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| Meyers grosses Taschenlexikon von 1983: Management (handhaben, von lat. manus, Hand) 1. Leitung, Führung von Betrieben und andern sozialen Systemen. Das Management ist Inbegriff der Ausübung von Leitungsfunktionen und kennzeichnet einen Tätigkeitsbereich, der die Betriebspolitik durch Planung und das Treffen von Grundsatzentscheidungen, die Durchsetzung dieser Entscheidungen durch Erteilung von Anweisungen (Befehlen) und die Kontrolle umfasst; 2. die Gruppe der leitenden Angestellten, der Manager. |
Die Betrachtung einer einfachen kurzen Definition von Management zeigt uns bereits zwei Grundprobleme: Die Führung sozialer Systeme im Bereich Wald- und Landschaftsmanagement ist nämlich Sache der Politik, und nicht von Anordnungen und Befehlen. Die Planung im öffentlichen Bereich hat demokratisch, und nicht durch Experten zu geschehen. (Es sei denn, man sei zwar in der antifaschistischen Bewegung, habe aber rein gar nichts gegen Oekofaschismus einzuwenden).
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Alleine unter www.brainworker.ch/forstingenieur/ finden sich 32 Files in denen Management vorkommt. In http://www.brainworker.ch/forstingenieur/01Planung.pdf kommt das Wort Management13 mal vor; in http://www.brainworker.ch/forstingenieur/03-GeplanProfs.pdf 33 mal. Dutzende von Dissertationen wurden geschrieben, mit dem Thema Management natürlicher Ressourcen, von denen kaum eine auf einer einigermassen brauchbaren Definition von Management basiert. Einzig in http://www.brainworker.ch/forstingenieur/01Planung.pdf wird das Problem als Herausforderung mal erwähnt: Die dritte grosse Frage ist die ( Ent)Koppelung von Wissen und Handeln. Wissen allein löst keine Probleme. Managementwissen wird selten mit dem riesigen Fundus von Naturraum-Systemwissen gekoppelt. Dies ist die Herausforderung des D-UWIS und des CENR.
Im Gegensatz dazu hat natürlich der unwissenschaftlich (Zitat Schütz 1991) und unakademisch (Zitat Schmithüsen 1992) arbeitende Herzog, wenn er eine Arbeit über Shrubland Management in tribal Islamic Jemen schreibt, erst mal zu klären versucht, worum es beim Management überhaupt geht: 3.2 Is Management an objective Science or rather "Business Engineering"! Dies ist die einzige Arbeit die klärt, dass es den Wissenschaften um Erkenntnis, bei den Naturwissenschaften sogar ausschliesslich um abstrakte Erkenntnis geht, bei Management jedoch geht um Handlung, d.h. um Praxis.
Eine klare Definition von Management könnte also die in Der Umbau der forstlichen Ausbildung an der ETH - Waldsystemmanagement statt Forstwirtschaft - formulierten Widerstände aus der Sicht der Forst-Ingenieure wie der Forst-Wirtschafter auflösen.
http://www.isot.com/yu/MGMT390/notes/Midterm.htm definiert die Rolle des Managements nach Mintzberg als Führung, Information und Entscheidung. Keines der drei Themen bildet auch nur in einem einzigen der vorgeschlagenen Studiengänge einen kleinen Schwerpunkt.:

Management geschieht zudem in einem multidimensionalen Umfeld (s. Kontext), das auf die Entscheidungen massgeblich einwirkt:
http://www.tasc.ac.uk/depart/man/whatis.htm, soweit die besten Definition von Management die der Redaktor auf dem Internet gefunden hat, beantwortet die Frage - Was ist Management? - mit den Funktionen, die ein Manager für eine Organisation zu erfüllen hat.
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Wolf's Law of Planning: A good place to start from is where you are. |
PLANUNG: Ziele der Organisation identifizieren, und Programme, Politik und Strategien zu deren Erreichen formulieren
ORGANISATION: Entscheiden, welche Ressourcen nötig sind um die Ziele der Organisation zu erreichen, Arbeitsgruppen bilden und ihnen die nötigen Kompetenzen und Verantwortung zum Erreichen der Ziele geben.
PERSONAL: Auswahl, Training, Entwicklung, Positionierung und Führung der Angestellten innerhalb der Organisation, so dass diese ihre persönlichen Potentiale zum Besten des Organisationszieles einsetzen können.
FUEHRUNG: Die Angestellten dazu zu bringen, das zu tun, was von ihnen erwartet wird; durch Motivation zur Leistung, durch Führung zu Zielen und durch Information über ihre Aufgaben.
KONTROLLE: Standards setzen, die Ausführung mit diesen vergleichen und korrigieren, so dass das geplante Werk zu Stande kommt.
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Putt's Law: Technology is dominated by two types of people - those who understand what they do not manage, and those who manage what they do not understand. |
WOZU BRAUCHT ES MANAGEMENT?
Management ist eine Aktivität, welche es den Organisationen ermöglicht effizient zu sein, Verschwendung von Anstrengungen und Ressourcen zu vermeiden.
ZIELERREICHUNG: Profite, Verkaufziele, Qualität der Dienstleistungen. Manager müssen dafür sorgen, dass die richtigen Ziele gewählt werden, dass diese klar sind und verstanden werden und dass die Mitglieder der Organisation sich für deren Erreichen einsetzen.
ABWÄGEN WIDERSPRÜCHLICHER ZIELE: An jeder Organisation sind unterschiedliche Gruppen mit oft rivalisierenden Interessen beteiligt. Manager müssen ein Gleichgewicht finden zwischen den Zielen der Eigentümer, der Angestellten, der Kunden, der Gewerkschaften, der Regierungsorganisationen und der Öffentlichkeit.
EFFIZIENZ UND EFFEKTIVITÄT ERREICHEN: Die Wirksamkeit einer Organisation kann daran gemessen werden, ob die Dinge korrekt ablaufen, also z.B. ob zu den tiefsten Stückkosten produziert wird (Effizienz), und durch ihre Fähigkeit die richtigen Dinge zu tun, also die richtigen Ziele zu wählen wie auch die richtigen Methoden, diese zu erreichen (Effektivität).
WELCHE FÄHIGKEITEN BRAUCHEN MANAGER?:
KONZEPTIONELLE FÄHIGKEITEN: Die intellektuelle Fähigkeit zur Analyse und
Interpretation von Informationen und zum Fällen komplexer Entscheide. Die
Fähigkeit, den Überblick zu wahren und voraus zu planen statt zu reagieren.
GESCHICKTER UMGANG MIT ZWISCHENMENSCHLICHEN BEZIEHUNGEN: Die Fähigkeit, Menschen zu verstehen und produktiv mit ihnen zusammenzuarbeiten. Die Fähigkeit zu Führen, zu motivieren und zu kommunizieren.
ADMINISTRATIVE FÄHIGKEITEN: Die Fähigkeit Pläne, Sachpolitiken und Abläufe umzusetzen, die notwendigen Reporte und Daten zu beschaffen und up-to-date zu halten und dafür zu sehen, dass die finanziellen Ressourcen den gegebenen Rahmen nicht sprengen.
TECHNISCHE FÄHIGKEITEN: Die Fähigkeit Wissen, Werkzeuge und Techniken spezieller Disziplinen zu nutzen, wie Buchhaltung, Markting oder Produktionsplanung.
Soweit Definitionen zum "normalen" Management in wirtschaftlichen, profitorientierten, Betrieben. Das Management öffentlicher Ressourcen wirft allerdings noch einige zusätzliche Probleme auf. Dazu hier einige aus dem Englischen rückübersetze Auszüge aus Management an objective Science or rather "Business Engineering"!
Die Sachpolitik ist die Leitlinie für den Manager. Diese muss zukünftige Entwicklungen voraussehen, Ziele setzen, motivieren und die wichtigsten Faktoren für Entscheidung und Kontrolle beinhalten. Sie muss kurz und umsetzbar sein, mögliche Zielkonflikte aufzeigen sowie klare Aussagen zu wichtigen gesellschaftlichen Problemen beinhalten - aber keine unerfüllbaren Forderungen.
PLANUNG
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Phases of a project:
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muss sich in dem Fall nicht nur mit dem Problem der Komplexität auseinandersetzen. Es kommen sogar noch einige Probleme und Anforderungen hinzu, die sich weder wissenschaftlich noch technisch lösen lassen.
Kommunikative und direkte Mitwirkung der Basis
Die Entwicklung verschiedener Formen diskursiver gegenseitiger Verständigung über die Planungsabsichten, Notwendigkeiten und Ziele.
Die Notwendigkeit, das antagonistische Denkmuster von links-rechts, zentralistisch-liberalistisch, sozialistisch-marktorientiert, zu überwinden.
Die Weiterentwicklung der Sozialforschung in Richtung Handlungsforschung
Definitionen der Planung nach Nowak p. 16ff.]:
Planung ist der politische Entscheidungsprozess über den Systeme rationalisiert, optimiert und stabilisiert werden.
Planung ist die rationale Vorwegnahme zukünftiger Handlungen
Planung ist ein systematischer Entwurf einer rationalen Ordnung, der auf allem zugänglichem Wissen basiert.
Planung ist prognostisch, intellektuell und zielorientiert. Sie entwickelt alternative Handlungsmöglichkeiten, wählt zwischen diesen aus und legt fest, wie die beste Variante realisiert werden soll.
Planung ist einer der wichtigsten Aufgaben des Managements. (Da wundert man sich doch , warum die meisten Manager derart gegen Planwirtschaft eingestellt sind [oder auch nicht. Motto: Wieso sollen andere das können, was ich selbst nicht hinkriege ...]). Planung errichtet ein klares System. Planung heisst Information. Planung denkt Ziele und Verhaltensregeln durch und formuliert sie verbindlich, d.h. Planung ist jeweils auch die Formulierung einer Sachpolitik. Weil durch Planung Prioritäten gesetzt werden und Orientierungen geschaffen werden, muss sie in einer demokratischen Gesellschaft in Kooperation mit den Betroffenen durchgeführt werden. Die Mitglieder der Firma, oder jeglicher sozialer Gruppe, für die geplant wird, muss bereits bei der Planung der Planungsverfahren mitarbeiten können, nicht erst bei der Durchführung. Jedes andere Vorgehen führt zu schweren Akzeptanzproblemen.
Entscheidungen gehören zum Kern der Planung. Planung definiert und analysiert Probleme, entscheidet dabei, was als Problem zu betrachten sei, warum dieses Problem zu studieren sei, ob es durch Planungsmassnahmen überhaupt zu lösen sei und wer die Planung wie durchführen soll.
Unglücklicherweise wird Planung oft bloss als erster Schritt zu einer Entscheidung betrachtet: Daten erheben, Fakten, Zustände und Prozesse beschreiben, Prognosen ermöglichen, Alternativen vorschlagen, Szenarien bilden. Der Entscheidungsträger muss dann bloss noch sehen, welche Alternative er wählen will. Wie demotivierend dieses Vorgehen ist, zeigt sich jeweils bei Abstimmungen, wo der Bürger gerade noch ja oder nein sagen kann, obwohl ihm, gerade bei komplexen Vorhaben, einige Elemente mehr zusagen mögen und andere weniger.
Weil Planung, besonders was die gesellschaftliche Entwicklung betrifft, meist zielorientiert und nicht kausal begründet ist, spielt für die Akzeptanz derjenigen, die ihr unterworfen werden, deren Werte und Wertung, Verhalten und Erwartungen eine wichtige und nicht wissenschaftlich determinierbare Rolle.
s. auch Planungsethik
ENTSCHEIDUNGSFINDUNG: Nach Schwarz [Schwarz p. 45:] lässt sich Entscheidungsfindung nach 3 Typen klassifizieren:
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Sachorientiert Förderung des Verständnisses für das Problem Entwicklung von Lösungen Evaluation von Alternativen Vorbereitung der Entscheidung Formulierung des Projektes und der Abläufe |
Machtorientiert Verteidigung der eigenen Position Durchsetzen der eigenen Interesssen Einfluss ausüben Mit Sanktionen drohen den Prozess antreiben |
Konsensorientiert Widerstände beseitigen Konflikte lösen Konsensfindung erleichtern Bereitschaft zur Erneuerung stärken |
FÜHRUNG muss hier nebst der partizipativen Festlegung der Projektziele und der Gruppenbildung und -Organisation auch noch Kommunikationsstrukturen erstellen, sowie Konsultationen und Entscheidungsprozesse durchführen und damit auch Entscheide erzielen, die für alle betroffenen akzeptanzfähig sind.
ORGANISATION - die Festlegung von Strukturen und Prozessen: Die Ressourcen (Finanzen, Kapital, Personal) sowie die Prozesse der Informationsproduktion und -Anwendung (Forschung, PR; Marketing) werden rational geplant. Diese Operationalisierung zerlegt in spezialisierte Tätigkeiten auf der einen Seite, und etabliert Kommunikationskanäle auf der andern.
Um durchführbar und managebar zu sein, ist diese operationalisiert sein. Das bedeutet jedoch auch, dass jede Handlung limitiert und an ein spezifisches Ziel gebunden sein muss, um Ablaufpläne erstellen zu können.
KONTROLLE/EVALUATION: Kontrolle ist ein wichtiger Faktor der Planung und macht eine klare Beschreibung von Zielen, Massnahmen und zu erwartenden Resultaten nötig. Am einfachsten ist die Evaluation quantifizierter Resultate (Stückzahlen, Leistung). Schwierig die Kontrolle qualitativer Aenderungen wie bei Bewusstseinsbildung, Förderung eines besseren Verständnisses für Umweltfragen, emotionale und verhaltensmässige Änderungen sowie Motivationsänderungen.
Gerade was Pläne gesellschaftlicher Entwicklung betrifft, sollte die Kontrolle mehr erfassen, als bloss das Abhaken der durchgeführten Massnahmen. Management müsste hier nebst der Verantwortung für die Erfüllung von Produktionszielen des Projekts auch die Verantwortung für die Überlebensfähigkeit und das Funktionieren des neu implementierten Systems übernehmen. [Hart, oft unerfüllbar. Aber der Irakkrieg hätte nicht stattgefunden, wenn die Bush-Administration sich auf dieses Kriterium eingestellt hätte]. Systemanalytiker erwarten, dass die Kontrolle in den industrialisierten Ländern an Bedeutung verlieren wird, da sich in dezentralsierten kleinen, selbstregulierenden Einheiten mit qualifizierten Mitarbeitern die Kontrolle durch Feedback ersetzen lässt.
Böning, Fritschle in Veränderungsmanagement (S.. 219) sehen sogar eine Chance, physische Vermögenswerte in derartige Prozesse mit einzubeziehen, was ein Abgehen von der Strategie der economy of scale zu Gunsten einer mehr kundenorientierten Produktion ermöglichen würde.
FAZIT
Das Management von Shrub- oder Woodland ist etwas recht anderes als das Management einer profitorientierten Firma. Es handelt sich um das Management gemeiner Ressourcen, von Allmend, um "Nicht-Profit-Management oder, man könnte auch sagen, um nachhaltiges Entwicklungsmanagement.
Das Problem, ein solches Management betreiben und unterrichten zu können, wird sofort klar, wenn Sie sich bewusst werden, auf welch extrem beschränkter Perspektive das "normale" Management beruht.
Cools und Van Praag haben 2003 empirisch gezeigt, dass alleine die Konzentration auf eine einwertige Zielfunktion sich finanziell auszahlt.
Die Fokussierung auf eine oder einige wenige Funktionen - die Beschränkung der Kernkompetenzen - bringt fast immer Vorteile mit sich.
Wir sehen hier aber auch den extremen Unterschied zwischen Wirtschaft und Politik:
Ein Wirtschaftsexperte/Manager muss nur seinen Betrieb am Laufen halten -
Die Politik sollte das ganze System, also Wirtschaft, Gesellschaft, Umwelt am Funktionieren erhalten.
Es fehlen die Einkünfte um für Strukturen bezahlen zu können. Die produzierten Dienste sind multifunktioneller Art, deren Nutzung (ohne massiven Aufwand) keiner Person oder Institution direkt zugeordnet werden kann.
Weil der Mensch, auf seinem Weg in eine nachhaltige Zukunft, sich nicht auf den homo oeconomicus reduzieren lässt, braucht gesellschaftliche Entwicklung eine Art von Management, das über die Gewinnorientierung hinausgeht und in dem die natürliche wie die soziale Umwelt auch ihren Wert hat.
In der Vorlage, Shrubland Management in Tribal Islamic Yemen, wurde die Anforderung an ein solches Management wie folgt kurz gefasst:
Gesellschaftliche Entwicklung braucht kein Management der Profitmaximierung, sondern der Lebensstiloptimierung
Das Ziel eines Lifestyle Managements * wäre umfassender noch als das des Regionalmanagements, da es das Individuum als Entscheidungsträger mit einbezieht. Es geht bei Management Arten wie Landscape Management und Entwicklungsmanagement nicht an, Management auf die Optimierung der Rendite zu beschränken und sich weiterhin nur an Preisen zu orientieren. Da es bei jeglicher Entwicklung primär darum geht (gehen sollte), Zufriedenheit und Nachhaltigkeit zu fördern, muss sich ein derartiges Management, das überall dort notwendig ist, wo die Marktwirtschaft ihre Ziele verfehlt (wozu es gerade im Bereich Holzwirtschaft ausreichend Beispiele gibt, s. Profitwald & Absurditäten des Holzmarktes), an einem umfassenderen Set von Werten orientieren.
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Um fähig sein durch Kommunikation zu motivieren sind Kenntnisse der lokal geltenden und akzeptablen Argumente die wichtigste Grundlage. |
Martin Herzog, Dipl. Ing. ETH, 23. Sept. 2003
* Ich bin mit dem Ausdruck selbst nicht ganz glücklich, denn Lifestile ist, wie so manches, eigentlich eine Sache persönlicher freier Entscheidung. Einerseits. Andererseits wird er als Massenerscheinung oft zum Problem (man denke z.B. an das Auto als Symbol der Freiheit, an die kurzfristige Nutzung relativ langlebiger Güter, auf Grund der Mode etc, etc). Und zudem wird diese Freiheit gerade von der Mode ja eben so wenig respektiert wie oft vom Management.
Was mit dem Begriff ausgedrückt werden soll, ist die Notwendigkeit einer Mediation zwischen Gesellschaft, den gemeinschaftlichen, geteilten Angelegenheiten, und dem freien Individuum. Eine Politik die nicht als "oben", störend und hemmend emfpunden wird, sondern als Organisation, welche die Interessen von Individuen und Gesellschaft vertritt und austariert, im ursprünglichen Sinne der Räte.
Austarieren spricht hier bereits das an, was eigentlich die Funktion der Tugenden wäre: Das Finden des rechten Masses. Bereits bei oberflächlichen Betrachtungen zu einer Wertsystematik wird deutlich, dass Lifestile Optimierung sich viel präziser fassen lässt als als Optimierung der persönlichen und gesellschaftlichen Wertesysteme, denn diese bestimmen ja weitgehend darüber, was wir als erstrebenswert erachten und wofür wir uns einsetzen. Heute werden diese Wertesysteme vor allem durch Werbung und Wirtschaft geprägt, während sich die wertfreien Wissenschaften vornehm von diesem Problem fern halten, statt es sich endlich vorzunehmen und Grundlagen für ein social marketing zu schaffen, dass ein Gegengewicht zu den vom Markt geschaffenen kurzlebigen Lifestile-Moden bieten sollte.
Falls Sie also eine bessere Idee, einen besseren Ausdruck oder auch anderweitige Kritik oder Fragen haben, bin ich dankbar für Beiträge. Diese könne Sie entweder direkt an mich senden: hewww@brainworker.ch oder im Forum anbringen.
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Wertesystem-Optimierung im Konsens des multiparteiensystems oder im Dissens Regierung<>Opposition? Und das politisch völlig vernachlässigte Zinsproblem.
Rhetorische Frage, denn die herrschende Bipolarität schliesst manch gewichtiges Problem einfach aus, weil es sich weder links noch rechts ansiedeln lässt, oder weil beide Seiten es lieber übersehen, da es zu fundamental ist und unser Verständnis der Dinge wie sie sein sollten zu sehr durcheinander bringen könnte. Ein solches Problem ist z.B. der Zins, insbesondere der Zins für die Kapitalformen Geld und Boden. Ein Anstoss zur Ueberbrückung der unfruchtbaren links-rechts-Querelen könnte z.B. die Tatsache bieten, dass seit Jahren die Kapitalquote -ohne Bodenzinsen !!! über 30% liegt, also höher ist als die von rechts so geschmähte Staatsquote (29%). Wir arbeiten also mehr um das Kapital zu bedienent, d.h. Zinsen zu zahlen, als wir dem Staat für Aufwendungen zum Wohle der Gemeinschaft abliefern. Bei aller Sympathie für die Rentner wird hier von allen übersehen, die Rentenklau wittern, dass hohe Zinsen nicht nur den Rentnern zu gute kommen, die es nötig und verdient haben:
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Von Zinsen leben können Leute die Geld haben - Für Zinsen arbeiten müssen Leute die Geld brauchen. Man sollte also nicht derart unbedarft nach höheren Zinsen rufen! |
Hohe Zinsen sind eine Freude für diejenigen die sie erhalten, aber eine Belastung für Firmen wie für Arbeiter, die dafür zusätzliche Leistung erbringen müssen. Haben Sie schon mal Geld arbeiten sehen? Geld vermehrt sich auch durch Zinsen nicht von selbst. Es sind immer Menschen die arbeiten und die Zinsen bezahlen müssen. Wird ein möglichst hoher Zinssatz zum Wohle der Rentner gefordert, so wächst dieser Zins ja nicht auf der grünen Wiese. Er muss von Unternehmern und Konsumenten bezahlen werden, und der Zinsanteil mit dem jede Dienstleistung und jedes Gutes das wir kaufen belastet ist, beträgt bereits über 30% - kein Vergleich zum Zehnten also, gegen den Tell und seine Eid-Genossen zur Armbrust griffen! Dienst am Zins ist Sklaverei.
Eine etwas systembewusstere Sicht der Dinge wäre also angebracht, bevor wegen einer kurzsichtigen Reaktion auf Rentenklau hohe Zinsen als Wohltat gelobt werden. Die Bibel wie der Koran, die sich beide gegen den Zins aussprechen, wurde schliesslich nicht von Volltrotteln geschaffen. Zins ist Unterdrückung.
Vermutlich würden mich die meisten Förster hier am liebsten mal wieder an die Wand nageln, da sie mit derartig ideologische Betrachtungen, die zudem noch aus der falschen politischen Ecke kommen, nichts am Hut haben und haben wollen. Einerseits. Andererseits ... rechnen Sie mal aus, wie viel die in 2 bis 300 Jahren erzeugten 3 bis 500 Festmeter Eiche kosten müssten, wenn die Aufforstung auch nur 2000.- kostet, die Pflege vernachlässigt wird, aber Zins und Zinseszins zu bezahlen wären. Bereits bei diesem minimalen Aufwand und einem Zinssatz von 3% müsste der diskontierte Erlös doppelt so hoch sein, wie der höchste, für Fourniereiche, je gelöste Preis (20'000). Die Forst-Wirtschaft ist also schon lange ein Modell für eine zinsfreie Wirtschaft, das es auszubauen, statt abzubauen gälte.
Leider haben hier alle Analysten den Pizza-Blick: Auf einem Auge eine Tomate, auf dem andern eine Zwiebel. Die Tomate auf dem einen Auge sorgt dafür, dass allen Zinsanalysen Tiefe und Perspektive fehlt, also Käse produziert wird; die Zwiebel dafür, dass dauernd ein Auge tränt, egal ob der Zins nun rauf (Ach, die armen Unternehmer!) oder runter (Ach, die armen Rentner!) geht (+ Oh, die bösen Banken und Börsenspekulanten, die eh immer verdienen, egal ob rauf oder runter!). Die einzigen die sich trauen, dieses heisse Eisen anzufassen, sind leider nach wie vor die Freiwirte. Durch ihre sektiererisch-verbohrtes Festhalten an einem absolutistischen Monetarismus mit 0% Inflation, einer Besteuerung der Bargeldhaltung zur Verhinderung der Hortung und einem etwas antiquierten Konzept eines Sozialfeudalismus, schaffen sie es allerdings seit 40 Jahren nicht mehr, aus ihrem politischen Nischendasein herauszukommen.
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