halb-halb. Auf jeden Fall benutzten sie bereits Schwarzpulver für Mörser und Kanonen, bevor Bacon und Schwarz damit experimentierten. Vermutlich hatten sie jedoch das Wissen aus China.

 

Wer erfand das Schwarzpulver?

So um 618 v.Chr. hört man schon von den Chinesen etwas über großkalibrige, feuerspeiende Waffen

Die Araber und Griechen/Byzantiner haben es vielleicht nachentdeckt, denn sie nutzten schon um 670 n.Ch.. das "griechische Feuer" - ein Gemisch aus Salpeter, Ölen und Schwefel, das ausschließlich für kriegerische Zwecke eingesetzt wurde und als Vorläufer des Schwarzpulvers gilt. Im Jahr 1331 (1348?) sollen unter König Alphonsus XI. von Spanien die Mauren aus Mörsern verschossene Eisenkugeln mit explosivem Inhalt bei der Belagerung Castilliens eingesetzt haben.

Meyers Enzyklopädisches Lexikon aus dem Jahre 1977 schreibt:

Das weitaus am längsten bekannte Schiesspulver ist das Schwarzpulver, das vermutl. in China schon im 8./9. Jh. in Feuerwerkskörper und um 1100 als Treibmittel für Raketen verwendet wurde. In Europa wurde es um 1300 bekannt. Die Erfindung des Schwarzpulver wurde vielfach Berthold dem Schwarzen zugeschrieben, jedoch ist seine Verwendung in Geschützen in Europa schon seit 1326 nachweisbar.

Vermutlich war die Rezeptur im 9. Jahrhundert von Chinesen entwickelt worden, in einer brennbaren, aber nicht explosiven Form. In China wurde das Schwarzpulver zunächst in der Medizin verwendet. Darauf deutet der Name hin: "hua yao", "feurige Medizin". Erst später wurde das Schwarzpulver für Feuerwerk und militärische Zwecke entdeckt. Der Franziskanermönch Roger Bacon erwähnt das Schwarzpulver in seinen Werken "Opus amius" und "Opus tertium". Die Rezeptur erhielt er wahrscheinlich von Mönchen, die sich in China aufgehalten hatten.

Erstmals soll Marcus Graecus in seinem Buch "Liber ignium ad comburendos hostes" das Greek Fire und ein dem Schwarzpulver ähnliches Gemisch im 8. Jahrhundert erwähnt haben. Gesichert sind die Aufzeichnungen des englischen Mönches Roger Bacon "Opus Majus" (ca. 1242), in denen er ein Gemisch aus Salpeter, Holzkohle und Schwefel und dessen Verwendung für Knallkörper beschreibt. Die Legende um den Franziskaner-Mönch Berthold Schwarz aus Freiburg reicht ungefähr in das Jahr 1380 zurück: Constantin Anklitzen nahm beim Eintritt in das Kloster den Namen Berchthold an, den Beinamen Schwarz erhielt er aufgrund seines Interesses an Alchemie und Schwarzer Magie . Auch er soll zufällig das Schwarzpulver erfunden und anschließend mit Feuerwaffen experimentiert haben. Die Existenz von "Niger Berchtholdus" ist nicht zu beweisen, weil alle Aufzeichnungen des freiburgischen Klosters kurz vor der Reformation zerstört wurden. Sicher ist, dass Freiburg im 14. und 15. Jahrhundert ein Zentrum in der Entwicklung von Feuerwaffen und Ausbildung von Kanonieren war (Deutsches Feuerwerksbuch, 1420).

http://www.hausarbeiten.de/rd/faecher/hausarbeit/gea/14194.html

Herstellung und Eigenschaften von Schwarzpulver: http://www.geocities.com/christianletsch/SCHWARZPULVER.htm