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Definitiver Beschluss der Schulleitung: http://www.ethlife.ethz.ch/articles/news/show/0,1046,0-5-2063,00.html &
| s. auch: Forstliche Ausbildung in Europa und jenseits des grossen Teiches: Wie sieht eine zukunftsgerichtete forstliche Ausbildung aus? Wie sehen die Berufschancen aus? (02.02.03) |
Die Schulleitung hat bereits beschlossen, aus den heutigen Departementen D-AGRL, D-FOWI, D-ERDW und D-UMNW auf den 1. Januar 2003 ein neues Zentrum zu Bilden, dessen Namen vorerst noch offen ist. Ebenso ist die Fusion der Departemente D-FOWI und D-UMNW auf den 1. Januar 2004 vorgesehen. Eine breitere Information der Öffentlichkeit erfolgt erst dann, wenn die Forschungsschwerpunkte und die Schnittstellen zu anderen Departementen abgeklärt sind und der ETH-Rat einer Änderung der ETH-Organisationsstruktur zugestimmt hat. ... [In typisch verwaltungsdemokratischer Manier also: Wenn das Ganze also unabänderbar fest steht und jede Einflussnahme von Aussen bereits überflüssig ist.]
Es lässt sich leider kaum bestreiten, dass die seit 147 Jahren bestehende Abteilung für Forstwirtschaft (seit einigen Jahren "Forst- und Holzwissenschaften"), die bereits bei der Entstehung der ETH, 1855, gegründet wurde, mit 6 Professoren ein Unikum ist, d.h. wirtschaftlich und organisatorisch um einiges zu klein um Bestand zu haben. Deswegen laufen seit einigen Jahren Überlegungen zu Kooperationen, Zusammenlegungen und Umstrukturierungen (Zustandsanalyse und Szenarien, 29.10.99 http://www.afv.ethz.ch/paper/bericht.pdf). Am 23.11.2000 (http://www.hv.ethz.ch/BeilageD.pdf ) wurde bereits eine recht detaillierte Version des heute geltenden Projekts Umweltsysteme vorgelegt. Das aktuelle Konzept für ein Zentrum für Umwelt und Natürliche Ressourcen vom 22. Nov. 2001 finden Sie unter http://www.hv.ethz.ch/Bericht_22.11.01.pdf.
Es wurde in den letzten Monaten von Forst- und anderen Ingenieuren gemunkelt, dass die ETH die Praktiker los werden wolle. Der Ingenieur bringt heute weder Nobelpreise noch Umsatz à la Bio- oder Nanotechnologie (s. Knobelpreis & Prestige GmbH). Nur selten eignen sich seine Produkte noch für Medienpräsentationen, wie sie der Architektur zugute kommen. Sieht man sich den Bericht allerdings genauer an, scheint die Sache doch nicht ganz so übel, wie sie sich auf den ersten Blick präsentiert: Die nachhaltige Entwicklung der Umwelt bei gleichzeitiger Nutzung natürlicher Ressourcen wird im 21.Jahrhundert eine der zentralen Herausforderungen für unsere Gesellschaft darstellen. Die ETH Zürich verfügt in den Disziplinen, die dem Themenkreis Umwelt und natürliche Ressourcen zuzuordnen sind, eine lange Tradition und ein international hohes Renommée. Die ETH ortet also auch für Umwelt und Gesellschaft eine strategische Erfolgsposition (SEP: bereits ein Kürzel, dass nach Jasstisch riecht).
Für die Forschung sind sechs Themenbereiche identifiziert worden, für welche in einem Zentrum durch gemeinsame Förderung besondere Chancen gesehen werden: „Ecology, Evolution and Ecosystem Management", „Environmental Data Management and Modeling", „Earth Engineering and Natural Hazards", „Sustainable Production and Bioresources", „Nutrition, Toxicology and Human Health" und „Environmental Policy, Economics and Decision Making". Diese Themenbereiche enthalten auch das Potential für ein oder zwei neue Strategische Erfolgspositionen der ETH Zürich (SEP).

Wie bei allen Änderungen bieten sich hier einige Chancen, aber es ergeben sich auch einige Probleme. Insbesondere (das ist allerdings die persönliche Meinung des Schreibenden) scheint es seltsam, das die Forstkultur, mit hunderten von Jahren an Erfahrung im Management natürlicher Ressourcen, nun irgendwie untergeht im Ökomanagement, dessen praktische Erfahrungen sich ja ziemlich auf das Mähen von Riedwiesen und den Unterhalt von Weihern und Hecken beschränkt. Es steht zu hoffen, dass diese jahrhundertelangen Erfahrungen erfolgreicher in die Perle des neuen Zentrums eingebracht werden können, das neudeutsch benamste Interdepartmental Institute for Environmental Policy, Economics and Decision Making: Während die Forschung der Departements Erdwissenschaften (D-ERDW) und Umweltnaturwissenschaften (D-UMNW) bisher darauf ausgerichtet war, die natürliche Umwelt in all ihren Zusammenhängen wissenschaftlich zu erfassen und zu verstehen, lag der Schwerpunkt der Departements Forstwissenschaften (D-FOWI) und Agrar- und Lebensmittelwissenschaften (D-AGRL) auf den Technologien zur Nutzung und Transformation natürlicher Ressourcen. Ein Fortschritt in Richtung Nachhaltigkeit erfordert indes nicht nur Technologie, sondern ebenso sehr ein vertieftes Verständnis der Funktionsweise der natürlichen Umwelt und der Interaktion von menschlichen Systemen und Umweltprozessen. Dazu werden neue wissenschaftliche Ansätze und neue akademische Strukturen benötigt, welche die traditionellen wissenschaftlichen Disziplinen zusammenführen. ...
Hier noch ein Versprechen, an dem es in Zukunft gemessen werden soll, wenn einige Forscher begründete Bedenken aus der Bevölkerung gegenüber Gentechnologie einfach als Unwissenheit abtun wollen: Das Zentrum für Umwelt und Natürliche Ressourcen wird die Entwicklung neuer, inter- und transdisziplinärer Methodologien zur Behandlung komplexer Umweltprobleme vorantreiben. Es wird sich dem Dialog stellen, die Bedürfnisse der Gesellschaft identifizieren und darauf reagieren.
Institute heute:

Institute morgen, d.h. Wunschzustand, der zwischen 2003 und 2007 erreicht werden soll:

Der heutige berufsorientierte Studiengang des Dipl. Forstingenieur ETH wird ersetzt durch den Master in Wald- und Landschaftsmanagement. Dies für die Absolventen, zumindest des Masters, sicher eine günstige Entwicklung, da sich die Einsatzmöglichkeiten doch beträchtlich erweitern. Welche beruflichen Chancen allerdings der Bachelor hat, dürfte offen sein. Seine berufliche Karriere riskiert zwischen Master und Ing. FH zerquetscht zu werden, um so mehr, als seine Ausbildung nur theoretische Grundlagen umfasst, quasi eine leicht spezialisierte Verlängerung der Mittelschule darstellt, und der Markt auch eh sehr eng ist. Man darf dabei auch nicht vergessen, dass alle diese Tätigkeiten durch die so geschmähten Staatsausgaben finanziert werden.
Durch verschiedene Diskussionen seit der Niederschrift dieses Textes wurde inzwischen klar, einstimmig, dass der Bachelor in der Schweiz, ganz anders als in den USA, kaum Chancen auf einen beruflichen Einstieg bietet, ohne das Zusatzstudium des Masters. Es handelt sich beim neuen Studienkonzept also definitiv um eine Verlängerung des Studiums.
Einschub vom 7. September 2004: Judith Wittwer sieht in Ihrem Bericht: Uni-Schnellbleiche mit Erfolgsaussichten [Tagesanzeiger, 6. Sept. 04. S. 23] eigentlich nur Positives am neuen Bachelor. Wenn wir uns ihren Bericht allerdings etwas genauer ansehen, wird klar, dass er obige Vorbehalte eigentlich unterstützt: Die ersten Bachelor Absolventen der Schweiz, die an der HSG abgeschlossen haben, beginnen ihre Arbeit bei Price-Waterhouse-Coopers, Credit Suisse etc. als Junior Associates, also in speziellen Einstiegsprogrammen und Praktika. Die meisten haben die Absicht, später noch den Master zu erwerben. Die praktische Erfahrung ist ein Positivum, eindeutig. Die vorgelegten Beispiel zeigen aber eben so deutlich die Problematik des Bachelors: Er weiss kaum etwas ausser generellen Theorien. Er muss durch die Betriebe erst geschult werden - und welche Betriebe können sich das leisten und welche die sich's leisten könnten leisten sich's auch? [s. Weiterbildung in der Schweiz]
Etwas problematisch scheint dem Schreiber auch die Absicht, dass die naturwissenschaftliche Komponente gegenüber der ingenieurwissenschaftlichen eine stärkere Bedeutung erhalten soll. Naturwissenschaft produziert "nur" Wissen, der Ingenieur hingegen musste sich seit jeher (mehr oder weniger) mit der Anwendung des Wissens in der und für die Gesellschaft auseinander setzen, was ziemlich etwas anderes ist. Aus diesem Grund würde ich den folgenden Satz (S. 17-18) eher als Stuss bezeichnen: Die Umorientierung vertieft die Verbindung zum D-UMNW, und eröffnet die Chance, erkenntnis- und handlungsorientierte ökologische Forschung in ein adaptives Ökosystemmanagement zusammenzufügen. Forschung und Handlung sind zwei paar Stiefel! Was objektiv erforscht werden soll, kann nicht gleichzeitig auf dem Markt der Meinungen und Subventionen verkauft werden. Da die Forschung sich aus Wertungen raus halten muss, kann sie per se nicht handlungsorientiert sein, nicht mal, wenn sie zusätzlich Sozialforschung betreibt. Der Auftrag des Ingenieurs ist es in erster Linie zu handeln - oder Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, die Handeln erleichtern. Der Ingenieur ist also eher Praktiker als Wissenschaftler. Praxis muss sich aber nicht nur nach naturwissenschaftlichen und gesellschaftlichen Regeln und Gebräuchen (Sozialwissenschaften, Ökonomie) richten, sondern auch nach ethischen Grundlagen, also geisteswissenschaftlichen Grundlagen. Der Ingenieur muss (OK, ich idealisiere .... er sollte) den Konsens mit Gesellschaft und Umwelt suchen. Der Forstingenieur muss(te) die Dienstleistungen des Waldes (incl. Holz) auch verkaufen können. Die Handlung kann sich also allenfalls an der Forschung orientieren, dagegen spricht wenig. Handlung ist aber Sache freier Individuen in der Gesellschaft. Handlung bedingt freie Entscheidung und lässt sich nicht auf wissenschaftliche Anleitungen zurückführen. Sonst haben wir auf der einen Seite die Wirtschaft, die uns sagt, was wir zu tun haben, nämlich das, was rentiert und das, was im Trend liegt, was die Produktion vereinfacht - und dazu auf der andern Seite die Wissenschaft die offenbar genau weiss, weil wissenschaftlich erforscht, was für uns gut ist. (Sehr ausführliche Analyse dazu, und erst noch auf Englisch, unter http://www.brainworker.ch/reports/yemen/345PPLA.html ff.) Es wird mit Spannung zu erwarten sein, wie das zu gründende interdepartementale Institut "Environmental Policy, Economics and Decision Making" mit dem Dilemma Wissenschaft, Handlung und Wertorientierung umgeht.
Das sind aber nicht die einzigen Änderungen welche zu einem Umbau im forstlichen Kader führen. Die Schweizer Hochschule für Landwirtschaft in Zollikofen teilte am 4. Juli 2002 mit, dass sie auf Oktober 2003 einen zusätzlichen Studiengang für Forstingenieure, auf Fachhochschulniveau, anbieten will. s.: www.shl.bfh.ch/akd/akmedienmitteilung3.htm
Die Begründung: Der an den Bildungszentren Wald ausgebildete Förster HFF kann nicht alle Bedürfnisse der Branche abdecken. Als Folge der voranschreitenden "Akademisierung" sei auch der Forstingenieur ETH für die Bedürfnisse der Praxis "nicht mehr adäquat ausgebildet und damit häufig zu teuer". Die Forstingenieurinnen und –ingenieure FH werden also ein Tätigkeitsgebiet abdecken, das sich zwischen dem wissenschaftlich orientierten Forstingenieur ETH und dem ausführungsorientierten Förster befindet.
Es fragt sich, ob hier überhaupt an die beruflichen Aussichten der Studenten gedacht wurde, angesichts der Tatsache, dass der alles regelnde Markt nach einer Reduktion des Forstpersonals von 8000 auf 4000 ruft. Bei derartigen Umstrukturierungen dürfte die Anzahl der besoldeten Forstingenieure nicht unbedingt über die heutigen rund 4-500 ansteigen.
p.s: Tip für Studenten jeglicher Art: Bevor Sie irgend einer Schule oder Universität glauben, wie toll Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt durch genau das vorgeschlagene Studium erhöht werden, fragen Sie die Organisation an, bei der Sie gerne arbeiten möchten. Schulen, Universitäten, Kursleiter etc. verkaufen Bildung. Sie leben davon, sind also nicht objektiv, oder wurden Sie schon mal von Ihrem Gemüsehändler zur Konkurrenz geschickt, weil der bessere Ware anbietet? Fragen Sie auch Absolventen nach ihren Erfahrungen, insbesondere einige die es nicht in Top-Positionen geschafft haben, sondern sich "topless" durchschlagen müssen, denn eine Hochschule, die primär Nobelpreisträger bilden will, dürfte für 99.999% der Absolventen die falsche Schule sein, da diese bestenfalls als Zuträger von Nobelpreisträgern enden.
Früher war der Forstingenieur oberster Waldaufseher und Forstpolizist, sein beruflicher Stolz war die Kunst des Waldbaus. Heute ist der Forstingenieur Planer und Verwalter, immer noch Inhaber der Forstpolizeigewalt, Betriebsleiter, Manager, PR-Fachperson, Kursleiter und vieles mehr. Den Waldbau hat er vielfach an die Förster abgegeben. Was wird er/sie morgen sein? Wer bewirtschaftet den Wald? Wie verbindet sich Holzwirtschaft mit Ökosystemmanagement? Wird der Master des Forest and Landscape Managements zum Super_Forscher, Super-Planer oder Super-Manager oder gar Unternehmer? (Letzteres wohl kaum, da hätte man die Abteilung nach St. Gallen verlegen sollen, wo sie vielleicht den Kern eines dringend notwendigen Zentrums für Social Marketing und von Economics and Management of Common Ressources hätte werden können.)
Hier werden Weichen gestellt, die den Wald noch nachhaltiger prägen könnten als die neue Forstpolitik. Irgendwie bin ich noch auf kein Konzept gestossen, wie die neue Situation positiv genutzt werden kann, wie sich die Stellung des Forstingenieurs vom heutigen Beamten mit Wählbarkeitszeugnis zum Unternehmer (fehlt bei Konzept ETH wie FH eh!!!) und Manager oder akademischem Top-Planer oder was immer ändern soll. Daher die Aufforderung an die Praktiker: Teilt den Bildungsinstitutionen mit was nötig und möglich ist, solange die Chance noch besteht.
Bei der Coordinations- und Documentationsstelle für das forstliche Bildungswesen http://www.codoc.ch/ finden Sie zwar Berufsbilder für Forstwart, Förster, Forstingenieur ETH/FH, Forstunternehmer, Seilkraneinsatzleiter, Maschinenführer - sowie Kurse, Lehrmeister und Bildungsinstitutionen - Ein Bild des neuen Wald- und Umweltmanagers und der vermutlich nötigen "Ökosystemwarte oder -Pfleger" fehlt aber noch.
Martin Herzog, Dipl. Forstingenieur ETH, Webdesign, Rheinfelden, 19. September 2002
Bestandteil von www.brainworker.ch/WAP/
Umfangreiche, aber leider immer noch nicht abschliessende, und, mit der vorgesehenen Funktion als Super-Modellbauer noch weniger befriedigende, Antworten auf diese Fragen, finden Sie nun, seit 21. Sept. 03, also ein Jahr nach Publikation obigen Beitrags, unter:
FAZIT:
Wir, d.h. die Schweiz, brauchen einen akademisch ausgebildeten Waldverantwortlichen, heisse er nun Forstingenieur, Forstwirt, Waldmanager oder Waldmeister/Waldmistress. Warum dies?
Wenn man sich die Papers und Reaktionen der engagierten Forstleute so ansieht, kriegt man den Eindruck, es seien einzig und alleine die Professoren und Rektoren der ETH, die hier bestimmen. Man dürfe es sich mit diesen ja nicht verderben (... und der Herzog solle sich doch gefälligst mit seinen wilden Kommentaren etwas zurückhalten ...). Tschäboing. Irrtum. Beamtenirrtum.
Natürlich können die Professoren und der Schulrat unbehelligt von Politik und Volk, sich auf die Freiheit von Forschung und Lehre (oft auch als Leere) berufen, formell. Aber - sehen Sie sich die Vorgänge beim Aufbau der Fachhochschulen an. Da werden Kurse kreiert - die oft schneller sterben als sie geplant wurden. Hier bestimmt der Markt. Hier bestimmen die Studenten. Findet ein Angebot keine Interessenten, ist es tot. Die ETH kann sich dem kaum entziehen. Bietet sie also, mit ihrem Streben nach Knobelpreisen, Ehre und wissenschaftlichem Ruhm, Kurse an, die den Absolventen keine Einsatzmöglichkeiten in der Praxis eröffnen, kann sie sich ihre Kurse und Diplome sonst wo hin stecken. Die Praxis bestimmt also weitgehend mit, was als Ausbildungsziel überhaupt in Frage kommt.
In dieser Konstellation haben auch die Studenten eine ungewohnte Macht, denn es sind ihre Entscheide, die Professuren erhalten oder abschiessen. So betrachtet wäre den Forderungen der Studenten weitaus mehr Gehör zu schenken als bis anhin üblich, denn sie sind zukunftsorientiert, ihre Existenz wird vom gewählten Studium abhängen. Und für 95% dieser Studenten dürfte es absolut wurscht sein, ob die Hochschule nun einen Knobelpreis mehr oder weniger produziert hat. Die Übersicht zeigt auch, wie beschränkt die Gebiete sind, für die ETH-Absolventen oder Mitarbeiter Nobelpreise erhalten haben:
| Wilhelm Konrad Röntgen, studierte an ETH Alfred Werner, PD Richard Willstätter, Ordinarius Fritz Haber, Assistent Charles-Eduard Guillaume, Diss. Albert Einstein, Student, Ordinarius Peter Debeye, Ordinarius Richard Kuhn, Ordinarius Leopold Rutzika, Assistent, Ordinarius Otto Stern, PD Wolfgang Pauli, Ordinarius Tadeusz Reichstein, Student, Extraordinarius Felix Bloch, Stud. Hermann Staudinger, Ordinarius Vladimir Prelog, Assist., PD und Ordinarius Werner Arber, Stud. Heinrich Rohrer, Stud. Alexander Müller, Stud, Diss. Georg Bednorz, Diss. Richard Ernst, Stud., Ordinarius Kurt Wüthrich, PD, Ordinarius |
Physik 1901 Chemie 1913 Chemie 1915 Chemie 1918 Physik 1920 Physik 1921 Chemie 1936 Chemie 1938 Chemie 1939 Physik 1943 Physik 1945 Medizin 1950 Physik 1952 Chemie 1953 Chemie 1975 Medizin 1978 Physik 1986 Physik 1987 Physik 1987 Chemie 1991 Chemie 2002 |
Weitere ETH-Berühmtheiten - ohne Nobelpreis:
Gottfried Semper: Prof. für Architektur von 1855-71, Erbauer des
Opernhauses von Dresden und des ETH-Hauptgebäudes. Auszüge aus: Handels-Zeitung Nr 15, 13. April 05, S. 63 |
Ich bitte auch darum, meine scharfe Kritik nicht so zu verstehen, dass ich dem akademischen Forstingenieur keine Chance mehr gebe, im Gegenteil, aber ich finde die Prozedur, über die das neue Studium entsteh, schlichtweg widerlich. Anstatt rational eine zukunftsträchtige Ausbildung zu kreieren, wird um Ämtchen und akademische Gärtchen geschachert, Professuren hin und her geschoben. In Anbetracht dieser Vorgänge müsste man eigentlich verlangen, dass all den seltsamen Vögeln die da Landeplätze suchen (s. Umschreibung der geplanten Professuren 24. Jan. 2003 [Beilage 3 Professorenplanung D-UWIS ETHZ 2003-2007] [pdf 177kb] ) so jedes 2. Sabatical, mal in Corpore provisorisch an die frische Luft gesetzt werden, so dass eine einigermassen vernünftige Studien- und Forschungsplanung überhaupt möglich wird.
Ergänzungen vom 14. November 2003 u. 8.11.05
| Apropos Knobelpreise - Einschub vom 13. Juli 04: Hat
die ETH nur das Prestige im Visier? Felix Straumann, Tagesanzeiger,
8. Juli 04, S. 36: Neuer Widerstand regt sich, da die ETH das Institut für Hygiene und Arbeitsphysiologie schliessen will, obwohl diese Forschung in der Schweiz bereits zu kurz kommt, obwohl die Betriebe gesetzlich dazu verpflichtet sind, Spezialisten für Arbeitssicherheit anzustellen. H-U. Scheidegger, der Leiter des Bereichs Arbeitsbedingungen beim seco drückte sich für einen Beamten unüblich scharf aus: Wir erwarten von der ETH, dass sie auch soziale Verantwortung übernimmt! Der ETH wird also auch aus weiteren Kreisen, nicht nur von Seiten der Forstwirtschaft, vorgeworfen, sie kümmere sich zu sehr um ihr internationales Ansehen und konzentriere sich zu sehr auf prestigeträchtige Modebereiche wie Molekularwissenschaften, Nano- und Gentechnologie, wobei sie Forschungsgebiete von gesellschaftlicher Bedeutung vernachlässige. BINGO! Dieser Vorwurf ist auch nicht neu, denn aus ähnlichen Gründen wurde bereits das Institut für Toxikologie geschlossen, wie auch die Umwelthygiene beerdigt, obwohl sich diese z.B. mit Luftschadstoffen beschäftigt, also einem Problem das lang nicht erledigt, sondern eher am Anlaufen ist. |
Weiteres zum Thema Bildung & Weiterbildung:
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Webmaster und Internet-Redaktor Martin Herzog
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Hilft Bildung gegen Arbeitslosigkeit? Die (höhere) Bildungspolitik der Schweiz |
Die Ingenieure und ihr Arbeitsmarkt |
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