
________________________________________________________
Andreas Heusler: Geschichte der Stadt Basel. Frobenius. Basel. 1918 (3. Auflage).
Die Grundlage der Stadt legten, die Römer in der letzten Hälfte des letzten Jahrhunderts v.Chr. auf dem Münsterhügel, auf dem vermutlich auch bereits die Kelten gesiedelt hatten.
Zur Herkunft des Namens Basel gibt es eine Menge an Theorien, aber keine verlässliche Antwort. Die den Baslern liebste dürfte "Basilia" sein, die Königliche.
917 fiel Basel einem Streifzug der Hunnen (Ungarn, Magyaren, die, wie sich anhand des Finno-Ugrischen feststellen lässt, ursprünglich aus Nordsibirien stammen, also nicht aus der Mongolei oder Zentralasien.). Hüningen (Hunnendorf) leitet seinen Namen und seine Herkunft von dieser Zeit ab.
Wann genau der römische Bischofssitz von Kaiseraugst nach Basel verlegt wurde, ist unbekannt, aber:
Die Entwicklung Basels, insbesondere die ausgeprägt pietistisch-protestantische Glaubenshaltung, kann nicht verstanden werden, ohne parallel zur Entwicklung Basels auch die Geschichte des Bistums im Auge zu behalten.
Von 999 bis 1802 war der Bischof von Basel Fürstbischof, d. h. Bischof und zugleich Fürst des Heiligen Römischen Reiches und als solcher weltlicher Landesherr im heutigen Kanton Jura, im Berner Jura, im Birseck und im Laufental.
http://www.bistum-basel.ch/seite.php?na=3,2,0,0,d
Die starke Prägung der Basler durch das Bistum zeigt sich noch heute, 500 Jahre nach der Reformation, die an wenigen Orten einen derart durchschlagenden Erfolg hatte wie in Basel ist immer noch der Baselstab das Wappen von Stadt und Kanton, also eine stilisierte Nachbildung des Krummstabs der Bischöfe. Am Ende des 14. Jh. hatte das Wappen seine jetzige Form mit Krümme, Knauf und drei Spitzen gefunden. Schon zu dieser Zeit trug der städtische Baslerstab die schwarze Farbe als Unterscheidung zum roten Baslerstab der Bischöfe.
Ebenfalls wurde der Brauch der Fastnacht nicht nur über die Reformation hinweg gerettet (wobei man sich allerdings weigerte, die päpstliche Kalenderreform des 16. JHs nachzuvollziehen, da man ja protestantisch war ... weshalb die "alte Fastnacht" immer hinterher kommt. Andere Historiker weisen allerdings darauf hin, dass die Basler schon vor der Reformation diese Eigenheit pflegten), sondern, durch den Widerstand der Kleinbasler, auch gegen die Verfügungen der Helvetik am Leben erhalten.
Bischöfe waren nicht nur geistliche, sondern auch weltliche Herren, die oft recht handgreiflich politisierten und auch vor Morden nicht zurückschreckten. Die Kirche hatte sich das Allgemeineigentum der Kelten angeeignet, im Namen Gottes, und fütterte damit Kaiser und Könige, bei Bedarf, genau so, wie diese ihre Abhängigen durch Lehensgaben banden. Betrachten wir die Kirche aus heutiger Sicht, als relativ bedeutungslose geistliche Institution, können wir die Entwicklung durch das Mittelalter hindurch bis zum Sonderbundeskrieg nicht verstehen - genau so wenig wie den heute eher im Islam auftretenden Fundamentalismus, denn im Islam war seelisches und irdisches nie so getrennt, wie wir es heute wahrnehmen, sondern nur zwei Seiten der selben Münze, oder des selben Buchblattes.
Die Entwicklung der Stadt Basel hat einige Verwandtschaft mit der Genfs, weniger aber mit Zürich, Bern, Luzern und Solothurn. Basel wie Genf waren nicht direkt an die Schweiz angebunden und mussten sich alleine gegen die Österreicher und Burgunder behaupten. Als Bischofsstädte standen allerdings beide unter dem Schutz der Kirche ... bis zur Reformation zumal. Die rechtsrheinischen Gebiete (Kleinbasel, als Begriff erstmals urkundlich erwähnt 1084) waren vermutlich eine Schenkung des Königs an den Basler Bischof, der das Land bei der Gründung des Klosters St. Alban (1083) wiederum an die Cluniazenser vergab.
Im 11. JH stand Bischof Burchard treu zu Kaiser Heinrich, gegen den Gegenkönig vom Nachbarort, Rudolf von Rheinfelden (ist ja logisch, wie könnte es anders sein ...) und begleitete ihn gar auf seinem Gang nach Canossa.
Bischof Heinrich sicherte sich die Herrschaft über Breisach und Rheinfelden (!) - verfeindete sich so aber mit einem Rivalen, dem er nicht gewachsen war, dem Grafen von Habsburg. In der Geschichte könnte der Grund verborgen sein, warum sich Basel mehr als nur geziert hat, sein Hoheitsgebiet über Augst hinaus zu entwickeln.
Bischof Peter von Aspelt (1245-1320) kaufte von der letzten verarmten Hornbergerin Ita um 2100 Mark die Herrschaft Sisgau, Liestal und Homburg. König Albrecht im Gegenzug erwarb von den Horneggern die Herrschaft Wartenberg mit Muttenz und dem Hardwald. Die Bürger waren über dieses Fussfassen der Österreicher in nächster Nähe der Stadt entsetzt.
Bischof Otto von Grandson, des Deutschen nicht mächtig, eine ungeschickte Wahl. Ging mit dem Messer im Gewand zum Hof der Münchs, als König Albrecht zu besuch war, der ihm die Investitur verweigert hatte, mit der Absicht, ihn zu ermorden. Durch einen politisch geschickten Übersetzer wurde das verhindert und der König reiste am nächsten Tag ab. Wenig christlich, die Herren Bischöfe zu jener Zeit.
1374 legte Bischof Jean III. de Vienne den Baslern ein veritables Kuckucksei ins Nest, als er, von Geldnöten gedrungen, Kleinbasel an Oesterreich verpachtete.
Die Entfremdung zwischen Bischof und Bürgertum wurde verstärkt durch die Situation des Papstes, der in Avignon völlig unter französischen Einfluss geraten war, ja eigentlich Gefangener Frankreichs war, und eigenmächtig seine französischen Günstlinge in hohe Positionen einsetzte. Er wie diese mussten mit allen Mitteln, Himmel und Hölle mit eingeschlossen, die französische Politik unterstützen. Da diesem Bischof unter den freiheitlich denkenden Bürgern und der hochfahrenden Ritterschaft nicht wohl war, wurde der Bischofssitz verlegt nach Pruntrut, St. Ursanne und Delsberg.
1528 bis 1792 war Pruntrut Sitz des Bischofs. Nach einer Übergangszeit, in welcher der Bischof in Offenburg residierte, ist seit 1828 die Stadt Solothurn Amtssitz des Bischofs von Basel. Zum Bistum gehörte bis zur Französischen Revolution auch das obere Elsass.
Oberbasel wird erstmals 1022 erwähnt, viel später als etwa der Wenkenhof (751, Bettingen 777, Kleinhüningen 821.) 1251/55 war der Bau von Mühlen noch im Gange, der Stadtgraben existierte aber bereits. Vor der Mitte des 12. JHs. hatten die Zähringer mit Rheinfelden einen Brückenort errichtet, stunden also Konkurrenz zu Basel. 1178 folgten die Herren von Kyburg mit Diessenhofen, 1207 die Habsburger (aus dem Elsass, in Brugg also bloss "Grenzgänger") Laufenburg, und im späten 12. JH. die Herren von Tengen mit Eglisau, die Herren von Regensberg 1255 mit Kaiserstuhl, die von Klingen 1239 mit Klingnau und die von Habsburg 1254 mit Waldshut. Es herrschte also auch damals eine gewisse Standortskonkurrenz unter den Feudalherren.
Die Stadt war damals rasch gewachsen. Die Freie Strasse fand sich unter den Mauern der Burg am Münsterhügel, die Birsig lief durch die Gerbergasse, an der eine neue Krämerstadt entstand. So wurde die neue Mauer über den Birsig hinaus gezogen, dem Abhang des St. Leonhardsberges, Heuberges (Heuwaage!) und des Petersberges entlang zum Rheine geführt. [Wenn Sie die Karte oben links anklicken, erhalten Sie durch die Merian-Karte eine bessere Uebersicht.)
1083 wurde auch das erste Kloster Basels, St. Alban, damals noch ausserhalb der Stadtmauer, im Wald, eingeweiht. Wie anderswo diente auch hier die Klostergründung der günstigen Erschliessung von Wildniss. Die Kirche realisierte den Traum, den wir heute den Neoliberalen nennen: Die Führer verdienen Geld, die Arbeiter verdienen sich das ewige Heil und sollten sich gefälligst an der Gnade der Herren erfreuen, die ihnen Arbeit verschafft und ihnen ein gottgefälliges (heute: dem Markt gefälliges) Leben ermöglicht - in Demut und Armut, denn Übermut ist aller Laster Anfang.
Auf der andern Seite der Stadt entstand die St. Leonhardskirche, die später zum Chorherrenstift der Augustiner ausgebaut wurde. Dieses wurde vom Bischof mit grossen Feldfluren ausgestattet bis hin nach Allschwil. Da die Chorherren sich allerdings nicht mit der beschwerlichen landwirtschaftlichen Nutzung abgeben wollten, parzellierten sie das Land und gaben es in ewigem Pachtzins ab, verkauften also nicht den Boden, sondern nur die Nutzungsrechte.
In dieser Zeit wurden gegründet das Chorherrenstifts an der Peterskirche (1233), neben St. Leonhard, Ansiedlung des Ordens der Reuerinnen im Maria Magdalenenkloster an der Steinen (1230), wie auch der Franziskaner (Barfüsser: Der Name Barfüsserplatz und -Kirche ist also nicht darauf zurückzuführen, dass da mal der Schweinemarkt war (Seibi) und die Leute barfuss gingen) und der Dominikaner (1233; Predigerkirche).
1225 wurde die erste stehende Brücke (an der Stelle der heutigen Mittleren Brücke) über den Rhein erwähnt. Bauherr war vermutlich der Bischof Heinrich von Thun (1215 - 1238).
Die Stadterweiterung gegen Ende des 12. Jahrhunderts lässt sich heute noch erkennen an den Namen Albangraben, Leonhardsgraben, Petersgraben.
Im 13. JH sind nur 4 Strassen der Stadt namentlich erwähnt: Die obere und niedere Strasse (untere Rebgasse und Ochsengasse), die hintere Strasse und die Kilchgasse. Die übrigen erscheinen erst im 14. und 15. JH: Rheingasse, Badergässli, Greifengasse, Rebgasse. Die Namen wechselten allerdings immer wieder.
Das Erdbeben von 1356 hatte zwar gewaltige Schäden angerichtet, allerdings mehr durch Feuer als durch das Beben selbst. Kirchen, Stadtmauer und Münster hatten gehalten, mit relativ geringen Schäden. Diese waren bereits nach 1 Jahr zumeist behoben. Allerdings nahm man diesen gewalttätigen Anstoss zur Restrukturierung gleich auf, und gestaltete die Stadt bis 1400 völlig neu und beträchtlich erweitert. Dass die gewaltigen Ausgaben den Haushalt nur zu einem Drittel belasteten, lag an der Nutzung der damals erst aufkommenden Kreditmöglichkeiten ... und daran, dass 1362 die öffentlichen Schulden einfach annulliert wurden (... die vermutlich vor allem gegenüber Juden bestanden. Das für die Kreditnehmer patente Rezept wurde immer wieder gerne angewandt. Apropos Schulden ... Schulden können unverschuldet versklaven. Das gilt auch heute noch, denn dass Renditen an Kapitalmärkten rein zufällig sind, steht in jedem Lehrbuch. Das liegt daran, dass Experten die Zukunft genau so wenig vorhersehen wie Laien oder Hexen mit Glaskugeln ... [Manchmal allerdings werden die Prognosen zu self-fulfilling prophecies, aber das ist was anderes. Aktuelles Beispiel: Es kommen schlechte Zeiten, ihr müsst sparen. ... Da niemand mehr investiert, kommen die schlechten Zeiten um so gewisser]. In der Bibel gab's darum das sog. Jubeljahr, dass ein Mensch während seiner Lebzeit allerdings nur 2 bis 3 mal erleben konnte, in dem alle Schulden erlassen wurden ... ). Die Stadt hatte nun eine Mauerlänge von 4.1 km, war also doch um einiges kleiner als Gent (12.7km), Brügge (7.6 km), Brüssel (8km), Löwen /7km), Paris (5.3km), Aachen (5.4km). Die Länger der Stadtmauer war damals vermutlich dass, was heute die Höhe der Hochhäuser.
Ab dem 14. Jahrhundert beginnen sich auch spezifische Adelsquartiere herauszubilden, so zum Beispiel der Münsterhügel oder das Quartier um den Heuberg, Nadelberg und Petersberg.
In der Zeit zwischen 1200 und 1500 verdoppelte sich die Stadtbevölkerung, trotz mehrfacher Pestepidemien im Spätmittelalter.
Den Rittern ging es ähnlich wie den Klosterherren und -Damen. Das beschwerliche Leben auf den Burgen, unter der Landbevölkerung, entsprach ihnen nicht. Eine gewaltige Zahl von Rittern, die Schaler, Münch, Ramstein (s. auch Spalenhof), Reich, Bärenfelser, Eptinger, zer Kinden, zu Rhein, Marschalk drängten in die Stadt, wo sie unter ihresgleichen lebten. Dem Bischof machte dies allerdings einige Sorgen.
Wenn Sie sich einige der relativ zufälligen Links ansehen, wird klar, dass das Basel von damals weitaus mehr im Elsass und Südbaden verwurzelt war als in der zukünftigen Schweiz. Die Zugehörigkeit unterschiedlicher Dörfer, Städte und Bezirke zu Bündnissen waren komplex und wechselten oft rasch, durch Verschuldung, Leichtsinn oder Verkauf, genau so wie das heute den Wirtschaftsbetrieben und ihren Angehörigen passiert. S. Prattelns Eintritt in die Eidgenossenschaft, Gelterkinden
1367 hatten die verbündeten Städte Freiburg und Basel bei Endingen eine schwere Niederlage erlitten, nach der sich Freiburg Oesterreich unterwerfen musste. Dem Bürgermeister und andern Stadträten wurde vorgeworfen, zu intensive Beziehungen zu Oesterreich zu pflegen, Basel verraten zu haben. Die Edelleute antworteten mit der Kritik, dass man zu viele Bauern in die Stadt aufnehme und dass sie, die Edlen (der Adel), von alters her von Steuern befreit gewesen. (Der Dialog scheint äusserst modern, denn auch heute werden reelle Krisen meist mit Parteistrategien beantwortet, die gar nichts mit der Sache zu tun haben: Weniger Steuern, weniger Ausländer ... apropos Ausländer. Was damals die Bauern, sind heute die Jugos: Billige Arbeitskräfte in der Position von Untertanen.). Diese Klagen wurden von den Zünften jedoch so beantwortet, dass, wer den Schutz der Stadt geniessen wolle, diese auch mit Lieb und Leid zu tragen habe, also sich der Ordnung der Stadt füge, Steuern bezahle, oder verschwinde. Eine Mehrheit der "Edlen" verliessen also Basel, verbündeten sich mit dem Bischof, erhielten auch noch Unterstützung durch Herzog Leopold von Oesterreich. Der sich nun abzeichnende Krieg hat wenig mit unserem Bild von Krieg zu tun, in dem sich feindliche Armeen begegnen. Es handelte sich eher um gegenseitige Raubzüge, Plünderungen und Verwüstungen, ganz ähnlich wie bei den Kreuzzügen, die auch erst mal dazu benutzt wurden, Byzanz zu plündern und die Konkurrenz für Venedig zu erledigen (4. Kreuzzug).
Ein Muster dafür ist der sog. Safrankrieg von 1374. Ein Basler Gewürzhändler war vom Freiherren Herman von Bechburg auf Schloss Falkenstein überfallen und geplündert worden, u.a. um 8 Zentner Safran (Safran wurde damals mit Gold aufgewogen, oder war sogar teurer als Gold. Mund, im Wallis, wo der Safran vermutlich von Pilgern aus Spanien, Söldnern, vielleicht auch von Arabern selbst, die einige Zeit im Wallis ansässig waren, eingeführt und angebaut wurde, produziert heute pro Jahr ganze 3 kg.) Nach einer Belagerung von 14 Wochen durch den Landgrafen Rudolf von Nidau, in dessen Hoheitsgebiet der Überfall stattgefunden hatte und Schützen aus Basel, musste sich die Festung ergeben. Die Knechte wurden enthauptet. Die Beute wurde allerdings unter die Belagerer verteilt. Der Händler erhielt aber den Anteil der Stadt Basel von dieser, was 170 Gulden entsprach.
Basel wurde aber durch diese Angelegenheit noch mehr in Bedrängnis gebracht, von österreichischen und bischöflichen Truppen belagert. Es wurde zwar nicht besiegt, musste aber einen bitteren Frieden hinnehmen, dem Bischof alles zurückgeben - und dieser, um seine Kriegsschulden bei Herzog Leopold von Österreich zu bezahlen, verpfändete dem Kleinbasel für 30'000 Gulden. Basel hatte nun den Feind praktisch in der Stadt. Als die Österreichischen Ritter 1376 auf dem Münsterplatz in die Volksmenge hineinritten, sah die das weniger als Spass an (Der Vorfall geschah an der sog. bösen Fasnacht) und griff zu den Waffen. Der Herzog beklagte sich beim Kaiser, erhielt recht, und Basel geriet in österreichische Untertanenschaft und musste 10'000 Gulden Busse zahlen. Angesehene Männer des Rates wurden enteignet und der Stadt verwiesen. Bürgermeister Rot wurde in Freiburg aufgenommen, dass sich dadurch die Feindschaft Österreichs und des neuen Basels einhandelte. So kam es, dass Basel bei der Schlacht von Sempach, die das Ende der Ritterzeit einläutete, auf der falschen Seite stund. Herzog Leopold, die Grafen des Breisgaus und des Elsasses wie die Basler Ritterschaft waren furchtbar dezimiert: 3 Bärenfelser, 7 Eptinger, 1 Schaler, 3 von Rotberg, und viele mehr waren erschlagen.
Nicht erschlagen sondern total vif war aber der politische Geist der Basler. Sie sandten sofort einen Boten mit gefülltem Geldbeutel nach Prag zu König Wenzel und erwarben die, durch den Tod des Herzogs freigewordene Vogtei über Basel, womit die Stadt nun wirklich frei war und sich selbst regieren konnte. Dazu erwarben sie auch noch Kleinbasel. Dieses bestand erst aus einem Dorf mit der Kirche St. Theodor, dem bischöflichen Herrenhof, dem Frauenkloster St. Clara und dem aus dem Werathal hierher verlegten Frauenkloster Klingental (gegründet von den Herren von Klingen für die Dominikanerinnen). Da die Nachkommen des Herzogs Leopold völlig aus dem Geleise geworfen, und verschuldet, waren, nahmen sie, etwas übereilig, das Angebot der Stadt Basel von 7000 Talern an, und Kleinbasel gehörte nun der Stadt.
Kriegerische Eroberungen waren offensichtlich nie Sache der Städter. Als etwa Herzog Friedrich von Österreich vom Kaiser unter Reichsacht gesetzt wurde und die Eidgenossen den Auftrag erhielten, sein Land für den Kaiser in Besitz zu nehmen, brachten die Berner sofort den grössten und schönsten Teil des Aargaus, mit Zofingen, Aarau, Lenzburg und Brugg, an sich. Zürich und Luzern nahmen den Rest. Die Basler, die damals die Chance hatten, quasi den Kanton Nordwestschweiz zu schaffen, zogen mit 1500 Mann bis nach Säckingen, Thann und Ensisheim, kehrten aber mit leeren Händen zurück. Heusler führt dieses lächerliche Gehabe darauf zurück, dass viele vornehme Basler Geschlechter gute Beziehungen zu Oesterreich unterhielten. Die Zünfte waren eher dem vergleichbar, was wir heute als Gewerbe- und Handelsverein bezeichnen würden, also unfähig irgend eine Politik zu betreiben, deren Wert sich nicht sogleich in Gulden und Talern berechnen liess. Dieser verklemmt kleinbürgerlichen berechnenden Geisteshaltung verdankt Basel heute seine geographisch eingeklemmte Lage. Der Schweiz droht heute als ganzes ähnliches.
1373 kaufte die Stadt dem Bischof das Zoll- und Münzrecht ab. Damit hatte sie bereits drei der vier Ämter, die laut des Strassburger Stadtrechts die Regierung der Stadt ausmachen:
Das Konzil von 1431
Auch die Arrondierung gegen den Jura und Burgund wurde unterlassen. Dafür war Basel stark was Events und Friedensschlüsse betrifft. 1424 teilte der Paps Basel mit, dass er gedenke, 1431 dort ein Konzil abzuhalten. Bereits aus der Zeit der Vorwarnung lässt sich abschätzen, dass ein Konzil dieser Zeit dem entspricht, an Aufwand wie Aufmerksamkeit, was heute eine Olympiade bringt. Die Strassen mussten gepfläster, die Entsorgung der Abwässer durch dieselben anders gelöst, Misthaufen verschoben, Ställe in Gästezimmer umgewandelt werden etcetc.
Auch damals lief so ein Geschäft nicht einfach von selbst sondern hing von der Anwesenheit von Prominenz ab. 1431 trafen nur vereinzelte Prälaten und Stellvertreter ein, so dass das Konzil am 23. Juli mit lächerlich geringer Beteiligung eröffnet wurde. Der vom Papst gesandte Stellvertreter Cardinal Cesarini war in Böhmen beschäftigt mit den Hussiten [Die Hussiten: hatten lange vor Luther den Reichtum der Kirche angeprangert und Predigten in der Landessprache gefordert] und traf erst am 9. September ein.
Erst jetzt strömten Bischöfe, Äbte, Pröbste, Vertreter der Universitäten von Frankreich, Burgund, Deutschland und Italien, der vom König ernannte Schirmherr des Konzils: Herzog Wilhelm von Bayern und Vertreter der Herzöge von Savoyen und Mailand in die Stadt. Kaiser Sigmund allerdings wurde nicht mal empfangen, er selbst in wenig präsentablem Reisekostüm. Der Rat musste ihn Schuhe bringen, da er zu Fuss zum Münster gehen musste. Aber dann wurde gefestet und getafelt (zur Unlust des Rates, der die Chose bezahlen musste), die reichen Basler Frauen zeigten ihren Goldschmuck, Boten trafen ein aus der ganzen (eurozentrischen) Welt. Der wichtigste Punkt, nebst der Hussitenfrage, war 1439 die Absetzung von Papst Eugenius IV und die Wahl eines neuen Papstes (Herzog Amadeus von Savoyen, alias Felix V.). Die Pest, die von Ostern bis November wütete, beendete das Konzil und hinterliess 5000 Tote.
Ein Gast, der später starken Einfluss auf die Stadt haben sollte, war Enea Silvio Piccolomini, der die Zeit nutzte, um zwei Beschreibungen Basels zu verfassen, seiner Lage, Bauart, Sitten, Verfassung. Piccolomini folgte 1442 König Friedrich und brachte eine Verständigung mit Papst Eugen zustande, die die Entschlüsse sowie die Papstkrönung zu Basel annullierten.
Papst Eugen verlegte das Konzil 1437 nach Ferrara, später nach Florenz. Die papsttreue Minderheit, darunter auch Nikolaus von Kues, einer der bedeutendsten Männer seiner Zeit, verliess Basel. Das Konzil jedoch - jetzt vom Papst getrennt - tagte bis 1448 in Basel weiter, erklärte 1439 Papst Eugen IV. als abgesetzt und wählte Amadeus VIII. von Savoyen zum letzten Gegenpapst der Geschichte. Amadeus nannte sich Felix V. 1448, also nach 17 Jahren (!), löst sich das Konzil von Basel auf.
Im Jahre 1458 wurde Aeneas Silvio Piccolomini, ein berühmter Humanist und ehemaliger Sekretär des Konzils von Basel (bis 1442) zum Papst gewählt und nannte sich Pius II. Bischof Johannes V. von Venningen (1458-1478) nutzte seine Beziehungen und ersuchte den Papst um die Gründung einer Universität: 1460 konnte der Bischof die Universität s. Bild rechts) einweihen.
Während dieser Zeit ruhten allerdings Politik und Krieg auch nicht. 1444 zogen der Dauphin und die Österreicher gemeinsam gegen die Eidgenossen. Ein Korps von 1600 Mann des bei der Farnsburg lagernden eidgenössisches Heeres verstiess im Übermut gegen die Weisungen, die Birs nicht zu überschreiten, und wurde in der berühmten Schlacht von St. Jakob an der Birs bis auf den letzten Mann niedergemacht. Den Baslern war es unmöglich, die Verbindung zur Stadt offen zu halten. Für einen Angriff gegen die Vereinigten Mächte von Frankreich und Österreich war die Stadt zu dieser Zeit auch nicht gerüstet. Sie hatten eher Glück, dass Ludwig der XI. bei der doch eher einseitigen Schlacht doch so viele Leute verloren hatte, dass er nicht auf weitere kriegerische Taten aus war, die er eh lieber anderen überliess. Allerdings hausten seine Armagnaken im Sundgau recht grässlich, noch bis weit ins nächste Jahr hinein.
Die übertriebene "neutrale" Zurückhaltung von Basel reizte nun aber die Oesterreicher bis aufs Blut, so dass Herzog Albrecht mit Graf Hans von Thierstein, den Freiherren von Falkenstein, den Thüring von Hallwil, Münch von Landkron und Eptingen, Mörsberg, einer Unzahl kleiner Ritter und heimatloser Wegelager namens: Niemandsfründ, Speckesser, Schwarzhans, Böshans etc. gegen Basel zog. Aber auch was die Basler boten war eher widerlich. Sie zogen 1445 mit über 4000 Mann in den Breisgau, mit hunderten von Wagen, um die geernteten Garben nach Hause zu fahren. Kämpferische Auseinandersetzungen wurden dabei wohlweislich vermieden. Dennoch lobten sich die Zünftler noch lange Jahre dieser Grosstaten.
Übel erging es damals Rheinfelden, das zwar ein Schutzbündnis mit Basel geschlossen hatte, weil es freie Reichstadt sein wollte und kein Pfand der Österreicher. Der Stein des Anstosses für Basel war aber, Nomen est Omen, der Stein im Rhein, die Pfalzburg. Dort hauste ein erbitterter Gegner von Basel, der Freiherr Wilhelm von Grünenberg, der zudem den Freiherr Hans von Falkenstein beherbergte, einen gemeinsamen Feinde Basel, Berns und Solothurns. Der Stein wurde von den Eidgenossen unter Mithilfe Basels genommen. Obwohl Basel von den Eidgenossen verboten wurde, einen Privatfrieden mit Österreich zu schliessen, obwohl die Basler mit Sengen und Brennen auf österreichischem Boden weiter fuhren, verhandelte man in Colmar gleichzeitig über Schadensersatz. Das Verfahren lief etwa so, wie man es sich heute bei US-Sammelklagen vorstellt. Sämtliche weitschweifigen rechtlichen Möglichkeiten des kanonischen Rechts wurden vorgetragen. Österreich forderte 600'000 Gulden, Thierstein 10'000, Grünenberg 20'000, Mörsberg 80'000 etc, während Basel für seinen Verlust an Leuten, Zinsen, Zehnten, Häusern und Dörfern eine Million in Anschlag stellte. Der Freiherr von Grünenberg aber, der Rheinfelden als Ersatz und Pfand für den Stein erhalten hatte, war von den Rheinfeldern abgewiesen worden, überfiel die Stadt und wütete darin mit Feuer, Verweisung, Mord und Gefängnis. Basel erhielt keine Antwort derer von Grünenberg und Eptingen, griff also die Festung Blochmont an, deren Mauern innert 3 Tagen untergraben waren, worauf die Besatzung nach Basel in Haft geführt wurde.
Im bald darauf unterzeichneten Blochmonter Frieden ging es allerdings kaum um Rheinfelden, aber die Zinsen und Zehnten aus dem Sundgau konnten nun wieder stürungsfrei nach Basel geliefert werden, den Herrschaften wurde Freizügigkeit gewährt, die "Eigenen", die sich absetzten, konnten wieder zurückgefordert werden, bei Betreibungen war wieder Rechtshilfe zu gewähren ... die wirtschaftliche Herrschaft Basels über die Region war also wieder hergestellt. Es war in diesen Kriegen nicht um hehre Ziele wie Freiheit oder dergleichen gegangen, sondern um die Sicherung des wirtschaftlichen Verkehrs im Umfeld von Basel. Hätte Basel hier verloren, wäre es in die selbe Abhängigkeit von Oesterreich gelangt wie Rheinfelden.
Zünfte und Ehrenzeichen (Wilde Ma, Leu, Vogel Gryff)
Die älteste Zunft, die der Kürschner, ist 1226 erwähnt.
Bereits im 13. JH begann der Rat Steuern zu erheben, nicht zuhanden des Bischofs, sondern zu städtischen Zwecken. Dies wurde von König Friedrich widerrufen und der Rat aufgehoben. Der Bischof unterstellte ihn aber bloss seiner Obhut.
Der Reichtum der Stadt gehörte so nicht dem Adel, sondern den alteingesessenen Patriziern, den Kaufleuten, aber auch den florierenden Zünften mit den Geschlechtern Rot, Zem Angen, Zem Rosen, Zer Sunnen, Tanz, Helbling, Iselin etc, die im Sundgau ausgedehnte Güter besassen.
Mit dem Aufschwung der Zünfte und Gewerkschaften setzte ein gleichzeitiger Auszug des Basler Adels in die Landschaft ein.
In Basel herrschte seit 1450 das Zunftregiment. Da die Stadt nun Ansprüche des Bischofs befriedigen musste und der Krieg einige Kosten verursachte, erhob man Steuern, von denen sich die Edlen, wir wissen's, unter dem Vorwand alter Rechte und höherer Bestimmung, wieder mal selbst entlasten wollten. Die Edlen heute, nun Wirtschaftsführer genannt, verlangen ja das Selbe, unter dem Vorwand, man wisse selbst am besten, wo Geld eingesetzt würde und man schulde es der Gesellschaft, Arbeitsplätze zu schaffen, was offenbar nur möglich ist, wenn keine Steuern bezahlt werden.
Nicht "zünftig" waren vor allem die Randgruppen, die erst im 14. und 15. Jahrhundert richtig zum Vorschein kamen. Einen Teil dieser Randgruppen machte die jüdische Gemeinde aus, deren Mitglieder als Ärzte oder Geldverleiher arbeiteten, ein anderer Teil besteht aus Bettlern. Besondere Kategorien bildeten zudem die Aussätzigen, welche in Siechenhäusern zusammengefasst wurden und die Kohlenbergleute, die besondere Dienstleistungen wie Reinigen der Abwasserkanäle, Kohlen tragen, usw. erbrachten und den eigentlichen Kern der Basler Randgruppen ausmachten.
Aber auch die zünftigen Raatsherren verursachten ein Problem, denn, so gut sie mit Geld umgehen konnten, so wenig Verstand hatten sie für die Politik. Sie hatten weder Zeit, noch Musse, noch Interesse, sich mit den Angelegenheiten des Gemeinwesens zu beschäftigen, denn das ist Politik. Ihr Gesichtsfeld war die Werkstatt, ihr Ziel der rasche Gewinn. Gingen sie auf Kriegszug, so kehrten sie rasch um, waren die Mauern gebrochen und die Karren mit Beute gefüllt. Das höchste was dabei entstehen konnte, war eine haushälterische, gute Verwaltung der Stadt. So musst bei der Gründung der Universität 1460 der Krämergeist der Basler damit beschwichtigt werden, dass man sie auf die Notwendigen Unterkünfte für Professoren und Studenten hinwies.
Basel gedieh also auf dem Prinzip: Lokal denken, global handeln.
...
Eine Bedrohung für Basel war auch die Farnsburg, insbesondere seitdem Rheinfelden wieder zu Österreich gehörte. Sie war Ausgangspunkt für alle Arten von Angriffen und Störungen der Österreicher gegen Basel. Allerdings waren auch Bern und Solothurn scharf auf die Burg. Der unglückliche Thomas von Falkenstein hatte seinen schönen Besitz Buchsgau an Solothurn verloren und Gösken (wo heute die nachhaltige Dampffahne steht) ebenfalls verkauft. Seine Hoffnung, den Städten mit Hilfe Österreichs meister zu werden war gescheitert. Tief verschuldet verkaufte er die Herrschaft Farnsburg samt Landgrafschaft (!!!) an Basel, für 10'000 Gulden. Für das Geld das ihm blieb kaufte er sich bei Rotweil die kleine Herrschaft Heidburg. Rottweil (heute mit 2 t), ist eine hübsche kleine Zähringerstadt, der Schweiz recht positiv verbunden. Man findet dort eine reiche Auswahl an Röschti und auch den Schweizerbrunnen mit dem Söldner mit den dicken Eiern. Rottweil liegt zwischen Stuttgart und dem Bodensee. Es schloss 1476 einen Bund mit der Eidgenossenschaft, der formell nie gelöst wurde! Allerdings machte 1802 die Württembergische Regierung, mittels 1000 Soldaten, klar, wo der Bartel den Most hold.
Die Farnsburg, Besitzt des Grafen von Thierstein, umfasste Oltingen, Wenslingen, Zeglingen, Kilchberg, Rüneburg, Teknau, Diepflingen, Gelterkinden, Ormalingen, Hemmikon, Buus, Wintersingen, Rickenbach, Maisprach, Arisdorf. Diese Besitztümer waren vom Kaiser Heinrich III. 1041 dem Bischof von Basel geschenkt worden, der wiederum den Grafen von Homberg als Verwalter eingesetzt hatte.
Die Grenze der Landgrafschaft Sisgau, nach bischöflichem Lehensbrief von 1363; Vom Ausfluss der Birs in den Rhein nach Augst, dann, entlang der heutigen Grenze des Kantons Baselland zur Schafmatt, Froburg, Langenbruck, Vogelberg, Nunningen und von da wieder zur Birs. Dort übte der Landgraf die Rechte der Blutsgerichtsbarkeit aus, allerdings mit Ausnahme von Waldenburg, Homberg und Liestal, die Basel um 1400 pfandweise, mit Option auf Kauf, erworben hatte. Die Option wurde 1416 ausgelöst für 350 Gulden.
Was ausserhalb der Landgrafschaft lag, wurde bald auch noch gekauft. Eptingen, Sissach, Zunzgen, Böckten, Itingen, Muttenz, Münchenstein (zum grossen Aerger Solothurns, dass schon glaubte, das Dorf in Händen zu halten - aber Ersatz fand in Schloss und Dorf Dornach. Der Kaufwettbewerb zwischen Solothurn und Basel steigerte sich oft bis fast zur Feindschaft.
Der letzte Erwerb Basels zur Abrundung seines sisgauischen Gebiets war 1518 das Schloss Ramstein mit den Dörfern Lauwil und Bretzwil, die für 3000 Gulden (+ ein Samtkleid für die Gattin des Eigentümers) dem Freiherrn Christopf von Ramstein abgekauft wurden,
All diese Geschäfte waren reine Handelsgeschäfte, bei denen Basel keine politischen Verwicklungen riskierte. Sobald solche in Aussicht standen, erschien das Geschäft als bedenklich genug, um es fallen zu lassen. Das geschah 1462, als der Herzog die grosse Schuld, die ihm die Breisacher Richtung auferlegt hatte, nicht bezahlen konnte, und Basel die Herrschaft Rheinfelden anbot, die auch Laufenburg, Säckingen, Waldshut, Hauenstein und den Schwarzwald umfasste. Der Rat wollte die Option auf Rheinfelden beschränken - aber die betroffenen Städte erhoben Widerspruch und machten deutlich, dass sie zum äussersten entschlossen seien. Basel, eher vornehmer Kaufmann als Haudegen, zog sich zurück. Heusler schätzt den Entscheid als richtig ein, da diese entlegenen Besitzungen kaum zu halten gewesen wären. Wir sehen aus solch uralten Begebenheiten, warum es noch heute schwierig ist, mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Rheinfelden an den Bodensee zu gelangen. Die Eisenbahnlinie besteht aus Stückwerk, das noch heute bei Koblenz durch eine Bussverbindung unterbrochen ist.
Wir lernen daraus aber auch, dass eine Politik die auf hauswirtschaftlicher Bauchnabelschau beruht, ganze Regionen am Rande liegen lässt und beträchtliche Probleme schaffen kann, die allerdings erst mittel bis langfristig sicht- und fühlbar werden.
Ist es Basel doch einigermassen gelungen, sein Gebiet zu
arrondieren, ist Solothurn heute einer der verzetteltsten Kantone der Schweiz,
ein Flickenteppich zusammengekaufter Teilstücke, ein bischöflicher Puffer
zwischen dem mächtigen, konservativen, katholischen Bern und dem wirtschaftlich
erfolgreichen, politisch aber randständigen, protestantischen Basel..
1469 verpfändete Herzog Sigmund von Österreich um dem Ruin zu entgehen die Landgrafschaft Elsass, Sundgau und Breisach, Rheinfelden, Säckingen, Laufenburg, Waldshut und Südschwarzwald an den Herzog Karl von Burgund. Da das meiste schon verpfändet war, blieben Sigmund von der Pfandsumme von 180'000 Gulden fast nichts. Nun aber war Basel von Belfort bis Waldshut von Burgund umfasst, das, wie heute noch Frankreich seine Provinzen, die Gegend durch eine zentralistisch gelenkte einheitliche Verwaltung lenkte. Der als Landvogt eingesetzte Peter von Hagen trieb durch Übermut und Schikanen die Basler in einen weiteren ungewollten Krieg, als er 1472 eine Fruchtsperre verhängte (womit man Basel noch heute in Verzweiflung bringen könnte, denn ohne die Versorgung aus dem Elsass wäre man hier arm dran. Andererseits erklärt das auch eine gegenwärtig aus Basel kommende Idee, den Nationalpark Alpen, da Basel auf die Schweizer Landwirtschaft eben ganz und gar nicht angewiesen ist.)
1474 kündigte Herzog Karl den Pfandvertrag und legte die von den Städten vorgestreckte Pfandsumme vor (also sozusagen ein Management buyout). Die Breisacher erhoben sich gegen den verhassten Hagenbach, Basel erklärte Burgund den Krieg (man war zuvor eifrig durch halb Europa geweibelt um sich überall abzusichern), und Hagenbach wurde hingerichtet. Karl von Burgund war allerdings noch in eine Fehde mit dem Kölner Stift verwickelt, was den Eidgenossen die Zeit gab, ihre Probleme mit Österreich zu erledigen und ebenfalls den Krieg zu erklären. Die Truppen aus der Schweiz, Österreich, den Rheinwaldstädten und dem Schwarzwald zogen nach Hericourt (westl. Belfort), das rasch kapitulieren musste. Darauf hin ging man nach Hause. Erst 1476, also zwei Jahre später, sammelte Karl seine Truppen gegen das verhasste Bern und die Schweizer. Sein Heer wurde allerdings bei Grandson und Murten vernichtet, wobei die Schweizer, und auch die dafür gerade noch rechtzeitig kommenden Basler, reichlich Beute machten. Bei Nancy fand dann auch noch Herzog Karl den Tod.
Andreas Heusler stammt eindeutig nicht aus dem Basler Daig, ist also gegenüber der Politik Basels um einiges kritischer als Burckhardt. Er bezeichnet Basel, im Vergleich mit Strassburg, Main, Köln und andern Stadtwesen, als nicht erstklassig - lobt aber das Geschick, wie unter ständiger Bedrohung grosser Mächte und insbesondere unter drohendem Ungemach kaum die Contenance verloren geht und Basel sich immer wieder im Verhandeln äusserst geschickt erweist und vor allem welch ungeheures wirtschaftliches Potential hier geschaffen wurde, dass in der Lage war, Kaiser und Könige zu unterhalten.
Der Beitritt zur Eidgenossenschaft bedeutete für Basel, die Stellung als Hauptstadt des Oberrheins aufgeben zu müssen, den Schwerpunkt des politischen und geistigen Lebens auf den südöstlichen Viertelsektor zu verlegen. Basel war geographisch und historisch eher das wirtschaftliche Zentrum des Oberrheins, mit Verbindungen zu den Städten im Elsass. Die gegenseitige Unterstützung in der Eidgenossenschaft wurde zwar dauernd gefordert, aber nur selten gegeben.
Dem entgegen stand der trostlose Zustand der Umgebung und die Hilflosigkeit der bisherigen rheinischen Bundesgenossen gegenüber den Grossen (Oesterreich und Burgund). Nicht zuletzt auch die Besorgnis, das Baselland nicht halten zu können. (Eine Stadt ohne Hinterland die sie mit Rohstoffen und Nahrungsmitteln versorgt, ist nicht viel wert.)
Auch auf Seiten der Schweiz war die Begeisterung für die Aufnahme Basels nicht einhellig. Insbesondere hatte der Rivale Solothurn längst ein Auge auf Baselland geworfen, was die Enklaven deutlich zeigen. Andererseits wurde durch den Einbezug von Basel der Zugang zu Breisgau und Sundgau möglich, und die Waldstädte am Rhein, wie der Schwarzwald, in Schach gehalten, zu freiem Verkauf und feilem Kauf genötigt. (S. 84) Aha, könnte aus der Gegenwart stammen ...). Trotz eines Mahnbriefs von Kaiser Maximilian wurde der 13. Juli, der Kaiserheinrichstag, als Tag der Bundesbeschwörung festgelegt.
Fortan reduzierte sich das politische Getriebe der Stadt noch mehr und beschränkte sich auf die innere Entwicklung des städtischen Lebens (während allerdings die Handels- und die oft damit verknüpften missionarischen) Beziehungen weiterhin die Welt umspannten).
Basel öffnete sich der Welt noch mehr: Eine so fröhliche geistige und künstlerische Kultur gedeiht nicht auf dem Boden einer dürftigen, durch Sorge um das tägliche Brot darniedergehaltenen Lebenshaltung, sie geht Hand in Hand mit der wachsenden materiellen Wohlhabenheit und Behaglichkeit, wie sie auch ihrerseits dann wieder im Kaufmanns- und Gewerbestand den Sinn für Aufwärtskommen stählt und stärkt und seinem Berufe höheren Schwung verleiht. ... Die Kaufmannschaft wird wagemutiger und tut sich zusammen in Handelsgesellschaften, die den Handel mit fernen Ländern auf hoher finanzieller Basis ermöglichen und befördern. (Heinrich Halbysen betrieb Handel mit Barcelona, Flandern und England.)
Im 15. JH war die hohe Geistlichkeit den Bürgern entfremdet. Sie lebte im Genusse reicher Pfründen - aber die Mitgliedschaft bei dieser Sippe war wie beim irdischen Adel an die Bedingung hoher Geburt geknüpft.
Die niedere Geistlichkeit, die Kapläne, lebte in Dürftigkeit und genoss kaum Ansehen. Die Klöster St. Klara und Klingental waren wegen ihres zuchtlosen Lebens verachtet, mit Ausnahme des Karthäuserklosters.
Die geistliche Anomie zeigte sich auch durch sektiererische Verwirrungen, Wiedertäufer, Bauernaufstände gegen Zehnten und Zinspflicht.
In diese Stagnation und Sättigung des Wohlstands bei den oberen Kirchenherren trat die Reformation. Die Prediger Johann Heynlin, Johann Geiler, Johann Surgant und Wilhelm Räublin waren jedoch nicht in der Lage, die neue Erkenntnis von Luther weiter zu geben. Dies gelang erst dem Reformator von Basel, Johann Oekolampad, ein Schwabe aus Weinsberg. Er hiess ursprünglich Husgen, also Häuschen, was zu Hausschein verballhornt und in der Manie der Zeit zu Oekolampad antikisiert wurde. Er erhielt 1525 die Pfarrstelle zu St. Martin.
Der Bildersturm vernichtete viel der Oberrheinischen Kunst durch einen Fanatismus, der keine Götzen mehr dulden wollte.
In der Gegenreformation gründeten Bern, Zürich, Konstanz, St. Gallen, Basel, Biel und Mülhausen ein Sonderbündnis gegen Luzern, die drei Orte, Zug und Wallis, die eine christliche Vereinigung mit dem Erbfeind, Erzherzog Ferdinand von Österreich eingingen. Der erste Kappelerkrieg endete mit einem akzeptablen Vergleich, der aber von Zwingli nicht anerkannt wurde. Heusler: Es tut nicht gut, wenn Pfarrer Politik betreiben wollen, denn sie sind keine politischen Köpfe, und auch Zwingli war es nicht. (S. 103). Die Protestanten verloren den Krieg, Zwingli das Leben. Der siegreiche Katholizismus wurde durch die vom Schultheissen Ludwig Pfyffer von Luzern geleitete Gegenreformation zur vorherrschenden Macht in der Eidgenossenschaft. Die Reformation der Schweiz als ganzes war gescheitert -aber die Orte die bereits dem neuen Glauben anhingen, behielten das Recht, bei ihrem Glauben zu bleiben.
In Basel war das Laufenthal ebenfalls protestantisch geworden und wollte sich vom Bischof lösen. Da die Beziehungen zu diesem eh seit langem äusserst schwierig geworden waren, galt es nun, diesen Zustand zu einem positiven zu ändern. Die Stadt übernahm also mit der Handveste von 1547 die Aemter Birseck, Zwingen, Laufen, Delsberg, St. Ursitz und Freienberg für 16'000 Gulden zu Lehen. Der Bischof musste versprechen, diese weder zu verpfänden noch zu verkaufen. Der neue Bischof Melchior von Lichtenfels wollte dies nach 1553 rückgängig machen, mit dem Erfolg, dass Basel nun auch noch die übrigen Dörfer des Delsberger Tales und des Freienberges ins Bürgerrecht der Stadt aufnahm - auf Ersuchen derselben. Diese beklagten sich über neue Steuern und neigten zur neuen Lehre, wollten also keine Messpfaffen mehr dulden.
Der neue Bischof Melchior von Lichtenfels vertraute auf die Unterstützung der sieghaften alten und katholischen Orte und versuchte, die alten Verhältnisse auch in Basel wieder herzustellen. Entgegen der Warnung Basilius Amerbachs, der darauf verwiesen hatte, dass Basel auf rechtlichem Wege das Bürgerrecht der bischöflichen Ämter nicht halten könne, und der deswegen eine gütliche Einigung empfahl, klagte Basel bei der Eidgenossenschaft hinsichtlich der Bürgerrechte und der Konfession der bischöflichen Landschaft.
Die Tagsatzung schlug ein Schiedsgericht vor, dem der Bischof nun massive Forderungen vorlegte: Die Rückgabe der Landgrafschaft Sisgau, der Aemter Waldenburg, Homburg, Liestal; die Wiederherstellung des Martinzinses für die Hofstätten des Bischofs in der Altstadt, der seit 50 Jahren nicht mehr bezahlt wurde, die Wiedereinführung der alten Regimentsbesetzung und Rückgabe des Münsters mit dem Kirchenschatz und den Domhöfen und eine Option, das Schultheissenamt, Zoll, Münzrecht etc. wieder einzulösen.
Diese Forderungen stellten die Existenz Basels als politisch selbständiges Gemeinwesen in Frage und wollten sie wieder zur Munizipalstadt des Bistums machen.
Die Forderungen des Bischofs waren zu unmässig, als dass sie die Eidgenossen gegenüber einem Bundespartner hätten durchsetzen können. Dennoch war der Entscheid von 1585 für Basel hart und demütigend. Sie wurde zwar der Ansprüche des Bischofs auf die Landgrafschaft, die basellandschaftlichen Aemter, das Münster samt Zubehör und die Herrschaftsansprüche des Bischofs in der Stadt los und ledig erklärt, da sie diese Herrschaft ohne Widerspruch seit 150 Jahren inne hatte und eine Trennung nun kaum mehr möglich sei. Die Stadt wurde aber angehalten, als Ablösung und zur Erledigung der Pfandschaft und Lehen der Landgrafschaft, der basellandschaftlichen Aemter, des Zolls, der Münze, des Bannweins (Juristen sind offensichtlich nicht erst in den letzten Jahren kleinkarriert geworden), des Schultheissenamtes, der Freiheit der Ratssatzung und anderer Rechte 200'000 Gulden bezahlen. Der Bischof hatte seinerzeit 713'000 Gulden verlangt und die Stadt 60'000 angeboten. Für die Ansprüche des Domstiftes waren weitere 50'000 fällig. Streitigkeiten, ob damit auch der Kirchenschatz bezahlt sei, blieben ohne Lösung.. (Von aussen, von einem Nichtbasler betrachtet, scheint mir das zwar ein recht fairer Kompromiss ..). Die Bürgerrechte allerdings gingen an den Bischof zurück. Dieser sollte aber den Ansässigen das Recht lassen, bei dem neuen Glauben zu bleiben, wenn sie es wünschten und die Kirchen von beiden Konfessionen genutzt werden. Da sich niemand der Klagen über Verstösse annahm, setzte der Bischof in der Beziehung seine Interessen bald auch mit Gewalt durch.
Was heute ein seltsames Problem erscheint, dürfte aber rechtlich und politisch recht interessant sein, denn es handelt sich um die Loslösung von Rechten vom Boden, also die Auflösung der feudalistischen Tradition, für die die Zeit offenbar noch nicht reif war. Im übrigen sind Steuern etwa noch heute an Boden (Wohnort) gebunden, ebenso Abgaben wie die Krankenkasse, und man kann sich dem Prinzip nur durch eine Briefkastenfirma entziehen.
Der Vorschlag der Schiedsleute wurde, wenn auch widerwillig, angenommen, führten aber, wen wundert's bei der lokalen Räpplispalterei, zum Rappenkrieg:
200'000 Gulden waren eine Menge Geld, vermutlich dem Betrag vergleichbar, den man heute aufwerfen müsste, um das Baselland zu kaufen. [... Moment ... nachrechnen: 1 Gulden e= 3.54 g Gold. 1 g kostet zur Zeit Fr. 14.50, das wären Fr. 51 für den Gulden, also totale Schulden von ca. 10 Millionen. Heute wäre Basel vermutlich froh, nur 10 Millionen Schulden zu haben, aber das Baselland könnte man damit nicht mehr kaufen. Allerdings als Pro_Kopf_Verschuldung sind die 10'000 von damals nicht weit weg von den 18'000 Fr/Kopf heute (3.5 Milliarden verteilt auf 188'000 Kantonsbürger). Der Rat versuchte also die Steuern zu erhöhen, insbesondere die Weinsteuer, was in der Landschaft auf grossen Widerstand stiess. Der Rat argumentierte, dass der selbstgemachte Wein ja nicht besteuert werde, und wer mässig ins Wirtshaus gehe, wohl kaum unter dieser Abgabe leiden werde. Wer hingegen Tag und Nacht im Wirtshaus verbringe, werde nicht durch die Abgabe verdorben ... (sondern sei eh ein hoffnungsloser Fall. Sagte man nicht, man war und ist in Basel schliesslich kultiviert und kein Bauerntöpel, aber dachte man vermutlich).
FORTSETZUNG: Basel von der Reformation bis zur Gegenwart.
| Berühmte Basler aus der Zeit des Humanismus |
|
Universität/Humanismus, Zuzug von Gelehrten: Sebastian Brant von
Strassburg: Narrenschiff (Kinderpsychologie), Johann Reuchlin aus Pforzheim zB
war der erste namhafte deutsche
Thomas Platter der Ältere (* 10. Februar 1499 in Grächen/Wallis, † 26. Januar 1582 in Basel) war ein humanistischer Gelehrter und autobiographischer Schweizer Schriftsteller.
Thomas Platter-Haus / http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Platter_(der_%C3%84ltere) Felix Platter (* 28. Oktober 1536 in Basel; † 28. Juli 1617 ebd.) war Mediziner und ein autobiographischer Schriftsteller.
http://de.wikipedia.org/wiki/Felix_Platter Caspar (Gaspard) Bauhin (* 17. Januar 1560 in Basel; † 5. Dezember 1624 ebd.) war ein Schweizer Botaniker und Universitätsprofessor. Er war der Vater von Johann Caspar und Bruder von Johann Bauhin.
http://de.wikipedia.org/wiki/Caspar_Bauhin Peter Ramus und Paracelsus haben in Basel publiziert, aber sonst keine grösseren Aktivitäten entwickelt. Basel hat immer wieder Flüchtlinge ausgenommen, insbesondere zur Zeit der Hugenottenverfolgung. Dazu gehörten an prominenter Stelle: Miville, Roschet, Sarasin, Vischer, DeBary, Bauhin, Zwinger, Grynäus, Buxtorf (alttestamentarische Theologie, Hebräisch), und die Berühmtesten, die Bernoullis.
|
Fazit: Man verkaufte bereits damals die eigene Haut oder wurde für dumm verkauft, Bischöfe schlichen mit dem Messer im Gewand rum (s. Pat Robertson), die "Bürger" waren an wenig interessiert ausserhalb eines unbehinderten Handels ... also soooo viel anders als die Gegenwart, im Guten oder Bösen, waren die Zeiten offenbar doch nicht. Basel ist bisher mit der Politik: Lokal denken, global handeln, recht gut gefahren, steckt nun aber räumlich doch etwas in der Klemme, woran diese Maxime nicht ganz unschuldig sein dürfte. Heute wie damals lassen sich die Nichtstädter eben höchst ungerne als "Untertanen" halten, die es gilt, an der Hand zu führen, also zu managen (lateinisch "manum agere"="an der Hand führen"). Insbesondere da die politische Zielsetzung oft eine eben so eigennützige wie krämerisch-kurzfristige war, kann einem die patrizische Contenance der Basler manchmal ziemlich auf den Keks gehen.
Wie sich Basel im 20. JH., vorwiegend unter sozialdemokratischer Politik, entwickelt hat, geht leider auch nicht aus dem zweiten Teil: Geschichte Basels seit der Reformation, hervor, sondern bedarf einer weiterer Forschung. Es muss allerdings angenommen werden, dass Basel, da mit der Westschweiz meist recht progressiv stimmend, immer noch führend ist, wenn es darum geht, den Graben zwischen "Stadt und Land", was in der Schweiz fast synonym ist zu "Peripherie und Zentrum", zu vertiefen. Da die Schweiz relativ rasch droht zu einer einzigen grossen und profitablen Stadt zusammenzuwachsen (oder zumindest zu einer "Vierstadt ohne Wald" - mit etwas unprofitablem Restgrün garniert, reitet Basel zwar auf der "richtigen" Welle, könnte aber wegen städtischer Überheblichkeit (die die SP genau so betreibt wie die klassischen Wirtschaftsparteien) irgend wann wieder so auf die Nase fallen, wie 1833 mit dem Baselland. Untertanen, "an der Hand genommene" werden immer nach Freiheit streben, und dabei meist übertreiben, wie Baselland heute noch. Ich hab da so meine Erfahrungen .... Als ich 1981 mal anfragte, ob es ev. Arbeit im Wald gäbe, hiess es: Warum kommen Sie zu uns? Fragen Sie im Aargau. Als ich 1995 wegen potentieller Kooperation im Bereich Beschäftigungsprogramme anrief hiess es: Das können wir selbst. Da brauchen wir niemanden von ausserhalb. Es scheint, dass sich die alte Abwehr jeden Einflusses von Ausserhalb und das Streben nach Eigenständigkeit derart in den Köpfen festgesetzt hat, dass zuerst mal instinktiv jede Kooperation abgelehnt wird. Auch das geht auf den Keks. Hartes Brot für die Politiker beider Halbkantone.
Martin Herzog, Basel, 25. August 2005