Informationen über den neuen Studiengang
an der ETHZ findet ihr unter: http://www.fowi.ethz.ch/german/seiten/diplomstudium_fowi.html
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Der Diplomstudiengang "Forstwissenschaften" in seiner
heutigen Form wurde im Herbst
1994 in Kraft gesetzt. Im WS 2002/2003 war es das letzte
Mal möglich, dieses Studium zu beginnen.
Es ist vorgesehen,
anzubieten Weiterführende Unterlagen |
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Bachelor-Studiengang Umweltnaturwissenschaften |
Das BSc-Studium "Umweltnaturwissenschaften" wird
Weiterführende Unterlagen
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Master-Studiengang Wald- und
Landschaftsmanagement |
Ab
Studienjahr 2006/2007 wird
ein Master-Studiengang
"Wald- und Landschaftsmanagement
angeboten. |
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Studienberatung |
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Studentinnenberatung |
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Mobilitätsberatung |
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Letzte Änderung:
Mar-30-03
Verantwortlich: Hans R. Heinimann
Webmaster: Raphael Majorek
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Wegleitung für das Studium der Forstwissenschaften Ausbildungsprofil1.1 ForstwirtschaftDie Forstwirtschaft befindet sich an der Schnittstelle zwischen Umwelterhaltung und Produktion. Sie stellt die erneuerbare Ressource Holz in genügender Menge und Qualität bereit und gestaltet oder lenkt Ökosysteme so, dass diese auch die Bedürfnisse der Menschen nach sonstigen Waldleistungen (z. B. Natur, Erholung, Sicherheit, Trinkwasser, Jagd) nachhaltig erfüllen können. Im Zentrum der Betrachtung stehen Waldökosysteme. Wir leben in einer Kulturlandschaft, in welcher die Gesellschaft seit langer Zeit Ansprüche an den Wald stellt. Das Entstehen einer geregelten Forstwirtschaft anfangs des letzten Jahrhunderts fiel mit der beginnenden Industrialisierung zusammen. Es entstand ein steigender Bedarf nach Holz. Die Forstwirtschaft wurde zu einem Gelderwerbsunternehmen, das den Waldeigentümern beträchtliche Gewinne brachte. In der industrialisierten und globalisierten Welt von heute gelangen zunehmend Holz und Holzprodukte aus dem Ausland auf den schweizerischen Markt. Die Schweiz kann infolge ihrer schwierigen Produktionsbedingungen hier oft nicht konkurrieren. Man erkennt aber zunehmend die Bedeutung des Waldes für den Schutz von Siedlungen und Verkehrswegen gegen Naturgefahren, für den Tourismus und für die Erhaltung der Biodiversität. Um die Waldökosysteme zu erhalten, zu gestalten, zu lenken und zu entwickeln, gibt es sozio-technische Systeme, die sich diesen Aufgaben widmen. Es ist die Aufgabe der Forstwirtschaft, diese Systeme so zu beeinflussen, dass sie in der hoch komplexen und turbulenten Umwelt überleben und die menschlichen Bedürfnisse nach Gütern und/oder Dienstleistungen befriedigen können. Der gesellschaftliche Wandel, der sich zur Zeit vollzieht, und die Herausforderungen der Zukunft - nachhaltige Landnutzung, Naturerhaltung - bedingen eine verstärkt zukunftsorientierte Denk- und Handlungsweise. Fachleute, welche die zukunftsorientierte Entwicklung gestalten und tragen sollen, müssen ihre Problemlösungen auf solide wissenschaftliche Fundamente abstellen können. Es geht darum, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse laufend in die Denk- und Problemlösungsprozesse einzubeziehen, um den Blick nach "aussen und morgen" nicht zu verdecken. Eine wichtige Basis dafür ist eine hochstehende Forschung, an der sich die Ausbildung laufend orientieren und ausrichten muss. Nur eine Hochschulausbildung kann diesen Anforderungen gerecht werden. 1.2 Forstingenieure und ForstingenieurinnenSeit der Gründung der ETH im Jahre 1855 werden in der Schweiz Forstfachleute auf akademischem Niveau ausgebildet. Zu den Aufgaben der Forstingenieure/ Forstingenieurinnen gehört das Erkennen neuer und potentieller Probleme der Wälder als Ressource und Ökosysteme, die zu analysieren und unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse in "nachhaltige", angemessene Lösungen umzusetzen sind. Die Tätigkeit der Forstingenieure/Forstingenieurinnen hat sich in den letzten Jahren gewandelt und vermehrt in konzeptionelle Bereiche verlagert. Die Fragestellungen lauten weniger "wie", sondern vermehrt "was", "wohin", "warum". Dabei wird es immer wichtiger, Prozesse der interdisziplinären Zusammenarbeit (Projektgruppen, behördliche Kommissionen usw.) zu strukturieren und zu leiten. Gleichzeitig muss eine Dolmetscherfunktion zwischen der Wissenschaft im Bereich Umwelt/Wald - mit ihren ökologischen, technischen und gesellschaftlichen Aspekten - und den Mitbeteiligten wahrgenommen werden. Daneben sind Forstingenieure/ Forstingenieurinnen auch vermehrt in anderen Gebieten tätig: im Bereich der ökologischen Beratung, in der Raumplanung, in der Holzwirtschaft, in der Entwicklungszusammenarbeit. Eine querschnittsorientierte wissenschaftliche Ausbildung mit dem Problembezug Walderhaltung und multifunktionale Waldbewirtschaftung schafft dafür günstige Voraussetzungen. Neben der Ausbildung von qualifizierten Ingenieuren/Ingenieurinnen hat die Hochschule auch die Aufgabe, besonders geeigneten Personen eine wissenschaftliche Ausbildung zu bieten, die es ihnen erlaubt, ihre Begabung voll zu entfalten und später wichtige Aufgaben in Lehre und Forschung zu übernehmen. Die Ausbildung der Forstingenieure/Forstingenieurinnen basiert auf folgenden allgemeinen Grundsätzen: · Die Ausbildung muss auf ein solides wissenschaftliches Fundament abstellen, das es ermöglicht, die Erkenntnisse der Forschung laufend aufzunehmen und diese in die Lösungskonzepte einzubeziehen. · Im Zentrum der Betrachtung steht das Ökosystem Wald, für dessen Verständnis solide naturwissenschaftliche Grundlagen erforderlich sind. · Lösungen werden in der Forstwirtschaft vermehrt projektbezogen erarbeitet und realisiert. Forstliche Projekte sind speziell in einem dicht besiedelten Gebirgsland wie der Schweiz komplex, schwierig abzuwickeln, risikoreich und an enge wirtschaftliche und rechtlich-politische Rahmenbedingungen gebunden. Die Forstingenieure/Forstingenieurinnen sind Problemlöser/innen und bereiten Entscheidungen vor. Ihre Handlungsbasis sind die Problemlösungs-, Analyse- und Denkmethoden. Parallel zur technischen Beurteilung müssen sie auch die gesellschaftsrelevante, die ökonomische und die ökologische Seite eines Projektes analysieren und bewerten können. Immer mehr müssen auch die ethischen Aspekte des Gesamtsystems in die Beurteilung einbezogen werden. · Ziel der nachhaltigen Waldbewirtschaftung ist es, menschliche Bedürfnisse zu befriedigen, welche eng mit Wertvorstellungen zusammenhängen und einem stetigen Wandel unterworfen sind. Es ist somit nötig, dass die Forstingenieure/Forstingenieurinnen gesellschaftliche Wunsch- und Wertvorstellungen zu erfahren suchen und gegenüber dem gesellschaftlichen Wandel offen bleiben. · Komplexe Aufgaben können nur noch in Zusammenarbeit verschiedener Spezialisten gelöst werden. Die Forstingenieure/Forstingenieurinnen müssen sich in ein Team einordnen und andere Meinungen respektieren können. Ihre Aufgabe ist es, den Prozess der Meinungs- und Entscheidungsbildung konstruktiv zu unterstützen und sachlich fundiert - entsprechend dem jeweiligen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse - zu begründen. · Die Offenheit für unterschiedliche Denkweisen und Problemlösungen soll durch die Erleichterung der Mobilität gefördert werden. · Mit dem Abschluss des Studiums ist die Ausbildung nicht abgeschlossen. Der Unterricht sollte deshalb die wissenschaftliche Neugier anregen und die Motivation zur Weiter- und Fortbildung fördern. · Das Studium vermittelt wissenschaftlich-methodisches Denken und Problemlösen anhand des Waldes. Es soll so gestaltet sein, dass es den Einstieg in andere Tätigkeitsbereiche ermöglicht bzw. die Fähigkeit zur Zusammenarbeit mit deren Vertretern vermittelt. 1.3 Berufliche MöglichkeitenDie wichtigsten herkömmlichen Tätigkeitsgebiete der Forstingenieure/ Forstingenieurinnen sind einerseits die öffentlichen Forstdienste von Bund, Kantonen und Gemeinden und andererseits die wissenschaftliche Tätigkeit an Hochschulen und Forschungsanstalten. Die beruflichen Möglichkeiten haben sich in den letzten Jahren erweitert, so dass heute Forstingenieure/Forstingenieurinnen auch als Freierwerbende, in der Raumplanung und im Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutz arbeiten. Im Ausland, vor allem in Entwicklungsländern, sind sie unentbehrliche Fachleute im Dienst der schweizerischen Entwicklungshilfe. Als Beispiele seien einzelne Tätigkeitsgebiete kurz dargestellt: In der Schweiz ist das Forstwesen Sache der Kantone, wobei das Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) die Oberaufsicht ausübt. Die entsprechende Dienstabteilung des Departements UVEK ist die Eidgenössische Forstdirektion, die dem Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) unterstellt ist. Sie befasst sich vor allem mit der Ausarbeitung gesetzlicher Erlasse des Bundes, der Überwachung der schweizerischen Forststatistik, der Prüfung und Förderung von forstlichen Projekten und der Bearbeitung des holzwirtschaftlichen Sektors im Inland und in der Aussenhandelspolitik. Die Aufgaben des Forstdienstes der Kantone sind: Gesetzliche Aufsicht in sämtlichen Waldungen, Beratung und Betreuung der öffentlichen und privaten Waldbesitzer, lang- und mittelfristige Planung (Waldentwicklungsplanung, Betriebsplanung), Bewirtschaftung der Staatswälder, konzeptionelle Ausarbeitung von forstlichen Projekten (Aufforstungen, Wiederherstellungen, Waldweide-Ausscheidungen, Erschliessungsplanung, Strassenbau, Wildbach-, Hang- und Lawinenverbauung), Bauleitungen, Weiterbildung von Förstern und Waldarbeitern, Öffentlichkeitsarbeit (Vorträge, Exkursionen), Koordination mit anderen Fachstellen (z. B. in Raumplanung, Naturschutz) etc. Zur Bewältigung dieser Aufgaben haben die einzelnen Kantone ihre Forstorganisationen unterschiedlich aufgebaut. Forstingenieure/Forstingenieurinnen nehmen leitende Stellungen in der Verwaltung ein. Sie können sich in Stabsfunktionen für verschiedene Sachgebiete spezialisieren (Planung, Naturgefahren, Projektplanung und ‑abwicklung usw.) Die Laufbahn im öffentlichen Forstdienst beginnt häufig mit einer Anstellung als Forstingenieur/Forstingenieurin. Chefbeamtenstellen des Bundes und der Kantone werden nur mit Personen besetzt, die eine reiche Berufserfahrung besitzen und für Führungsaufgaben speziell qualifiziert sind. Die Gelegenheit zu wissenschaftlicher Arbeit und Forschungstätigkeit besteht für Forstingenieure/Forstingenieurinnen an verschiedenen Anstalten unseres Landes. An den Professuren des Departements Forstwissenschaften der ETH Zürich sind junge Forstingenieure/Forstingenieurinnen als Assistenten/Assistentinnen oder wissenschaftliche Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen tätig. Dieselbe Möglichkeit besteht in Nachbargebieten (Botanik, Forstentomologie, Phytopathologie, Orts-, Regional- und Landesplanung, Geobotanik). Die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) in Birmensdorf bietet ebenfalls wissenschaftliche Stellen an. Forstingenieure/Forstingenieurinnen sind auch am Eidgenössischen Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) Weissfluhjoch-Davos beschäftigt, das der WSL unterstellt ist. Die Qualifikation zur wissenschaftlichen Tätigkeit wird oft mit einem Doktoratsstudium verbunden, das an der ETH oder anderen Universitäten des In- und Auslandes absolviert werden kann. Freierwerbende Forstingenieure/Forstingenieurinnen arbeiten entweder in
kleinen Forstingenieurbüros (meist 1 bis 3 Personen) oder zusammen mit
berufsverwandten Fachleuten in Ingenieurbüros, die interdisziplinäre Themen
(Raumplanungs-, Umwelt- und Naturschutzfragen) bearbeiten. Die eigentlichen
Forstingenieurbüros sind vor allem in der Projektierung (Waldstrassen, Wildbachverbau, Lawinenverbau,
Wiederherstellung etc.), Planung (Betriebspläne, Erschliessungen,
Waldzusammenlegungen, Entwicklungskonzepte etc.) sowie in der
Auftragsforschung und Beratung tätig. |
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Letzte Änderung: Mar-30-03 |
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