|
|
www.brainworker.ch - www.diskussionsforen.ch - Eingestellte durch Provider Genotec auf Grund privater Interpretation was zulässig und was zu zensurieren sei Spitzenplätze bei Google, geeignet für Bannerwerbung Die am häufigsten besuchten Beiträge, die Top-Ten - English texts & textes en français |
|
ACHTUNG! Ca. 10'000 Blogger verdienen genug, um davon leben zu können. 63 Millionen gibt es. d.h. 1.6 Promille - 16 unter 10'000 gelingt es!
Hier finden Sie eine chronologische Liste (ein weiterer überflüssiger blog ...) über die Themen, an denen ich gerade arbeite, zu denen neue Beiträge oder Ergänzungen verfasst wurden, zu Themen die tagesaktuell sind, d.h, bis Sie's lesen natürlich bereits waren. Er erwies sich als notwendig, da die Liste der neusten Beiträge längst nicht mehr alles umfasst, da Vieles als Ergänzung oder, wo nötig, als Korrektur in die bereits bestehenden Texte eingebracht wird.
25.12.07: Asylheim Allschwil: Eine Russin die ihren Rekurstermin betr. Asyl verpasst hat will meine Unterstützung ... offenbar hab ich hier grad einen neuen Job (na ja, wie meist eben wieder "Freiwilligenarbeit") gefasst. Die Lage spitzt sich, dank Blocher, massiv zu. Die andere Sorte der Wirtschaftsflüchtlinge (= Steuerflüchtlinge) lässt grad gewaltig ihre Spendenfreude im Jubeljahr 2007 loben ... verschweigt aber, dass Arme 3% ihres Einkommens spenden, Reiche 1% (Zahlen aus GB)..
24.12.'7:
Weihnachten ... na ja, also auf jeden Fall wünsch ich allen Lesern eine Frohe
Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr ... allerdings würd' ich eigentlich
gerne empfehlen, Weihnachten abzuschaffen, oder zumindest für ein paar Jahre zu
stornieren. "Sind sie vom Wahnsinn umzingelt? 40% des Jahresumsatzes ..."
Eben drum. Das ist bald das einzige, das noch zu interessieren scheint,
der Umsatz. Ab September, spätestens Oktober wird auf Weihnachten spekuliert, im
Dezember reportiert: Die Schweizer kaufen viel und teuer. Heureka! Tja, Tag
der Freude, Tag der Liebe, der Erlöser ist geboren ... Erlöser von
Umsatzsorgen? Der König der Juden ist zum König des
Umsatzes geworden, zum König des besinnungslosen Kaufens. Drum.
Stornieren oder gleich abschaffen. Alles Schwindel. Die nächsten 5 Jahre also
Weihnachten nur diejenigen, die unter 16 Jahre alt sind. DAS würde zur Besinnung
führen.
Tja ... dann hatte ich grad noch einen Anruf eines Irakis .... negative ... (Asylantrag) kommt morgen vorbei. Was soll ich dem sagen? Er soll in den Irak ... wo ich selbst seit 2004 nicht mehr hin komm, obwohl ich möchte?
12.-13.12.07: Autsch - da hat aber einer eins an die Waffel gekriegt ... Blocher raus aus der Regierung - Eveline Widmer-Schlumpf als 3. Frau in den Bundesrat gewählt. Während Monaten hat die SVP, verstärkt durch Koeppels Weltwoche, <VERSCHWOERUNG> geschrieen, so laut und so oft, dass sie gar nicht merkte, dass wirklich eine am Laufen war, angezettelt von der SP (die ich offenbar ein bisschen unterschätzt hab). Das passiert, wenn man zu viel schreit und nicht mehr hinhört. Das zeigt erfreulicherweise auch, dass Demokratie, trotz Populisten, funktionieren kann, denn um als Opposition die Politik wirklich gestalten zu können, musste die SVP auf 50+ Prozente kommen, was doch recht unwahrscheinlich ist, denn gerade die Abwahl Blochers hat doch gezeigt, dass man auch rechts nicht all zu begeistert ist von seiner Meinung, seiner Taktik, seinem Anti-Programm, dass dieses bereits in der rechten Mitte (CVP) völlig unakzeptabel ist.
Bei aller Freude über den gelungenen Coup dürfen die Gewinner nicht vergessen, dieses Drittel der Schweizer Bevölkerung, trotz seiner einfachen Geisteshaltung, ernst zu nehmen und wieder zu integrieren, sonst wird die SVP mit Blocher doch noch zum Spaltpilz der Gesellschaft und der Schweiz. Dass die Folgen einer solchen Politik die Verursacher nicht interessieren, haben sie längst bewiesen.
2.12.07: Die 300 Reichsten der Schweiz (aus BILANZ) besassen 2006
zusammen ein Vermögen von 455 Milliarden Franken, 55 Milliarden mehr als 2005,
doppelt so viel wie vor 18 Jahren (... was zwar nicht viel mehr als 3 %
Rendite ergibt ...)
2007 war wieder ein goldenes Jahr. Das Gesamtvermögen der 300 Reichsten beträgt nun 529 Milliarden - 74 Milliarden mehr als im Vorjahr, bei doch eher wenigen und geringen Verlusten. Von diesen 74 Milliarden Zuwachs beanspruchen allein die 10 Reichsten 20 Milliarden. 74 Milliarden Zuwachs bedeuten im Übrigen 16% Zuwachs - also mehr als irgend wer mehr Lohn gekriegt hat. Eine wahrlich fürstliche Rendite. Im Vergleich dazu ist es eben wirklich wurscht, ob der Vasella nun 4.4 Millionen (was immer noch das Doppelte des Durchschnittseinkommens eines schweizer Mänätschers wäre), oder 44 Millionen im Jahr erhält. Das Problem liegt woanders.
Die erlaubte und angebrachte kritische Frage lautet hier jeweils:
Wer ist hier mit WIR gemeint?
Wer bezahlt für den Reichtum, den einige privat Anhäufen?
Um 20 Milliarden haben also die 10 Reichsten (in Worten: zehn!) der Schweiz 2007 ihren Reichtum vermehrt:
20 Milliarden ist das Fünffache der Subventionen, die den Schweizer Bauern zu überleben hilft, die zum grossen Teil unter der Armutsschwelle leben - aber kaum je daran denken, sich deshalb beim Sozialamt zu melden.
20 Milliarden sind fast das Doppelte der jährlichen Kosten der IV, die ebenfalls zu grossen Klagen Anlass gibt, deren "Kunden" gerne als Schmarotzer bezeichnet werden - und künftig in einen kaum existierenden Arbeitsmarkt integriert werden sollen.
74 Milliarden sind immerhin doch die Hälfte der gesamten Sozialausgaben der Schweiz.
Da dieser <Mehrwert> ziemlich eindeutig auf Kosten von Arbeitslosen geht, ist hier das Argument der Umverteilung, oder besser Rückgabe, vielleicht doch nicht einfach mit der Neidhammeldebatte vom Tisch zu wischen.
Falls man hier von einer "Krise des Sozialstaates" reden kann, so scheint das doch eher eine gemachte Krise - im Interesse der Reichen - wozu überbezahlte Manager halt doch nur ganz am Rande gehören ...
|
Wir können uns den Sozialstaat nicht mehr leisten ... ??? Diese Aussage wird von denen gemacht, den <Hablichen>, die mehr als genug haben, aber nie genug kriegen können, und sich den Sozialstaat nicht mehr leisten WOLLEN. Müsste diese Aussage also nicht vielmehr heissen:
Wir können uns ein
Wirtschaftssystem nicht mehr leisten, Die neuesten Daten von Bilanz (Die 300 Reichsten. Dez. 07) zeigen doch gerade, dass die 10 Reichsten ihr Vermögen um 20 Milliarden, die 300 Reichsten um 74 Milliarden gesteigert haben - während dem die Ausgaben für den Sozialstaat
[Folienset Kosten des Sozialstaats (economiesuisse)]
|
22.11.07: Die Diskussionsforen wurden neu eröffnet
mit den Themen
Wissen, Denken ... Nach-, Vor-, Umdenken zum Thema Armut:
Armut ist relativ /
Ursachen der Armut
- mit Umfrage. Sie können in diesen Foren Ihre eigenen Kommentare anbringen,
zu Thesen Stellung nehmen,
sie kritisieren, ergänzen oder weitere Perspektiven eröffnen.
Apropos WIRTSCHAFTSFLÜCHTLINGE
(rotten definitions by Herzog):
|
15.11.07:
Dass hier der Gaul nicht nur mit den Laien oft durchgeht, sondern auch mit den Fachleuten, zeigt sich auch grad an obigen 12 TYPEN VON PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNGEN, denn:
Also bitte nicht übertreiben mit der Normalität, denn England z.B. wäre vermutlich ohne seine Exzentriker, die ihm ein paar prächtige Farbtupfer verpassen, kaum auszuhalten.
10.11.07: Aus der Geschichte Rumäniens lässt sich einiges lernen, an das man gar nicht denkt bei dem Thema. So etwa zum Problem Existenzgrundlage, die in Rumänien bis weit ins 20. JH. vom Boden gebildet wurde. Hatte der Bauer keinen Boden, war er arm dran. Revolutionen und gescheiterte Bodenverteilungen prägen weite Teile der rumänischen Geschichte. <> Heute sind DIE wirtschaftlichen Ressourcen vielfältiger. Nebst dem Boden ist es vor allem Kapital ... und immer weniger die Arbeit. Folgerichtig werden Menschen heute nicht mehr arm und in ihrer Existenz bedroht, weil sie zu wenig Land besitzen, sondern weil sie nicht über knappes, verborgenes, patentiertes Wissen verfügen - also Wissen das in den Schulen, egal ob hohen oder tiefen, eh nicht zu holen ist.
Seltsamer noch ist allerdings, dass uns die Geschichte Rumäniens, vor allem der nördlichen Teile und Grenzgebiete Bukowina und Moldawien, also an Rumänien übergegangene Reste von Galizien , uns Klarheit darüber verschaffen können, warum Juden damals und heute in gewissen Branchen dominieren. s. Zur Geschichte der europäischen Juden.
30.10.07: Wer nach mehr Freiheit und weniger Staat verlangt, sollte sich vielleicht mal überlegen, wen der Staat eigentlich beschützt:
Adam Smith:Lectures on Jurisprudence::
„The government and laws hinder the poor from ever acquiring the wealth by violence which they would otherwise exert on the rich”.
„Wird also eine Regierungsgewalt zu dem Zwecke eingerichtet, das Eigentum zu sichern, so heißt das in Wirklichkeit nichts anderes, als die Besitzenden gegen Übergriffe der Besitzlosen zu schützen.“
23.10.07:
Die SVP ist ein Verein
von Brandstiftern,
der vom Verkauf von Feuerlöschern lebt.
17.10.07: Blocher & Co
Blocher ist es gelungen, mit einem breiten Programm fundamentalistischer Banalität die gesamte Politik aller Parteien nach rechts zu verschieben, ganz einfach, weil alles was links ist dauernd unter Beschuss gehalten wird. Man sollte sich also mal wieder bewusst machen (das gilt insbesondere auch für die SP), wofür die Linke mal stand - und wofür die SVP steht:
| Was wollten die 68er, die Linken? | Was will die SVP, Blocher? |
| progressiv,
fortschrittlich. Vielen geht es nicht gut. Veränderungen sind
anzustreben, um deren Los zu verbessern.
Primäre Werte: individuelle Freiheit in Vielfalt, Gleichheit
(ausgleichende Gerechtigkeit), Brüderlichkeit (Solidarität, Kooperation) Befreiung des Menschen, freie Entfaltung der
Persönlichkeit Antiautoritär: Gegen die Diktatur des Staates - aber auch an Diktatur des Geldes, der Firmen, der Herren, der Wirtschaft. Gegen die Herrschaft der Experten, der Psychiater, der Lehrer und Professoren. Für die Demokratisierung der Hochschulen. Für eine Entfunktionalisierung des Bildungssystems Multikulturelle Verständigung /
Pluralismus = Vielfalt Gerechtigkeit: Jeder nach seinen Befürfnissen
und Fähigkeiten Priorität der Menschenrechte Kooperation, eine Gesellschaft die sich über gesellschaftlichen Dialog gestaltet Identität über gemeinsame Interessen und Anliegen Jedem seine Stimme - auch dem Fremden Kritisch, individualistisch, komplex: Fundamentalismus der sozialen Gerechtigkeit |
konservativ. Es
war alles gut, es wäre alles gut ... wenn man uns bloss machen liesse.
Primäre Werte: Freiheit (der Mächtigen, der
Wirtschaft), Individualismus durch Wettbewerb: Jeder nach seiner (ihm
zugeteilten) Leistung, Erhaltung des Status quo ante, der "guten alten Zeit,
in der Herren noch Herren und Knechte noch Knechte waren. Der eng gezogene
Gartenzaun für alle, ausser den Herren, die global agieren. Autoritarismus - für den Starken Mann und die Herrschaft von Tradition, Ordnung, Hierarchie. Für die Expertokratie (solange sie den eigenen Interessen entspricht, für autoritäre Herrschaft über die Auszubildenden. Strenge funktionsorientierung der Ausbildung: Idealbild: geistig beschränkt, aber daher unkritisch und produktiv für jeden Zweck einsetzbar. Erreicht mit FH. Anpassung an eine kaum definierte Ur-Kultur der Schweiz, mit Hudigägeler, Kühen, Schwingern, trutzigen Eidgenossen, die jeglichen fremden Einfluss ablehnen und sich für Peanuts zu Tode arbeiten (Bauern). Monismus = Einfalt Leistung: Jeder nach seinem monetären Beitrag zum BIP (ausser die eigene Klientel, die Bauern) lokale Willkürrechte über Demokratur
Wettbewerb. Eine Gesellschaft, die durch die Gewinner gestaltet
wird. Identität durch Abgrenzung von "Andern" Der Führer vertritt die Interessen der Einzelnen - Abweichler, Fremde werden nicht toleriert. Populistisch, dumpfe Mehrheit, banalistisch: Fundamentalismus der kleinbürgerlichen Banalität. (s. Hannah Arendt: Die Banalität des Bösen) |
22.9.07:
Die effizienteste Form der Armutsbekämpfung ist die Integration in den Arbeitsmarkt ....
vielleicht ist es ja wirklich absurd, sich an einen Arbeitsmarkt anpassen zu wollen, der gar nicht mehr da ist ...
vielleicht müsste man ja eigentlich den Arbeitsmarkt nach den Bedürfnissen der Menschen ausrichten, statt die Menschen nach den Bedürfnissen des sog. Arbeitsmarktes, der von der Wirtschaft gestaltet wird und kein Naturprodukt ist, dass wir so nehmen müssen wie Naturgesetze.
Ich geb's ja zu, es braucht ein ziemlich brutales Umdenken, um von der Idee, dass Streben nach mehr Gewinn über Produktion, Distribution und Verkauf von Gütern und Dienstleistungen automatisch alle Probleme löst zu einem Ansatz zu kommen, der nicht auf der Maximierung individueller Gewinne fokussiert - sondern auf Maximierung der Teilnahme. Wir sehen hier aber auch, wie weit, wie zu weit die Entwicklung gegangen ist. Lehnte der Liberalismus (nicht ganz zu Unrecht) die "Gleichmacherei" ab, so lehnt heute allerdings der Neoliberalismus sogar das Existenzrecht ab, das Recht der Ausgeschlossenen auf Unterstützung. Und in solche einer Situation war es den Betroffenen von jeher egal, mit welchen Gesetzen die Gewinner sich und ihr Eigentum schützen. Ist die schiere Existenz bedroht, wird Gewalt bald als gerechtfertigt aufscheinen. Dies um so mehr als der bisherige gewaltlose Widerstand <alternativen Wirtschaftens> ausser ein paar exotischen Randexistenzen nicht viel gebracht hat.
Macht man sich mal klar, dass eine Mehrheit der Menschen eigentlich von einer erfüllenden selbständigen Tätigkeit träumt - aber nur eine kleine Minderheit diese verwirklichen kann, während dem die grosse Mehrheit gezwungen ist, sich als Rädchen, auf Gedeih und Verderb, an die Anforderungen "der grossen Maschine" anzupassen, wird die akute Aufgabe von Politik und Wirtschaft eigentlich klar:
Die Förderung einer massvollen und angemessenen Wirtschaft an Stelle einer Machtwirtschaft - auch wenn diese weniger effizient ist, auch wenn diese weniger Zuwachs an Börsen-Kapitalwerten bringt, denn dafür erlöst sie uns aus der Entfremdung. Der Grundsatz könnte die zerstrittenen Linksparteien eigentlich zu einem neuen Programm einigen:
FOKUS:
Wir
wirtschaften um zu leben!
Wir leben nicht, um zu wirtschaften!
6.9.07: Die
CS-Studie zur Lohnrunde 2008 zeigt, wie passend ..., dass sich
263'000 Arbeitsplätze aus der Schweiz leicht und sparwirksam (für die
Betriebswirtschaft natürlich, nicht für die Volkswirtschaft)
ins Ausland verlegen liessen. Bedroht davon
sind 140 Berufe, gut ein Drittel aller Arbeitsfelder. DAS Argument gegen die
mehr als berechtigten Lohnforderungen lautet also:
Ein Inder macht Ihre Arbeit für einen Zehntel. Es liegt bei Ihnen ...
Obwohl die Arbeitnehmer in der Verteilung des Mehrwerts seit 15 Jahren über den
Tisch gezogen werden, scheint hier keine Korrektur vorgesehen, sondern eine
Verstärkung der Ungerechtigkeit. Bei der guten Konjunkturlage wären die
geforderten 3 bis 5% mehr als gerechtfertigt, aber ... die Gewerkschaften
zeigten sich bisher immer vernünftig gegenüber den Forderungen des Kapitals:
Eine empirische Ermittlung des lohnpolitischen Verteilungsspielraums zeigt, dass dieser nur selten –in den Eckjahren der letzten Rezession 2001 und 2003 –überzogen wurde. Gewollt oder ungewollt wurden insofern bisher von den Verhandlungsführern beschäftigungspolitische Impulse gesetzt.
Dummerweise haben diese Impulse den wenigsten Unter- oder gar Unbeschäftigen geholfen, denn neue Stellen wurden primär im Ausland geschaffen.
Dass dieser Schwindel immer wieder so leicht funktioniert, liegt daran, dass die Interessen der Arbeitgeber sehr gut organisiert sind, die Arbeitnehmer aber in tausende von Berufen, Spezialisierungen und Positionen - dazu in soziale und politische Klassen, sowie insbesondere in solche die noch Arbeit haben und diejenigen, die keine haben aufgespalten sind. Hier lassen sich die von Ronald S. Burt in: Structural Holes: The Social Structure of Competition im Detail beschriebenen Gesetze der Netzwerke natürlich patent für Kontrolle, insbesondere die Kontrolle der Verteilung des Mehrwertes, nutzen. s. Strukturelle Löcher

Um hier Gegensteuer geben zu können, müssten die Interessen der Arbeitnehmer genau so gut (eher besser, da hier die publizistischen Mittel weniger vorhanden sind), organisiert und vertreten werden. Leider ist dazu weder die Gewerkschaft, noch die SP, und am wenigsten die Myriade von kleinen linken und rechten Splittergruppen in der Lage.
Ein Gegenpart zu economiesuisse (Wortbedeutung: wirtschaftliche Ordnung der Schweiz) müsste geschaffen werden, socionomiesuisse (Wortbedeutung: gesellschaftliche Ordnung der Schweiz), die sich nicht bloss mit den Auswirkungen einer auf Wettbewerb basierenden Ordnung befasst, sondern auch mit dem Resultat, dem Ausschluss immer grösserer Teile der Gesellschaft von humanen Lebensbedingungen, von Lebensqualität, von persönlichen und gesellschaftlichen Entwicklungschancen.
5.9.07: Bei den 24 grössten Konzern ist jeder zweite
CEO Ausländer und nur noch 40% der Chefs Schweizer. In der Schweiz gibt es
schlicht zu wenig qualifizierte Personen für alle Managementpositionen.
(Guido Schilling).
Noch ärger sieht's beim Besitz aus. Im Jahr 2000 waren erstmals mehr als 50% der Schweizer Aktien in ausländischem Besitz - 2004 bereits 60%. Heute dürften es 2/3 sein. Gerade bei UBS, Credit Suisse und Nestlé sind 2/3 der Aktien in ausländischem Besitz, bei Nestle vor allem in den USA, bei der UBS in der EU.
Wenn von uns also tiefe Löhne zum Wohle der Wirtschaft gefordert werden, so dient dies nicht unserer Wirtschaft, sondern fremden Geldherren. In der Form kann man Gesslers Hut natürlich auch grüssen.

[CASH Daily 169. 4.7.2007. S. 1 & 4
2.9.07:
Armut - Ein Katastrophengebiet -
auch der Kommunikation - Arme - Die Verlierer im Wettbewerb um Wohlstand
Definition der Armut, Gründe, Ursachen, Folgen - sowie Projekte zur Förderung der Armut - und das unendliche Palaver zur Beseitigung der Armut, das ohne Resultate bleibt.
24.8.08: Netzwerke,
Cliquen, Clans und Clubs. Ein ost-westlicher Diwan über Rationalität und
Filz in der sog. <freien Marktwirtschaft>
Netzwerke werden zumeist gelobt, insbesondere in der Wirtschaft, kaum je aber kritisch angesehen. Benennt man Teilnetzwerke als Cliquen, Clans oder Clubs, wird das Problem klarer. Netzwerke optimieren nicht nur die Kommunikation auf Effizienz - sondern auch die Selektion, damit die Diskriminierung nicht Zugehöriger. Netzwerke, insbesondere in der Form der Clique, haben ihre eigenen Werte, Normen und Gesetze, denen die Mitglieder sich unterordnen müssen, wollen sie nicht ausgeschlossen werden. Es sind präzise diese impliziten Regeln und Normen welche die Kontrolle in und durch Netzwerke günstiger machen. Und es ist präzise diese Exklusive Möglichkeit der Netzwerke, sich nur nach eigenen Gesetzen zu richten, die zur Staatsfeindlichkeit rechter Kreise führt.
Netzwerke haben immer ein Motiv, denn sie sind relativ langfristige und bewusste Konstruktionen mit einem mehr oder weniger bestimmten Zweck, der sich nach einem geteilten übergeordneten Sinn richtet. Netzwerke, wie generell die Politik, lassen sich also über Sinngebung steuern. Ist der einzige Sinn der heute die meisten Netzwerke leitet, die Vermehrung des Kapitals - so braucht es offensichtlich Gegennetzwerke, welche durch andere Interessen geleitet sind, also z.B. moralisch-ethische Netzwerke (s. auch Das Moral-Unternehmen) - und, unabdingbar, jemanden der sich um die Löcher in und zwischen den Netzen kümmert - und jemanden, d.h. präziser die Philosophie, der immer wieder die Frage nach dem Sinn stellt.
31.7.07: Dass die rechten Sprüche von weniger Staat
(=) mehr Freiheit, Wirtschaft löst Probleme - Staat verursacht sie, nicht
aufgeht, zeigt sich an den unterschiedlichen Interessen von Managern und Volk.
Halten die Manager Outsourcing (wie organisieren, wo am meisten dadurch gewinnen
- mit dem geringsten Aerger etc), Beeinflussung der Politik (weniger Steuern und
Vorschriften, Freihandel ... ausser für die eigenen überpreisigen Artikel etc)
und Datensicherheit für die wichtigsten Aufgaben der nächsten 5 Jahre, so sehen
die Konsumenten hier eher ihre Renten, die Umwelt, die Gesundheit und die
Produktsicherheit als wichtig an:

21.7.07: Harry Potter wird erwachsen ... und gibt
endlich Ruhe ... Gott seis getrommelt und gepfiffen.
18.7.07:
Das Gehirn und der Geist: Kybernetik des Geistes.
Die Strukturierung und Umstrukturierung des Gehirns lernt uns einiges:
bestimmt die Genetik nicht absolut, sonder ist enorm von Umwelteinflüssen abhängig. Das geht bis zur Verdrehung des genetisch festgelegten Geschlechts.
geistige Funktionen stecken nicht in ganz bestimmten Regionen, sondern sind das Resultat komplexer, interaktiver Prozesse, die meist das ganze Hirn beanspruchen. Das Verhalten gezielt mit kleinen Sonden oder sogar bloss Botschaften beeinflussen zu können, ist also science fiction.
Für menschliches Verhalten (emotionale Intelligenz) der vermutlich wichtigste Gedächtnistyp ist das episodische Gedächtnis. Es speichert, mit welchen Emotionen/Gefühlen eine Erinnerung verbunden ist. Da Bewusstsein immer an das Gefühl gebunden ist: Wie fühlte sich diese oder jene Begebenheit, Entdeckung, Tat an, müsste man eigentlich Descartes korrigieren und anstatt - ich denke, also bin ich - sagen: Ich weiss dass ich fühle - also bin ich. Ich kann meine Gefühle in gute und schlechte unterteilen und bewusst bewerten.
13.7.07:
Russland heute: Über die Oligarchie zum bürokratischen Staatskapitalismus der
Kreml-GmbH Putins
10.7.07: Zur Geschichte Russlands: Die Kolonialisierung Sbiriens.Während dem Westeuropa Amerika, Afrika und Australien kolonialisierten, taten die Russen das Selbe mit Nordasien (Sibirien), später mit Zentralasien ... die orthodoxe Kirche war dabei im Umgang mit Heiden eben so unzimperlich wie Katholiken und Protestanten in Amerika, Afrika und Australien.
5.7.07: Untersuchungen am Lernverhalten indischer Dorfkinder zeigen Resultate, die unser Bildungs- und Selektionskonzept ganz gewaltig durchschütteln könnten:
Nimmt man diese Resultate ernst, so heisst das, dass unsere Kommunikations- und Selbst-Bildungs- und-Lern-Behinderung durch eben die Strukturen verursacht werden, die Bildung fordern und/oder vermitteln. "Distinktion" (Unterscheidung = Diskriminierung) ist und war aber immer primäres Anliegen der Elite .... das marktorientierte lebenslange Lernen ein Dressurakt, der Bildung behindert und Wissen verhindert.
3.7.07: Rettet der Geist die Wirtschaft vor der Selbstzerstörung? Geist als zentrale Kontrollinstanz und Innovationsgenerator im Betrieb. Holger Rust will den Betriebs-Geist zur zentralen Kontrollinstanz entwickeln. ... Leider vergisst er dabei, dass Betriebe a) vom Kapital und seinen Vermehrungswünschen kontrolliert und dirigiert werden, b) die Spezialisten funktionell so durchorganisiert sind, dass Geist hier bloss als Sand im Getriebe wirken würde, also schnellstens rausgeputzt würde aus der Firma.
25.6.07: Aus: Management: - Fredmund Malik (1944-):
Management ist die
wichtigste Funktion für jede moderne Gesellschaft -
es geht um die Gestaltung, Entwicklung und Lenkung der gesellschaftlichen
Institutionen.
Management ist die Funktion des Ordnens, Gestaltens, Entwickelns und Lenkens, ungeachtet der unterschiedlichen Begriffe, die dafür in je verschiedenen Zusammenhängen verwendet werden, wie Leiten, Führen, Verwalten, Regieren. Alles, was in einer Gesellschaft wichtig ist, hängt direkt oder indirekt von Management ab: Wohlstand, Fortschritt, Wachstum, Produktivität, Gesundheits- und Bildungsniveau., die Funktionsfähigkeit von Rechtsstaat und Infrastruktur.
Management ist die Gestaltung und Entwicklung komplexer gesellschaftlicher Systeme.
23.6.07: Doch nun wieder in medias res: Das verhunzte Lohnsystem.
Eine Analyse der Kaderlöhne zeigt, dass nur dort, auch auch nur auf der 1. Stufe, wirklich von "Lohnverhandlungen" gesprochen werden, die einen halbwegs gerechten Ausgleich zwischen den Interessen des Arbeitnehmers und denen des Kapitals zum Resultat haben. Bereits bei Stufe 2 ist es eigentlich eine Farce, von "Lohnverhandlungen" zu sprechen, da hier primär die Bürokratie, d.h. Sachzwänge zur Anwendung gelangen. [s. Lohn-"Entwicklungen"]
22.6.07:
Bei
www.diskussionsforen.ch klaffen
offensichtlich Angebot (politische, soziale, wissenschaftliche Probleme zum
Dialog stellen) und Nachfrage (s. Statistik links) weit auseinander - obwohl
wohlgemerkt im Mai (Zeitpunkt der Statistik) die Stichworte
pissing,
ass,
anime,
busty,
asian,
oral,
nicht ein einziges Mal auf dem gesamten eigenen Web vorkamen. Um der
Nachfrage gerecht zu werden wurde dieser Mangel nun behoben ...
Erkenntnismässig die interessanteste Kategorie sind die anime/mangas, da hier die Objekte der Begierde nach den eigenen Vorstellungen modelliert werden. Man kann daraus also erkennen, welche Träume (oft eher Albträume) hinter der Leidenschaft für Pornographie stecken. Anime sind auch deshalb interessant, weil sie quasi die Speerspitze der perversen Pornographie darstellen. Vieles was noch heute als Bild kaum toleriert würde, hat als Zeichnung keine Mühe durchzukommen ... da als "Kunst" bezeichnet. Noch einen Schritt weiter in der Banalisierung von Perversionen können die Cartoons gehen, die sich bloss andere Cartoons als Vorbild nehmen und diese versexen.
...................

Das cartoonistische Element der Anime, die Uebertreibung der sekundären Geschlechtsmerkmale (Busen und Hintern)
Die Venus von Willendorf ist längst nicht tot: Männerträume - Männerängste
http://www.diskussionsforen.ch/images/sex/Anime/index.htm#sodomie (Sex mit Tieren)
15.6.07: Globalisierung II: Analyse und Kommentare zur Dissertation von Hanne Weisensee: Die politischen Dimensionen der Globalisierung: Krisenszenarien und Zukunftsvisionen. Staat und Gesellschaft im Globalisierungsdiskurs.
Globalisierung verursacht einige Probleme ... und eröffnet einigen einige Chancen. In der Defensive gegen die Probleme fördert sie leider auch Isolierung und Abschottung, also Nationalismus bis hin zum Chauvinismus. Dies liegt im Verlust der Identität, die durch eine Scheinidentität ersetzt wird: Wir sind besser als die andern - also einer Identität der Abgrenzung, die erst mal (auf) Differenz aufbaut.
3.6.07: Das
Frauenbild Gustav Klimts: Sublimierung geht über Sex hinaus! Wichtigster
Schluss:
Da es offenbar stärkere Kräfte gibt als Sex, die zu Sublimierung führen, also kulturelle und geistige Tätigkeiten motivieren können, bedeutet dies auch, dass es stärkere Kräfte gibt als Geld, das den Sex als Antrieb und Lohn ja längst ersetzt hat. Und das ist doch gut zu wissen ...
1.7.07: CASH teilt mit, dass die Lieferung auf Ende
Juni eingestellt wird. Gottverdammte Scheisse! Die elektronische Ausgabe ist eh
ein Witz. Sehr stark besucht ist dort Borsalino, Börseninformationen. Also
stellen die von wirtschaftskritisch und informativ um auf Börseninformationen:
kritisch nur noch, wenn die Kurse sinken oder der Betrieb bereits in
Rechtshändel verwickelt ist. Ein schwerer Schlag für das öffentliche Verständnis
wirtschaftlicher Abläufe .... Christopher Locke fragt (Management.
Campus Verlag): Warum gibt es keine
Wirtschaftskritik? Unter google gibt es hunderttausende von
Einträgen unter Literaturkritik, zehntausende unter Kunst-, Medien-, Sozial- und
Kulturkritik, ein paar tausend unter Musik-, aber nur wenige hundert unter
Wissenschafts- und Wirtschaftskritik. Die Frage ist leicht zu beantworten: Was
die Wissenschaft betrifft, riskieren Sie als Laien-Kritiker von den Fachleuten
niedergemacht zu werden, was die Wirtschaft betrifft ebenfalls - vor allem aber,
fühlt sich ein Unternehmen direkt betroffen, riskieren Sie Schadenersatzklagen,
oder Klagen wegen Verleumdung, Marktbeeinflussung, Rufschädigung etc. Mit, für
die meisten unverständlichen Formeln, wird Wirtschaft als Wissenschaft
dargestellt, die quasi mit Naturgesetzen arbeitet. Pustekuchen. Gerade die
Topwirtschaftsbranche, die Finanzwirtschaft, zeigt doch ausgezeichnet, dass hier
reiner Konstruktivismus am Werk ist. Wenn aber natürlich auf
"Wissenschaftlichkeit" plädiert wird, macht man sich unangreifbar, wie die
Fundamentalisten, die ihr Verhalten direkt von der heiligen Schrift ableiten.
Die Volkswirtschaft war einst Teil der Sozialwissenschaften, geprägt von Männern wie Thorstein Veblen, der über den auffälligen Konsum schrieb und gegen die Degradierung der Universitätsbildung in den Händen von Betriebswirtschaftern wetterte ... ein Konzept, das von den Fachhochschulen auf die Spitze getrieben wird. Fachleute für Operations Research und Erbsenzählern war der Aufstieg gewiss und ein Haufen Plunder wurde uf dem Weg der Massenproduktion und Massenvermarktung unter die Leute gebracht. Diese Form der angewandten wissenschaftlichen Abstraktion entfaltete eine unglaubliche Anziehungskraft.
Die Bildungsbürger, die Kultivierten und Kulturbeflissenen setzten dem noch eins drauf, indem sie die Ästhetik formalisierten und Kunstwerke von nun an nach formalästhetischen Gesichtspunkten wie Farbigkeit, Form, Komposition beurteilten. Politik und Gesellschaft hatten innerhalb der nach wie vor vergoldeten, schweren Rahmen nichts zu suchen, sondern wurden einem eben so abstrakten Kunstbegriff geopfert, der nur noch eine kleine künstlerische Avantgarde interessierte. Der Modernismus verkam zum elitären Klub, zum Kulturkult. Die sozialen und wirtschaftlichen Folgen, die sich daraus ergeben, hat Bourdieu im Detail nachgewiesen.
Wie die moderne Kunst gelangte die Wirtschaft zu dem Schluss, alles ausserhalb des Rahmens ignorieren zu können. In der Sprache der Wirtschaft heisst das Gewinnmaximierung. In einem globalen Wirtschaftssystem, das von globalen Netzen zusammengehalten wird, ist es fatal, die Wirtschaft von der Gesellschaft abzuspalten und unbeirrt rein ökonomischen Zielen nachzujagen; dafür sind Wirtschaft und Gesellschaft viel zu stark miteinander verflochten. Einerseits ist Oekonomie tief in den sozialen und historischen Kontext eingebettet, andererseits wird unsere Gesellschaft physisch, psychisch und geistig von der unternehmerischen Tätigkeit, finanziellen Idealen und andern wirtschaftlichen Phänomenen durch und durch geprägt.
Wir haben hier ein
Globalisierungsproblem II. Art: Während dem normalerweise das Problem der
Globalisierung kritisiert wird, weil geld-mächtige ausländische Investoren
lokale Märkte niedermachen (ausnehmen), zeigt sich hier die andere Seite.
Kriegen es Investoren/Unternehmer nicht mehr hin, auf dem eigenen Markt
notwendige, aber schwierig zu finanzierende Produkte anzubieten, wursteln sie
lieber auf fremden Märkten rum, um zu sehen, ob dort leichter was zu holen ist.
Für den Lokalmarkt wichtige Produkte werden so nicht mehr erstellt. Ein Problem,
das mit der Konzentration der Presse sich noch verstärken wird.
31.5.07:
Management: Ein chronologischer und thematischer Überblick über Inhalt,
Widersprüche und Entwicklung des Managements. 100 Jahre
Managementtheorien zu Führung, Strategie, Motivation, der Bedeutung des Wissens
(seltsamerweise ohne Bildung ...) etc.

18.5.07:
Während dem die Lohnerhöhungen bei den Angestellten auch 2006 gerade knapp die Inflation deckten, sprachen sich die Mitglieder der Geschäftsleitung eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 15% zu (bei den rot markierten Fällen deutlich mehr). Da bereits in der Bibel steht: Wer hat, dem wird gegeben, also nichts als christlich ...
Hier lässt sich nun relativ präzise zeigen was passiert - und warum die Abzockerinitiative ungenügend ist:
Der smi stieg 2006 von ca 7500 auf ca. 9000 Punkte, was einer Wertvermehrung der entsprechenden Papiere - und, nicht zu vergessen, der durch diese Papiere repräsentierten Firmen - von rund 33% entspricht (2005: 36%).
Trotz übermässiger "Entschädigungen" (15% Steigerung), die sich die Betriebsleiter zugesprochen haben, haben sich die Werte der Firmen um mehr als das Doppelte dieser bereits exzessiven Lohnsteigerungen vermehrt.
Die Aktionäre haben also beileibe keinen Grund zum Klagen ...
die Mitarbeiter hingegen schon!
Eine Abzockerinitiative sollte also die Mitarbeiter vor Eigentümern und Betriebsleitung schützen - nicht die Eigentümer vor den einzigen, die mit halbwegs gleich langen Waffen um ihren Anteil fechten können, also den Managern.
| Arbeitsmärkte aus volks-wirtschaftlicher Sicht: |
|
|
|
Die Fürsten, der Adel des Kapitals, die Lehensgeber - König und Dame. Die zentrale finanzbürokratischer Herrschaft |
Die Ritter und andere Vasallen des Kapitals - die Läufer, Springer und Türme |
| Wenig Arbeitsplätze, viel Umsatz, Mehrwert, Lohn. Hierhin müssten logischerweise alle Arbeitssuchenden streben, dumm ist bloss, dass diese Stellen eben darum so gut bezahlt sind, weil man sich hier die Konkurrenz vom Halse halten kann. Sehr problematischer Sektor, da er als "Vorbild" dient und nicht bloss alle Aufmerksamkeit, sondern auch das meiste Geld an sich zieht - und nur sehr ungern, also dort wo sie am tiefsten sind, Steuern zahlt ...: |
Viel Arbeitsplätze, viel Umsatz und Mehrwert bei relativ
hohen Löhnen, also volkswirtschaftlich ideal. Daran
hat auch der Staat/die Gesellschaft Freude ... denn Standortswechsel ist hier nicht ganz so einfach : Problem: Normal, uninteressant, unspektakulär = vernachlässigt |
| Pharma, Banken, globale Grossfirmen, Grosshandel, Energie | Maschinenindustrie, Metall, Bau- und ähnliche Gewerbe. |
| Bildung als Zugangsschlüssel (2, 3, 4). Priorität auf strategischem und geheimem, privatem, patentiertem Wissen. | nur praktisches Wissen relevant, also Schulung/Training. Da Theorien generell mit Misstrauen begegnet wird, fehlt hier die Kapazität, sich kritisch mit systemischen Problemen auseinander zu setzen. (s. Bildungsideal Fachhochschule) |
|
Die Gepettos (Spielbauer) |
Die Knechte, Untertanen und Sklaven - die Bauern, die geopfert werden |
| Wenig Arbeitsplätze bei geringen Löhnen (volkswirtschaftlich also relativ problemlos, mit hohem Potential für Innovation, recht problematisch und riskant allerdings oft für die h hier Tätigen: keine Kredite, keine Achtung der Tätigkeit als Leistung, da sie eben wenig davon abwirft, wonach Leistung beurteilt wird, also Geld. (s.o. Leistungslohn)): | Viele Arbeitsplätze tiefer Produktivität - allerdings auch meist mit relativ tiefen Anforderungen. So logisch die Aufhebung aus wirtschaftlicher Sicht - so problematisch ist sie aus der Perspektive des Arbeitsmarktes und der sozialen Folgen für die "armen Hunde": |
| Innovatoren, Forscher, Erfinder, Klein(st)betriebe, Künstler, Artisten, NGOs, Revolutionäre, Häretiker, Denker, Kritiker Intellektuelle, Hofnarren - deren Interesse sich nach anderen Prioritäten richtet als dem Geld[s. 4. Sektor] | Gastgewerbe, Detailhandel, persönliche Dienstleistungen (Reinigungsgewerbe), Textil, Bauern, ... |
| bildungsintensivster Sektor! - da man sich hier mit den 7 Paradoxien unserer Zeit auseinander setzen muss. | bildungsschwacher Sektor - dem Bildung kaum aus dem Schlamassel hilft, denn mehr Bildung bei den Einen verschiebt das Problem des Ausschlusses bloss auf noch Schwächere und erklärt diese zu Unwerten (Invaliden) |
26.4.07:
Konstruktivismus als Grundlage eines evolutiven
Systemwechsels durch Rekonstruktion von Teilsystemen (=
schumpetersche/poppersche Mikrorevolution)
22.4.07:
Konstruktivismus als
offenes - und dennoch systemisch integriertes Denken.
16.4.07: Hauptzweck des Staates, vom Herrschaftsstaat zur partizipativen Demokratie:
Die gerechte Vermittlung zwischen individuellen und gemeinschaftlichen
Interessen durch Information, Koordination und Regulation:
Der Staat sollte eigentlich die Form sein, die sich die Gesellschaft gibt, um ihre Interessen als Kollektiv möglichst optimal zu organisieren, d.h. als optimaler Mix von Effizienz, individueller Freiheitlichkeit, Funktionalität, Systemstabilität, Entwicklungspotentialen etcetc.
Aufgaben des Staates, die von der Wirtschaft noch nie wahrgenommen wurden, also mit einiger Sicherheit auch nicht wahrgenommen werden können:
- Frieden
- Freiheit aller
- Gerechtigkeit ("für alle" ist im Begriff hier bereits enthalten)
- Schutz der Schwachen
- Förderung des Gemeinwohls
- Ganzheitliche, systemische Orientierung beim Streben um Fortschritt
- ...
Der "moderierende Staat" ist ein guter Denkansatz, denn er macht aufmerksam auf die Löcher im Wissen und Management, die der rein wirtschaftliche Ansatz hinterlässt. Ohne Einflussmöglichkeiten der Öffentlichkeit auf eine übermächtige Wirtschaft hätten wir wieder die selben Probleme wie während der Industrialisierung des 19. JH: Wasserverschmutzung, Luftverschmutzung, Umweltverschmutzung generell - und Pauperismus.
Der moderierende Staat muss in der Lage sein, solche "Löcher" im Netz zu erkennen und zu verhindern, dass ihre negativen Auswirkungen das Mass des Erträglichen übersteigen - wobei nicht die Verursacher, sondern die Betroffenen definieren, was erträglich ist.
Der moderierende Staat darf also nicht nur einseitig Wirtschaftswachstum unterstützen, um jeden Preis, sondern sollte sich eigentlich eher um das Wissen kümmern, das bei der all zu einseitigen Wirtschaftsorientierung unter Tisch und Bank fällt. Er sollte also nicht-rentabler, neutraler Wissenschaft die der Kritik und Orientierung dient mindestens genau so unterstützen wie z.B. "den technischen Fortschritt"! Mit solchen Wissenschaften meine ich nicht nur die heute eh wirtschaftlich uninteressanten Sozial- und Geisteswissenschaften, sondern sogar harte Naturwissenschaften, die allerdings dort nicht stattfinden, wo es um potentielle Gefahren, um Kritik an gewissen Forschungen und deren Produkte geht, also heute insbesondere um Genetik und Nanotechnologie. Da diese vor allem von privater Seite finanziert wird, und der Staat sich am selben Typ bedient, fehlt der Kritik das notwendige "kritische Wissen, das Wissen um echte Probleme und Gefahren".
12.4.07: Eine frohe Botschaft aus dem
"finsteren" Mittelalter:
Ockham setzt nicht bei der Herrschaft über Menschen an, sondern bei der Herrschaft über Sachen, beim Eigentum. Mit dem Sündenfall hat der Mensch seine gottgegebene, vernunftgemässe freie Herrschaft über die Güter dieser Welt verloren. An die Stelle des Eigentums tritt eine Gebrauchsbefugnis, die aber allen Geschöpfen gleichermassen eingeräumt wird. Daraus entstehen Konkurrenz, Bosheit und Gewalt. Zur Bewältigung dieser Konflikte hat Gott den Menschen die Möglichkeit eröffnet, Eigentum zu bilden, nicht aber die konkreten Formen der Eigentumsbildung vorgeschrieben. Eigentum ist also eine menschliche Einrichtung, ein positives Recht. Ein Notstand setzt das ursprüngliche Gemeineigentum wieder ins Recht. Das Eigentumsrecht muss sich stets an seinem Zweck, der Sicherung des Lebens, messen lassen. [Alexander Gallus, Eckhard Jesse (Hrsg.): Staatsformen. Modelle politischer Ordnung von der Antike bis zur Gegenwart. Ein Handbuch. Böhlau Verlag Köln, Weimar, Wien. 2004. S. 117]
Was ich damit meine? Wenn der Trend zur Abschaffung des Sozialstaates sich durchsetzt, dann ist es rechtens, wieder Gemeineigentum zu erklären und den Unrechtsstaat abzuschaffen. Manchmal scheint das Mittelalter unserer Zeit halt doch schon voraus gewesen zu sein ... (Auszug aus "Die Geschichte der Staatsformen". In Vorbereitung.)
11.4.07:
Entwicklungspsychologie:
Die Entwicklung des Individuums und der Gesellschaft
9.4.07: Ignoranz
(Unwissen) und Wissen sind zwei Seiten der selben
Medaille: Nur die periodische und temporäre Auflösung fester Begriffe, also von
Wissen, ermöglicht neues Wissen.
4.4.07: Gentechnik:
Geschichte, Methoden, Resultate, Anwendungen und die genetische
Differenzierung menschlicher Rassen.
2.4.07: Nanotechnologie
1.4.07: ACHTUNG BETRUG: Während dem der
Neoliberalismus die korporatistische Interessenvertretung von Natur- und
Landschaftsschutz, sozialen Interessen (Gewerkschaften z.B.) ablehnt, basiert
die Macht der Betriebe im neoliberalen System eben präzise auf
Korporationen/corporations,
denn was sind z.B. Aktiengesellschaften anderes als die Bündelung individueller
Interessen in einer sog. "juristischen Person", der Kapitalgesellschaft. Hier
haben nur noch die Shareholder ein bisschen was zu melden, je nach dem Anteil
den sie haben, die Bevölkerung, die die Kosten für Restrukturierung zu tragen
hat über Arbeitslosigkeit, Invalidität, Steuerentzug etc., hat hingegen kaum was
zu melden und soll in ihrem Einfluss noch weiter beschränkt werden. Wen
wundert's unter den Umständen, dass das Interesse an Politik eher mässig ist.
Dieser Kulturwandel aphoristisch gefasst:
gestern: Das REICH des Sollens war die Welt von Philosophie und Religion.
heute: Die Faust Oekonomie steuert den ARM des Sollens.
30.3.07:
Hochbegabung - der
Schlüssel zu Führungspositionen, Geld und Wohlstand bei den einen, zum
Aussenseitertum bei den Andern.
Apropos Thailand: Obwohl der dortige König einen Namen hat, der leicht mit "Blumenkohl" zu verwechseln ist, darf man das offenbar nicht sagen ... ja nicht mal seine Plakate übermalen, denn das führt zu mehrfach lebenslänglicher Haft. Offenbar gibt's auch heute noch Staatschefs die sich etwas zu ernst nehmen, sich quasi als direkte Vertreter Gottes auf Erden betrachten ... Das Land ist damit von der Liste der Länder die ich gerne besuchen würde gestrichen.
► Meldung vom 12.4.07: Der Typ wurde begnadigt und kann das Land verlassen. Offenbar ist Thailands König doch nicht ganz so abgehoben ... Muss ich halt doch mal hin ..
26.3.07:
Die Raubritter - Zeitzeugen
von Anomie, zeitgemässem Terrorismus - oder dem jedem Ordnungssystem
innewohnenden Potential des Machtmissbrauchs?
Raubritter waren, übrigens genau wie die Ritter, eigentlich nichts anderes als professionelle Mörder, die jene schonten, denen sie Loyalität geschworen hatten ... bis sie ihre Meinung änderten:
Raubritter sind und waren nie Freiheitshelden, nicht mal Kämpfer für die Freiheit, also keine Vorbilder - aber sie zeigen, exemplarisch, die Perversität von Herrschaftssystemen auf. Sie sind asozial, hinterhältig, mehr listig als geistig, lieben, ja geniessen Gewalt und Gewalttätigkeit. Diese ist ihr Lebensunterhalt. Sie zeigen die Insuffizienz von Ordnungssystemen, die auf Gewalt bauen.
Raubritter sind nicht bloss Zyniker, sondern Extremisten des Sarkasmus der Macht.
Moderne Raubritter (die allerdings nur noch Firmen und Arbeitsplätze abmurksen):
die raider, die Firmen kaufen auf Kosten der gekauften Firma, d.h. zu Lasten deren Angestellter
CEOs, die Firma und Angestellte ausbeuten, Konkurrenz vernichten, zum Wohle des eigenen Anteils am Gewinn ... aber dennoch nur als Stellvertreter der Shareholder:
Shareholder die Gewinne maximieren und die sozialen Kosten wie die zerstörte Umwelt dem geschmähten Staat hinterlassen.
Helden des Unternehmertums, die Monopole oder zumindest marktbeherrschende Firmen und Netzwerke errichten, zum Wohle des Profits, zum Schaden der andern Teilnehmer und der Kunden.
... etc. Da gibt's noch eine ganze Menge. Denken Sie mal nach ... denn die neoliberale Theorie, Basis der Finanzwirtschaft, also der heutigen Ritter-Ordnung, ist eine genau so ideale Ordnung für Raubritter wie das damalige Fehderecht mit seiner "Nahme", da ihnen alles gehört, was sie erbeuten, so lange sie belegen können, dass die Beute "erworben" wurde ... ganz egal ob das nur möglich war, weil der Erworbene erst in den Konkurs getrieben wurde (Wettbewerb der Grossen gegen die Kleinen) oder ganz einfach zu dumm war, die Gesetze des Marktes zu erkennen (Späteinsteiger an der Börse).
19.30.7:
Die politische Orientierung zwischen individuellen Interessen (Wettbewerb)
und Moral (Kooperation und Gemeinwohl).
Ethik ist praktische Philosophie und widmet sich der Frage: Was sollen wir tun? Wäre also, als zukunftsgerichtete Zielorientierung, eigentlich Grundlage von Politik und Wirtschaft.
Ethik und Moral haben Chancen, sich durchzusetzen, auch in der Politik, wenn sie jemand quasi "unternehmerisch" als Interessen aufbaut und vertritt. Um aber nicht nochmals in einer Moral des Habens zu versumpfen müsste die Motivation durch eine andere Währung als Geld erfolgen, wofür in erster Linie die Gerechtigkeit zu empfehlen wäre.
11.3.07: Esse est
interesse: Sein heisst interessiert sein. Das
Interesse ist ein bestimmender
Faktor der Persönlichkeit, denn es gilt immer noch als Grundlage des Berufs.
Dank des Interesses werden Löcher im Wissen gestopft und alternative
Handlungs- und Verhaltensmöglichkeiten ge- und erfunden.
Der schöpferische Überfluss den Interesse(n) schafft, ist
ein Quell individueller Lebensfreude. Leider steht Interesse aber,
seit der Erfindung der Buchhaltung, primär für "Zinsen". Sinngemäss hat sich
auch das Modell, bei dem monetäre Interessen im Zentrum stehen, als Leitprinzip
durchgesetzt. Alle anderen Interessen müssen sich ihm heute unterordnen.
Buchhalter und Bankiers sind Modell (Typ C von Hollands RIASEC-Modell der
beruflichen Interessen) des homo oekonomicus, damit Modell für
jeden für uns. Ich denke es wäre Zeit für einen
Modellwechsel:
9.3.07:
Zur Energielücke:
Die Tatsache, dass innerhalb weniger Wochen dutzende von Projekten aufgetaucht
sind, die nun darauf drängen, in kürzester Zeit neue Atom- und/oder
Gaskraftwerke zu realisieren, zeigt vor allem eines: DIE ENERGIELÜCKE GIBT ES
NICHT! Sie ist ein trojanisches Propagandapferd das uns den Teufel
und Belzebub gleichzeitig ins Haus schmuggeln will. Wenn wir jetzt einfach
schnell ein paar Energieproduktions-Ladenhüter hinknallen, kommt das im Moment
vermutlich billiger ... aber wie alles was billig ist, längerfristig gesehen
recht teuer (Klimawandel durch CO2 auf der einen, ungelöste Lager-
und vor allem Haftungsprobleme auf der andern Seite):
7.3.07:
Gerontokratie und Plutokratie der Pensionäre statt Demokratie: Die
Alten, die Pensionierten, also zumindest die reicheren darunter, sparen am
stärksten. Zudem fallen Erbschaften, je höher die Lebenserwartung stieg, immer
mehr selbst ins oder nahe ans Pensionsalter (55 bis Exitus). Das meiste Geld ist
also in den Händen einer Gerontokratie - und zirkuliert zum grossen Teil
innerhalb dieser: Wer zahlt, befiehlt - und nur wer Geld hat, kann bezahlen.
Demokratie ist dann nur noch das
circenses
für den Pöbel, der, um ans panem zu kommen, zuerst immer die
Ansprüche des Kapitals (Zinsen, Rendite, Börsenkurse) garantieren muss, und sei
es, Paradoxie der Zeit, durch den Verlust seines Jobs beim Restructuring.
Apropos Steuererlasse für die Reichen. Hier spielt hier die Krankenkasse die selbe Rolle, denn auch die reichen Alten zahlen die selben Beiträge wie die armen Alten, obwohl sie es beileibe nicht nötig hätten, werden also im Zeichen der Gleichheit mit subventioniert. So betrachtet ist das Krankenversicherungssystem nicht gerecht und ein deutlicher Warnschuss über die Einheitskasse zu empfehlen. HIER wird die Solidarität der Jungen eindeutig überstrapaziert!
4.3.06:
Eröffnung von
Brainworker's Internet-Buchhandel /
Buchempfehlungen (erst zu 10% vorhanden ...)
Apropos Unruhen in Dänemark: Ein Replay von Zürich 1980? Aufstand der Ohnmächtigen gegen das Kapital?
25.2.06:
Die gegenwärtige Ordnung der Welt
(kein wissenschaftliches, sondern ein leicht zynisches Konzept)
Priorität des Seins Ohn-Macht des Wissens ... mit einem gewissen Störpotential Die Abgehobenen |
institutionelle, verbale, psychische, soziale, monetäre Gewalt |
Priorität des Habens Macht des Geldes, des Kapitals, der sozialen Hierarchien |
![]() |
||
indiviuelle Selbstentwicklung
Kultur des ICH & DU = WIR |
finanzielle Interessen und Machttrieb - getarnt durch den Luxuskonsum "hoher" Kultur. Oben hierarchisches, unten nationales Zwangs-WIR |
|
Nichts ausser der |
Nichts ausser der |
|
tätliche Gewalt |
Die Absurdität des Modells erkennt man am besten, wenn man sich die Rangordnung der Berufsprestiges ansieht. Diese ist längst untauglich für die Orientierung der persönlichen Zukunftsgestaltung..
24.2.06: Soziale Klassen & Die Erhaltung sozialer Ungleichheit durch das Bildungssystem
17.2.06:
Bildung: Ihre Entwertung, ihre
selektive Funktion und der Schabernack der "kulturellen Werte" der "Elite"
(Eine Interpretation nach Bourdieu): Bildungstitel produzieren
keine Arbeitsplätze, sondern bloss Statuszuweisung auf der positiven -
Stigmatisierung auf der negativen Seite. Die Bildungsreform ist gescheitert.
Bildungstitel werden entwertet, u.a. durch die sog. Hausfrauisierung - und
tragen weitaus weniger zur Förderung des Einsatzes individueller Begabungen bei
- als zum Ausschluss, zur De-Selektion, da der Zugang zu hoch bezahlten Stellen
vor allem vom Zugang zur Elite abhängt, und dieser durch "kulturelles Wissen"
bestimmt wird, das a) nicht Thema der Ausbildung ist, und das b) eh recht
ephemer und auf "Distinktion", nicht auf Integration, angelegt ist. Dem
Bildungskleinbürgertum bleibt die um so hartnäckigere, aber total
konformistische Anpassung an die gegebenen Verhältnisse.
Trauriges Fazit:
Fackelträger der Macht sind nicht die Mächtigen selbst,
sondern ihre
Lakaien und Nachäffer,
die Kleinbürger.
13.2.07:
Was ist
Vernunft? Vernunft,
auch als Rationalität bezeichnet, sucht nach Gründen - und wägt diese ab. DAS
Geschäft der Vernunft ist die Rechtfertigung!
Moralisches Handeln ist also ebenso vernünftig wie wirtschaftliches
Handeln, letzteres aber nicht immer moralisch. Kritisch ist heute
insbesondere die permanente Verletzung von Kants Gebot:
Der Wert einer Handlung bemisst sich nicht danach, wie Glücklich sie einen Menschen macht, sondern ob sie ihn als Selbstzweck belässt, als den, der Zwecke und Ziele setzt, oder ihn als Mittel für einen nicht von ihm selbst gewählten Zweck einsetzt
- was heute eigentlich der breite Standard ist (der von Marx als "Entfremdung" bezeichnet wurde)
Unsere Institutionen müssten darauf ausgerichtet sein, jedem Menschen die Betätigung seiner spezifischen Möglichkeiten zu ermöglichen. [S. 165]
Das wäre die richtige Antwort auf die Deselektion durch Aus-Bildung, nicht noch mehr Bildung aus dem selben Topf.
4.2.07:
Kritische Gesellschaftstheorie: Nicht die Politik, die Wirtschaft dressiert den Menschen!
[s. speziell:
Heutige gesellschaftliche Klassen und
soziopolitische Lager]
Da die Ökonomischen Regeln unumstösslich sind und diskussionslos akzeptiert werden, bilden sie die Grundlage des neuen Autoritarismus. Und hier gilt, wie bei allen Autoritäten:
Das hervorstechendste Merkmal des autoritären Charakters ist dessen Konformismus.
Diese Qualität kommt darin zum Ausdruck, dass gerade jenes Merkmal, das gemäss de vorherrschenden Selbstbeschreibung der modernen bürgerlichen Gesellschaft den Menschen erst zum Individuum macht, nämlich das freie, selbstbestimmte Handeln, keine Bedeutung mehr besitzt. Eingefügt in das gesellschaftliche Getriebe, werde das Individuum herabgesetzt zum blossen Funktionsträger.
Das Mittel, das zu
einem besseren Leben hätte führen sollen (die Wirtschaft),
ist zum Zweck geworden, dem sich das Leben zu unterwerfen hat.
24.1.07:
Der Irrtum der
Hirnforschung betreffend fehlender Willensfreiheit: Natürlich ist der grösste Teil der Nervenreaktionen und Aktionen voll
automatisiert, denn durch das Training
des neuronalen Systems werden auch psychische Reaktionen weitgehend
automatisiert, weshalb uns gewisse Äusserungen einfach gleich mal nerven ...
oder begeistern. Dies erfolgt durch
automatische
Konditionierung von Reaktionen, also die Erzeugung des "bedingten
Reflexes". Aber:
Umstrukturierung & Strukturbildung beim Lernen: Wenn wir nicht einfach die erste intuitive Reaktion des Gehirns als Wahrheit hinnehmen, sondern zu fragen beginnen: Was weiss ich über dieses Objekt? Warum interessiert es mich? Was kann ich damit anfangen? Soll ich mich weiter damit beschäftigen? Welche Informationen brauche ich? Wo finde ich sie? Will ich rausfinden, was ist - oder ein bereits bestehendes Ziel (meiner selbst oder der Partei oder der Firma etc.) propagandistisch anstreben .... etcetc. Und da finden tausende von Gabelungen statt, tausende von Wahlverfahren und Wahlschritten - wiederum (Gott sei Dank) die meisten vollautomatisch. ABER - und das ist die Freiheit des Menschen - das Denken lässt sich jederzeit abbrechen oder in bestimmte Bahnen lenken. Man kann neue Informationen suchen und verarbeiten, was Neustrukturierung von Teilen des Gedächtnisses bedingt. Das wiederum führt zur Notwendigkeit der Anpassung alter Strukturen und zu neuen Prägungsvorgängen.
Fazit:
Wir können aber frei bestimmen, worüber wir nachdenken wollen, welche Informationen wir dem Denken zur Verfügung stellen, welche Resultate wir kritiklos akzeptieren ... und wo wir unser Denken lieber doch noch mal selbst hinterfragen.
Grundlage der Willensfreiheit ist also der Wille zu Wissen.
21.1.07:
Die Medien, angeführt vom Tagesanzeiger, fahren wieder mal eine Breitseite gegen
die Bauern. Allerdings auf einem Niveau das man als agrarpolitischen
Analphabetismus bezeichnen muss - und als Propaganda. Sämtliche
Beiträge des Staates an die Landwirtschaft, inklusive die Kosten des Bundesamtes
für Landwirtschaft und der landwirtschaftlichen Forschung laufen nun unter
Subventionen ... die, oh wie larmoyant hier auf sozial gemacht wird, nicht den
"armen" Bauern zugute kommen (Es handelt sich um ganze 15%, was verschwiegen
wird). Die Kooperation der Landwirtschaft mit der industriellen Vermarktung
wird als "paktieren" beschrieben ... während dem das selbe bei irgend einem
Betrieb der es praktiziert, als supply-chain-management gelobt, und von
der Börse belohnt würde. Linke Politiker und Städte wollen aber billige
Nahrungsmittel - egal zu welchen "Kosten". (s.
Landwirtschaft Oesterreich - dem wichtigsten Lieferanten der Billigketten.)
Hier verstösst der Tagesanzeiger nun definitiv gegen das journalistische
Gebot einer objektiven Berichterstattung.
Ein Aspekt des global warming wurde bis anhin zu wenig erwogen: Das Verschwinden der ausgleichenden Speicherwirkung von Schnee und Gletschern in den Hochgebirgen. Da dieser Effekt im Falle des Himalaja 40% der Weltbevölkerung betrifft, ist eine Kooperation von Indien und China beim globalen Klimaschutz fast sicher. Ebenso erklärt dies die wachsende Begeisterung gewisser Kreise für Atomkraftwerke. Kommt im Sommer kein Wasser mehr von Schneefeldern und Gletschern, dann pumpt man es eben rauf mit Atomkraft, und spült es runter wenn Nachfrage und Preise hoch sind. Die ganzen Alpen als gigantisches Energie-WC.
14.1.07:
Psychologie: Ein umfassender
Überblick - von der Dressur durch bedingte Reflexe über Motivation,
Persönlichkeitstests, psychische Störungen bis zur Psychologie der
Manipulation.
Die wichtigsten Punkte zur Psychopathologie des Neoliberalismus:
Der Neoliberalismus fördert also aus psychologischer Sicht Normen, die in
mehrfacher Beziehung zu gestörtem Verhalten führen:
Fazit:
|
6.1.07: Die Konditionierung auf Geld als einzig
rationalen Steuerungsfaktor - der Glückshormone freisetzt - zeigt gleichzeitig
ein völlig neues potentielles Orientierungssystem auf, das ich "Ökonomie
(und Politik) des Glücks" nennen würde. Heute ist die Welt so
strukturiert, dass diejenigen, die das Geld haben, oder die höchsten Löhne, sich
auch noch gleich Glücksgefühle durch Herrschaft über andere aneignen können.
Es gibt aber eben Menschen, denen bereitet es Freude, wenn sie Führen - und es gibt andere,
die ziehen es vor, wenn sie nach klaren Vorgaben arbeiten können. In
einer glücksökonomisch optimalen Organisation würden also diejenigen
führen, die das am besten können, und es wäre ihnen Lohn genug, auch ohne
Unterdrückung und Ausnutzung der Untergebenen - während die Untergebenen ihren
Führern nicht am Stuhl sägen, sondern dankbar sind für sinnvolle
Einsatzmöglichkeit ihrer Arbeitskraft und das dadurch erworbene Einkommen. Wie
sie sehen, wäre damit auch das blödsinnige Konzept des generellen Wettbewerbs
aller gegen alle auf ein erträgliches Mass reduziert.
Das 1. Axiom einer Ökonomie des Glücks würde lauten.
Jeder
hat das Recht sein persönliches Glück zu suchen
- nicht aber auf Kosten anderer.
Das in der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung garantierte Streben nach Glück sollte wirklich zu einem solchen werden, denn da Glück durch Wohlstand ersetzt wurde und dieser mit materiellem Reichtum gleichgesetzt wird, wurde aus dem Streben nach Glück ein Streben nach mehr Geld - und Macht, dass sich seit dem Neoliberalismus und Neokonservativismus inkonsistent verhalten darf, da man wieder die "Freiheit" hat, andere auszubeuten.
5.1.07:
Geld wirkt wie eine Droge:
Warum Geld so eine überragende Bedeutung gewonnen hat, ist also weitaus weniger mystisch, als es scheinen mag. Der Nucleus accumbens belohnt Geist und Körper für "richtige" Aktionen durch einen Schub Glückshormone. Da es sich dabei um chemische Substanzen (Endorphine und Opiate) handelt, lässt sich nicht bloss der Nucleus accumbens austricksen sondern auch das mühselige Streben nach Glück durch Arbeit oder andere Tätigkeiten umgehen durch direkte Zufuhr von Drogen, welche eben die selbe Wirkung erzeugen, sondern er lässt sich auch beliebig stimulieren, am erfolgreichsten eben durch Geld. Eine eben so banale wie eigentlich gefährliche, und daher denk-würdige Angelegenheit:
Basis der Psychologie sind eigentlich Lernvorgänge. Das fängt an bei quasi mechanischer Konditionierung. Wir alle brauchen Jahre um als Kleinkinder zu lernen, uns nicht selbst voll zu kacken. Die Beherrschung dieser eigentlich einfachen, aber doch komplexen Fähigkeit (wie bekannterweise der meisten Fähigkeiten ...), wird weitaus effizienter über ein Lohn-System angeregt, als durch Strafen. DAS Lohnsystem funktioniert nun aber eben über Geld ... und da hätten wir schon des Pudels, oder vielmehr des Problemes Kern. Da Geld eine extrem klebrige Substanz ist, neigt sie dazu, sich auf Haufen zu ballen. Diejenigen, die bereits sehr viel davon haben, vermehren es leichter, belohnen sich also übermässig, während dem anderen der Lohn und dadurch die Lust eines selbsterzeugten Morphinschubs entzogen wird.
Vielleicht sollte man Überverdiener die andern die Lust vergällen einfach mal wie Drogensüchtige behandeln, statt sie als Heroen des wirtschaftlichen Erfolges anzubeten. Dies um so mehr, als ihnen das Geld offensichtlich nicht reicht und sie dazu auch noch Macht und Herrschaft über andere fordern und ausüben.
Die Bildungsschwachen durch Bildungszwang zu strafen setzt am falschen Ende an. Man müsste sie nämlich logischerweise eher für etwas belohnen, für das SIE qualifiziert sind, wo ihre Stärken liegen, das also gefördert werden soll und kann.
Negatives Beispiel Walmart: Die 1.33 Millionen Angestellten werden in Zukunft von einem Computer zur Arbeit gerufen (Arbeit auf Abruf - die kapitalistische Form der Planwirtschaft!), und zwar genau dann und nur dann wenn man sie grad braucht. Dazu erlaubt das System auch, die Einkommen der Angestellten so optimal zu minimieren, dass keine Zusatzleistungen an Versicherungen (nur Vollzeitbeschäftigte müssen gegen Krankheit versichert werden!) und insbesondere an Gewerkschaften fällig werden (ein Verfahren, dass übrigens auch bereits in der Schweiz angewandt wird.) Persönliche Wünsche, Bedürfnisse der Familie, die sog. "work-life-balance", haben da nichts zu suchen. Es wird vollständige Unterordnung in die Abläufe und unter die Interessen der Organisation verlangt. Menschen als Ersatzteillager - das zeigt, warum die USA im Irak und in vielen östlichen Ländern auf nicht grad übermässige Sympathie stossen. Und eigentlich fragt man sich doch, wie in einem Land, dass derart stolz ist auf "individuelle Freiheit", so was passieren kann. D.h, nein, eigentlich ist es klar, denn das ist präzise das was passiert, wenn ein kleinkarrierter Bünzlibetrieb zu gross wird, zu viel Macht erhält. (s. economy of scale)
4.1.07:
Die SKOS will die Probleme der Jugendarbeitslosigkeit durch
Ausbildungszwang bis zur Volljährigkeit lösen. Sie übersieht aber, dass die
negative Auslese von leistungsschwachen Schülern weder auf deren Faulheit noch
auf zu kurze Ausbildung zurückzuführen ist, sondern eben auf Wettbewerb: die
besseren kriegen einen Job - die schwächeren sollen sich doch bitte erschiessen
- aber natürlich erst, nachdem sie die Beerdigungskosten beiseite gelegt haben.
Dabei zeigt es sich längst überdeutlich, dass Bildung hier absolut keines der
Probleme löst, denn wir haben am andern Ende der bildungsmässigen
Leistungsfähigkeit präzise das selbe Problem: Ausschluss aus dem Erwerbsleben in
der
generation p. Dem soll wohl abgeholfen werden durch bessere Dressur der
Hochbegabten, so dass sie von Anfang an auf
Produktionsgesinnung" dressiert, bloss nicht auf kritische Ideen
kommen.
Durch eine verlängerte Ausbildungspflicht - ohne ausreichend Arbeitsplätze, also Vollbeschäftigung (oder Voll-Teilzeitbeschäftigung) - werden die Jugendlichen bloss in eine Tretmühle gesetzt, wie Hamster: Leerlauf zwar ... aber immer brav im Käfig!
