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Schweizer Wald- und Holzwirtschaft


Grundlagen: Zahlen und blau-graue Graphiken aus Jahrbuch Wald und Holz 2001 http://www.umwelt-schweiz.ch/buwal/de/fachgebiete/fg_wald/rubrik2/holzinfos/index.html

Von der Anzahl Betriebe her dominieren Schreinerwaren, die zudem noch zulegen konnten. Innenausbau, Möbel, Zimmerei und Ingenieurholzbau sind mit die gewichtigsten Branchen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die grössten Veränderungen gab es allerdings, im Positiven, bei Konstruktionsteilen und Schreinerware, was die in Starkholz geschilderte Entwicklung bestätigt. Bauschreinereien, Innenausbau und Papier hatten, auf Grund der miesen Baukonjunktur, die meisten Abgänge zu verzeichnen.

 

 

 

 

 

 

Weniger erfreulich, sogar bei Konstruktionsteilen und Schreinerwaren, ist die Entwicklung des Arbeitsmarktes. Hier wurde vorwiegend abgebaut, vor allem dort wo Betriebe schliessen mussten, aber auch bei den noch bestehenden.


 

Die schweizer Holzwirtschaft wird immer mehr exportorientiert. Die Ausfuhren gehen zum grössten Teil nach Italien ,  Österreich (je 1.4 Mio. Tonnen), Deutschland (knapp 600 Mio t Export, bei 900 Mio t Import) und Frankreich (knapp 400 Mio. t). Dies ist natürlich nur möglich, wenn sie zu internationalen Marktpreisen anbietet. Graphik G8.1 zeigt, dass sie die Kosten dafür weitgehend auf die Waldwirtschaft abwälzen konnte:

Ein weiterer Grund für die Verschlechterung der Nachfrage liegt in der besseren Auswertung des Holzes - die ja nun wirklich nicht beklagt werden sollte. Auf der einen Seite (s. Forderungen der Starkholzwirtschaft, die nur noch Durchmesser bis zu 35 cm will), können heute aus billiger Massenware sehr günstig normierte und qualitativ hochwertige Massenprodukte hergestellt werden. Die über 100 Jahre betriebene Stark- und Qualitätsholzzucht hat also ihren Zweck verloren - damit aber auch Markt und Preise für Qualitätsprodukte. Auf der andern Seite wird die Verwertung der Massenprodukte immer besser, da Restholz nicht mehr vorwiegend im Feuer landet. Gerade die Papier und Zellstoffindustrie verwendet heute fast doppelt so viel Restholz wie noch vor 10 Jahren - was ebenfalls zu Lasten der Waldwirtschaft geht.

Zudem hat auch hier die production on demand dazu geführt, dass kaum mehr Holz aus dem Wald gekauft und gelagert wird - sondern  Restholz von Sägereien und Schreinereien:

 Martin Herzog, Dipl. Forstingenieur ETH, Rheinfelden 17.8.02

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