Irak

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Dass der Irakkrieg auf Lügen basierte, war schon vor Beginn klar (s. Beitrag vom 18. Januar 2003: 1 Die Glaubwürdigkeit der humanistischen freiheitlichen westlichen Kultur am Ende: Faule Gründe für einen Krieg gegen das Völkerrecht. ). Dass sich Politiker und Presse erst heute damit auseinander setzen, macht diese Tatsache eigentlich nicht ungeschehen ... sondern bloss noch skandalöser.
 

Der Irak besitzt Massenvernichtungswaffen, der Irak ist eine Gefahr für den Weltfrieden, der Irak bedroht die USA .... Irak has to comply and it will comply. Gefunden haben Horden von gut bezahlten UN-Inspektoren nichts (obwohl sie die Hälfte des Geldes verbrauchten, das den unter Boykott stehenden Irakis zur Verfügung stand.) Anstatt die Realität anzuerkennen, dass der Irak vermutlich einige Versuche unternommen hat, um an derartige Waffen zu kommen, die Sache aber eher missglückt ist, wurde der Irak nun beschuldigt, diese WMD (weapons of mass destruction) zu verstecken. Der Irak wurde mit Krieg bedroht, falls er diese nicht vernichte. Der Krieg hat stattgefunden, die WMDs wurden nicht gefunden, ein Versagen das durch die paar kläglichen PR-Ansätze, Insektizid- und Waschpulverfunde als Durchbruch zu erklären, nur bestärkt wird. Amüsant ebenfalls der Versuch, nachdem bei Nasryia einige Amis die Nase in eine arabische Toilette gesteckt haben und ihnen über geworden war, diese als Versteck von Massenvernichtungswaffen zu erklären. Nun probt Hollywood den neusten Kriegsmarketing-Gag:

Der Mörder ist immer der Gärtner:

Selbstmordattentäter mit syrischem Pass, als Gärtner verkleidet.

Peinlich daran ist vor allem, das keiner lacht ... wo die Absicht doch klar liegt: Offenbar verstecken die Irakis ihre WMD in Syrien. Falls Syrien das nicht zugibt, wird Syrien bombardiert werden müssen. Falls sich dann dort auch keine WMD finden lassen, wird man (nein, sicher nicht in Israel suchen, da weiss man ja, dass es die WMD gibt), sich den Iran vornehmen müssen, zum Wohle der Menschheit. etc.

Martin Herzog Webmaster Basel  he www.brainworker.ch