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von Verwirrung |
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zur präzisen Lösung |
Martin Herzog Inselstrasse 62 4057 Basel Schweiz Tel/Fax: (0041) 61 831 80 15 |
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SCHWEIZ - IRAK
Wir unterstützen irakische Händler dabei, hochwertige Schweizer (sowie andere europäische) Produkte zu finden und zu vermarkten, wir unterstützen Schweizer (deutsche, österreichische ...) Firmen beim Aufbau von Kontakten mit Irakischen Interessenten.
Zur Zeit braucht der Irak z.B, generell:
Erdöl
Elektrizität
Mechanik
Landwirtschaft
UMWELT / ENVIRONMENT Das Ministry of Environment wurde neu bemannt und befraut ! Da in den letzten 20 Jahren auf dem Gebiet nicht viel getan wurde, ist eine enorme Aufbau wie Aufräumarbeit zu leisten. Dabei sollte allerdings nicht in erster Linie ausländische High-Tech und Experten zum Einsatz kommen, sondern es gilt, die lokalen Strukturen aufzubauen und zum Funktionieren zu bringen, und dabei auch Arbeitsplätze zu schaffen.
1st oct. 03 Einige der von uns bearbeiteten Versorgungsprobleme wurden in der Zwischenzeit ohne Importe gelöst:
Dies hat zwar weder uns noch der Schweizer Exportwirtschaft etwas gebracht (dafür dem damaligen lokalen Partner ...), war aber doch die bessere Lösung, denn absolute Priorität im Aufbau des Irak hat der Aufbau einer Wirtschaftsform, die allen Irakis (nicht Haliburton, Bechtel und Co) ein Einkommen erlaubt. Eine Bevölkerung ohne Geld und Beschäftigung stellt das höhere Sicherheitsrisiko dar als Al Qaida. Es ist also richtig, das alles was lokal hergestellt werden kann auch lokal hergestellt wird. Dazu kommt dass etwa bei Sprachlabors zum Unterhalt eines Top-Systems wie Tandberg vermutlich bei jedem Problem ein Fachmann zu Behebung nötig gewesen wäre, also ein nicht zu rechtfertigender Aufwand in der gegenwärtigen Situation. Falls Sie ein Angebot haben, von dem Sie denken, dass es für den Irak interessant wäre, so können wir das für Sie abklären. [Zur Zeit, Januar 04, laufen allerdings neue Vergaben über Bechtel, da ist unser Partner ziemlich im Druck. Februar oder März werden wir jedoch voraussichtlich ein eigenes Büro in Bagdad eröffnen.] Falls Sie ein Angebot haben, das für den Irak interessant ist, so können wir Ihr Angebot den in Frage kommenden Firmen und Personen unterbreiten - sowie gezielte PR betreiben. Für Fragen und Angebote wenden Sie sich bitte an: 0041 61 831 80 15
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Die Situation im Irak: Der Irak ist zur Zeit eine zoll- und verwaltungsfreie Zone. An der Grenze zu Jordanien warten dutzende von Lastwagen mit Satellitenschüsseln (zur Zeit DER Renner im Irak), Klimaanlagen (split units. Ein energiefressender zweiter Renner), Autos, Sprudelgetränken und mehr. Viele sind allerdings vorsichtig. Gerade bei Autos rechnen doch einige damit, dass sie später von der neuen Regierung doch noch zur Kasse gebeten werden, was mit den üblichen annähernd 100% Zollgebühren doch zu Buche schlägt. Verdient wird zur Zeit sicher mit all den neuen elektronischen Geräten. Unklar allerdings ist, woher das Geld kommt, sie zu erwerben. Zudem bieten reihenweise Geschäfte die selben Produkte an. Die Margen sind zwar minim, 10 bis 20$ für den Verkauf einer Satellitenschüsseln (250$ inkl. Decoder), aber für lokale Verhältnisse doch zufrieden stellend, vor allem im Vergleich zu den vergangenen Jahren. Ein weiteres grosses Geschäft scheinen zur Zeit Immobilien zu sein. Es herrscht ein reges Umziehen. Quartiere die bis anhin als Chick galten, weil dort die Elite (sprich BATH) wohnte, gilt es für diese nun eher zu meiden. Also werden hier Wohnungen günstig abgegeben (wenn nicht schon geplündert und besetzt) – und andernorts neue erworben. Die Bautätigkeit wird gefördert durch billige Baumaterialien, die zum Teil in Palästen oder andern Gebäuden „abgebaut“ wurden. Der Quadratmeter besten Carrara-Marmors ist z.B. für 2.5$ zu haben. Da die Situation auch hier recht chaotisch ist, haben einige beträchtliche Verluste zu verzeichnen. Da habe jemand ein Haus mit 350 m2 verkauft für 1.5 Millionen $, und ein neues mit 600m3 gekauft für die Hälfte – weil die Leute noch nichts von den neuen Preisen wussten.
Die Bedeutung der USA - der Fall Bechtel: Wer sich darauf verlässt, dass interessante Projekte öffentlich ausgeschrieben werden und darauf wartet, wird wohl lange auf Aufträge warten. Bechtel hat in Bagdad erzählt, dass der Aufbau vor allem mit irakischen Firmen und Arbeitern erfolgen soll. Was haben die Leute wohl zwei Wochen zuvor in Ammann erzählt? Bechtel hat am 18. Juni in Bagdad erzählt, dass die an Aufträgen interessierten Firmen zwei Wochen Zeit hätten, Ihr Interesse anzumelden. Ein Cousin hatte schon Aufträge eine Woche vor der Präsentation. Da einiges drängt, besonders die Versorgung mit Strom und Wasser, laufen vermutlich sogar bei Bechtel nicht alle Vergaben nach Handbuch. Für Schulen z.B. stehen 50 Million zur Verfügung. Die Schulen sollen bis zum Beginn des neuen Schuljahrs, also dem 15. September, wiederhergestellt sein - ebenso 4 Kliniken. Ein Auftrag für die Rehabilitation des Yarmouk Spitals von über 40.- Millionen $ wurde bereits zwei Tage später vergeben. Hier eilt's, und hier handelt die Wirtschaft um einiges rascher als Politik oder, noch schlimmer, NGOs, die immer noch daran sind, sich selber zu organisieren. Ein typisch Irakisch-Amerikanischer Tender. Warum der irakische Markt anders funktioniert als der hiesige: In der Schweiz ist Handel eher "projektorientiert", d.h. der Einkäufer weiss recht genau was er, beziehungsweise seine Firma, braucht, und sucht den Lieferanten, der die benötigten Güter nach Spezifikationen in der gewünschten Menge am günstigsten liefern kann. Die Situation im Irak ist da etwas anders. Nachfrage entsteht meist durch Nachahmer, wenn ein Produkt sich erfolgreich verkauft. Da aber die Wirtschaft im Irak die letzten 10 (bis 20) Jahre durch Kriege und Boykott sehr beschränkt war, und sich ziemlich darauf beschränkte, das günstig zu liefern, was absolut nötig war, kann jetzt ein beträchtlicher Schub erfolgen, so dass die Irakis auch in den Genuss von nicht bloss nötigem, sondern auch von Angenehmem kommen. Hier wird die Nachfrage erst kommen, wenn Informationen die Ideen liefern und die Lust an Konsum oder Produktion wecken. Aus diesem Grund hören Schweizer Händler oft den Spruch, mit dem sie wenig anfangen können: We need everything. Wahr, aber unergiebig, es sei denn, man akzeptiere die Tatsache, dass der Irak ein Mark ist, der zumindest 10 Jahre hintendrein ist, die Computerisierung bis anhin völlig verpasst hat, und sich nun recht rasch zumindest an das Niveau der Türkei und Jordaniens anschliessen wird. Auch wenn die Situation zur Zeit noch recht verworren ist, so entwickeln sich die Dinge rascher als man den Eindruck haben könnte (Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut). Wer Güter oder Dienstleistungen anzubieten hat, die für den Irak von Interesse sein könnten, sollte langsam aber sicher dafür sorgen, dass diese im Irak bekannt werden. Denn die Irakis können sich heute überlegen, welche Güter sie importieren wollen (der Import läuft zur Zeit bereits heiss) und welche sie allenfalls selbst herstellen können und wollen (auch bereits am Anlaufen. Dummerweise gehen subventioniertes Benzin und Diesel in den Export, obwohl im Land Mangel herrscht. Ein grosser Teil der Stromunterbrüche sei darauf zurückzuführen). PR im Irak: Informationen in den Händen von Interessenten, Zwischenhändlern, angestellten der Ministerien und wenigen Grossfirmen, kombiniert mit den klassischen Beziehungsnetzen über Onkeln, Neffen, Freunde, dürften in diesem Umfeld die Erfolg versprechendsten Ansätze sein, um zu Aufträge zu kommen, da sich jeder einen, zumindest kleinen, Profit von der Vermittlung verspricht.
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