Von Acker- und Waldbauern zu Stadt-, Export und Kapitalwirtschaft:

Resultate der Agrarplattform: Kein Gewinn mit Fleisch und Kartoffeln und auch Käse dient eher als Frequenzbringer

Warum Bauern sooo billig produzieren, dass sie ihre eigene Existenz gefährden.

Religion und Städte – die treibenden Wirtschaftsfaktoren des Mittelalters.

Was ist Wohlstand, wer bestimmt darüber, wer verfügt darüber?

Welche Faktoren bestimmen die Zufriedenheit?

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Was ist Wohlstand?

Wer bestimmt darüber?

Wer verfügt darüber?

Ökonomisch formuliert: Was braucht die Wirtschaft um nachhaltig zu werden, eine gerechte Verteilung oder eine wirtschaftlich, nach Pareto, optimale?

Apropos Verteilung. Wird "das Verteilungsproblem" von links angesprochen, heisst es jeweils von der Gegenseite: In der Ökonomie gehe es erst um die Profite, erst dann um die Verteilung. Das ist aber nichts als defensive Rhetorik, denn laut der Definition des Grossvaters der Ökonomie, Adam Smith, befasst sich die Ökonomie (als Wissenschaft) mit den Gesetzen der Produktion, der Verteilung und des Tausches. Zur Zeit von Adam Smith gehörte die Ökonomie allerdings noch zum Fachbereich Ethik, war also dort, wo sie als handlungsorientierende "Wissenschaft" hingehört, neben der Theologie. Der Ausschluss der gesamtgesellschaftlichen Verteilungsproblematik konnte also erst erfolgen, als sich auch die Ökonomie zur reinen Wissenschaft wandelte, und ihr Gebiet mehr und mehr auf betriebswirtschaftliche, also organisatorisch beherrschbare Aspekte verengte. (s. Politik-Wirtschaft-Geld).

Wirtschaftswissenschaft kann echt zynisch sein. So bedeutet z.B. die wirtschaftlich optimale Verteilung, die pareto-Optimalität, bloss, dass alle Güter vollständig verteilt sind und sich die Verteilung nicht ändern lässt, ohne jemanden schlechter zu stellen, also ihm etwas wegzunehmen. Eine Verbesserung für die Armen ist also nur möglich, wenn zusätzliche Werte geschaffen werden (und sie etwas davon abbekommen). Aus dieser Auffassung entsteht einerseits der Druck, der für zusätzlichen Wohlstand immer mehr Wachstum verlangt. Die Abschöpfung des Wachstumsgewinns über Finanz- und Immobilienrenditen macht die Verbesserung der Situation der Nichtshabenden aber gleich wieder zunichte, da diese den Mehrwert automatisch dorthin lenken, wo das Kapital eh schon vorhanden ist (s. Graphik unten: US-Einkommen). Zinsen und Aktien sind die moderne, nicht ganz so christliche Version des: Wer hat, dem wird gegeben (auch wenn's nicht für alle Aktienbesitzer in den letzten zwei Jahre so ganz stimmt.).

Was verschenkt wird,

hat keinen Wert.

Nur was gekauft wird.

Vilfredo Pareto, 1848 geboren in Paris als Sohn eines Wohlhabenden Genuesers, der in der Revolution sein Vermögen verloren hatte -1923 Villa am Genfersee,  studierte Ingenieurswissenschaften, und wurde 1891 an die Universität Lausanne berufen. Dank einer Erbschaft konnte er sich als freier Publizist betätigen und sich eine Villa am Genfersee leisten. Er untersuchte Ende des 19. Jahrhunderts die Verteilung des Volksvermögens in Italien und fand, dass 80% des Vermögens bei 20% der Familien konzentriert waren. Dies erleichtert die Kundenbetreuung der Privatbanken, da sie sich höchstens um 1/5 der Gesellschaft kümmern müssen. Dieses Prinzip findet sich z.B. auch in der Lagerbestandsführung, wo sich zeigte, dass 20% der Artikelnummern bereits 80% des Bestandswerts ausmachen. Der Aufwand für Inventare kann also für die restlichen 80% auf ein Minimum reduziert werden. Ähnliches bei Kundereklamationen, Schadensmeldungen etc. (s. das 80/20-Prinzip).

Pareto ist ein typisches Beispiel für die Ökonomie. So genial seine Erkenntnisse für eine wissenschaftliche, also abstrakte, Ökonomie sein mögen, ein eben so grosses Arschloch war er in menschlicher Hinsicht. Zur Demokratie meinte er: Halten wir uns nicht mit der Fiktion einer Volksvertretung auf, taubes Korn liefert kein Mehl. Mit dem Satz rechts wischt er den gesamten Humanismus, Jesus, Buddha, jegliche Ethik, die wichtigere Werte beherbergen als Geldwerte, unter den Tisch. Obwohl reichlich mit Geld gesegnet, schlief er auf einem Eisenbett und trug stets den selben abgewetzten Anzug. Der Stil kam bei seiner ersten Frau, einer russischen Comtesse, so schlecht an, dass sie mit einem Koch durchbrannte.  Nach dem Scheitern seiner ersten Ehe heiratet er eine Pariserin, die halb so alt ist wie er, wofür er sich erst noch als Bürger eines kurzlebigen Kleinstaates im ebenfalls ehemaligen Jugoslavien einbürgern lässt. Seine Geliebte verbrennt dennoch, aus Angst um ihr Erbe, all seine Tagebücher, Manuskripte und Bücher nach seinem Tod ...  er hat also die zu ihm passende Partnerin gefunden.

Bis 2050 werden fünf Prozent der Arbeitskräfte genügen.

Jeremy Rifkin

Die ungleiche Verteilung ist also wirtschaftlich um einiges effizienter handhabbar als eine ausgeglichenere und damit gerechtere Verteilung. Bei gleichmässig verteiltem Kapital wäre es fast unmöglich, grosse Kredite zu schaffen. Nur wer Geld im Überfluss hat, kann relativ leichtfertig Kredit gewähren (s. Neuer Markt, s. Lohn des Kapitals). Ohne Kredit sind Neuentwicklungen die teure Investitionen benötigen, nur noch beschränkt möglich.

Die freie Marktwirtschaft, besonders in der Form des Kapitalismus, dessen Grundbedingung die ungleiche Akkumulation ist, ist also völlig ungeeignet mehr Gerechtigkeit herbeizuführen. Dies bleibt Aufgabe der Politik. Dass dem so ist, belegt sogar die ökonomische Fachliteratur (s. Cools, Van Praag). Die dort aufgelisteten wirtschaftlichen Gesetzmässigkeiten machen klar, dass die Wirtschaft wirklich nur ein Ziel verfolgt: Mehr Shareholder Value. Hier müssen sich also nicht nur diejenigen wehren, die in dieser Wirtschaft untergehen (80%), sondern auch alle, die unrentables wie eine schöne Landschaft, Biodiversität, Naturschutz - oder andere Werte aus der umfangreichen Sammlung menschlicher Werte vertreten, die nach Pareto eben keinen Wert haben.

Nehmen wir allerdings das ebenfalls nach Pareto benannte Pareto-Kriterium, die Allokationseffizienz, die auch als Kaldor-Hicks-Kriterium auftaucht, beschränkt sogar dieser Herr die Freiheit im Umgang mit Investitionen auf produktive Investitionen die allen Dienen, denn eine policy, eine politische Massnahme wird nur dann als sinnvoll betrachtet, wenn allfällige Verlierer durch die Mehrerträge bei den Gewinnern entschädigt werden ... können ... hier liegt halt doch noch ein Problemchen, dann dass die Entschädigung wirklich stattfindet braucht doch meist ein bisschen Druck, da sie alle die Geld haben, ganz egal wie gewonnen, gegen Verteilung natürlich wehren. Ökonomen sind halt offenbar eben doch oft hinterlistige Fotzel.

Nach: Kevin Phillips in Tages Anzeiger 26. Juli 2002, S. 2:

Die durchschnittlichen Vermögen der 400 reichsten Amerikaner stiegen zwischen 1982 und 1999 von 230 Millionen auf 2.6 Milliarden, also um mehr als das zehnfache. Eine Steigerung die, nach Phillips, nicht mal in den Boomzeiten von 1890 bis 1920 möglich war. Gleichzeitig konnte die durchschnittliche Familie gerade mal Aktien im Wert von 6000 bis 9000 Dollar erwerben – bei einer durchschnittlichen Verschuldung von 12'000 Dollar. Die Profite wurden von Insidern abgeschöpft, die privilegierten Zugang zum und spezifisches Wissen über den Finanzmarkt haben, also wissen, wann man ein- und wann man aussteigen muss.  Seit 1975 nehmen die Einkommen kaufkraftmässig ab und die Arbeitszeit  zu. Amerikaner können sich gerade mal 2 Wochen Ferien leisten. Zwei Jobs pro Familie sind Standard. Steuererleichterungen verschoben die Last zugunsten der Wohlhabenden auf die Mittelschicht und sogar Sozialhilfeempfänger.

Es ändert sich nicht so viel in der Geschichte, wie man eigentlich denken könnte (s. Cicero: De re publica, 2, 39f: Scipios Darstellung der Anfänge der römischen Centuriat-comitien): Erst wurden die achtzehn mit dem grössten Vermögen ausgeschieden. Darauf, als er die grosse Zahl der Ritter von der Gesamtsumme des Volkes getrennt hatte, teilte er das übrige Volk in fünf Klassen ein, trennte die Älteren von den Jüngeren und verteilte sie so, dass die Abstimmungen nicht in der Macht der Masse, sondern der Besitzenden wären, und sorgte so dafür, was in jedem Gemeinwesen festzuhalten ist, dass die grosse Masse nicht am meisten Macht hätte. … Dabei war er auch in den Worten und selbst in den Benennungen sorgfältig. Während er die Begüterten assidui nannte, vom Geben des Asses, hat er diejenigen, die entweder nicht mehr als 1500 Asse Kupfer oder überhaupt nichts zu ihrer Schätzung als ihre Existenz einbrachten, Proletarier genannt, da von ihnen offenbar gewissermassen nur die Nachkommenschaft, das heisst die Fortpflanzung der Gemeinde, erwartet werden könne.

Die Zeit ändert also offenbar doch nicht so viel, wie man annimmt. Allerdings … damals rissen sich alle Bürger darum, mehr Steuern bezahlen zu dürfen – um zu den „Besseren“ zu gehören. Heute ist dies eher umgekehrt: Je reicher eine(r) wird, desto höher die Erwartung, von Steuern verschont zu bleiben.

 

Der Wechsel der Macht von Politik zu Wirtschaft

Die Politik übernahm je länger je mehr die vom Finanzmarkt gesetzten Ziele, und hat so mehr und mehr Macht verloren. Dass dies allerdings nicht eine Erscheinung der letzten 10 Jahre ist, zeigen die Untersuchungen von Bergier [CASH No 30, 26. Juli 2002, S. 17-21]: Die Macht lag bei einigen Leuten aus Wirtschaft und Verwaltung. Es herrschte eine autoritäre Form der Machausübung ohne demokratische Kontrolle. Es war kein politischer Wille vorhanden, diese Macht zu überwachen und notfalls in die Schranken zu weisen.

Dass der Kapitalmarkt wenig geeignet ist als Leitlinie der Politik zeigt das gegenwärtige Verhalten. Der Behauptung der Marktauguren, Märkte seien transparent und rational, steht die Tatsache gegenüber, dass eben dieser rationale Finanzmarkt in den letzten 9 Monaten so viel Geld vernichtet hat, wie die gesamte arbeitenden Bevölkerung der Schweiz innert der selben Zeit erarbeitet hat. Die Massentrends ziehen schlechte Firmen mit wenn’s aufwärts geht – sie ziehen aber ebenso gute Firmen mit, wenn’s abwärts geht. Ich will ja nicht behaupten, dass Zürich (Versicherungen) eine gute Firma sei (auch nicht das Gegenteil, denn ich habe kein Geld für die Finanzierung von Juristen), aber wenn sie an der Börse heute die Hälfte von dem Wert ist, was sie an ausgewiesenem Eigenkapital besitzt, dann scheint mir mit der Rationalität dieses Finanzmarktes einiges im Argen zu liegen.

Weitere Vorgänge welche den Trend: Weg von demokratisch legitimierter Staatsmacht, hin zur Plutokratie belegen, sind:

Martin Herzog, Webredaktor, Rheinfelden 28. Juli 2002

Löst die relative Kaufkraft wirklich Reichtum in Luft auf?

Land Rang absolut Rang kaufkraftbereinigt BSP in Mrd. $  
USA 1 1 10949
China 7 2 1417
Japan 2 3 4301
Indien 12 4 601
Deutschland 3 5 2403
Frankreich 5 6 1758
Grossbritannien 4 7 1795
Italien 6 8 1468
Brasilien 15 9 492
Russland 16 10 433
Kanada 8 11 857
Mexiko 10 12 626
Spanien 9 13 839
Südkorea 11 14 605
Australien 13 16 522
Türkei 21 17 240
Niederlande 14 18 512
Polen 25 23 210
Saudiarabien 23 27 215
Belgien 18 28 302
Oesterreich 20 32 253
Schweden 19 33 302
Schweiz 17 35 320
Norwegen 22 41 221
Dänemark 24 42 212
Land Kaufkraft/Absolut
China 0.3
Indien 0.3
Brasilien 0.6
Russland 0.6
Türkei 0.8
Polen 0.9
USA 1.0
Saudiarabien 1.2
Frankreich 1.2
Mexiko 1.2
Australien 1.2
Südkorea 1.3
Niederlande 1.3
Italien 1.3
Kanada 1.4
Spanien 1.4
Japan 1.5
Belgien 1.6
Österreich 1.6
Deutschland 1.7
Schweden 1.7
Grossbritannien 1.8
Dänemark 1.8
Norwegen 1.9
Schweiz 2.1

Die Tabelle links zeigt, wo der Wohlstand sitzt. In absoluten Zahlen natürlich nach wie vor in den USA, Japan und Europa. Korrigiert man jedoch um die Kaufkraft, dann ist der Abstand von China und Indien zu Euramerika plötzlich gar nicht mehr so gross (wie wir ihn gerne hätten und wie er insbesondere in den USA propagiert wird.) Kaufkraftmässig ist China den USA auf den Fersen und hat Japan bereits überholt. Es geht hier allerdings um absolute Zahlen, nicht pro Kopf. Da es 4 mal so viele Chinesen wie Amerikaner gibt, ist das individuelle Niveau schon noch um einiges tiefer.

Was die Schweiz betrifft, so fällt insbesondere die hohe Differenz zwischen absolutem Wohlstand und kaufkraftbereinigtem Wohlstand auf. Sortieren wir alle Länder nach diesem Quotienten wird die Sache klar: China und Indien, wie andere Schwellenländer, haben eigentlich unterbewertete Währungen, also eine weitaus höhere Wertschöpfung und Kaufkraft als der Wert des BSP in $ ausdrückt.

Die USA haben hier einen Sonderbonus. Sie können weitaus mehr Papier mit Geldwert bedrucken als andere Länder, ohne Inflation fürchten zu müssen, da der Dollar zugleich Welthandelswährung ist. 1998 wurden 57% der Währungsreserven der Welt in Dollar gehalten. Dadurch haben die USA Güter und Dienstleistungen im Werte von Milliarden an Dollars erhalten, für die sie nichts leisten mussten, ausser Papier zu bedrucken. Diese Gewinne aus Seignorage (in etwa „Münzrecht“) sind gewaltig, und mit ein Grund für die Schaffung des Euro. [s. Geldökologie]

Interessant ist aber auch das andere Ende der Skala, wo die Schweiz "von hinten" führt. Über das Problem wird in den letzten Jahren breit lamentiert und durch mehr Wettbewerb und weniger Handelsschranken sollen die Preise, damit auch die Lebenshaltungskosten, in der Schweiz fallen. Diese Überpreisung hat aber offenbar wenig mit Liberalismus zu tun, denn Grossbritannien, der Wortführer in Sachen Liberalismus in Europa, steht hier inmitten sozialer Staaten wie Skandinavien und Deutschland, während im wenig liberalen Frankreich die Diskrepanz zwischen Nennwert und Kaufkraft weitaus geringer ausfällt. Angesichts der Tabelle sieht es eher aus, als ob eine gewisse Kaufkrafteinbusse verbunden wäre mit der Erhaltung sozialer und ev. auch anderer Strukturen - was das Geschrei betr. Strukturänderung verständlicher macht. Einerseits. Andererseits, was Wohlstand im Sinne von Lebensqualität betrifft, scheint das Optimum doch eher am (hier graphisch) untern als am obern Ende der Skala zu liegen, also bei höheren lokalen Preisen - wofür ja auch Japan berüchtigt ist. Die meisten Strukturen wurden ja nicht geschaffen um Kosten zu verursachen, sondern um eine erwünschte Funktion zu erbringen. [s. Funktionsorientierte Politik]

p.s: Luxemburg kommt hier nicht vor, da zu klein. Auf Tabellen die das BSP pro Kopf vergleichen, führt es allerdings mit grossem Vorsprung und 55'000 $ pro Kopf.. Stefan Eiselin hat das in: : Wenn sich Reichtum in Luft auflöst (Tagesanzeiger, 27. Juni 2005. S. 21) relativiert. Luxemburg ist allerdings ein Stadtstaat mit relativ kleiner Bevölkerung und entsprechend hohem Anteil billiger Grenzgänger - also der typische Fall der Ausnutzung der Peripherie. Würden diese mit einbezogen, reduziert sich das BIP pro Kopf bereits um 1/6.

Ausserdem kann man von Wohlstand nur dann sprechen, wenn es den einfachen Leuten gut geht.

Adam Smith. n. Horst Poller: Die Philosophen und ihre Kerngedanken. S. 229

Ähnlich liegt der Fall im gelobten liberalen Irland, das mit tiefen Steuern viele Investoren ins Land gelockt hat. Da ein grosser Teil der Gewinne wieder abfliesst, erscheinen diese nicht im Bruttosozialprodukt (BSP), wohl aber im Bruttoinlandprodukt. Der Unterschied macht glatte 20% aus! Das gibt Irland die Chance, wenn es um Subventionen geht mit dem BSP zu agieren, wenn es darum geht, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu loben, jedoch mit dem BIP. Vielleicht sind ja die von den soziokulturell entwickeltsten Ländern zu bezahlenden Kaufkrafteinbussen einfach Leistungen an die Erhaltung erwünschter Strukturen - was bedeuten würde, dass man erst mal sehen sollte, wer sich diese Strukturen wünscht - und warum, bevor man generell den Abbau lobt. Man muss dies sicher kritisch tun, denn es handelt sich hier um eine weitere "Zwangsabgabe", gegen die sich immer mehr Schweizer mit Einkäufen jenseits der Grenze wehren.

M. Herzog, Basel, 28. Juni 2005

Der Wohlstand der Nationen

Da wir reichen Schweizer trotz härtester Arbeit, langer Arbeitszeiten, bester Ausbildung, mehrerer nationaler und internationaler Giganten, Bankgeheimnis und ausgefuchster Propheten des Neoliberalismus da so schlecht aussehen, hat die Weltbank eine weitere Methode entwickelt, Reichtum zu bestimmen, bei der wir wieder etwas besser aussehen. Scherz beiseite, diese Art die Dinge zu sehen, hat zwei grosse Vorteile:

  1. Sie belegt, dass weder der Staat noch der Naturschutz die Wirtschaft behindert und Geld verschwendet, sondern dass auch hier Werte geschaffen werden.

  2. Sie macht darauf aufmerksam, wo Substanz verzehrt wird.

  3. Dass da, wo schon (zu) viel ist, es eben irgend wann mal schwer fällt, noch mehr zu schaffen. (s. Wachstum) - vor allem noch mehr zu schaffen ohne dabei Schaden am bestehenden anzurichten.



http://siteresources.worldbank.org/INTEEI/Home/20666132/WealthofNationsconferenceFINAL.pdf