Besucherstatistiken Planet 13 - und kritische Kommentare zum Ausbau desselben.

Seit Oktober 07 haben sich die Nutzerzahlen verdoppelt, ohne dass die Wartezeiten entsprechend gestiegen sind. Es wird also bereits heute deutlich schneller gewechselt.

 

Am meisten Andrang herrscht immer noch um 14 Uhr, ein deutlicher Nachfrageüberhang allerdings auch um 10 - während gegen Abend die Nutzung offensichtlich abflaut. Für die weitere Entwicklung empfähle sich also ...  im Falle ... nochmals eine frühere Öffnung, ab 8-00.

 

Eine Auflösung der Daten nach Wochentagen zeigt eine stärkere Nutzung am Samstag und Sonntag (schnellerer Wechsel - bei voller Auslastung der Maschinen). Eine Ausdehnung des Angebots empfiehlt sich hier also am ehesten für Samstag und Sonntag.


Eine detaillierte Analyse der Nutzungsdauer, seit 2008 ohne die Chatter, die auf 1/2 Stunde beschränkt wurden, zeigt was passiert, wenn immer mehr Nutzer die selbe Anzahl Maschinen belegen: Der Druck nimmt zu, wir zwingen die Nutzer zu mehr Effizienz (ein Wort dass man in den berüchtigten Montagssitzungen nie gebrauchen kann ohne kritisiert zu werden), d.h. zu kürzeren Nutzungsdauern.

  2007 2008
Mittlere Nutzungsdauer 1.8 Stunden 1.0 Stunden
Anzahl  Bewerbungen & Co (Lebenslauf, Tabellen, Formulare, Fotos bearbeiten, Homepage einrichten etc.: 344  372 (bis Ende März!)

Trotz stärkerer Belastung und kürzeren Nutzungszeiten haben also offenbar die Einsätze zugenommen, um die man sich dauern Sorgen macht. Die Leute sind also offenbar laut genug, wenn sie ihre Interessen vertreten müssen.

An der zweigipfligen Verteilung ist der Unterschied zwischen 2007 und 08 schuld: Die Beschränkung auf 1/2 Stunde beim Chatten. Ohne diese wäre offenbar die Nutzungsdauer bei 1.8 Stunden - Chatten und Serven kombiniert. Das würde dem Wunsch der Besucher entsprechen. Der Gipfel bei 2.8 hingegen hat rein gar nichts zu sagen, denn er entstand bloss dadurch, dass Ende September serienweise vergessen wurde die Besucher der letzten Schicht aufzuschreiben ... was für die verbleibenden natürlich überdimensional Zeit übrig lässt. Darum theoretische Benutzungsdauer, denn sie steht für die möglich vollständige Nutzung der Zeit und Computer, also ohne leer stehende Computer. Die reelle Nutzungsdauer ist also noch um etwas kürzer, allerdings kaum viel, da ja praktisch immer Leute auf einen frei werdenden Computer warten.

Die Geduld der Wartenden scheint eher im Schwinden. Es zeigen sich aber keine Unterschiede in der Anzahl wartender nach Wochentagen.

Martin Herzog, 9.4.08

Diese Begründung für eine Vergrösserung vom April 08 darf so nicht eins zu eins genommen werden. Ich habe bereits damals, noch als aktiv Mitarbeitender, deutlich gemacht, dass ich die Leitung für überfordert halte, bereits mit der bestehenden Grösse. Als optimales Erweiterungsmodell schlug ich vor, Satelliten des Planeten zu gründen, kooperierend - aber mit unabhängiger Leitung.

Die internen Probleme sind massiv - und erscheinen nie in der Oeffentlichkeit oder gar Presse, da alle Mitarbeitenden Angst haben vor Sanktionen. In der Zwischenzeit ist der Bestand an Ex-Planetlern grösser als der an Mitarbeitern, was nicht durch eine Beschränkung der Dauer der Mitarbeit, sondern durch radikal-rabiaten Umgang mit "Abweichlern" verursacht ist. Wer die Meinung der Leitung nicht teilt, wird gemobt, verarscht, nieder gemacht mit Lügen, Verleumdungen, falschen Behauptungen und vor allem dem wochen, ja monatelangen Hochspielen von Kleinigkeiten zu Tragödien und Gefahren.

Leserbrief zu Das Internetcafe, in dem die Abgeschobenen stranden. Tagi 6. Juni 09, S. 4:

Vooorsicht mit Modellen, muss ich da, im Gegensatz zu Ueli Mäder, sagen. Einiges stimmt an diesem Lobgesang nun eben ganz und gar nicht. Vor allem waren die „Mitarbeiter“ zwar meist willkommen ohne dass sie scheel angesehen wurden, weil man eben Gratismitarbeiter braucht. Viele mussten allerdings durch eine Gesinnungsprüfung (Fügsamkeit und Einstellung zur Grundlohnideologie), und flogen hochkannt raus. Die Meinung des Teams ist beim Planet 13 nur so lange von Belang, als es ja sagt. Entschieden wird aber alles vom Führungsduo. Alle die eine Meinung vertreten die sich nicht mit der des Führungsduos deckt, wurden und werden gemobt , entwürdigt, beleidigt und hinausgeekelt, weshalb wir zur Zeit in Basel versuchen, diesen eine alternative ähnliche Einsatzmöglichkeit zu bieten.

Dass der Tagesanzeiger einen solchen Artikel überhaupt publiziert widerspricht der Sorgfaltspflicht des Journalismus. Christoph Ditzler und Avi Sirmioglu gelingt es immer wieder Journalisten zu überzeugen, einen Lobartikel zu publizieren. Man kann das diesen nicht mal verdenken, denn an und für sich ist die Sache ja positiv, sonst hätte ich hier auch keinen Ausbaubedarf begründet.

Wäre der Planet 13 ein wirtschafliches Unternehmen, hätte sich Herr Bühlmann wohl eher zweimal überlegt, ob er darüber einen Artikel schreibt und wie er die ihm "verkaufte" Qualität auch verifizieren kann, vor allem wie er allfällige Konkurrenzunternehmen gleich begünstigt. Einseitige Förderung ist marktverzerrend und daher verboten. Nun ist aber der NGO-Markt ebenfalls ein Markt, ein Spendenmarkt. Und Sie finden im Planet 13 ein grosses Buch mit Lobhudeleien (kaum Kritik, wer traut sich schon ...) und Zeitungsartikeln, die ebenfalls Loben.

  1. Wer aber nur einmal eine Montagssitzung besucht, der weiss sofort, dass hier nicht alles so goldig ist wie man gegen aussen gerne den Anschein erhebt.
  2. Wer die Herablassung erlebt hat, mit der insbesondere Besucher aus Afrika ferngehalten werden sollen, hat wenig Freude mehr an dem Laden.
  3. Von wem gefordert wurde, Leute auf der Strasse stehen zu lassen, obwohl im hintern Raum Computer frei sind, die aber für Bewerbungen und wirkliche Arbeit reserviert sind, und die Leute bloss chatten wollen, also sich mit ihren Verwandten und Bekannten in der Heimat oder hier unterhalten wollen, dem geht der Sinn des ganzen so ein klein bisschen verloren.
  4. Wer erlebt hat, wie Mitarbeiter mit persönlichen Problemen (Alkohol, Drogen, Reizbarkeit) einfach entfernt wurden (rausgeekelt um präzise zu sein), genau wie in der Wirtschaft, dem kann man eben "das Soziale" an dem Projekt nicht mehr verkaufen.
  5. Wer endlich begreift, dass die zwei Leiter entscheiden, nicht die Gruppe, wundert sich nur noch, was der dauernde Gruppenterror soll.
  6. Wer mit beträchtlichem Aufwand gratis Kurse anbot, um dann wegen eines kleinen Fehlers (Zugriff von Google auf eine alte Liste von Mitarbeitern, trotz Markierung index=noindex), die übungsweise (Tabellenkalkulation) verwendet worden war) mit gerichtlicher Schadenersatzdrohung konfrontiert zu werden, der scheisst auf den Laden.
  7. und, last not least:

    Wer dauernd von Grundlohn redet,
    jedes Projekt ablehnt, das danach strebt, Einkünfte zu generieren,
    sollte sich nicht als Projekt für Wiedereingliederung verkaufen dürfen.

Mehr scheinen als sein, ist hier leider all zu oft das Motto. Bezeichnend dafür die Veranstaltungen die unter dem Titel: <Uni von unten> laufen - und weder mit Universtät noch mit <unten> irgend was zu tun haben, denn a) wird hier weder Forschung noch Lehre betrieben, sondern irgendwer palavert über seine Leidenschaft, und b) sind die Palaveris meist ganz und gar nicht von unten, sondern Professoren, Assistenten oder andere "Grosskopfete", wie etwa der Schreibende, der das Vergnügen auch für ein paar Abende hatte.

FAZIT - persönliche Meinung und Empfehlung von Martin Herzog, begründet durch 1.5 Jahre Erfahrung:

Wer sich nicht blamieren will, sollte keine Vergrösserung des Planet 13 unter der selben Leitung finanzieren, denn diese ist bereits, wie man so sagt, "am Anschlag".

Wenn Sie den Laden kennen, machen Sie mal den Test von Hugo Stamm: Merkmale totalitärer Gruppen.

  1. Guru/Messias/Prophet/Gründer - als Heilsbringer erachtet (zumindest von sich selbst): Ja
  2. Heilstheorie: Erlösung wird versprochen durch den allein seelig machenden Grundlohn
  3. Elitebewusstsein: Die Gruppe (vertreten durch die Leitung) sieht "Dinge", die "Normalos" nicht verstehen. Dazu: Uni von Unten, obwohl die Vorträge von Professoren und andern Akademikern gehalten werden - und die "unten" meist nicht viel davon verstehen.

Empfehle als Alternative:

  1. Gruppendruck: Wer sich mit Leuten trifft, die der Gruppe kritisch gegenüber stehen, wird entfernt.
  2. Isolation von der Umwelt: Zumindest sind absolut keine alternativen, anderen Interessen der Leitung wie der Mitläufer bekannt.
  3. Missionsauftrag/Expansion: Uni von Unten etc. Vergrösserung, Gründung weiterer Ableger (Winterthur)
  4. Machtanspruch: Wir sind die eizigen die ....
  5. Geld/wirtschaftliche Macht - eher Antihaltung, allerdings so extrem, dass sie auch schon wieder sektiererisch wird.
  6. Sektensprache/Kunstbegriffe: Ubuntu, open source, etc.
  7. Überreaktion bei Kritik: Immer und jederzeit
  8. Diskrepanz zwischen Innen- und Aussenansichten: Die Leitung fühlt sich immer falsch verstanden, wenn man sie nicht genau so sieht wie sie sich selbst, also als herrlich und unfehlbar, human, tolerant, genial, eizigartig, innovativ etc. Von aussen gesehen handelt es sich um ein paar Leutchen die vom Markt als überflüssig erkärt wurden und versuchen zu zeigen, dass dem nicht ganz so ist. Positiv, aber noch lange kein Grund ein derartiges Theater loszulassen.
  9. Feindbilder: do, alle die führ ähnliche Leistungen und Aktivitäten Geld erhalten sind quasi der Erbfeind.
  10. Unterorganisationen: Liste 13, allerdings ist eher Planet 13 ein Tarnname der Liste 13 als umgekehrt, die "Führer" sind aber die selben.

Von 13 Fragen sind also 10 eindeutig mit ja zu beantworten, die andern zumindest 3 teilweise. Fazit?

Martin Herzog, Inselstr. 62, 4057 Basel. Ergänzungen vom 10.6.09