Basel, vom Rande her - 2: Kleinhüningen

2.1 Das "Abfallproblem" Kleinhüningens.

Ein leicht humoristischer Beitrag von Martin Herzog zum Photowettbewerb des Neutralen Quartiervereins pro Kleinhüningen: Hop dr Bäse (2. Platz)

Geeignet für geheime Abfalldeponie ... aber sauber.


 

Schöne Aussichten ...

 


 

Die grössten Kehrichthaufen in Kleinhüningen sind wohldeponiert am absolut richtigen Ort.


 

Das grösste Abfallproblem Kleinhüningens ist, dass viele die Abfallsäcke bereits am Sonntag, wie hier, auf die Strasse stellen.

 


 

Aber am Montag Morgen, 8-00, Gärtnerstrasse: So wie es sich gehört. Abfall, sauber gebunden, schön in Grüppchen, wie die Pfadfinder.


 

Scheisse im Trompetenrohr, kommt zum Glück nur selten vor.

Scheisse auf der Strasse - jede Nase.


 

So frech, dass sie unverblümt alles auf die Strasse werfen, sind nebst Hunden eigentlich nur noch die Bäume.

 


 

Hier haben sich sogar ganze Bäume liegen lassen ...


 

Davon sind mir bei meiner ca. 2-stündigen Tour 3 Stück begegnet. Ob da wohl jemand eine Schnitzeljagd veranstaltet hat?


 

Jemand davongelaufen?

 


 

Liebeskummer?


 

Ein paar kleine Güseldeponien gibt es noch auf ...

 


 

an ...


 

.. und gegenüber der Industriebrache.

 


Die Wiesendamm-Promenade jedoch gibt sich geputzt für den Sonntagsspaziergang.

 

 

 

 

 

 

 

Die Strassen kreischten von Vergnügen und waren frühreif mit Wärme gefüllt wie von einem Sommertag.

Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften.

 

 

 

 

 

p.s: Der Wiesendamm wurde, im Rahmen der Entwicklung der trinationalen Agglomeration,  als geeignet befunden für eine S-Bahn ...


Aber! - Auch in Kleinhüningen, obwohl nur ganz am Rande der grossen Stadt, lassen sich Beispiele für das berühmte Pizzalittering finden.

 


 

Recyclingstelle Wiesenplatz, gehört eigentlich nicht mehr zum Bann Kleinhüningen, und prompt finden wir illegale Deponien, aber sogar die relativ wohlgeordnet.

 


 

Auch innerhalb der Häuser, in den Containern, wenig Grund zur Klage. Diese illegale Tüte ist die erste, die mir seit nun 14 Monaten vorgekommen ist. Beachten Sie auch die perfekt geschnürten Abfallsäcke, nicht überfüllt, nichts quillt heraus, ohne Kleber, nicht geplatzt. [Meiner fehlt eben noch ... es hat noch was platz, wenn ich richtig quetsche ...]


 

Ein Quartier, dass derart sauber aussieht, obwohl es zu 43% von Ausländern bewohnt wird, hat wohl wenig Grund zum Klagen - ausser dass wohl ab und zu ein Schweizer (ähum ...) von einem Ausländer erklärt kriegen könnte, wie man den Abfall sauber packt und das Papier bündelt ...


Martin Herzog, Basel, Inselstrasse, 11.6.06