wenn es mehrere Arten der Gutheit gibt, im Sinn derjenigen, welche die beste und am meisten ein abschließendes Ziel (teleios) ist.

Im Kontext der Analyse des guten Lebens unterscheidet Aristoteles drei Lebensformen, die verschiedene Ziele verfolgen:

  1. das Genussleben – mit dem Ziel Lust;
  2. das politische Leben – mit dem Ziel Ehre;
  3. das theoretische Leben – mit dem Ziel Erkenntnis

Das Genussleben im Sinne einer bloßen Befriedigung der Begierden hält Aristoteles für sklavisch und verwirft es. Gelderwerb und Reichtum als Ziel hält er nicht für eine Lebensform, da Geld immer nur Mittel zu einem Zweck, aber nie selbst Ziel ist. Er plädiert für das theoretische Leben als beste Lebensform. Die beste Tätigkeit, die in der Glücksdefinition gesucht wird, ist diejenige des Theoretikers, der Erste Philosophie, Mathematik usw. betrachtet, denn sie bedeutet Muße, dient keinem anderen Zweck, betätigt mit den Verstandestugenden das Beste im Menschen und weist die besten Erkenntnisgegenstände auf

Obwohl er das theoretische Leben für das bestmögliche hält, weist er darauf hin, dass die Betrachtung als Lebensform den Menschen als Menschen übersteigt und eher etwas Göttliches ist. Das zweitbeste Leben ist das politische. Es besteht in der Betätigung der Charaktertugenden, die den Umgang mit anderen Menschen sowie mit unseren Emotionen bestimmen.

Mit der zunehmenden Bedeutung der Wirtschaft fand eine Verschiebung des <guten Lebens> von einem glücklichen, erfüllten Da-Sein, dass die Chance hat, sich zum Sein zu entwickeln (s. Sisyphos), zu einem Leben das erfüllt ist mit Streben nach mehr Gütern, Geld und Macht - zumindest bei den Gewinnern, zu einem Leben mit staatlich administrierter Mobilisierung der Ueberflüssigen bei den andern.

Hier nun erklärt sich praktisch die Ursache aller gegenwärtigen Probleme: Warum geht es den einen sehr gut, den andern sehr schlecht? Warum herrschen Gewalt, Selbstsucht, Lieblosigkeit, Stress, Mobbing, Eigennutz .... ?
Wenn wir nicht wissen, was ein gutes Leben wäre (sondern dieses mit hohem Einkommen verwechseln) und wie wir es für alle erreichen können, dann sind wir eben nicht in der Lage, eine gute Ordnung einzurichten, die das gute Leben ermöglicht.
Folge

Spinoza: Sozialethik für eine desorientierte Gesellschaft:

Ausrichtung des guten Lebens an Vergangenheit, Gegenwart, und/oder Zukunft?

Eigentlich ist das kausale WIE inzwischen meist relativ banal - aber das finale WARUM immer problematischer. Anstatt sich im Kampf der Geschlechter die selbe Denkweise anzueignen um an die selben Jobs und Machtpositionen zu kommen, und dann dort die selben Fehler zu machen wie die Männer, sollten die Frauen vielleicht diese, ihre Sichtweise, zur Stärke umbauen, denn "in der Gegenwart leben" heisst auf Grund vergangener Vorstellungen leben - ein schaffendes, sich erfüllendes Leben ist aber an der Zukunft, an erst noch zu Gestaltenden, ausgerichtet, nicht an der Einpassung in gegebenes.

http://www.brainworker.ch/Emanzipation/index.htm

Maslows Bedürnispyramide

Der Mensch braucht eine ganze Menge um zu Überleben (da zu sein = Existenz), und weitaus mehr um zu Leben (zu sein = Essenz. s. Existenzialismus). Dennoch enthält bereits die zweite Stufe von Maslovs Pyramide mehrere Elemente, die dem Sein zuzurechnen sind:

Aber auch wenn wir als extreme Neoliberale z.B. alles als entbehrlich erachten würden, dass über die Sicherung der reinen Existenz hinaus geht, also nach dem Motto: Für Lebensqualität muss man bezahlen können, sehen wir schon hier Probleme. Die untersten Einkommensschichten ernähren sich ungesund und wohnen oft in lärmigen Gegenden mit oft hoher Luftverschmutzung. Dass Maslov die Arbeit erst unter der zweiten Ebenen, der Sicherheit erwähnt, dürfte daran liegen, dass zu seiner Zeit noch ein Grossteil der Bevölkerung von der Landwirtschaft lebte, ärmlich zwar, aber mit gesicherter Existenz. Das ist keine Randbemerkung - sondern der Kern des heutigen Problems. Existenzsicherung heute basiert auf bezahlter Arbeit. Wer diese verliert kann nicht zu seiner Familie auf seinen Bauernhof zurück und allenfalls einen zweiten Anlauf nehmen. Er muss von Job zu Job hüpfen. Und die Mauern um die Jobs herum, d.h. die Anforderungen, mehr noch die Wünsche der Arbeitgeber, vermehren sich grad reziprok zu dem Masse, mit dem Arbeit knapp wird.

Beitrag Manu:

Gesunde UND günstige Ernährung

Empfehlungen aus der eigenen Küche und Erfahrung:

  • Bei Nudelgerichten, Makaroni oder so, statt des üblichen Nudel-Käse-Hack-Pampe jeweils 2 bis 3 Tomaten gleich mit den Teigwaren mitkochen, halbieren, mit Salz und Gewürzen + einem Schuss Olivenöl abschmecken - delikat.
  • Bei ab und zu fälligem Wurst-Käsesalat die Radieschen oder andern Rettiche nicht vergessen, oder an Griechischen Salat denken, also Wurst und Käse mit zunehemden Anteilen an Tomaten, Kräutern und Salaten garnieren.

Sehr zu empfehlen sind viele Rezepte aus der Nahöstlichen Küche (Türkei, arabiche Länder, auch Griechenland): Ratatouille, gefüllte Tomaten, Zwiebeln, Auberginen, Zucchinis, Peperonis etc.. Vorsicht, meist viel Oel - aber eigentlich immer auch sehr viel Salat und Gemüse

Falafel: In Oel gebratene Bällchen aus gekochten und gestampften Kichererbsen, gut gewürzt. Das wichtige daran ist aber nicht bloss dieser billige Fleischersatz (enthält reichlich Proteine), sondern die Zutaten. Falafel werden in ein geöffnetes (man kann diese Brote quasi aufschlitzen) Fladenbrot gegeben, mit eingemachtem Gemüse, Oliven, Tomaten, scharfer Sauce, Yoghurtsauce etc. Man hat damit eine eben so vollwertige wie günstige Mahlzeit.

Lasagne oder Paste mit Broccoli, als Teilersatz für Hackfleisch

Gemüsesuppe mit Fleisch und Meerrettich: Siedfleisch ist günstiger, Gemüse gesünder, Meerrettich enthält:

Vitamin C, Vitamine B1, B2 und B6, Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen und Phosphor sowie die Senfölglykoside Sinigrin und Gluconasturtiin, Allicin, Flavone, ätherische Öle, aus denen sich Senföle bilden, die unter anderem antibiotisch wirken. Meerettich stärkt die Abwehrkräfte und schützt vor Erkältungskrankheiten. Der Meerrettich soll auch wirksam gegen Magen-Darm-Störungen sein und auf die Absonderung des Gallensaftes (Fettverdauung) günstig wirken. Warnung: Ungeeignet für Menschen mit Bei Blasen- und Nierenleiden, Magengeschwüren oder Schilddrüsenfehlfunktionen.

Römertopf: Das vorher rundum angebratene Fleischstück (am besten Hohrücken) wird mit Kartoffeln, Zwiebeln, Karotten, Sellerie, Pfefferschote(n) im Römertopf ca. 1 Stunde pro Kilo gegart, am Schluss 1/4 Stunde offen, damit das Fleisch noch eine Kruste kriegt. Das ergibt einen wirklich delikaten Eintopf, mit wenig Aufwand.

gefüllte Tomaten: Tomaten aushöhlen, füllen mit klein gewürfelter Kalbfleischwurst, oder Käse, oder (was immer Ihnen schmeckt), mit Mayonnaise (am besten selbst gemacht, wobei verschiedenste Kräuter die unterschiedlichsten Typen ergeben), oder Quark, oder Hüttenkäse. Auch hier sind unendlich viele Spielereien möglich.

Die vierte Stufe, die soziale Anerkennung, enthält heute am meisten Sprengpotential. Kapitalismus heisst Pareto-Verteilung, heisst ungleiche, dafür funktionell optimale Verteilung, heisst Hierarchie. Das System basiert darauf, dass sich jeder ein, also unter- wie überordnet, dass jeder von jemandem getreten wird und jeder jemanden tritt. Scheisssystem. Die Folge davon sind Mobbing, Bossing, und vermutlich der grösste denkbare Verlust an Lebensqualität (für eine Gesellschaft, in der es nicht mehr primär ums Überleben an und für sich geht, sondern ums Sein, was allerdings noch nicht erkannt, und durch haben ersetzt wurde).

Das gute Leben als Sozialfall ... garantiert heute also Stufe 1, das schiere Ueberleben; Stufe 2, gewisse minimale Standards an Unterkunft, Gesundheit und Wohlbefinden. Bereits bei Stufe 3 ist es aber mit dem guten Leben schon fast dahin, denn die sozialen Beziehungen verengen sich immer mehr auf Kreise mit ähnlichen Problemen, die soziale Anerkennung ist im A... und die Selbstverwirklichung heisst von nun an Anpassung, die freiwillige und freudige Uebernahme der Funktion als Sparhilfe für Staat und Wirtschaft: umfassende Zumutbarkeit.

Genau wie beim Arbeitslosen, der möglichst nach unten getreten wird, damit er nach oben strebe, haut es hier aber auch nicht, d.h. noch weniger. Je weiter die Spitze der Bedürfnispyramide von der Basis entfernt ist, und je schmaler die Basis, desto luftiger und unerreichbarer die Höhe der Selbstverwirklichung.

Der Hauptgrund warum ich dennoch versuche eine Parallele zu ziehen zwischen internationaler Entwicklungszusammenarbeit und Sozialarbeit ist der, dass Entwicklung zu mehr Freiheit führen soll - bei uns sich die Sache aber immer mehr ins Gegenteil verkehrt. Das Gerenne nach immer mehr Wohlstand häuft Sach-Zwang auf Sach-Zwang, und der Wohlstand geht eigentlich unter dabei. Ein wichtiger Faktor jeglicher Entwicklung ist das Wissen. Wir leben in einer Wissensgesellschaft, so sagt man, aber aus der Nähe betrachtet, handelt es sich um ein äusserst seltsames Wissen, dass die Basis dieser Gesellschaft bildet, nämlich praktisch nur noch Produktionswissen, dessen Erhaltung dank zunehmender Flexibilisierung immer höhere Kosten verursacht und immer weniger einbringt. Die Vermittlung von Wissen wird nach wie vor euphemistisch "Bildung" genannt, obwohl man sie längst als Aus-Bildung (engl. training) bezeichnen müsste. Denken ist hier nicht mehr angesagt, nur noch Vollzug.

Paolo Freire: - Ein Programm für das Wissenscafe?

Die Warenzirkulation funktioniert dabei als kollektiver Integrationsmechanismus, in dem soziale Identitäten, Ränge und Hierarchien, also das Machtgefüge und auch die symbolische Ordnung, erzeugt werden (Böhme 2006: 289).

„Diese Idee basiert auf den gesellschaftsinstitutionellen Verhältnissen der industriekapitalistischen Moderne. Das heißt die Integration aller Gesellschaftsmitglieder durch Erwerbsarbeit.

Der Wert des Menschen wird nur noch durch seine individuelle Kaufkraft bestimmt. (Freire 2007b: 110).

Ideologievermittlung - ohne Ideologiekritik = Propaganda

Bereits in der Schule als einem der wichtigsten Orte gesellschaftlicher Sozialisation werden, ebenso wie in anderen institutionalisierten gesellschaftlichen Bereichen wie Arbeitsplatz, Verein und auch nicht institutionalisierten Bereichen wie Kneipen, Familien und alltäglichem Leben, so Elemente herrschender Ideologie vermittelt und verinnerlicht, die der ständigen Produktion und Reproduktion der Gesellschaft strukturierenden und System erhaltenden Macht- und Hierarchieverhältnisse dienen.

Gerade weil die Schule (Aus-Bildung) hier entscheidenden Einfluss auf jeden Menschen hat, setzt Freire, wie übrigens die Befreiungstheologie (Dom Helder Camara) bei der Pädagogik an. Dominiert eine Pädagogik, die vor allem auf rasches Erlernen grosser Mengen an Wissen setzt, also Effizienz, so herrscht ein Pädagogik die anfällig ist für den Transfer propagandistischer Inhalte. (Merkste was? Nicht? > Zeitung lesen!)

Die Bedingungen, solche Zustände kritisch anzugehen, scheinen laut Freire nicht all zu hoch:

Die Mittel dazu, obwohl längst bekannt, wurden allerdings seither kaum weiter entwickelt:

Sozialhilfe im Dilemma:

Weil, wie oben gezeigt, recht unterschiedliche Positionen (Perspektiven) die Meinungen darüber prägen, was denn Sozialarbeit zu sein habe, werden auch die Funktionen, also Aufgaben der Sozialarbeit sehr unterschiedlich gesehen. Problematisch ist, dass der oder die SozialarbeiterIn immer zwischen zwei Polen agieren muss, nämlich dem Individuum, dem sie helfen soll, und der Gesellschaft, von der meist der Auftrag, also auch das Geld stammt. (s. Doppeltes Mandat: SozialarbeiterInnen sowohl ihrer Klientel als auch ihrem Arbeitgeber zu Loyalität verpflichtet)

Einerseits geht es bei der Sozialen Arbeit um:

Lebensweltorientierung mit Fokus auf gelingendes Leben, Hilfe zur Lebensbewältigung.

andererseits ist diese Hilfe meist mit einer reaktionären Schuldzuweisung an die Adresse der Betroffenen verbunden: Gesellschaftlich institutionalisierte Reaktion auf typische psychosoziale Bewältigungsprobleme in der Folge gesellschaftlich bedingter Desintegration.

Der "Normierungsauftrag", die Funktionalisierung, die Reprogrammierung eines funktionierenden Marktteilnehmers ist eigentlich meist alles, was unternommen werden kann.

Das Mandat des Auftraggebers lautet: Integration in bestehende gesellschaftliche Situation, nicht Schaffen einer andern Situation.

Sozialarbeiter haben keinen Auftrag als Weltverbesserer.

Vermutlich stimmen Sie dem zu ... aber vielleicht liegt gerade hier ein Problem, über das mal nachzudenken wäre, denn Ausschluss geschieht nur selten auf Grund eines einseitigen Fehlverhaltens, und praktisch nie immer auf der selben Seite, also hier der Arbeitnehmer. Sozialarbeit hätte nämlich eben doch zumindest den Auftrag nach anwaltschaftlichem Prinzip für die ihm unterstellten einzustehen, also eben doch ein Mandat der politischen Einmischung.

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