Von Acker- und Waldbauern zu Stadt-, Export und Kapitalwirtschaft:

Resultate der Agrarplattform: Kein Gewinn mit Fleisch und Kartoffeln und auch Käse dient eher als Frequenzbringer

Warum Bauern sooo billig produzieren, dass sie ihre eigene Existenz gefährden.

Religion und Städte – die treibenden Wirtschaftsfaktoren des Mittelalters.

Was ist Wohlstand, wer bestimmt darüber, wer verfügt darüber?

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Religion und Städte – die treibenden Wirtschaftsfaktoren des Mittelalters.

Die staufische und nachstaufische Zeit von 1125 bis 1313 ist die Blütezeit der mittelalterlichen Städtegründung. Während dieser Zeit verdoppelte sich die Bevölkerung.

Dies war nur möglich durch Verbesserungen der landwirtschaftlichen Produktion. Diese wurde erreicht durch den Schwerpflug, der es erlaubte, die schwere Tonerde zu wenden statt bloss aufzukratzen – und vor allem durch die Einführung der Dreifelderwirtschaft. Bei der Aufteilung von Ruhm und Ehre mussten die Bauern allerdings hinten anstehen. Oben war der geistliche Lehrstand, gefolgt vom patrizischen Wehrstand. Der Nährstand war offenbar ein notwendiges Übel, also ein Rückschritt für die freien Wehrbauern der Keltenzeit (oder z.B. der jemenitischen Bauern, die noch heute als Wehrstand bloss hinter der religiösen Oberschicht, aber weit über Händlern und Stadtleuten stehen.

Bis dahin waren Städte nur in China, Indien, im Islamischen Reich und im östlichen wie südalpinen Mittelmeerbereich bekannt.  Laut Tacitus waren den Germanen Städte verhasst. Die Horden von Tschingis Khan machten, da sie keinerlei Nutzen in dergleichen Anlagen sahen, diese dem Erdboden gleich.

Bei den Franken gab es civitates (ummauerte Siedlungen mit zentraler Administration), vici oder oppida (den im Territorium einer civitas gelegenen Kastellstädten) und allen Siedlungen mit Römermauern, die als Burgen angesehen wurden. Ausserhalb der Mauern bildeten sich oft Kaufmannsiedlungen, die als suburbium oder burgus bezeichnet wurden. Es wird hier auch sofort klar, woher die „Bürger“ kommen.

 Die stat, ein Begriff, der seit Mitte des 11. JH gebräuchlich ist, unterschied sich durch folgende Merkmale vom Land:

1. Sie besass eine aus Freien bestehende Bürgergemeinde

2. Sie war Marktort mit täglichem Marktbetrieb

3. Für ihr Gebiet bestand ein besonderer Gerichtsbezirk

4. Sie war hinsichtlich der öffentlichen Lasten bevorzugt (was wohl heisst, dass die armen Bauern mehr Steuern zu zahlen hatten als die reichen Bürger !?)

Motive der Stadtgründungen:

1.      Wirtschaftlich: Einnahmen durch Markt, Zoll, Münzwesen und Gericht. Dies wurde verstärkt durch das Gesetz, das nur derjenige Münzen prägen darf, der über einen Markt mit eigenem Herrschaftsbereich verfügt.

Der Bedarf der Märkte an Geld und die Gewinne (seignorage) bei der Herstellung von Geld trieben sich also gegenseitig an. (Ein Pluspunkt für die Brakteaten! Allerdings keinerlei Bestätigung dafür, dass ein Geld das sich selbst entwertet sozial oder wirtschaftlich förderlich ist.)

2.      Wurden die Städte im 12. JH. vorwiegend aus ökonomischen Gründen gebaut, so führte die Schwächung des Königtums nach der Doppelwahl von 1198 dazu, dass im 13. JH. die Städte vermehrt zur Sicherung des Reiches beizutragen hatten. Der Bedarf an Verwaltungszentren und die Konzentration herrschaftlicher Rechte in Vogteien waren somit ein weiterer Grund zum Bau von Städten. Ein Versuch der Habsburger in diesem Sinne in der Innerschweiz war durch Tell unterbunden worden.

Waren bis zum Ende des 12JH. rund 50 Städte entstanden, so waren es Ende des 13. 500! Sie dienten der Befestigung des Landes, der Sicherung und Erweiterung der Grenzen, speziell auch der Erschliessung des Ostens. So waren sie zum Machmittel geworden, das sich allerdings nur wenige Herrscher leisten konnten. Wir sehen daraus, dass bereits damals Kriege nicht nur mit militärischen, sondern auch mit wirtschaftlichen Waffen geschlagen wurden.

3.      Wettbewerb: Hat Fürst A eine Stadt, muss Fürst B eine grössere haben, sonst leidet sein Ansehen. Die Wirkungen waren enorm. Es war das „Wirtschaftswunder des Mittelalters“. Wer Anschluss finden wollte, musste eine Stadt gründen. Er musste auch willens sein, den Städten eine gewisse politische Autonomie zu gewähren. Sie wurde dadurch zum Ausweg aus der alten feudalen Agrarverfassung.

Die wichtigsten Fürstenhäuser die sich an dieser Entwicklung beteiligten waren die Staufer (Augsburg 1152, Osnabrück 1171, Worms 1184 und Speyer 1182, Schwäbisch Gmünd, Dinkelsbühl, Rothenburg, Breisach, Heilbronn, Reutlingen, Biberach, Pfullendorf + einige Schweizer Städte …), die Zähringer (Villingen, Rottweil, Offenburg, Bern, Rheinfelden ….) und die Welfen (Lübeck, München, Braunschweig, Schwerin, Lüneburg); Babenberger (Wien 1137, Linz 1140, Graz 1189).

 

Standortwettbewerb im 12 JH:

                                                  Die Privilegien der Städter – Stadtluft macht frei!

Bereits Herzog Bertold II. versuchte seine Unabhängigkeit vom König zu zeigen, indem er Freiburg mit umfassenden Freiheiten ausstatten wollte, was damals eigentlich nur dem König möglich war. Bertold III: der in Köln in Gefangenschaft gewesen war, forderte die Kölner Kaufleute 1118 auf, sich in Freiburg anzusiedeln. Sein Bruder Konrad gewährte ihnen 1120 folgende Privilegien:

  1. Allen, die meinen Markt besuchen, verspreche ich Frieden und sicheres Geleit …..
  2. Wenn einer meiner Bürger stirbt, so soll seine Frau mit ihren Kindern alles besitzen und ohne Einschränkung behalten, was auch immer ihr Mann hinterlassen hat. Erbrecht für weibliche Angehörige
  3. Ich setze fest – sofern ich es vermag -, dass alle, die Besitz am Markt haben, teilhaben sollen an den Vergünstigungen meiner Leute und auch de aus der Umgebung, nämlich dass sie ohne Strafe Weideland, Gewässer, Gehölze und Wasser nutzen dürfen.
  4. Allen Kaufleuten erlasse ich den Zoll. Niemals werde ich eine Steuer noch irgend eine andere finanzielle Hilfe von ihnen fordern, es sei denn, ich begäbe mich auf den Romzug.
  5. Niemals werde ich meinen Bürgern einen Vogt, niemals einen Priester ohne Wahl vorsetzen …

Die Absicht die dahinter lag? Ich gebe Euch Freiheit und rechtliche Sicherheit, ich bekomme von Euch wirtschaftlichen Aufschwung und politisches Renommee.

Aus:

 Die Lebensbedingungen in der Stadt sind vielfältiger, und vor allem leichter zu verändern als auf dem Lande. Das gilt ja heute noch. In der Stadt kann man versuchen, seine Zukunft zu gestalten - und dabei aber auch scheitern. Auf dem Land ist man als Bauer geboren und bleibt Bauer - oder allenfalls Schmid, Müller, Handwerker oder Knecht. In der Stadt konzentriert man sich auf die Weckung und Befriedigung feinerer Bedürfnisse. Man entdeckt also die moderne, von Kauflust und Werbung getriebene Wirtschaft, die längst die "Versorgung mit notwendigen Gütern" ersetzt hat.

Interessant ist auch der sich bis heute auswirkende Unterschied zwischen dem europäischen und dem arabischen Stadttyp (wobei ich natürlich von der vor-Dubai-Palm-City und dergleichen rede. Dem Islam war bereits im Mittelalter die Spannung zwischen Stadt und Land, Bürger und Bauer, fremd, weil die Stadt eher ein riesiges Dorf war und nicht eine völlig anders geartete Organisation, die sich rechtlich, sozial, politisch und geistig vom Umfeld abhob. Riadh und Dscheddah hatten diesen Charakter 1980 noch, obwohl sie damals schon enorme Flächen bedeckten. Die Städte Jemens und Iraks haben alle auch heute noch den Charakter des grossen Dorfes, sogar Bagdad mit seinen über 4 Millionen Einwohnern. Vielleicht ist dies ein weiterer Grund, warum die irakischen Strukturen und gesellschaftlichen Prozesse von den USA so schlecht verstanden werden.

 

Die wirtschaftliche Bedeutung von Klöstern und Ritterorden

Seit dem 8. Jahrhundert nahm die Christianisierung, und damit auch der Bau von Klöstern und Kirchen zu. Die verstärkte Klerikalisierung erforderte mehr Ausbildungsstätten. Die Klöster wurden zu Grossorganisationen mit Mönchen, Schülern, Laienbrüdern, Knechten und Handwerkern … und nicht zu vergessen, den umliegenden Gehöften der „Untertanen“ (Bauern).

Spätestens mit dem Aufkommen der Kreuzzüge erhielt die Christianisierung auch einen militärisch-kommerziellen Unterbau. Die Templer und der Deutscher Ritterorden erschufen eine militärische, politische und wirtschaftliche Ordnung. Durch Ihre Züge bis in den nahen Osten und ein flächendeckendes Netz von Komtureien, verfügten sie auch über ein erstklassiges Informationssystem (was schon lange vor dem Internet entscheidend war für gewinnbringenden Handel). Lange vor den berühmten Bankiers der oberitalienischen Städte verfügte der Templerorden auch über eine führende Stellung im Bankgeschäft - und das dafür nötige Wissen. Da das Geld nicht für individuelle Zwecke arbeitete, konnte das kirchliche Zinsverbot umgangen werden. Zudem vertrauten die Menschen den Templern ihr Geld gerne an, da sie dieses sicher in ihren Schatzhäusern verwahrten. Überweisung waren so schon damals bargeldlos möglich, denn die Checks der Templer konnten in jeder Komturei eingelöst werden.

Hier noch ein Wort zu Zins und Zinsverbot. Zinsen waren damals durch die Kirche verboten. Dies wurde aber dadurch umgangen, dass ein Zuschlag auf das Darlehen gemacht wurde. Darlehen wurden eh nur gegen Hinterlegung von Wertgegenständen oder hypothekarische Absicherung ausbezahlt. Oft wechselte das Pfand dann später endgültig den Besitzer, gegen einen gehörigen Zuschlag. Da dieser ein versteckter Zins war, wurden solche Handelstätigkeiten durch die bischöflichen Gerichte allerdings bei Klage oft als ungültig erklärt.

Buss- Und Armutsbewegungen wie Katharer und Waldenser (Albigenser):

Sie lehrten strenge Askese und waren apostelgleiche Wanderprediger, die Fleischgenuss, Ehe, Kriegsdienst, Eid, Altäre, Heilige, Bilder und Reliquien ablehnten. Sie anerkannten, dass neben dem Guten auch ein schlechtes Prinzip bestehen muss

Der zunehmende Prunk von Papst und Kirche führte aber auch zu Widerständen. Man erinnere sich: Eher geht ein Kamel durchs Nadelör, als dass ein Reicher ins Himmelreich einkehre. (Wobei offenbar den Übersetzern mit dem Kamel ein Irrtum unterlaufen ist, denn es handelte sich um den Begriff „Schiffstau“.) Die Zisterzienser kehrten als erste zurück zur Askese. Es zog sie vornehmlich in einsame, bewaldete Gegenden, wo sie Rodungsarbeiten begannen. Aus diesem Grund wurde ihnen oft Land überlassen, um es urbar zu machen und zu kultivieren. Da sie ihre Erträge nicht in Prunk investierten und sparsam lebten, konnten sie das erwirtschaftete Geld reinvestieren. Ihre Aufgeschlossenheit für neue Methoden in Landwirtschaft, Bergbau und Mühlenwesen vermehrte ihren Erfolg. Max Weber sieht in der Wirtschaft der Zisterzienser daher eine Frühform des Kapitalismus.

Die Bettlerorden der Franziskaner und Dominikaner bestanden nicht nur aus mobilen Wanderpredigern, sondern siedelten sich auch in den grossen Städten an, um direkt unter den Menschen wirken zu können. In den Universitäten wurden Generalschulen eingerichtet, die die Ordensmitglieder theologisch schulten. Das schlagkräftige intellektuelle Potential dieser Bewegung, die ihren Lebensunterhalt durch einfache Arbeiten und Betteln erzielten, wurde vom Papst besonders geschützt.

Apropos „schlagfertig“: Das Wort Gottes, wie andere Argumente, wurden damals nicht nur mit der Kraft des Wortes, sondern oft auch mit der Faust, verbreitet. So gab es etwa Kampfmönche, welche die Meinung der jeweiligen Bischöfe mit Fäusten vertraten. Auch Dante - gewiss kein kulturloser Grobian - war der Meinung, dass man gewissen Leuten nicht mit Argumenten, sondern mit dem Messer begegnen müsse.

Auch wenn wir uns heute keine Rückkehr zu derart brachialen Diskussionen wünschen, so wäre vielleicht etwas mehr Offenheit und Klarheit wünschenswert. Denn wo die überfeinerte Empfindlichkeit sich jede Kritik verbietet, diese bis zur Unkenntlichkeit in Höflichkeiten verbrämt werden muss, da verliert die Kritik ihre korrigierende Funktion – mit entsprechenden Folgen (s. Saddams Einmarsch in Kuwait, Swissair, und sicher viele Beispiele die Ihnen in ihrem Betrieb einfallen).

Nach: http://home.t-online.de/home/rweinrich/Kapitel%20V.htm

Die katholische Kirche eignete sich das Allgemeineigentum der Kelten, den Boden, an. Über Feudalismus wurde dieser teilweise zu Staatseigentum. Durch die protestantische Reformation und die Liberalisierung des 19. JHs wurde Eigentum privatisiert

  1. Zwischen dem 4. und 8. Jahrhundert wurden die meisten Teile Europas christianisiert. Die keltische Kultur ging unter - mit ihr das geteilte Eigentum, das nur noch als Relikt, der Allmend, verblieb. Die Kirche hatte sich das, was vorher Eigentum der Gemeinschaft war, im Namen Gottes, angeeignet. Die Kirche betrieb also in Europa das selbe, was die Europäischen Siedler in Amerika mit den Indianern. Man kolonialisierte und eignete sich an, ohne formelle Enteignung, ohne Schadensersatz.

  2. Die Kirche schützte ihr Eigentum und ihre Rechte mit einem gewaltigen Stab an Juristen und Rechtsanwälten, oft auch mit eigenen Heeren.

  3. Sie vergab Teile davon an Kaiser, Könige, Fürsten und andere Feudalherren, die es weiteren, tieferen hierarchischen Stufen zu Lehen gaben.

    1. Die Städte lösten sich aus dem auf Boden basierenden Abhängigkeitsverhältnis und schufen die Geldwirtschaft, damit aber auch die Herrschaft der Pfeffersäcke auf der einen, die Lohn- und Zinsknechtschaft auf der andern Seite.

  4. Mit der Reformation wurde der "Gemeinbesitz" der in den Händen der Kirche lag, wieder enteignet. Mit der eigentlich gotteslästerlichen Ansicht, dass Wohlstand auf Erden das Wohlgefallen Gottes zeige, startete die Reformation die erste Welle der Privatisierung.

  5. Mit der Entstehung der Nationalstaaten übernahmen diese die noch verbleibenden Teil der vormals kirchlichen Besitzes, wodurch dieser zum Teil wieder in die Hände des Volkes kam. Der Besitz der Aristokraten jedoch wurde zur Grundlage des kapitalistischen Systems, in dem nun nicht mehr Gott gab, sondern der Eigentümer, in dem der Zins nun nicht mehr verboten war, sondern zur Grundlage aller Substanz-Verleihgeschäfte wurde.

  6. Mit der 2. Reformation, bei der die durch "Gott" umfassten Werte durch Geld ersetzt wurden, der sog. Liberalisierung, entstand wieder ein feudalistisches System von Lehensgebern und Lehensnehmern, das aber an kein Land mehr gebunden ist und den Besitzlosen kaum mehr Chancen bietet, "auszuwandern".

Herrschaft wurde also ab dem 14. JH. nicht mehr vorwiegend durch Kriege gesichert, sondern durch Eingliederung/Ausgliederung, durch Rechte der Verwaltung, Steuerrechte, Rechte auf Gerichtseinkünfte, Zölle, Bodenerträge etc. Damit war die Grundlage für ein kapitalistisches Herrschaftssystem bereit und es fehlte nur noch Luther, der die Arbeitspflicht heiligte und Calvin, der Gewinn und Reichtum als Zeichen von Gottes Wohlgefallen interpretierte, um die katholische Wirtschaft mit ihrem Potlachsystem durch ein kumulatives System zu ersetzen.

Der Schritt war wahrlich revolutionär! In der christlichen Tradition, belegt durch die Bibel, war derjenige von Gott ausgezeichnet, der seine Leiden geduldig trug, wie insbesondere Hiob, aber auch seine Nachfolger, die Aussätzigen. Diese Hochschätzung wurde aber bereits im 14. JH. gebrochen, als man "Aussenseiter", Juden und Aussätzige der Brunnenvergiftung, der Hungersnot und aller Übel beschuldigte: Aussätzige sind Sündenböcke, die sich kaum wehren können; sie sind unentbehrlich, weil sie alles Abstossende im Menschen plastisch verkörpern und damit anderen vom Halse schaffen. Nachdem die Absperrungsmassnahmen seit dem 14. JH: zu wirken begannen und die Lepra allmählich ausstarb, mussten andere Gruppen diese sozialhygienische Rolle übernehmen, zunächst die Hexen und Zauberer, später Geisteskranke, aber ihnen sah man die Verderbtheit nicht so augenscheinlich an. [Arno Borst: Lebensformen im Mittelalter. Nikol Verlagsgesellschaft Hamburg 2004. S. 599]

Die Aussenseiter waren seit dem 11. Jahrhundert politisch notwendig geworden, da sich nur in der Abgrenzung von einem "Andern" die christliche Lebensform durchsetzen konnte. (Falls Sie das für absurd bis blödsinnig halten, überlegen Sie mal, was man in 800 Jahren von unserem Jahrhundert des Antikommunismus - und sich "erfolgreich" durchsetzenden Kapitalismus halten wird ....). Dazu trugen aber nicht nur die "Feinde" im Innern, damals Verfehmte, Ketzer, Juden etc - heute "Terroristen" bei, sondern auch die am Rande des Reiches: Byzantiner, Mohammedaner und Mongolen, meist als Tataren bezeichnet, die Leute aus dem Tartarus, der Hölle.

Nach der neuen Auslegung der Bibel waren nun diejenigen von Gott ausgewählt, ja ausgezeichnet, die wirtschaftlichen Erfolg hatten - oder sich zumindest unablässig und ohne Klagen als Arbeitnehmer darum bemühten.

Martin Herzog, Webredaktor, 28. Juli 2002