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Analysen und Gedanken zur wirtschaftlichen Entwicklung |
Webmaster und Internet-Redaktor Martin Herzog
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Beide tönen eigentlich ähnlich und scheinen das selbe auszusagen, lassen aber, genau wie Bibel und Koran, sehr unterschiedliche Interpretationen zu:
a) Alte Praxis: Aus vorhandenem Material mit vorhandenen Arbeitskräften das bestmögliche Produkt herstellen
b) Marketingorientierte Praxis: Nur das herstellen, was verkauft werden kann - oder wofür sich ein Markt schaffen lässt.
Bei Interpretation b) ist, was wir in den letzten 40 Jahren erlebt haben, die Vermarktung primär, die gegebene Menge an produktiven Faktoren, inklusive Arbeit und nicht nachwachsende Rohstoffe, aber sekundär.
Bereits die Probleme die sich stellen, die Grundlagen der Ökonomie zu definieren, zeigen, dass es sich hier allenfalls um eine Wissenschaft im Sinne der Theologie, also eine Wissenschaft der Interpretation und der Sinnfindung - aber keine Wissenschaft im Sinne der natur- oder technischen Wissenschaften handelt, die absolute Gesetze begründen.
Der Erfolg der Kapitalgesellschaften widerlegt Überlegenheit des Privatbesitzes über Staats- oder Gemeinschaftseigentum. 3.8.05
Die organisierte Plutokratie: Corporatocracy - die Herrschaft der Firmen 25.7.05
Restrukturierung und Reengineering sind bloss Rückzugsgefechte. Um der enorm zunehmenden internationalen Konkurrenz zu begegnen, braucht es aber mehr Innovationen, neue und spezifische Güter und Dienstleistungen. 24.4.05
sowie eine ganze Serie zur forstlichen Ausbildung, wie: Waldsystemmanagement statt Forstwirtschaft !?
Während andere sich langsam ans Aufräumen der Scherben machen, die 20(0) Jahre Liberalismus hinterlassen haben, versucht die Schweizer Forstwirtschaft, wie so oft etwas hintendrein, jetzt noch auf diesen bereits entgleisten Zug aufzuspringen, was folgende Beispiele deutlich belegen:
Der Internationale Holzmarkt - das Preis-Mengen-Gesetz - und die Situation in den USA und Australien: Der Internationale Holzmarkt wächst seit längerem nur um knapp 1% pro Jahr, die Preise fallen um den selben Betrag. Da die Nachfrage nach Holz recht preis-inelastisch ist, d.h. nur wenig auf Preisänderungen reagiert, führt günstigere Produktion leider nicht über Restrukturierung zu mehr Absatz, sondern zu Destrukturierung.
Logistikstudie der Schweizer Wald und Holzindustrie Zeigt kurz und präzis die Probleme, Lösungsmöglichkeiten und Empfehlungen. Zu kritisieren ist die einseitige Orientierung an Handel und Betriebswirtschaft. Auch die Empfehlung zur (Wieder-)Einführung des Leistungslohns bei der Holzerei, also der Akkordarbeit, dürfte nicht nur bei Arbeitnehmern, sondern auch bei SUVA und Waldbesitzern (s.o.) nicht auf eitel Freude stossen.
Probleme der Restrukturierung über Grössenvorteile (Economy of Scale) am Beispiel Grosssägewerke Auch dies ein Beispiel einer verspäteten Neoliberalisierung der Holzwirtschaft. Eine neue Sägerei mit einem jährlichen Umsatz von 500'000 m3 schafft zwar 200 Arbeitsplätze - sie vernichtet aber die Existenz von 100 Kleinsägereien und damit 1000 Arbeitsplätze. Die sozialen Kosten der Restrukturierung sind 800 Arbeitslose - mit einer Berufserfahrung die dann kaum mehr gefragt ist. Das Beispiel macht auch deutlich, wie die alleinige Preisorientierung total in die Irre führen kann. Auf Grund der Inelastizität der Nachfrage ist nämlich nicht damit zu rechnen, dass eine Reduktion des Preises und damit der Einnahmen durch steigende Mengen ausgeglichen wird (s. oben: Internationaler Holzmarkt.)
Lothar zeigt die Schwächen der Schweizerischen Wald- und Holzwirtschaft. Von theoretischen Einsichten des supply chain managements zu praktischer Anwendung im Kanton Luzern.
Kritik am supply chain management: Die Holzproduktion erfolgt nicht nachfragegesteuert, sondern ganz einfach weil der Wald aus Bäumen besteht und diese Holz produzieren. Die Wald- und Holzwirtschaft müssen neue Produkte kreieren und Märkte dafür schaffen. Dies um so mehr, als sämtliche Länder in Europa das selbe Problem haben. Export ist also keine Markterweiterungsstrategie sondern Verdrängungskampf auf unterstem Preisniveau.
Wirtschaftsliberales Halali gibt Waldgesinnung zum Abschuss frei: Aus wirtschaftlicher Sicht handelt es sich bei jeglicher Gesinnung um eine wirtschaftliche Katastrophe, denn laut der wirtschaftlichen "Gesinnung" sollten ja alle nach mehr Eigennutz und Habe streben, unabhängig davon ob es den Interessen der Gemeinschaft zuwider läuft. Zudem bewertet eine ökonomisierte Gesellschaft den Menschen gerade umgekehrt wie die Ethik, nämlich nach seinem äusseren Erfolg und nicht nach seiner inneren Werthaltung (Weisheit). Aber - ordert eine effiziente Wirtschaft wirklich eine gesinnungslose Gesellschaft? Darf sie das?
Holzmarktpolitik
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Webmaster und Internet-Redaktor Martin Herzog
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Hilft Bildung gegen Arbeitslosigkeit? Die (höhere) Bildungspolitik der Schweiz |
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Von Acker- und Waldbauern zu Stadt-, Export- und Kapitalwirtschaft: Warum Bauern sooo billig produzieren, dass sie ihre eigene Existenz gefährden. Religion und Städte – die treibenden Wirtschaftsfaktoren des Mittelalters. Was ist Wohlstand, wer bestimmt darüber, wer verfügt darüber? Welche Faktoren bestimmen die Zufriedenheit? Bauern, Geld und Herrschaft |
Shrubland Management in Tribal Islamic Yemen.
Social Forestry as Development of a Local and Sustainable (Sylvi-)Culture.
An Essay in Practical Philosophy.
M. Herzog. February 1998.
Martin Herzog, Dipl. Ing. ETH, WEBDESIGN, Rheinfelden 10. Oktober 2003
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