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Themen des WAP-Prozesses
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| Waldfläche und Waldverteilung: Zustand: Insgesamt ist die Schweiz heute auf 30% ihrer Fläche bewaldet. Seit 1855 ist sie deutlich grösser geworden - dank einer strikten Walderhaltungspolitik. Gemäss Landesforstinventar 2 betrug 1995 die gesamte Waldfläche (inkl. Gebüschwald) 12 340 km2. Das sind 476 km2 oder 4% mehr als 1985. Die Zunahme der Waldfläche erfolgte nicht gleichmässig: Markant war sie im Alpenraum, wo sich der Wald heute in die landwirtschaftlichen Grenzertragsflächen ausbreitet, die nicht mehr gemäht oder beweidet werden. Im Mittelland dagegen steht die Waldfläche nach wie vor unter grossem Druck. Ziele: Die heutige Walderhaltungspolitik muss zu einer Waldflächenpolitik erweitert werden, darunter ist die regional erwünschte Menge und Verteilung des Waldes zu verstehen. Die Waldfläche soll nicht verkleinert werden. Die räumliche Verteilung des Waldes soll mit der Raumplanung verknüpft werden und inhaltlich der grossen kulturellen Vielfalt der Schweiz Rechnung tragen. Die Vernetzung von Lebensräumen soll an Bedeutung gewinnen. Wald-, Landwirtschafts-, Landschafts- und Naturschutzpolitik müssen stärker aufeinander abgestimmt werden. Die zukünftige Rodungspolitik soll mehr auf einer gesamtschweizerischen Sicht basieren, als auf der Einzelbeurteilung von Rodungsfällen. Es soll auch ausserhalb der Bauzone die Möglichkeit geschaffen werden, dass die Kantone, auf freiwilliger Basis, Waldkataster einführen können. Diskussion über Waldverteilungsmuster, zusätzlich Flächen, Landwirtschafts- und Raumordnungspolitik ist nötig und wird begrüsst - aber es besteht kein Konsens zu Massnahmen. http://www.waldprogramm.ch/struktur/waldflaeche.shtml |
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Soziökonomische Funktionen
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Waldschutz Zustand: Waldkatastrophen und Folgeschäden nehmen zu. Die
Belastung mit kritischen Schadstoffen wird für Stickstoff bei 90%
der Flächen überschritten, für Säuren bei rund 60%.
Derr Anteil an Bäumen mit Kronenverlichtung über 25% liegt heute
bei17%. Er steigt zwar nur langsam und zyklisch, aber stetig. 3 Schutzwald: Zustand: Die Notwendigkeit des Schutzwaldes wird anerkannt, die Notwendigkeit der Schutzwaldpflege jedoch nicht unbedingt. Einige Organisationen setzen auf das Selbstregulierungspotential. Tatsache ist, dass sich die Stabilität der Wälder in Hochlagen verschlechtert hat, da sie zu wenig verjüngt werden. 50% der Gesamtwaldfläche haben heute eine verminderte bis kritische Stabilität, verursacht vor allem durch die Auflösung des Bestandesgefüges durch den Lawinenwinter 99, Lothar, u.a.. Da die Schutzwaldpflege in den meisten Fällen defizitär ist, wird sie von vielen Eigentümern unterlassen. Hier sind finanziell tragbare Lösungen zu suchen. (s. Effor 2) In der Schweiz stehen rund 130 000 Gebäude unter dem Schutz der Bergwälder. Dazu kommt ein Strassen- und Bahnnetz von mehreren hundert Kilometern. Der Schutzwald macht Menschen sicherer. Und schafft Arbeitsplätze. Ohne Schutzwald gäbe es in den Alpen keinen Lebensraum. Intakte Gebirgswälder schützen Siedlungen, Infrastrukturbauten und Verkehrswege vor Naturgefahren wie Lawinen, Steinschlag und Erdrutschen. Ziel: Ein intakter Gebirgswald dient aber nicht nur dem Schutz vor den Auswirkungen von Naturkatastrophen. Er ist für die Regionalwirtschaft von grosser wirtschaftlicher Bedeutung - schafft er doch mehrere zehntausend Arbeitsplätze in der Forstwirtschaft und im Holz verarbeitenden Gewerbe. Weite Teile des Berggebietes währen ohne Schutzwald unbewohnbar - und somit auch dem volkswirtschaftlich bedeutsamen Tourismus und der landwirtschaftlichen Nutzung verschlossen. Der Bergwald prägt die Landschaft auf unverkennbare Art und Weise. Diskussionspunkte: Abgeltung immaterieller Leistungen wie Schutz und Erholung, spez. auch für Privatwaldbesitzer. Chance für Forstwirtschaft: Aufklärung über Notwendigkeit der Pflege, Sinn und Zweck des Waldbaus generell. |
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5 Holznutzung Würde das Holz in der Schweiz mehr genutzt, hätten wir jüngere
Bäume und höhere Erträge. |
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4 Artenvielfalt Zustand: Der Wald beherbergt 50% aller Tier- und Pflanzenarten
der Schweiz. Die Waldreservatspolitik wurde positiv von Forstwirtschaft
aufgenommen. Aktionen der Forstwirtschaft und fachliche Kompetenz werden
weitgehend anerkannt. Der in der Schweiz gepflegte kleinräumige und
naturnahe Waldbau ist international einzigartig! Dafür sind die Flächen
an Waldreservaten noch eher gering. Nicht erschlossene Waldflächen
12%. (z.Z. 1.1%. Ziel: 10%, die Hälfte davon als Totalreservat, also
ohne menschliche Eingriffe). |
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Das Waldprogramm wird in einem
partizipativen Prozess ausgearbeitet, d.h., die Interessenvertreter des
Waldsektors und Vertreter anderer relevanter Sektoren arbeiten aktiv im
Prozess mit. Das Waldprogramm bildet die Grundlage für die zukünftige
Ausrichtung der Waldpolitik des Bundes, für die Ausarbeitung einer
Botschaft an den Bundesrat mit Empfehlungen für eine Waldgesetzrevision
und für den Länderbericht zuhanden der internationalen Foren.
Zur Zeit werden die oben dargestellten Themenkreise in Arbeitsgruppen behandelt. |