Schweizer Wald  -  Wald International

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Anlass für die ersten Internet-Präsentationen 1998 war, die Resultate langjähriger Entwicklungsforschung im Jemen, Äthiopien, Somaliland und Tadschikistan öffentlich zugänglich zu machen. Es folgten, nach einer Periode mit Texten und Analysen zu Lohn und Arbeit, im Juni 2002 eine weitere Site: www.diskussionsforen.ch auf der die wichtigsten Fakten und Ideen für eine neue Waldpolitik präsentiert und diskutiert werden sollten. Da die aktuellen Hauptprobleme aber eigentlich wirtschaftlicher Art sind, ist auch eine intensivere Auseinandersetzung mit ökonomischen Gesetzmässigkeiten angebracht.
     

 

Wald International

 

 

Wälder

Waldvernichtung
 


 



Aufforstungen

http://www.sasi.group.shef.ac.uk/worldmapper/index.html

   
  • European Forest Sector Outlook Study 1960-2000-2020. UNECE; FAO; UN: Die Bedeutung der Holzproduktion ist auf einem Rekordtief, sektorübergreifende Zusammenarbeit lebensnotwendig, eine Renaissance von Nieder- und Mittelwald zur Energieholzproduktion denkbar - und eine Politik der Förderung der Holzverwendung unabdingbar. Was die sektorübergreifende Zusammenarbeit sowie das multistakeholder management, oder besser eine partizipative Forstverwaltung betrifft, so steckt diese immer noch in den Kinderschuhen, die sie wohl auch kaum ablegen kann, solange sich die Herren der Forschung an veralteten und vor allem verfehlten Konzepten von "Wissenschaftlichkeit" festklammern. Forstwirtschaft ist eine Angelegenheit in der unterschiedliche Akteure mit höchst unterschiedlichen und  oft widersprüchlichen Ansprüchen gemeinsam zufrieden gestellt werden müssen. Forstwirtschaft ist also der geeignete Gegenpol zum eingleisigen Denken nicht nur der Natur-Wissenschaft, sondern sogar der komplexesten aller "Wissenschaften", der Ökonomie. (s. wirtschaftliche Überlegenheit der einfachen Zielsetzung).

    Holzproduktion und Konsum brachen in Europa dramatisch ein mit dem Zusammenbruch des Ostblocks:

    Die Holzproduktion wird sich weiter in den Osten verschieben. Ebenso findet Wirtschaftswachstum vor allem im Osten statt. Die Entwicklung im Westen ist also von der Einführung neuer, höherwertiger Produkte, mit steigenden Erdölpreisen auch von Ersatzprodukten für die Erdölindustrie abhängig.

  • Das nordamerikanische Modell einer profitablen Waldwirtschaft. Von Plünderung der Naturwälder zur industriellen Holzplantage - unabhängig davon, ob Privat- oder Staatseigentum!

  • Der internationale Holzmarkt, das Preis-Menge-Gesetz und die Situation in den USA und Australien.

Der Wunschtraum, die Waldwirtschaft durch Export zu fördern, sieht anhand des enormen internationalen Wettbewerbs wie Trends zappenduster aus. Seit 1968 wächst der Holzverbrauch um knapp 1%, die Holzpreise lassen in genau dem selben Mass nach. Dies ist allerdings kein Zeichen für eine Preis-Mengenelastizität von 1, im Gegenteil. Während die Nachfrage zwar recht elastisch reagiert, also bei höheren Preisen sofort höhere Mengen angeboten werden, oder umgekehrt, reagiert die Nachfrage recht inelastisch. Dies liegt daran, dass die Verarbeitenden Betriebe hohe Fixkosten zu tragen haben und beinahe um jeden Preis Holz beschaffen, um diese Auszulasten. Allerdings lässt sich der Absatz der Produkte bei weitem nicht im selben Masse steigern, da der Rohstoff nur noch einen Bruchteil des Endpreises bildet. Billigere Produktion vernichtet also nicht nur Arbeitsplätze, sie produziert auch auf Halde, wenn nicht parallel zu Rationalisierungsmassnahmen die Nachfrage gesteigert wird.

     

Schweizer Wald

   
   

Oesterreich: Landesstrukturen und Geschichte - Landwirtschaft - Forstwirtschaft - Tourismus

     

 Waldphilosophie

Forstethik

   
     

Waldpolitik

   
   

 
     

Wald-Wirtschaft

   
   

Auf den ersten Blick leuchtet es jedem ein, dass das Preisniveau der Schweizer Holzproduktion im internationalen Vergleich zu hoch ist. Auf den ersten Blick scheint es logisch, dass eine grössere Firma günstiger produziert. Vergessen wird aber, dass dies nur auf dem Niveau der Betriebswirtschaft zutrifft. Volkswirtschaftlich ist die Bilanz negativ, denn die beschriebene Grosssägerei macht 100 Kleinsägereien den Garaus und schafft per Saldo nicht  mehr Arbeitsplätze, sondern 800 Arbeitslose, mit einer Berufserfahrung die diese kaum mehr einsetzen können.

Supply chain management integriert die Holzproduktion im Wald in den Verarbeitungsfluss - und richtet sie nach der Nachfrage. Die Holzproduktion im Wald erfolgt aber "automatisch", zumindest was die Masse betrifft, allein auf Grund der Tatsache, dass Wälder aus Bäumen bestehen und diese wiederum aus Holz. Waldwirtschaft braucht also zur Entfaltung Konzepte die die Tatsache der Angebotsgetriebenheit berücksichtigen.

Das Ausbildungsangebot hingegen wird formuliert aus der Nachfrage nach Spezialisten und der Sicht anbietender Schulen - lässt aber jeglichen Bezug zum reellen, d.h. massiv schrumpfenden, Arbeitsmarkt der Branche vermissen. Die praktischen Lösungsansätze im Kanton Luzern sind, wie zu erwarten, einiges brauchbarer als die Theorie.

Brauchbare Tabelle der Probleme, Lösungen und Empfehlungen. Enthält allerdings zwei Punkte die der Kritik bedürfen: Wie der Titel des Originaltextes wohl zurecht ausdrückt: Schweizer Wald- und Holzindustrie, wird hier der Wald zum Anhängsel der Industrie gemacht. Wald hat aber ganz andere Produktionszeiträume und -Gesetze. Für den Waldbesitzer wichtiger als die billige Ernte, ist der Zustand des Waldes nach der Ernte. Dies um so mehr als Ernte im Wald zumeist auch Verjüngung bedeutet. So ist auch das Abschieben des Risikos durch Leistungslohn auf Akkordanten nicht nur aus sozialen und gesundheitlichen Gründen kritisch zu werten, sondern eben so aus der Perspektive der Waldpflege.

     

Wald-Verwaltung:

Die Waldwirtschaft zwischen Skylla und Charybdis, zwischen Liberalisierung und Kommunalisierung

 

   
   

     

Ausbildung

   
   
  • FORSTWISSENSCHAFTEN / Beiträge zur Gestaltung der zukünftigen forstlichen Ausbildung: 39 Beiträge 18.9.03), die es erlauben, die Diskussionen der letzten 10 Jahre zur Entwicklung der forstlichen Ausbildung zu verfolgen. Die umfangreichste Grundlagenstudie zum Thema finden Sie unter No 25: Kernkompetenzen Wald. Die aktuellste Beschreibung der vorgesehenen Fächer unter No 3. Umschreibung der geplanten Professuren 24. Jan. 2003. Die relativ unglückliche Dominanze einer Planungsmethode, die sich primär an vorhandenen und besetzbaren Professorenstellen und -Kompetenzen orientiert, wird deutlich in Dokument 1 Professorenplanung D-UWIS ETHZ 2003-2007: Ausgangslage, Beschreibung der neuen Umweltwissenschaften mit ihren Kernkompetenzen. [Groupe de Travail EPFZ / Sciences Forestieres - Arbeitsgruppe ETHZ / Forstwissenschaften - Gruppo di Lavoro SPFZ / Science Forestali]

  • Forstliche Ausbildung in Europa und jenseits des grossen Teiches: Wie sieht eine zukunftsgerichtete forstliche Ausbildung aus? Wie sehen die Berufschancen aus? Warnung aus Deutschland und den USA: Den Ausgebildeten steht nur ein sehr enger Arbeitsmarkt offen, da die Forstwirtschaft ein sehr spezieller Sektor ist. Neben der öffentlichen Verwaltung gibt es nur einen kleinen privaten Sektor und ausserhalb des Forstbereichs ist es fast unmöglich, Arbeit zu finden.
  • Die Ausbildung der forstlichen Kader wird umgekrempelt - der Dipl. Forsting. ETH zur aussterbenden Rasse.
     

Wald im Mittelalter

   
   
  • Stadt und Land: Warum Wald und Holz entweder nichts kostet (Allmend) oder Freiheit und Leben (Herrschaftlicher Forst)

  • Warum sich Wald- wie Ackerbauern mit viel Leistung und wenig Lohn selbst wegrationalisieren, also effektiv "zu Tode" arbeiten. (In Bearbeitung)

     

Wald und Nachhaltigkeit

   
   

       

Waldbau

   
   
  • Für eine kurze, verständliche Einführung in den Waldbau s. www.payer.de/entwicklung/entw05.htm. Die Site gibt eine Übersicht über Waldbausysteme und Nutzungsarten, Verjüngungsverfahren, Waldschutz, Waldpflege, Sinn und Zweck von Durchforstungen, Holzbringung, Holzmarkt und vieles mehr.
  • Wald als Kultur, Sylvi-Kultur: Der Text ist eine deutsche Zusammenfassung der wichtigsten Punkte des Jemen-Reports (engl. 500 Seiten). Er zeigt, dass der Mensch heute der wichtigste Umweltfaktor ist und sucht nach Möglichkeiten, wie menschliches Verhalten in nachhaltige Bahnen gelenkt werden kann, auch wenn die Rendite nicht stimmt Methodik: Soziale Forstwirtschaft - aber zuerst die Heuristik: Bevor nämlich die richtige Antwort gefunden werden kann, muss man die richtige Frage stellen. Sinn lenkt das menschliche Handeln, wird aber durch die soziale und geistige Umwelt bestimmt, unterscheidet sich also von Region zu Region. Welches Handeln richtig ist, wird in erster Linie durch die Situation, nicht durch die Wissenschaft, bedingt
       

Wald-Forschung: s. WSL, ETH

   
     
       

Waldsterben

   
             
       

Wald-Links

  Wald-Rechts: s. SVP
   

       

Wald in Literatur und Musik - Waldpsychologie

   
    http://www.waldhang.de/whangkul.html

In den Wäldern sind Dinge,
über die nachzudenken,
man jahrelang im Moos liegen könnte.

                                                   Kafka

Redensarten mit Bäumen: http://www.garten-literatur.de/Leselaube/abc/redenba.htm

Baumgedichte, Baummärchen, Baumsagen, Bauernregeln, Redensarten und Zitate zum Thema Baum: http://www.garten-literatur.de/Leselaube/abc/baumged.htm 

Wer einen Baum pflanzt,

wird den Himmel gewinnen.

Konfuzius.


Baum-Links: http://www.gartenlinksammlung.de/gehoelze.htm 

Treetalks: Klingende Bäume

Wald-Psychologie: Der Wilde kommt aus dem Walde ... die wilden Kommentare also auch!

Unter „wild" wurde im 18. Jahrhundert generell all das gefasst, was als ungesittet, der moralischen bzw. „gesellschaftlichen Cultur beraubt und ihr entgegen gesetzt" galt  Begriffsgeschichtlich führte man das Wort wild (italienisch selvaggio, französisch sauvage) unter Berufung auf das Lateinische selvaticus und silvestris in einer schief konstruierten Etymologie noch bis ins 19. Jahrhundert hinein auf das Wort Wald zurück. Als „wild" galt der Wald, „weil ein Wald eben nicht der Ort ist, wo eine wohlanständige Sittsamkeit ihre Wohnung aufschlagen kann". Generell pflegte man „alles, was unbändig, rauh, eigensinnig, ungezogen, unfreundlich, und vor sich nach eigenem Gefallen zu leben geneigt ist, wild zu nennen". Als „wild" galt demzufolge nicht zuletzt auch alles Triebhafte, das sich der bürgerlichen Gesellschaft und ihren sittlich-moralischen Vorstellungen weder fügte noch fügen wollte. Dem Grimmschen Wörterbuch zufolge steckt in der Wildheit etwas „vom Urzustand des Menschen, sowohl was die Lebensweise als was den Charakter betrifft, im Gegensatz zur Cultur, Civilisation, Mensch-lichkeit". Schiller (1759-1805) nennt dieses archaische Moment „das alte barbarische Dunkel thierischer Wildheit". Das Wilde repräsentierte somit gegenüber der Sphäre der Kultur die unzivilisierten, ungebändigten Reste des von Hobbes beschriebenen Naturzustands.

[Angelika Ebrecht: Die Herrschaft der wilden Kerle. Zum Verhältnis von Wildheit, Macht und Gewalt im Geschlechterverhältnis. S. 7]

Dieser Naturzustand wurde insbesondere von Rousseau etwas idealisiert, tritt aber noch im 20. JH beim Ökonomen Werner Sombart als sozial orientiertes Gegenmodell zum individualistisch-sportlichen Geldjäger der kultivierten Gesellschaft auf. Während die wahrheitsliebenden, friedfertigen, gutwilligen Wilden ein Interesse an Menschen und Dingen hatten, das weder vom Wettbewerb noch von Neid gefärbt war, entwickelte die moderne Wirtschaft eine späträuberisch-sportliche Gesinnung, die durch schlaues und oft skrupelloses Verhalten, also List, nur den eigenen Vorteil sucht. [s. Werner Sombart.]

Martin Herzog, Dipl. Forstingenieur ETH, Webdesign, Rheinfelden, 2. November 2002