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Schweiz-er-Innen finanzieren Risiken und Gewinne der Pharma.
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Eine fiese Interpretation, anhand chinesischer Kriegslisten, von WERTSCHÖPFUNG UND BESCHÄFTIGUNG IM GESUNDHEITSSEKTOR SCHWEIZ.
Studie im Auftrag der Vereinigung Pharmafirmen in der Schweiz (vips)Infras versucht netterweise (na ja, sie wurden bezahlt dafür ...), das Image der Pharmaindustrie etwas aufzupolieren, um vom Zockerimmage abzulenken, dass durch die Hochpreispolitik im Inland entsteht:
Im Jahr 2002 beläuft sich die Gesamtbedeutung des Gesundheitswesens auf eine Wertschöpfung von rund 43 Mia. CHF und eine Beschäftigung von 408’000 VZÄ. Dies entspricht rund 10% vom Schweizer BIP und rund 13% der gesamten Schweizer Beschäftigung.
Der Gesundheitssektor generiert einen bedeutenden Anteil des BIP. Die Bruttowertschöpfung des direkten Effekts beläuft sich auf 42 Mia. CHF. Dies entspricht rund 10% des BIP. Werden die Vorleistungen miteinbezogen (indirekte Effekte), generiert der Gesundheitssektor sogar eine gesamte Bruttowertschöpfung von rund 59 Mia. CHF.
Von einer Bruttoproduktion bzw. Umsatz von total 42 Mia. CHF exportieren diese beiden Branchen (inkl. Grosshandel) rund 35 Mia. CHF ins Ausland. Rund 80% der Beschäftigten der Pharma- und Medtechbranche arbeiten für den Export. Die Pharma- und die Medtechbranche sind damit wichtige Pfeiler der Schweizer Exportwirtschaft. Längsschnittanalysen zeigen, dass die Pharmabranche zwischen 2000 und 2004 ein deutliches Wachstum erzielt hat und im Durchschnitt jährlich um 12.7% zugelegt hat.
Dies entspricht rund 14% des Schweizer BIP und rund 17% der gesamten Schweizer Beschäftigung.
Das Gesundheitssystem generiert nicht nur (steigende) Kosten, sondern auch Nutzen. Die bessere Gesundheitsversorgung bzw. ein stärkerer Konsum medizinischer Leistungen führt in den meisten Fällen zu einer Verbesserung des Gesundheitszustandes der Bevölkerung.
Die Menschen sind weniger krank, sie kommen in den Genuss einer höheren Lebenserwartung und gewinnen an Lebensqualität.
ausserhalb des Gesundheitssystems, z.B. die Tourismusbranche. Hinzu kommt eine Reduktion der Absenzen am Arbeitsplatz, die ihrerseits dazu führt, dass die Produktivität steigt. Der bessere Gesundheitszustand wirkt sich ausserdem positiv auf die Humankapitalbildung und letztlich auf das Wirtschaftswachstum aus. [Die Aussage belegt das Menschenbild der "Gesundheitsindustrie": Der Mensch als Maschine, als Biomechanoid, das zu funktionieren hat, das seinen Produktionsauftrag störungsfrei zu erledigen hat].› Insbesondere die Pharma- und die Medtechbranchen investieren kräftig in Forschung und Innovation. Sie unterstützen damit den Forschungsstandort Schweiz und tragen dazu bei, dass die Schweiz in Forschungskreisen über ein internationales Renommée verfügt.
Auch der Finanz- und Handelsplatz Schweiz profitiert vom Gesundheitssektor, indem sich Unternehmen in den Bereichen Finanzierung (Venture Capital) und Patenthandel (Intellectual Property) in der Schweiz ansiedeln, die sich insbesondere auf den Pharmamarkt bzw. Pharmaunternehmen spezialisiert haben.
Beschäftigte:
Mit der direkten Wertschöpfung verbunden ist ein direkter Beschäftigungseffekt von rund 369’000 Vollzeitäquivalenten (VZA), dies entspricht rund 12% der gesamten Schweizer Beschäftigung.
Damit ist eine Beschäftigungswirkung in der Höhe von 408’000 Vollzeitäquivalenten verbunden: Dies entspricht rund 10% vom Schweizer BIP und rund 13% der gesamten Schweizer Beschäftigung.
Werden die Vorleistungen miteinbezogen (indirekte Effekte), generiert der Gesundheitssektor sogar eine gesamte Bruttowertschöpfung von rund 59 Mia. CHF. Auch in Bezug auf die Beschäftigung spielt der Gesundheitssektor eine wichtige Rolle. Direkt und indirekt sind Beschäftigungseffekte von rund 525'000 Vollzeitäquivalenten mit dem Gesundheitssektor verbunden. Dies entspricht rund 17% der Gesamtbeschäftigung.


nota bene: Der Grossteil der Stellen im Gesundheitsbereich ist in Spitälern angesiedelt - im Gegensatz zu Pharma mit "normalen" bis äusserst mässigen Löhnen gearbeitet wird, was in der Wirtschaft dann als "niedrige Produktivität" klassiert wird.
12%
der Schweizer Arbeitnehmer sind direkt im Gesundheits- und Krankheitssektor
beschäftigt, also fast so viele wie im Detailhandel und mehr als im Baugewerbe.


Werden die einzelnen Akteurgruppen separat betrachtet, so wird ersichtlich, dass die Pharmaindustrie und die Medizinaltechnikbranche (inkl. Grosshandel mit pharmazeutischen und medizinaltechnischen Produkten) den grössten Anteil innerhalb des Gesundheitssektors ausmachen, sowohl hinsichtlich Wertschöpfung (19 Mia. CHF bzw. 32%) als auch bezüglich Beschäftigung (151'000 VZÄ bzw. 29%). Dieses Ergebnis lässt sich durch die relativ hohen indirekten Effekte (Wertschöpfung und Beschäftigung) erklären, die mit der Pharmaindustrie und der Medizinaltechnikbranche verbunden sind.

Wertschöpfung:
Der direkte Wertschöpfungseffekt des Gesundheitssektors beträgt rund 42 Mia. CHF im Jahr 2002, dies entspricht rund 10% des BIP.

Hier zeigt sich, worauf die Gesundheitsindustrie baut, auf Chemie. Hier zeigt sich deutlich das kranke Weltbild. Wo Gesundheit bloss als Effekt oder Produkt biochemischer Stoffe und Abläufe begriffen wird, Psyche und Geist auf naturwissenschaftlich erfassbare Strukturen und chemisch steuerbare Funktionen reduziert werden - ist der Mensch auch bloss eine Maschine:
Die Maschine muss laufen
Die Maschine muss arbeiten
Ist sie hin, dann weg damit.
Der Mensch als dekoratives Objekt
Vielleicht noch höher als für die Erhaltung der Funktionalität sind die Kosten für Lifestyle-Gestaltung, also z.B. dünner, schöner, brauner, vollbusiger, jünger etctec. aussehen. Wohlgemerkt, nur AUSSEHEN, denn am Sein, egal ob jung oder alt, können Medikamente wenig ändern, obwohl, bei den falschen kann man dann schon sehr alt aussehen ...
Hier ein
weiteres Feld, wie das Mobbing, in dem wir uns gegenseitig in ein Verhalten
treiben, das für alle eben so teuer, unerfreulich wie unergiebig ist. Verlangen
wir als "Konsumenten", dass alle VerkäuferInnen jung und hübsch sind, wird das
dann eben auch von uns verlangt, wenn die Rollen vertauscht sind. Der generelle
Druck wird als Zwang empfunden, dem manundfrau stattzugeben hat, und durch das
Nachgeben gleich nochmals verstärkt. Und bezahlen soll auch hier immer öfter ...
na wer wohl, die Krankenkasse.

Diese Verhältnisse wurden längst diskutiert. Warum das
Kreditgewerbe, Energie-, Chemie-, Pharma-, Nachrichtenvermittlung eine so viel
höhere Produktivität haben als die durchschnittlichen, normalen Betriebe, sehen
Sie unter:
Warum verdienen die einen zu viel, die andern zu wenig? Gibt es den gerechten Lohn?
Die Qualifizierung von Betrieben und Stellen auf Grund ihrer Bruttowertschöpfung ist Betrug
Die grössten Firmen der Schweiz, nach Branche, Umsatz, Ebit und Anzahl der Beschäftigten
Löhne hängen von manchen Faktoren ab ... auch von der Leistung
Mehrwert & Löhne am Beispiel der Forst-Wirtschaft
Restrukturierung und Reengineering sind bloss Rückzugsgefechte.


Medikamente machen 1/4 der von Krankenkassen zu vergütenden Kosten aus!
Jährlich bezahlen die Schweizer 500 bis 800 Millionen zu viel für ihre Medikamente.
Jährlich werden Medikamente im Wert von 500 Millionen weggeworfen.
Jährlich werden 280 Millionen ausgegeben für Medikamente, deren Patentschutz abgelaufen ist, die also durch Generika gleichwertig ersetzt werden könnten.
Patentschutz wird als Preisschutz interpretiert - und gilt 15 Jahre, unabhängig von den Kosten die bei der Entwicklung anfielen und den Profiten. Das ist List in Reinkultur.
Jährlich wird also 1 Milliarde zu viel bezahlt + 1/2 Milliarde vermutlich sinnlos verschrieben, macht 1.5 Milliarden - mit denen die Schweizer die Profite und das unternehmerische Risiko der Pharmaindustrie subventioniert. (... was zwar nur die Hälfte dessen ist, was uns die Landwirtschaft kostet, aber angesichts der Tatsache, dass es sich um eine hochprofitable Branche handelt, doch eher fragwürdig erscheint.)
Ein immer grösserer Teil der Medikamente sind Lifestyle-Medikamente. Statt also sich und sein Leben so einzurichten, wie der eigenen Persönlichkeit gemässt, wird diese per Chemie so verändert, wie der Publikumsgeschmack es wünscht: Jünger, schöner, dünner, aufgeweckter - aber nie aufgedreht, nie deprimiert, nie müde, immer fit und munter, lernfähig bis zur Beerdigung - mit ebenfalls chemisch normiertem Blutdruck, Stuhlgang, Piss- und Sexualverhalten.
Apropos Vorsorge:
Vorsorge bedeutet leider oft, dass wir die Sorge vorverlegen. Wenn jede Möglichkeit krank zu werden genetisch identifiziert werden kann, wird sich jede Versicherung von den Kosten drücken wollen - während andererseits die Gesundheitsindustrie nichts unversucht lassen wird, den Betroffenen jede mögliche Vor-Sorge zu verkaufen, sie also wegen einer blossen Erkrankungsmöglichkeit finanziell auszunehmen. Das nannte man früher nicht Vorsorge, sondern Hypochondrie genannt.
Dies listige Strategie kommt in der Liste der Listen nicht vor, ist aber hier die wichtigste: Die Angst vor Krankheit und Alter ausnutzen.
Dabei scheint es offenbar eher angebracht, etwas mehr Angst vor Medikamenten zu haben. Wer der Meinung ist, ein gesunder und glücklicher Mensch erreiche diesen Zustand nur durch Einnahme der richtigen Medikamente, sollte sich Anne Nicole Smith (1967-2007) als Warnung dienen lassen. Das Photomodell wurde offensichtlich weder umgebracht noch hat sie sich umgebracht ... sie hat nicht mal zu viele Medikamente geschluckt, sondern ganz einfach eine Kombination von 9 verschiedenen Medikamenten (Schlafmittel, Appetitzügler, Antidepressiva ...), die so offenbar zu einem tödlichen Cocktail wurden.
Gerade an den Strategien und Taktiken der Krankheitsindustrie, insbesondere somit der Pharmaindustrie, lassen sich die Strategeme [s. Das andere, das praxisorientierte strategische Wissen: List und Tücke, Schlauheit, Gerissenheit] schön belegen. Immerhin finden wir hier die kombinierte Verwendung von 7 der 36 Strategeme, die den Chinesen schon im Mittelalter bekannt waren. [Dass geschickte Strategien und Taktiken schon vor 150 Jahren das A und O waren, zeigt die Geschichte der Basler Chemie. Weitere 25 Dokumente in denen das Stichwort Pharma vorkommt, finden Sie mit search]:
Strategem 5: Eine Feuersbrunst für einen Raub ausnutzen. Die wichtigsten Taktik der Krankheits-, wie der Versicherungsindustrie, nutzt die Angst vor Krankheit und Tod.
Strategem 14: Für die Rückkehr der Seele einen Leichnam ausleihen. Das meiste Geld wird in der Schweiz ausgegeben, na, wofür? Richtig, für Versicherungen, Lebensversicherungen - womit eigentlich Nach-Lebensversicherung gemeint ist.
Strategem 7: Aus einem Nichts ein Etwas erzeugen. Da offensichtlich ein grosser Teil der Medikamente für die Katz sind, aber dennoch an Menschen verfüttert werden ... Vor-Sorge: Teure Behandlungen verkaufen für Krankheiten die bloss auftreten könnten
Strategem 12: Mit leichter Hand das [einem unerwartet über den Weg laufende] Schaf wegführen. Da Gesundheit das höchste Gut ist, das jeden Preis rechtfertigt, der Preis aber über eine Gemeinschaftskasse bezahlt wird, die wenig Mittel hat, sich vor Bezahlung zu drücken, wird sie ausgenommen.
Strategem 24: Vorgeben, dass man durch den Staat Yu zwecks Angriff auf den Staat Guo hindurchmarschieren wolle, und jenen dann doch besetzen. Unter dem Vorwand, man brauche Patentschutz und hohe Preise im Inland, um für den globalen Wettbewerb gerüstet zu sein, wird die lokale Bevölkerung ausgenommen.
Strategem 25: [Ohne Veränderung der Fassade eines Hauses in dessen Innerem] Die Balken stehlen und gegen [morsche] Stützen austauschen. Die wichtigste Taktik, Leistungsabgeltungen für Mitarbeiter und Staat (Steuern) tief zu halten, ist die Erpressung über Arbeitsplätze - und deren potentielle Abwanderung.
Strategem 30 Die Rolle des Gastes in die des Gastgebers umkehren. Die Konsumenten übernehmen, dank Umweg über Krankenkasse, sämtliche Risiken und Gewinne der Unternehmer.
Was Strahm zur Zeit (Juli 07) kritisiert, sind zwei weiterere Strategeme, nämlich:
Strategem No 7: Der Pflaumenbaum verdorrt anstelle des Pfirsichbaums (läuft bei uns unter: Bauernopfer oder in der Kriegsmedizin unter Triage: Weniger wichtiges Opfern um wertvolles zu schützen. Der Pfirsich ist schmackhafter und seltener als die Pflaume). Die Preismassnahmen haben zwar sogar 365 Millionen Einsparungen gebracht - an Stelle der angestrebten 250 Millionen ... ABER:
entspricht dies nur 0.5% der gesamten Gesundheitskosten - und vor allem, der Pfirsichbaum gedeiht:
2006 haben die Pharmafirmen 598 Präparate vom Markt genommen, die im Durchschnitt 66.50 Fr. kosteten
Dafür wurden 543 Medikamente neu in Verkehr gebracht, mit durchschnittlichen Kosten von 180.70 Fr.
Strategem No 29: [Dürre] Bäume mit [künstlichen] Blüten schmücken. Vier von fünf vermeintlich neuen Medikamenten blosse Scheininnovationen, also die selben Wirkstoffe, vielleicht mit einem neuen Geschmack ..., auf jeden Fall in einer neuen Verpackung. Gesundheitsökonomom Willy Oggier bezeichnete die Kosten 2004 auf 250 Millionen, Santésuisse schätzt sie heute auf rund 400 Millionen - also 4.5 - 7.2% der Gesamtausgaben für Pharma. Die Behauptung, dass neue Kombinationen bei manchen Patienten wirksamer sein könnten, ist theoretisch möglich aber unbewiesen, da diese Eigenplagiate zwar mit Placebos, nicht aber mit den Vorgängermedikamenten verglichen werden.
Apropos kranke Strategien: Wenn ein Biochemiker, der für Hofmann-La Roche gearbeitet hat, über das Gottlieb Duttweiler Institut und das Kollegium Helveticum einen Stuss verbreiten darf wie Stephan Siegrist in: Wie die Vorstellungskraft unsere Innovationsfähigkeit prägt. GDI-Impuls Herbst 2005. S. 95-98 http://www.collegium.ethz.ch/pub/05_gdi_sigrist_Herbst.pdf ], dann ist da aber einiges Faul in dem Staat. Snacks, die glücklich machen. ... Damit rücken die Mechanismen zum Auslösen positiver Emotionen in den Fokus der Industrie. ... Der Uebertritt von einer realen in eine virtuelle Welt könnte auch durch Food möglich werden. Was hier verbreitet wird ist ein Konzept, mittels Nahrungs- und Pharmaindustrie die Menschen in die brave new world zu führen, in der sie völlig von aussen steuerbar werden. Kommentare s. Geistes-Nahrung - oder: Was aus dem Geist wird, wenn wir ihn den Investoren und Werbfritzen überlassen.
Die Angelegenheit ist um so übler, als Siegrist die Strategie der Meme kennt und offensichtlich anwendet:
Die Visionen, die Zukunftsvorstellungen prägen, Geschichten über Technik, Wissenschaft und Menschen funktionieren als sog. Meme - Gedanken oder Ideen die sich Wirkmächtig in der Gesellschaft verbreiten wie der Traum vom Fliegen oder von Robotern, die im Haushalt helfen. Welche Zukunft sich letztlich durchsetzt, entscheidet sich auf dieser Ebene der kollektiven kulturellen Imgagination.
Ein wichtiger Teil geistiger Hygiene ist es also, solche Meme, wie die von Siegrist in Umlauf gesetzten, möglichst rasch und umweltfreundlich zu kompostieren.
Dergleichen kommt auf den Tisch per trojanisches Pferd "functional food" (Pharma-Nahrung). Die Meinung ist hier generell (ausgenommen bei den Produzenten natürlich), dass derartiges in Einzelfällen hilfreich sein kann, aber auf keinen Fall eine ausgewogene, abwechslungsreiche gesunde Ernährung ersetzt, ganz geschweige denn Bewegung oder gar Fühlen und Denken - es sei denn, die Menschen (natürlich bloss die unteren Klassen) werden langsam daraiuf vorbereitet, in Käfigen gehalten zu werden.
Apropos LC1, der bestbeworbene Kokolores auf dem Gebiet: Falls Sie wirklich ab und zu Mühe mit der Verdauung haben, und sich diese nicht bloss von der Werbung einreden lassen, essen Sie mehr Haferflocken. Porridge ist ein Wundermittel gegen Magen- und Darmstörungen. Eine äusserst angenehme, allerdings die Form ins Konkave verändernde Verabreichung von Haferflocken, wäre auch die Rüeblitorte. (Geeignet statt Mandeln sind auch Haselnüsse, oder, sehr schmackhafte orientalische Variante, in Bagdad vom Autor entwickelt: getrocknete Maulbeeren Da kommt kein functional food ran ... Haferflocken enthalten zudem einige Mineralien und Vitamine die dem seelischen Gleichgewicht äusserst zuträglich sind. Vermutlich hängt dieses eh stark mit der Verdauung zusammen, denn wie die Italiener sagen: Manga bene, kaka forte, non aver paura della morte. (Oder anders: Scheiss auf die Pillen).
Weiteres, das Ihnen den Appetit auf Pharmafood vertreiben wird:
Irakische Küche (slow food par excellence ... oder: Wann haben Sie zum letzten Mal Reis für 1 Stunde gekocht? Kann sich rentieren. s. Hakake)
& Fleisch, der verkannte Vitaminlieferant. - Deutlicher: 1 x pro Woche Leber, falls auch Sie müde Augen haben! Karotten sind nur Beilage ...
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Export von Medikamenten: Europa als Weltherrscher! Es handelt sich um 36.5 Milliarden $ - also doch 60% des Betrages den China dafür einnimmt, die ganze Welt mit Textilien zu versorgen - und die Textilindustrie andernorts zu ruinieren. |
Import von Medikamenten Diesmal werden aber alle gleichermassen kolonialisiert ... sogar die USA und Japan. |
Martin Herzog, Dipl. Ing. ETH, 11.6.06
Vorschlag für eine problem-lösende statt problem-verursachende Subventionierung von Nahrungsmitteln:
Lieber ein Fruchtcocktail oder ein Pillencocktail?
Laut Caritas gibt es in der Schweiz rund 1 Million Arme. Diese verfügen also über ein Budget, das in etwa dem Existenzminimum entspricht, oft weniger, manchmal etwas mehr. Sehen Sie sich mal so ein Budget an und überlegen Sie sich, auch wenn Sie (zur Zeit noch) nicht selbst davon betroffen sind, welche Art Nahrungsmittel Sie sich selbst damit leisten würden. Standard ist Reis, Nudeln, Speck, billiger "entvitaminisierter" Fleischwurst, Zwiebeln & Knoblauch, Bohnen, Käse, Brot, Butter, Milch, Tee und Kaffee ... und Gewürze - leider aber keine frischen Kräuter - obwohl gerade diese eigentlich meist Heilmittel währen, also auch für die Gesundheit präventive Wirkung hätten. Obst und Gemüse fällt flach, da ein Pfund billige Wurst oder Käse nun eben doch einiges mehr abgibt als ein Pfund Obst oder Gemüse, das schon bald gleichviel kostet. Und nur in den wenigsten Küchen dürfte heute noch das Wissen vorhanden sein über die spezifischen gesundheitlichen Wirkungen von Pflanzen und Kräutern - und Fleisch!
Den
Armen wird also das Leben verkürzt
durch die beschränkte Auswahl an zahlbaren gesunden Nahrungsmitteln!
Wie jedes Problem birgt aber auch dieses einige Chancen:
Die Bauern gehören ja mit zu den Ärmsten. Sie müssen mit enormen Subventionen über Wasser gehalten werden - aber, der grösste Teil der Subventionen geht an die Verarbeiter, damit sie billig exportieren können, kommt also den Bauern gar nicht zu gute - und der Steuerzahler erhält auch wenig für seine Leistungen.
Übergewicht ist, im wahrsten Sinne des Wortes, ein gewichtiges Problem, insbesondere da es immer weitere Kreise bereits der Jugendlichen erfasst.
Übergewicht betrifft vor allem Arme, also die unteren sozialen Schichten. Wenn Sie sich obiges "Diätprogramm" ansehen, verstehen Sie sofort, warum dem so ist - und warum das auch so bleibt, trotz tausend Empfehlungen mehr Gemüse und Obst zu Essen an Schule, Fernsehen und in allen andern Medien.
Durch Subventionen verbilligte Nahrungsmittel die in den Export gehen, ruinieren die Existenz noch ärmerer Bauern in der 3. Welt.
Nun ist es für tiefe Einkommen ja seit längerem möglich, sich einen Teil der Krankenkassenkosten erstatten zu lassen. Es gäbe aber bessere Möglichkeiten! Warum nicht die Krankheit im Keime ersticken, insbesondere diejenigen, die durch Fehlernährung entstehen?
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Vorschlag:
* Eine solche Idee scheint aufs Erste bloss Vegetarier anzusprechen. Dem ist aber nicht so. Wie die Skandale in Deutschland betr. Gammelfleisch zeigen, hat hier "billig" als Strategie schon beträchtliche Auswirkungen auf die Gesundheit. Auch wenn man nicht soooo weit geht, vergammeltes Fleisch anzubieten, haben Billigwürste doch auch ihre "Nebenwirkungen". |
Für das Wohlbefinden einer Frau sind bewundernde
Männerblicke wichtiger als Kalorien und Medikamente.
(Francoise Sagan, französische Schauspielerin, *1935)
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