Irak

Irakische Küchenrezepte

Wer besitzt die Macht in den USA? Volk oder Elite?

Wie vertragen sich Machtpolitik und Demokratie?

Wirtschaftskrieg mit den USA

X Faule Gründe für einen Krieg gegen das Völkerrecht

home

search

sitemap

Cartoons zum Erdöl - dem Lebenssaft der Wirtschaft
  1. Cartoons I Strategien und Massenvernichtungswaffen
  2. Cartoons II Führer sind Helden
  3. Cartoons III Der gerechte Krieg
  4. Cartoons IV Freiheit, Demokratie und humanitäre Hilfe für die Unterdrückten ...
  5. Cartoons V UN und Alliierte
  6. Cartoons VI Erdöl, Elixier der Wirtschaft
  7. Cartoons VII Kollateralschäden
  8. Cartoons VIII Die Nachkriegsentwicklung
  9. Cartoons IX Nachkriegsentwicklung II
  10. Die neue Fahne
  11. Nachkriegsentwicklung III Im neuen, souveränen Irak
  12. Die neue souveräne Regierung

 

 

 

Ach, diese Irakis, typisch Araber ... plündern ihr eigenes Land ...

Cartoon von Danyl Cagle zu Plünderungen in New Orleans, wo zur Zeit (1.9.05) ähnliche Bedingungen herrschen wie in Bagdad, allerdings mit etwas mehr Wasser.


Apropos New Orleans & Katrina:

Mein Beileid ... und meine Verwunderung. Dass das, was jetzt passiert ist, passieren kann, ja fast muss, weiss man seit Jahren. Seit Jahren bestehen Projekte zur Verstärkung der Dämme. Bereits im letzten Jahr wurde eine derartige Sturmflut erwartet. [Warum interessiert das ganze die Börse nicht? Eben, weil sie schon längst damit gerechnet hat, nicht bildlich, wortwörtlich gemeint.] Man konnte das enttäuschte oooch der Medien richtig hören, als der grosse Sturm ausblieb. Dieses Jahr ebenfalls. Ein grosses, stummes ooooch, als der Hurrikan westlich an der Stadt vorbei zog. Aber dann, heureka, Medienfutter. Themen wie global warming, Kosten Irakkrieg, Zustand der US-Infrastruktur, Entwicklungsarbeit im In- und Ausland werden in der US-Presse, die bisher ziemlich den Deckel drauf gehalten hat, plötzlich nach oben gespült..... Könnte Bush's "Wasserloch" (Waterloo) werden. Was die Bush-Regierung im eigenen Land an Katastrophenhilfe leistet, scheint auch nicht viel eindrücklicher, als was sie (sich) im Irak leistet.

Bush dürfte sich zur Zeit selbst in seinen Hintern beissen, aus Ärger darüber, dass er Katrina nicht zur internationalen Terroristin erklären, und dafür Kuba, Iran, Syrien, Nordkorea oder sonst einen Schurkenstaat bombardieren kann. Wäre einfacher und schneller, als die Evakuation einer Grossstadt mit einer halben Million Einwohner im eigenen Land und deren Wiederaufbau. Dieser scheint seit längerem nötig, da die Abwanderung bereits vor Katrina beträchtlich war.

Sein Salbadern nervt, wenn er über ein US-Problem redet, genau so, wie wenn er über den Irak redet, von dem er definitiv nichts versteht. Dort hat er jedoch die Chance, dass die meisten, die ihm noch zuhören, eben so wenig verstehen. Da hat er nun Pech gehabt, denn nun sind die Betroffenen Landsleute, und die sehen, so im eigenen Hof, sehr wohl, wenn vorne Show und hinten nix. So könnte diese Katastrophe, wie die meisten, auch ein Positives Resultat zeigen: Schluss mit Showpolitik!

Es ist peinlich für die US-Regierung, die Regierung mit der modernsten und mächtigsten Armee, Geheimdiensten, Beraterstäben ... und Politikern, dass die Medien das rascher gemerkt haben als sie selbst. Haben Fox und CNN bisher jeden Sch... den Bush & Co verzapften, fast kritiklos publiziert, so tönt es heute anders. Die demokratische Senatorin von Louisiana, Mary Landrieu, die vor lauter Lob des Präsidenten fast vom Boden abhob, erhielt von Anderson Cooper, CNN, die Antwort: Entschuldigen Sie die Unterbrechung. Wissen Sie, Politikern zuzuhören, die sich gegenseitig danken und loben, da muss ich Ihnen einfach sagen, hier draussen sind viele Leute aufgebracht, sehr zornig und sehr enttäuscht. Wenn sich Politiker auf die Schultern klopfen, das kommt falsch rüber, wenn gleichzeitig in dieser Stadt die Ratten eine Frau anfressen, die seit 48 Stunden in den Strasse gelegen hat.

Einerseits ... andererseits handelt es sich, schon nur bei New Orleans, um die Evakuation einer halben Million Menschen. Müsste Zürich samt Vororten evakuiert werden, kämen wir und unsere Räte vermutlich auch flach raus.

Allerdings zeigte sich die Supermacht USA nicht mal in der Lage, vom Ausland bereitgestellte Hilfsgüter zu übernehmen und zu verteilen. Aus der ganzen Welt kamen Angebote für finanzielle und materielle Unterstützung, sogar aus ärmsten Staate wie Afghanistan, Aserbeidschan, Bangladesch, Bosnien-Herzogowina, Dschibouti, Malediven etc. Die grössten Summen wurden von den Freunden am Golf gespendet. Katar, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate spendeten je 100 Millionen $, Saudi Arabien gar 250 Millionen $. Dass das Angebot von Castro abgelehnt wurde, war zu erwarten, ist aber schade. Wäre mal eine Gelegenheit gewesen, diesen dümmlichen Hahnenkampf zwischen Grossgeldgockel und Kleinrotgockel fast unauffällig zu beenden.

Nach den beträchtlichen Schäden der Wertschätzung der gegenwärtigen US-Regierung, setzt Bush nun einen Marshall-Plan in Gang. Während der Marshall-Plan für Europa allerdings bloss 100 Milliarden $ gekostet hat (inflationsbereinigt), sollen hier 200 Milliarden aufgewendet werden. Auch hier ist die Parallele zum Irak augenfällig. Schon wieder sind es die "Amigos" Halliburton, Bechtel etc., die sich bereits im Irak einen goldenen A... verdient haben - ohne Ausschreibung, ohne Kontrolle von Lieferung und Qualität. Die Amerikaner haben nun vor der eigenen Tür die Chance, die "Qualität" der US-Hilfe im Irak zu beurteilen. (...  Macht irgendwie Spass, sorry ... aber wie oft kriegen Lügner schon derart eins vor den Latz geknallt.)

Ein Jahr später warten die geschädigten Hauseigentümer immer noch auf Geld von den Versicherungen und/oder vom Staat. Die Bevölkerung ist von 480'000 auf 250'000 geschrumpft, der Rest lebt vorwiegend, und vorwiegend provisorisch, in Texas. 59 % haben keine Arbeit, 41% ein Einkommen von unter 500 $ pro Monat. Die Wasserversorgung leckt, die Stromversorgung wird täglich unterbrochen. Tsunami Helfer aus Asien waren schockiert, als sie New Orleans sahen ...

Zwei Jahre später ist klar, dass die 100 Milliarden $, die der Staat versprochen hat, vor allem an "ausgewählte" (tja ... von wegen Markt ...) Grosskonzerne ging für Aufräumarbeiten und Bauprojekte. Erst 20% der 180'000 Familien die um Hilfe beim Wiederaufbau ersucht haben, wurden erst 20% berücksichtigt. Von 276 Kinderhorten sind erst 98 wieder in Betrieb. Von den Bussen erst ein Fünftel. Allerdings ... sind die Mieten günstig und die Löhne tief, was sich doch einige Firmen zu nutze machen. Allerdings ... herrscht immer noch Furcht, denn über einen brauchbaren Hochwasserschutz wird New Orleans erst in ca. 4 Jahren verfügen, dank der Hilfe holländischer Ingenieure.  Allerdings ... ist der Obertrottel und gefährlichste Förderer des internationalen Terrors, PB, immer noch im Amt, und legt es zur Zeit gerade darauf an, noch eine Nation im Mittleren Osten zu demolieren, den Iran. Noch einen "erfolgreichen" Regimewechsel ....

________________________

Ähnlich dürften die gegenwärtigen Brände in Kalifornien zu beurteilen sein. Da brennen ganze Landschaften inklusive Häuser und Villen nieder ... und man wartet auf die Feuerwehr. Vergleicht man das mit Kanada, wo schon seit Jahrzehnten Feuerwachttürme eine Kontrolle der gesamten brandgefährdeten Wälder möglich machen - und auch entsprechende Löschdienste bereit stehen ... so müsste man, zumindest als Kalifornier, eigentlich Vögel kriegen, denn in Kanada geht^s nur um den Schutz von ein paar (hundert) ha Wald, in Kalifornien gehen ganze Quartiere in Flammen auf.

 

Martin Herzog Webdesign Basel  he www.brainworker.ch