-
http://www.brainworker.ch/Orientierung/autoritaet.htm#emanzipation
Mancipia waren die "Unmündigen", die bei der Hand zu F ührenden, Hörige, Abhängige (s.
Bauern,
Boden und Herrschaft). Emanzipation bedeutet also Freilassung
von Individuen oder Gruppen aus sozialer, rechtlicher,
politisch-sozialer, geistiger oder psychischer Abhängigkeit, bei
gleichzeitiger Erlangung von Mündigkeit und Selbstbestimmung. Dies ist
das wichtigste Ziel der Demokratie. Im römischen Recht wurde mit
Emanzipation die Entlassung des Sohnes aus der väterlichen Herrschaft
verstanden. Im mittelalterlich-deutschen Recht das Erlangen wirtschaftlicher
Unabhängigkeit und Selbständigkeit der Söhne. In der Moderne die soziale und
politische Gleichstellung der Bürger mit den ehemaligen Herren (Adel,
Militär, Geistlichkeit). Die wirtschaftliche Unabhängigkeit der arbeitenden
Klasse vom Kapital ist immer noch ein (Alb)Traum. (Traum für die
Angestellten, Albtraum für die Kapitaleigentümer).
Der Begriff wird also, eigentlich fälschlicherweise, heute
primär für die Emanzipation der Frau verwendet, Emanzipation von männlicher
Dominanz, Vorherrschaft und Autorität. Da sich aber Männer und Frauen nicht
nur dort unterscheiden, wo's bekannt und interessant ist, sondern halt eben
doch auch in Körperkraft,
Denken,
Fühlen und vielem mehr, wird oft versucht, ungleiches gleich zu behandeln oder
gleich zu machen, was oft schade ist (und beileibe kein Argument gegen
gerechte Löhne, also gleichen Lohn für gleiche Arbeit). Aber wenn wir Männer
und Frauen gleich machen, brauchen wir uns eigentlich nicht zu wundern, dass
von diesen seltsamen
Zwitterwesen keine Kinder mehr erzeugt werden ...
Im übrigen zeigt uns die Geschichte der Industrialisierung
Russlands (wie
vermutlich überall) den eigentlichen Grund, warum Frauen tiefere Löhne
erhalten:
Die Leichtindustrie fasste Fuss, und baute sofort eher auf
Frauen als auf Männer, da diese
mit geringerem Lohn zufrieden und zudem
leichter zu managen waren.
Wir haben hier ein Problem, dass
in der heutigen Diskussion um Gleichstellung völlig untergeht: Frauen
erhalten nicht weniger Lohn als Männer weil sie weniger wert sind oder weil
ihre Leistung minderwertig ist - sie erhalten weniger Lohn weil sie sich
nicht dagegen wehren. Eine Emanzipation, die also von Männern verlangt, den
Frauen gleiche Löhne zu garantieren, obwohl diese nicht willens sind, sich
selbst dafür zu engagieren, was immer auch ein sich Exponieren beinhaltet,
ist eigentlich keine Emanzipation - sondern bloss ein weiterer Antrag auf
"Unterschutzstellung" von Schwächeren, also Ungleichen.
Ziel der Emanzipation sollte also wieder werden, Macht,
Herrschaft und Autorität so weit als möglich zu beschränken, um freie
Entwicklung und Selbstverwirklichung für möglichst viele zu ermöglichen.
Marcel Speiser behauptet im Tagesanzeiger vom 10.12.07, S 25:
Wer Frauen will muss mehr bieten als Macht, eigentlich das Gegenteil:
Männer sind für Arbeitgeber leichter zufrieden zu stellen. Ihr mittelfristiges
Hauptziel ist es, die Karriereleiter hoch zu steigen und Manager zu werden.
Dumm daran ist bloss, dass es im Vergleich zur Anzahl der
Angestellten eben sehr wenige Manager braucht, also eine Auswahl stattfindet,
die nicht immer über bessere Qualifizierung stattfindet, sondern häufig per
Ellenbogen. Auch hier findet keine Emanzipation statt, da die einen über die
andern herrschen wollen - sich selbst aber zunehmend dem Auftraggeber, also
dem Kapital gefügig zeigen müssen.
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http://www.brainworker.ch/Geschichte/geschichtswissenschaften.htm
Definition: Aufklärung: Damals wie heute meint Aufklärung die
Loslösung von althergebrachten Lebens- und Denkgewohnheiten (s.
Intellektuelle),
die Befreiung von Verhaltensnormen, die als Zwang empfunden werden, sowie
den Versuch, sich auf eigene Füsse zu stellen
(s.
Emanzipation), nach neuen Wegen und Lösungen Ausschau zu halten.
Aufklärung meint stets geistige Erneuerung, Abwurf tradierter Fesseln,
Befreiung und Verselbständigung im Denken und Handeln.
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http://www.brainworker.ch/Dialog/postmoderne.htm
Im Liberalismus als Ausdruck bürgerlicher
Emanzipation stehen das Individuum und sein Recht auf private
Freiheit im
Vordergrund, weshalb alle Formen des Totalitären, der absolute Staat, aber
auch radikaldemokratische Bewegungen, d.h. unmittelbare Volksherrschaft,
ablehnt werden. Wesentlich ist also diese zu beiden Seiten betriebene Abwehr
politischer Omnipotenz.
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http://www.brainworker.ch/Martin-Herzog/Basel/geschichte/basler_chemie.htm
Sinn für Erwerb, Gebrauch und Wertschätzung des Privateigentums musste
im Laufe der bürgerlichen Emanzipation
notwendig entwickelt werden; später galt das Privateigentum als wirksamste
Form zur Ausnützung der durch den natürlichen wirtschaftlichen Automatismus
garantierten Wohlfahrt, war es verkörpert in der Person des Eigentümers, der
es persönlich nutzte und mehrte; heute hat sich die Idee des Eigentums
gewandelt: der Eigentümer und der dieses Eigentum im Produktionsprozess
Verwendende sind nicht mehr ohne weiteres identisch; die Verpflichtung
gegenüber dem Eigentum beruht auf Funktion, auf der Steigerung der "efficiency",
und nicht mehr auf einer vom lebendigen Eigentum getragenen moralischen
Treuepflicht.
Alfred Bürgin: Geschichte des Geigy-Unternehmens von 1758
bis 1939. Ein Beitrag zur Basler Unternehmer- und Wirtschaftsgeschichte.
[1958]
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| Seltsame Varianten von "Emanzipation" - die
Grenze der Emanzipation |
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Definitionen und Strukturen des Denkens
Eine hinterlistige weibliche Variante
intuitives Denken und Argumentieren auszunutzen ist die
GATTA MORTA:
Definitionen:
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Als "tote Katze" bezeichnet man in Sizilien
und ganz Italien eine schöne Frau, die so kalt und abweisend ist wie eine
tiefgekühlte Katzenleiche - wofür die armen Katzen eigentlich nichts können.
http://www.fratellilarosa.ch/?menu=kultur&lang=de&letter=g
-
fare la gatta morta:
fingere di essere ingenui;
http://www.di.unito.it/ADDIZIONARIO/ADD_CNR/g/gatto.html
-
Aus feministischer Sicht wird die gatta morta
allerdings oft positiv interpretiert, da sie mit den Männern spielt, von
ihnen erhält was sie will, ohne selbst etwas dafür hergeben zu müssen, vor
allem ohne sich selbst in eine Beziehung zu involvieren: women who can
get what they want from men through their wily ways or because they have
authority over them. Eine ziemlich bekackte Vorstellung von
Emanzipation.
Die gatta morta umgibt sich mit einer Aura des
Geheimnisvollen, einem Schleier, hinter dem sich ein "Goldschatz" zu verbergen
scheint. Sie erweckt den Eindruck, erkannt werden zu wollen, gibt aber die
Bausteine ihres Denkens, Wertens und Fühlens nicht bekannt. Da intuitives
Denken aber aus unterschiedlichen Kombinationen unterschiedlicher
Wissensbausteine aufbaut, ist es unmöglich, ein solches "Geheimnis" zu
ergründen, wenn man keinen Schlüssel erhält. Die gatta morta macht sich
interessant, indem sie ein Geheimnis zu verbergen vorgibt. Sie treibt damit
die Männer in den Wahnsinn ... allerdings, nur so lange diese an das
verborgene Geheimnis glauben - und daran, dass es wert sei, gelüftet zu
werden. Eine gatta morta deren geheimnisvolle Aura sich lüftet, ist
nämlich meist genau so interessant oder langweilig wie die meisten von uns.
Der häufige Vorwurf von Frauen an Männer, sie seien zu rational, sie sollten
intuitiver verstehen, kann von Seiten des Mannes nur dann als berechtigt
angenommen werden, wenn sie sich irgendwie äussern. Die Äusserung muss weder
verbal noch rational sein, aber sie muss sein. Man kann einem Gesprächs- oder
Lebenspartner nicht vorwerfen, dass er einen nicht versteht, wenn man sich
verbirgt.
Da die gatta morta nach psychologischer
Nomenklatur zur Gattung
hysterischer
Weiber, pardon, theatralische Verhaltensstörung gehört,
sollte man(n) das Theater also nicht all zu lange mitmachen. Einerseits ...
andererseits wird präzise dieses anzügliche (auf Anziehung angelegte)
Verhalten ja sogar medial auf die Massen losgelassen durch die verschiedensten
Sternen der Musik- und Film-, inzwischen sogar der Sportbranche.
Nebst der, vermutlich eher in unterschiedlichen Tätigkeiten
als durch Vererbung bedingten, unterschiedlichen Denkweise (intuitiv -
systematisch), kommt ein weiteres Kommunikationsproblem zwischen Männlein und
Weiblein hinzu: In der Phase der ersten Kontaktaufnahme (Jagd oder
Verlieben or whatsoever) spielen Strategien und Taktiken, Verführung
genannt (oder gar Kabale: das Ränkeschmieden), eine wichtige Rolle. Wo
die Beziehung sich stabilisiert und eher partnerschaftlich wird, sei es in Ehe
oder Konkubinat, wird eher ein offenes und ehrliches Verhalten ohne Strategien
und Hinterlist gefordert ... mit Ausnahme der Sexualität,
die immer noch schummrig bleibt. Natürlich wird (meist) Treue erwartet,
andererseits will aber die Frau (Männer haben da weniger Probleme auf Touren
zu kommen) eine erotische Annäherung, also, je nach Temperament, Verführung oder Eroberung- also doch wieder List, Phantasie, Strategien und Taktiken - und so
ziemlich das Gegenteil von Emanzipation. Mit dem Dilemma dürften die meisten
Beziehungen einige Probleme haben.
Moritz Leuenberger (Rede
über die List in der Politik) Unterscheidung von List und
Manipulation bringt uns da auch nicht viel, aber doch ein bisschen weiter:
Verführung ist List.
Verführung spielt mit dem Gegenüber und bringt es zu einem Tun, das es nur
vordergründig nicht will, in den Tiefen seiner Seele jedoch ganz gerne
ausprobieren möchte. Etwas anderes ist demgegenüber die Manipulation.
Sie bringt den anderen zu einem Tun, das er nicht will.
Weniger instinktgebunden, aber deswegen nicht von geringerem
Einfluss, dürften
Rollenspiel, Rollendenken, Rollenverhalten etc. spielen. Eine Rolle
möchten alle gerne spielen, in dem Sinne, dass jeder für jemand und etwas
wichtig genommen werden sollte, sonst leidet der persönliche "Sinn des Lebens"
massiv. "Wer keine Rolle spielt", gleitet leicht ab in
Depressionen. Nicht nur Frauen werden durch kulturelle Erwartungen in eine
Rolle der Unterwerfung und Abhängigkeit gedrängt, Männer genau so. Entweder
sie übernehmen die Rolle des starken Führers und Ver-Führers, oder sie passen
sich an an die Rolle des Mitarbeiters und Auftragsempfängers, wobei die
Hierarchie, als Macht-Treppe, eine beträchtliche Vielfalt an Spielen der
Herrschaft und Unterwerfung, Verführung, sich verführen lassen, erlauben.
Dieser dritte Einfluss auf das Denken, oder zumindest darauf, was
Aussenstehende vom persönlichen Denken zu hören kriegen, macht den
zwischenmenschlichen Dialog noch komplexer - und verständlich, warum bei
Diskussionsforen schlich meist sehr wenig herauskommt.
Fazit:
A) Wer Emanzipation will, darf nicht nach Förderung rufen,
sondern muss sich selbst befreien!
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| Kritische Fragen & Was Männer so zur
Emanzipation (der Frauen) zu sagen hätten: |
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Der Hauptgrund, warum die Forderung der Frauen an die
Männe, für ihre Emanzipation zu sorgen, gelinde gesagt etwas "seltsam" ist:
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http://www.brainworker.ch/Denkwerkstatt/Hirn_und_Geist.htm
Die dritte Form des Aggressionsverhaltens,
das
männliche Dominanzverhalten, dürfte Folge des bei allen Tieren zu
beobachtenden Balzverhaltens sein - und zugleich Ursache des heute allseits
gelobten Wettbewerbsstrebens.
Da das Spiel um die
Macht auf reinem Dominanzverhalten basiert ... was offenbar ein primär
männliches Verhalten ist, ist es eben so logisch, dass diejenigen, die sich
daran nicht beteiligen, also die Frauen, auch nicht an Machtpositionen gelangen.
Wird hier Gleichberechtigung verlangt, so bedeutet das entweder, das Positionen,
die sonst durch Kampf erworben werden, nun an Frauen "verschenkt" werden sollen
(von der Erhöhung des Anteils männlicher Beschäftigter in weiblichen Branchen
ist nur selten zu hören - mit Ausnahme der Lehrer, wo das männliche Rollenbild
den Jungs zunehmend fehlt ... oder, was
vermutlich geschickter wäre, dass mal über Sinn, Zweck, Effizienz von Wettbewerb
um Macht nachgedacht wird. Es gäbe auch andere Lösungen ...
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7
Identiät durch Abgrenzung erlaubt keine echte Befreiung: |
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http://www.brainworker.ch/blog-aktuelle-Kommentare/blog_herzog_2006.htm
: 7.10.06:
Integration muss endlich ernst genommen werden.
Von Integration kann aber nur dann geredet werden, wenn man ein WIR
aussprechen kann, ohne wenn und aber. Für die Desintegration sind
heute meist nicht die Ausgeschlossenen verantwortlich, denn sie weisen bloss
Merkmale auf, die diese Diskriminierung erleichtern. Sie sind also Ausländer,
wenig gebildet, falsche Bildung, zu intelligent, Frauen, Muslime, zu jung, zu
alt, was auch immer. Apropos Frauen: Hier lief die Emanzipation schief,
weil kein neues WIR definiert wurde, sondern dem Patriarchat ein "Emanzipiat"
gegenübergestellt wurde, also zwei getrennte WIR, was a) nicht
funktionieren kann, und auch b) nur eine geringe Verbesserung brachte (Lohnmässig
ja praktisch gar keine).
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http://www.brainworker.ch/psychologie/klimt.htm Klimts Frauenbild: Das
Beethovenfries
Also eigentlich sieht der wohlgerüstete Starke hier etwas danach aus,
als stünde er mit heruntergelassenen Hosen da. Sehen wir uns das gesamte Fries
an, so dominieren eigentlich Frauen, Frauen als
Suchende, Frauen, die über Schicksal und Rache entscheiden, Frauen, die
Wohllust versinnbildlichen, Frauen die den Himmelschor bilden. Im ganzen Fries
gibt es nur 2 Männer: Einen strebenden Schrumpel und den Helden, einmal in
Rüstung, einmal mit heruntergelassenen Hosen. Bei der Emanzipation darf also
nicht vergessen werden, dass es oft Männer sind, die sich mit den Folgen
weiblicher Entscheidungen herumzuschlagen haben, dass sie das zwar meist gerne
tun ... aber eben auch bei Entscheidungen gerne gleichberechtigt beigezogen
würden. Die Sache hat also zwei Seiten.
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http://www.brainworker.ch/Wirtschaft/max_weber.htm
Traditionell gesinnt waren offenbar vor allem die Mädchen, mit Ausnahme der
pietistischen:
Ein Bild besonders rückständiger traditionalistischer Form der Arbeit
bieten heute besonders die Arbeiterinnen, besonders die unverheirateten.
Insbesondere ihr absoluter Mangel an Fähigkeit und Willigkeit,
überkommene und einmal erlernte Arten des Arbeitens zugunsten anderer,
praktischerer, aufzugeben, sich neuen Arbeitsformen anzupassen, zu lernen
und den Verstand zu konzentrieren oder nur überhaupt zu brauchen, ist
eine fast allgemeine Klage von Arbeitgebern, die Mädchen, zumal deutsche
Mädchen, beschäftigen. [S. 50 ]
Die Emanzipation hat das ja Gott sei Dank geändert. Heute zeigen sich
Frauen viel lern- und anpassungswilliger als Männer, was insbesondere in den
Billigproduktionsländern gerne (aus-)genutzt wird.
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http://www.brainworker.ch/Wirtschaft/weltmaschine.htm
Die 68er suchten, wie seither die meisten Frauen auf dem Weg zur
Emanzipation, die Selbstverwirklichung. Dummerweise aber taten und tun sie
das meist über "die Karriere", womit sie sich vor einen Karren spannten, der
weder der ihre war noch auf dem Weg fahren wollte, den sie als den ihren
betrachteten. Damit erhielten und erhalten sie den Status quo, den sie
eigentlich verändern wollten. Eine deutsche Bank für Baukredite formuliert das
in ihrer Werbung heute so:
Wenn ich einmal gross bin, möchte
ich auch
Spiesser werden!
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http://www.brainworker.ch/psychologie/paardialoge.htm
Topos: Ich liebe dich wie du bist ... aber warum bist du so nicht
anders? Gunda wollte mich immer um jeden Preis ändern.
Taktik:
Divide et impera:
Sie erwartet von mir, dass ich mich viel mehr in der Kinderbetreuung
engagierte, und zwar hätte ich immer ihrer Meinung sein sollen. Als sie damit
scheiterte, setzte sie mich regelmässig ausser Gefecht, indem sie dafür
sorgte, dass ich immer isoliert war - gegenüber den andern drei
Familienmitgliedern.
Kommentar: Diese Taktik des Zwietracht sähens dürfte in Familien
häufiger sein, als einem lieb ist: Gute (immer
leidende, immer ungerecht sich behandelt fühlende ... *) Mutter behütet liebe
Kinder vor bösem Vater. Leider ist die Emanzipation häufig nur eine
Fortsetzung dieses Topos, da sie eben genau darauf, auf der ewigen Opferrolle
der Frau, aufbaut. Sie erhält dadurch oft eher den Charakter eines
Revanchismus - als dass sie zur Befreiung beiträgt.
* In höchster Perfektion wurde diese "Leidensrolle der Frau" von
Ingrid Bergmann
gespielt. Und das ist ja Gott sei Dank schon über eine Generation her .... hat
aber diese Generation der Mütter, d.h. für die meisten heute Grossmütter,
deutlich geprägt.
Zur Entstehung der patriarchalischen Vorherrschaft der Männer über die
Frauen im Mittelalter:
Die Ehe war im Mittelalter (und ist es für viele immer noch)
ein Mittel zur Mehrung von Besitz und Ansehen - nicht eine
Gemeinschaft zweier Menschen. Die Frau, auch die verheiratete, war also
Mittel zum Zweck, auch als sexuelles Objekt das zudem gebären kann, und
durfte als solches auch geprügelt werden. [Arno Borst: Lebensformen
im Mittelalter. Nikol Verlagsgesellschaft Hamburg 2004]. Die
patriarchalischen Vorstellungen drückt um 1393 bestens eine Ermahnung im
Hausbuch eines reichen alten (60) Pariser Bürgers an seine weit jüngere
(15) Ehefrau aus:
Schönes Schwesterchen, wenn Ihr nach mir einen anderen Mann habt,
dass müsst ihr sehr auf seine Behaglichkeit achten. Denn wenn eine Frau
ihren ersten Ehemann verloren hat, ist es gewöhnlich für sie schwer,
einen zweiten nach ihrem Stande zu finden, und dann bleibt sie für lange
Zeit allein und ungetröstet, und noch mehr, wenn sie den zweiten
verliert. Deshalb pflegt euren Ehemann sorgsam und bitte, haltet ihn in
sauberer Wäsche, denn das ist Eure Aufgabe. Und weil die Sorge für die
Geschäfte draussen Männersache ist, muss der Ehemann darauf achtgeben,
er muss gehen und kommen und hierhin und dorthin reisen, bei Regen,
Wind, Schnee und Hagel, einmal durchnässt, dann wieder ausgedörrt,
einmal in Schweiss gebadet, dann wieder frierend, schlecht verpflegt,
schlecht untergebracht, schlecht gewärmt und schlecht gebettet. Und
alles macht ihm nichts aus, denn ihn tröstet die Hoffnung auf die
Fürsorge seiner Frau, wenn er zurückkommt, und auf die Gemütlichkeit,
die Freuden und Vergnügen, die sie ihm bereitet oder in ihrer
Abwesenheit bereiten lässt: die Schuhe beim warmen Feuer ausziehen, die
Füsse waschen lassen, frische Schuhe und Strümpfe anziehen, gutes Essen
und Trinken vorgesetzt bekommen, schön bedient und versorgt werden, fein
gebettet sein in weissen Betttüchern und weissen Schlafmützen, anständig
zugedeckt sein mit guten Pelzen, verwöhnt durch andere Freuden und
Unterhaltungen, Vertraulichkeiten, Liebesdienste und Heimlichkeiten,
über die ich nicht rede.
Die patriarchalische Ordnung war (und ist, in allen islamischen
Ländern) allerdings nicht so einseitig, wie sie von der
Emanzipationsbewegung dargestellt wird:
- Der Mann kann erst heiraten, wenn er eine Frau versorgen kann!
Das war damals mit ca. 30 Jahren der Fall (Alter der Frauen bei Heirat:
22. Auf Grund der relativ kurzen Lebenserwartung lebten allerdings wenig
Paare mehr als 20 Jahre zusammen.
- Der Mann ist alleine zuständig für den Lebensunterhalt.
- Da wegen der dauernden Kriege meist ein Überschuss an Frauen
herrschte, war die Ehe eine Lebensversicherung für die Frau - aber
eine Belastung für den Mann.
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http://www.brainworker.ch/psychologie/robert_musil.htm
S. 727: Agathe verabscheute die weibliche Emanzipation geradeso, wie
sie das weibliche Brutbedürfnis missachtete, das sich das Nest vom Mann
liefern lässt. Sie erinnerte sich gerne an die Zeit, wo sie ihren Busen
zum erstenmal das Kleid spannen gefühlt und ihre brennenden Lippen durch die
kühle Luft der Strassen getragen hatte. Aber die entwickelte erotische
Geschäftigkeit der Frau, die aus der Verhüllung der Mädchenzeit hervorkommt
wie ein rundes Knie aus rosa Tüll, hatte Zeit ihres Lebens Verachtung in ihr
erregt.
|
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http://www.brainworker.ch/Bildung/bildungswahn.htm
Bildung zur Freiheit, zur Emanzipation, zur Selbstentfaltung wird so
nur noch gesehen als Bildungswettbewerb um gut bezahlte und sozial hoch
stehende Positionen. Dass hier Werte und Moral untergehen, liegt also nicht
bloss an der mangelhaften Qualität von Schulen und Lehrern .... sondern ist
eigentlich bloss die logische Folge des dahinter stehenden Prinzips: Lernen um
im Betrieb passgenau produzieren zu können.
Die Lösung des Emanzipationsproblems:
Wie oder Warum - was
ist DIE Frage?
| Grundlage
weiblichen Verhaltens:
warum
macht frau
Sinnfrage, final
- und wird frau
dabei von andern unterstützt?
|
Grundlage
männlichen Verhaltens:
wie
macht mann (technisch)
Wissensfrage, kausal
... und wenn wir
wissen wie, los geht's!
- ein Verhalten, das uns präzise die heutigen Probleme mit unserer
Wirtschaft eingebrockt hat.
|
Mädchen erkennen, dass z.B. Physik ihre Lebensumstände, Vorerfahrungen,
Kompetenzen ausblendet, während Jungenwelten und -Erfahrungen thematisiert
werden. Die Beschreibung und Erklärung von physikalischen Versuchen, und die
Behandlung von Naturgesetzen, die es erlauben, bestimmte physikalische Grössen
exakt zu berechnen, bestimmen den Unterricht.
Kontext, der die Mädchen stärker interessiert, wird selten thematisiert:
Naturphänomene, Vorgänge die man direkt beobachten kann, Anwendungen im
Bereich der Medizin, technische Anwendungen die einerseits zwar von Nutzen
sein können, andererseits aber mit Risiken behaftet sind.
Die technische und naturwissenschaftliche Fragestellung im schulischen
Unterricht stehen so oft im Widerspruch zur sozialen Betrachtungsweise der
Mädchen. Die Fragestellung, warum etwas funktioniert
oder ob eine Operation sinnvoll ist, tritt in der Betrachtung hinter die
Frage, wie etwas gelöst werden kann, zurück. Mädchen sind aber genau auf
diese in der Naturwissenschaft scheinbar zu vernachlässigende Frage hin
sozialisiert. Soziale Konzepte und die Relevanz sozialer Prozesse bestimmen
ihr tägliches Leben. Sie müssen nach dem Warum, nach den Motiven einer
Handlung fragen, um darauf - sozialintegrativ, wie es erwartet wird -
einzugehen. (Kreienbaum & Metz-Göckel 1992 / Schulz-Zander 2002)
Der kognitive Lernstil der Mädchen ist somit stärker kontextorientiert
als der der Knaben. "Das zeigt sich zum Beispiel daran, dass Knaben
leichter von Geräten und Maschinen (heute Computerprogrammen ...)
als solchen fasziniert werden, während Mädchen eher an deren Anwendung oder
sozialen Auswirkungen interessiert sind. (Herzog, Walter 1996)
Mädchen fragen mehr nach Sinn und Zweck eines Geräts oder eines
experimentellen physikalischen Versuchs. Ene"dekontextualisierte Physik"
im schulischen Unterricht führt somit eher zu einer Benachteiligung der
Mädchen. Wissenschaft handelt von
dekontextualisierten und beziehungslosen Dingen. [S. 71]
Und präzise hier könnte sich die Lösung des Problems "Emanzipation" finden:
Nicht durch Assimilation männlicher Verhaltensweisen - sonder präzise
umgekehrt, durch Anwendung der offenbar eher weiblichen Stärke, der Betonung
des Sinnes (die Frage nach dem
WARUM ist
die eigentliche Sinnfrage, die, obwohl Mann, sogar mit
Bart
..., meine Arbeit seit 1990 dominiert. Diese Fragen wurden unter "Knowledge
- Action - Meaning" (Wissen - Handlung - Sinn. Search as well
for "finality / causality) bereits 1998 detailliert abgehandelt.
Fazit:
Eigentlich ist das kausale WIE
inzwischen meist relativ banal - aber das finale WARUM immer
problematischer. Anstatt sich im Kampf der Geschlechter die selbe Denkweise
anzueignen um an die selben Jobs und Machtpositionen zu kommen, und dann
dort die selben Fehler zu machen wie die Männer, sollten die Frauen
vielleicht diese, ihre Sichtweise, zur Stärke umbauen, denn "in der
Gegenwart leben" heisst auf Grund vergangener Vorstellungen leben - ein
schaffendes, sich erfüllendes Leben ist aber an der Zukunft, an erst noch zu
Gestaltenden, ausgerichtet, nicht an der Einpassung in gegebenes.
Einer der wichtigsten Grundsätze des Rechts lautet: Gleiches gleich -
Ungleiches ungleich behandeln.
Wenn wir also Individuen als freie, selbständige Persönlichkeiten
behandeln wollen, dürfen wir sie, auch in der Bildung, nicht über einen
Leisten schlagen.
Insbesondere was die Gleichberechtigung der Frauen betrifft,
dürfte es für die weitere Entwicklung der Menschheit vielleicht besser
sein, wenn Frauen nicht darauf pochen, gleich zu sein wie die Männer
und gleich behandelt zu werden - sondern eben ihren Ansatz, ihre Stärke,
also die Sinnorientierung statt der Technikorientierung, zu fördern.
In der Zwischenzeit zeichnet sich allerdings in dem Bereich bereits
eine Umkehr ab. Mädchen sind fleissiger, zuverlässiger und angepasster.
Sie begehren weniger auf. Buben sind aufwändiger und werden zunehmend
pathologisiert auf Grund ihrer Unruhe. Primarschulen sind auch auf Grund
fehlender männlicher Lehrer bereits feminisiert, was die Jungs zu
störenden Abweichlern macht. Auch hier sind Jungs aus ärmeren Familien
stärker betroffen, da Reiche ihre Kinder eh durch Nachhilfeunterricht
puschen, was allerdings kaum zu mehr Interesse und Verständnis, sondern zu
Drill führt. Gerade die Schule müsste jedem die Entwicklung seiner
persönlichen Stärken ermöglichen (und allenfalls das Ausbügeln von
wirklich hinderlichen Wissenslücken) - sie sollte aber nicht Rädchen
herstellen für die Grosse Maschine. Was Kinder interessiert, und das ist
vieles, das lernen sie auch. Wenn "der Markt" ein anderes Wissen fordert,
wäre vielleicht der Markt mal zu belehren. Eine gute Pädagogik
sollte sich am Kind und seiner Entwicklung und nicht an den Bedürfnissen
von Institutionen orientieren. ... Lehrer unterrichten Kinder, nicht
Fächer. Verhängnisvoll ist hier auch die Akademisierung der
pädagogischen Hochschulen, denn akademisch ist eben das Gegenteil von
praxiserprobt und leider oft von praxistauglich. In der Schweiz
können 50'000 normal intelligente Leute nicht einen einzigen Satz lesen
und etwa 500'000 nur einen einfachen Text. ["Der gute
Schüler ist heute ein Mädchen. Was läuft an den Volksschulen falsch? Fast
alles. Richtige Antworten von Remo Largo, dem bekanntesten Kinderarzt und
Jugendkenner der Schweiz. Das Magazin. 02. S. 19-23]


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Konkurrenz - Wettbewerb - Kooperation
Bei allem Verständnis für die Anliegen der
Emanzipation sollte man (besser Frau) sich vielleicht auch mal fragen, wie
gross ihre Bedeutung ist bei der Gestaltung männlichen Verhaltens. Anders
gefragt: Tragen die Dressierten höhere Verantwortung als die Dresseusen?
Müssten erstere oder zweitere sich der Dressur verweigern, um der Emanzipation
eine Chance zu geben? Die Frage ist die Antwort. Sie bedeutet
allerdings, dass da noch harte Zeiten auf uns zukommen ...
Einerseits .... Andererseits zeigt der Fall Hong Kong, dass
Geld
und Wirtschaftswettbewerbsstress den
Sex als
wichtigsten Faktor der Psyche längst ersetzt haben
Freud
müsste also dringend korrigiert werden um besser verstehen zu können, was beim
Denken
vor sich geht, und wie stark es bereits vom wirtschaftlichen Wettbewerb in
Mitleidenschaft gezogen wurde.
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http://www.brainworker.ch/Irak/happyness.htm
Passend zum Ansatz von
Freud
(der allerdings massiv übertrieben hat, und auf ein gesundes Mass reduziert
werden sollte: s.
Freud
sollte entsorgt werden) haben die Forscher nun festgestellt, dass es
eigentlich Sex ist, der die höchsten Glücksgefühle beschert. Die
Wertsteigerung eines Lebens mit Sex von einem ohne, wird von Ökonomen mit
50'000 $ bezeichnet, ebenfalls die Wertsteigerung von einem Leben mit einmal
pro Monat Sex auf einmal pro Woche Sex! Alle Macht bei den Frauen, könnte man
hier sagen, denn sie entscheiden seit Jahrmillionen darüber, mit wem sie sich
paaren! Dazu bestimmen Frauen dominant die Erziehung der Jungs. (s.
Wettbewerb ums andere Geschlecht). Vielleicht ist die Dominanz
der Männer in der Wirtschaft also nur ein psychischer Ausgleich für die
ansonsten unterlegene Stellung? Auch Männer
wollen mal wo dominieren und "oben" sein ... So betrachtet wäre auch die
Diskussion über Emanzipation eigentlich in erster Linie von Männern zu führen!
Allerdings, obwohl sich Sex kaufen lässt - das Glück lässt
sich dennoch nicht käuflich erwerben. Wer Sex kauft, kaufen muss, gehört nicht
zu den Glücklichen. Sex ausserhalb einer festen Beziehung erzielt weitaus
tiefere Glückssteigerung als in einer dauerhaften Beziehung. "Sex and the
City" ist also ein Hollywood-Märchen, allerdings ohne den Märchen meist
innewohnenden tieferen Gehalt.
Dem entsprechend gehören Scheidungen zu den kostspieligsten
Angelegenheiten die einen privat treffen können, nicht nur der
Unterhaltspflicht wegen. Bei der Scheidung geht ein Wohlbehagen im Wert von
66'000 $ verloren (na ja, statistisch, wer lässt sich schon scheiden weil
ihm zu wohl ist ....?). Arbeitslosigkeit kommt mit Kosten des
Wohlfühlverlustes von 60'000$ erst dahinter.
Wir hätten's also in der Hand ... äh, na, ja ... ich meine,
wir hätten also einige Möglichkeiten, die Zufriedenheit beträchtlich zu
stärken, ohne
Wachstum, Wettbewerb,
Hetze, Mobbing,
Überschuss und Überdruss fördern zu müssen. Vielleicht sollte man die
Diskussion um Emanzipation, bei der es ja meist eher darum geht, wer
beherrscht wen, also um
Macht und Freiheit; etwas mehr in Richtung lenken: - Wie leben
Männlein und Weiblein am besten zusammen, was ist die geeignetste "Familien"struktur
in der postmodernen
Gesellschaft für Kinder wie Eltern. Das aktuelle Emanzipations- und
Gegenseitigesichbehauptenabgenzenundbeherrschenwollen-Schlachtfeld ist ganz
offensichtlich der Zufriedenheit ziemlich abträglich. Eine Diskussion zum
Thema "gutes Leben", ähnlich wie zur Frage, was bedeutet "gute
Arbeit" oder "gute
Ordnung", wäre nach 100 Jahren Vernachlässigung der Philosophie, die
sich hinter den Wissenschaften anstellen musste, die solche Fragen nicht mal
stellen, geschweige denn beantworten kann, vielleicht wieder angebracht. Seit
der sexuellen Befreiung de 68 wird zwar viel über Sex geredet ... aber ganz
offensichtlich mehr geredet als ... Leider scheint hier das Selbe passiert zu
sein wie bei der fast so wichtigen Selbstbestätigung, der persönlichen
Zuordnung von Bedeutung und ein kleines bisschen Macht (s.
Machttreppe). Der Markt schafft Scheinlösungen und Scheinwelten, die sich
verkaufen lassen, das Problem jedoch bleibt bestehen.
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Wirtschaftliche Emanzipation, die Befreiung von
der Herrschaft des Kapitals und der Herrschaft des Geldes |
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http://www.brainworker.ch/Orientierung/kritische_gesellschaftstheorie.htm
Schon längst liesse sich
Emanzipation unbeschwert von materiellen Zwängen und Notwendigkeiten
verwirklichen. Stattdessen wird ein enormer herrschaftlicher Druck erzeugt,
der alles unter die Bedingungen einer integrierten Gesellschaft
zusammenzwingen will. [S. 23]
Ebenfalls wenig übrig geblieben scheint von der Emanzipationsbewegung.
Psychologisch-mystisch wurde die Frau als Natur, und damit als Bedrohung der
patriarchalen technisch-wirtschaftlich-politischen Ordnung gesehen. Die Frau
ist die Verkörperung der Sexualität und wird von der männlich dominierter
Gesellschaft in eine Rolle gedrängt, die ihr immer weniger zusagt - oder die
der Wirtschaft nicht mehr passt, da Frauen derart gut geeignet sind für Arbeit
auf Abruf, Lohndrückerei und alles, woran Männer oft der Stolz hindert? - Hier
nur ein kleiner Hinweis darauf, dass "Gleichberechtigung" eben auch nach
gleicher Abwehr von Zumutungen rufen würde ...
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http://www.brainworker.ch/Wissen/psychologie.htm
Psychoanalyse:
Alfred Adler (1902-) Begründer der
Individualpsychologie.
Betont gegenüber Freud das Individuum als zielgerichtetes ganzheitliches und
soziales Wesen (nicht durch Sex fremd gesteuerten Zombie). Allerdings betont
er das Streben nach Überlegenheit in seiner Ganzheits- und Gestaltpsychologie.
Die Eckpfeiler seiner Psychologie sind Minderwertigkeit - Kompensation,
oder Überwertigkeit <> Unterwertigkeit. Damals, auch heute noch stark
(aber nicht ausschliesslich! Es gibt ausreichend Männer unter dem Pantoffel,
sogar bei den als Machos berüchtigten Arabern), betrifft dies Frauen, die sich
nicht bloss in der Firma, sondern auch noch zu Hause unterordnen
mussten/müssen. Frauen waren generell stark betroffen durch die kulturell
vorherrschende niedrige Bewertung, was Emanzipation und der Ansatz der
Gender Forschung zu korrigieren suchen.. Dieses geringe
Selbstwertgefühl wird kompensiert durch Geltungs- oder Machtstreben,
Distanzierung von Menschen.
Adlers Folgerung war: NICHT zum Gehorsam erziehen, sondern auf
Gleichstellung der Geschlechter achten! Psychische Störungen sind
Beziehungsstörungen. Machtstreben sollte in eine positive soziale Richtung
gelenkt werden.
Heute wird Überwertigkeit <> Unterwertigkeit nicht aufgelöst, sondern durch
Wettbewerb und Karrierestreben noch gefördert. (>
Machttreppe)
Die berufliche und vor allem lohnmässige Klassierung in anspruchsvoll <>
einfach, hochwertig <> unterwertig zementiert sich in der äusserst ungleichen
Vermögensverteilung, die der Sache gleich den rechten Titel gibt: Vermögen:
das was eine(r) zu tun vermag, also Macht: was einer machen kann ... mit den
andern. Jünger Adlers gibt's noch ... aber haben Sie mal einen gehört, der
sich gegen die Förderung des Konkurrenzprinzips gestellt hätte, das erst
eigentlich die Rangordnung erstellt? Mehr Konkurrenz bedeutet nicht bloss
höhere Leistung von einzelnen, sondern auch mehr Lohn für die Gewinner, also
eine Konzentration der Vermögen, der Macht-Potentiale, also mehr
Ungerechtigkeit.
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http://www.brainworker.ch/Wirtschaft/kapitalismus.htm
Bereits 1993 befanden sich aber in Frankreich nur noch 51.6% der
Angestellten in in stabilen ungefährdeten Arbeitsverhältnissen.
Das
führte zu einer starken Zunahme von Depressionen, der Anwendung von
Psychopharmaka, und Suizid (s.
Anomie).
Die Zukunft schien (und scheint heute immer noch) nicht besser, sondern
schlechter zu werden. Emanzipation und Freiheit, alte
Versprechen des Kapitalismus, wurden nicht geliefert. Wohl erhielt
der Konsument grössere Wahlmöglichkeit bei Konsumgütern, wie auch eine
geringere Abhängigkeit vererbter gesellschaftlicher Zugehörigkeit - was
allerdings durch Bildungsforschung längst wieder bestritten wird.
Das macht grad auf ein weiteres Problemchen aufmerksam:
Arbeitnehmer sind immer der Manipulation unterworfen.
Management bedeutet im eigentlichen Sinn des Wortes ja manipulieren, an
der Hand (immerhin, nicht an der Nase) herumführen. Die Emanzipation wäre
dann eben die Befreiung von dieser führenden Hand
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http://www.brainworker.ch/Wissen/list.htm
Gerade am Konzept Leistung, das auf vorgegebenen Parametern in
bestehenden Wirtschaftskreisläufen beruht, sehen wir auch, wie irrsinnig
die Annahme ist, die in die
Arbeitslosigkeit Entlassenen könnten sich durch eigene "Leistung"
innovative neue Bereiche erschliessen. Nicht nur, dass diese als
"Befehlsempfänger" jahrelang verdummt wurden, sondern auch die Bedingungen
wirtschaftlicher Machtentfaltung stehen dagegen. Um neue Produkte auf den
Markt zu bringen, und/oder neue Märkte zu erschliessen, um Innovationen
entwickeln zu können, braucht es erst beträchtliche Investitionen, die als "sunk
costs" im Falle des Scheiterns eben ... versenkt sind. Insbesondere
zeigt sich, dass Leistung die sich nicht in
Geldwertschöpfung ausdrückt, eben vom Markt nicht eigentlich als Leistung
akzeptiert wird. Die ersten die hier auf gewisse Probleme
aufmerksam gemacht haben, waren die Feministinnen. Haushalt,
Kindererziehung, Altenbetreuung, die meiste Arbeit die von Frauen traditionell
geleistet wurde, war (und ist) Arbeit, die offenbar "nicht marktfähig"
ist, also eigentlich nicht als Leistung betrachtet wird. Die
Emanzipation hat nun in dem Bereich kaum eine
Besserung gebracht. Seither steigt eher der Trend zur "Hausfrauisierung"
an, d.h. immer weitere Bereiche der wenig rentablen Ökonomie (s.
Claudia von Werlof
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Der
Mythos der Leistungseliten) werden erstens den Frauen, zweitens der
Freiwilligkeit, drittens der Nebenarbeit (kleine und mittlere
Bauern
können praktisch nur noch als Nebenbetrieb überleben) oder sonst einer nicht
oder äusserst schlecht bezahlten Form der Arbeit zuzuordnen - wie insbesondere
den äusserst beliebten Praktika (s.
Generation P).
Um Leistung erbringen zu
können
- womit heute immer bezahlte Leistung gemeint ist -
müssen Sie sich erst über einen Leisten schlagen lassen.
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http://www.brainworker.ch/Wirtschaft/arbeitundkapital.htm
Die Verweigerung der Existenzberechtigung durch die Verweigerung einer
angemessenen Arbeit beschädigt Individuen wie die Gesellschaft, also die
Beziehungen der Menschen untereinander. Die Auswirkungen können so weit gehen,
dass sich Betroffene völlig aus der Gesellschaft zurückziehen. In Japan wird
dies bereits als neue Krankheit beschrieben - und die Verantwortung dafür so
natürlich wieder den Betroffenen in die Schuhe geschoben. Japan weist einen
zunehmenden Anteil junger "Versager" auf, die derart frustriert sind, dass sie
sich nicht mehr auf die Strasse trauen und ihr Zimmer kaum mehr verlassen.
Aber auch Betriebsmitarbeiter können auf dauernde Angriffe gegen ihre
Integrität (sei so, heisst morgen: sei anders, sei was man dir sagt zu sein)
übersensibel reagieren und sich isolieren. Dauerkritik verunmöglicht spontane
Reaktion, Intuition und kreatives Verhalten - also genau diejenigen
Ingredienzien ohne die wir der zunehmenden Konkurrenz nicht entgehen können.
Durch die durch Einschüchterung verursachte Einkapselung der Mitarbeiter wird
aber die Organisation noch bürokratischer und starrer - statt innovativer. Bei
dauernd wechselnden Ansprüchen (des Marktes, der Kunden, der Vorgesetzten)
wird der Arbeitsplatz zur Bühne, auf der es gilt Loyalitäten, Verhalten,
Einstellungen je nach Konstellation in kürzester Zeit zu ändern. Dass der
Arbeitsplatz zusehends zur Bühne wird, zeigt sich auch daran, welche Bedeutung
Aussehen, Fitness, Anzügen und weiteren Äusserlichkeiten zugemessen werden.
Oder möchte die Emanzipation es als Erfolg werden, dass heute auch Männer sich
Schönheitsoperationen unterziehen?
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http://www.brainworker.ch/Arbeit/gute_arbeit_II.htm
Als Emanzipationskonzept taugt diese Vorstellung erst recht nichts. Keine
Frau kann nur ein bißchen schwanger sein, keine Gesellschaft kann zugleich
die versachlichte Gewalt von Markt und Profit anerkennen und sich daneben
einen Bereich autonomen Wirtschaftens auf Geldbasis halten, der mehr wäre als
ein Elends- und Abfallprodukt der herrschenden Wertverwertung. Das Kapital
ist eine imperiale Macht, die nichts Autonomes neben sich duldet und alles,
was sich der unmittelbaren ökonomischen Annektion sperrt, nur als
Schattenreich zuläßt. Daß die Warengesellschaft Hausarbeit,
Nachbarschaftshilfe und jedes nicht-professionelle Engagement zu etwas
Marginalem herabsetzt, ist dem Strukturprinzip dieser Gesellschaft geschuldet
und keineswegs bloß Folge der herrschenden Lohnarbeitsideologie.
Selbstbestimmung kann es nur gegen die
kapitalistische Enteignungslogik geben, nicht friedlich neben ihr.
Schon die
Selbstverständlichkeit, mit der an Papa Staat appelliert wird, er möge durch
Daueralimentierung das Überleben des selbstbestimmten Sektors sicherstellen,
spricht Bände darüber, wie wenig ernst dieser Selbstbestimmungsgestus zu
nehmen ist.
Ernst Lohoff
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http://www.brainworker.ch/Denkwerkstatt/Hirn_und_Geist.htm
Es wird also, nach der Emanzipation des Menschen durch die
Demokratie von persönlicher Herrschaft in der Stammesorganisation und
insbesondere der Sklaverei, wie von staatlicher Vorherrschaft , eine Befreiung
nötig von der Herrschaft des Geldes. Besitz wie Geld
sollen dienen - aber zur Zeit beherrschen sie die Besitzer selbst - wie wie deren
Lohnsklaven.
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Stand 20.7.07.M. Herzog
Hätten nun beide "Instrumente", die den selben Lustgewinn gewähren (mit dem selben minimen Aufwand), würden Paarungen vermutlich viel häufiger und ohne grosse Selektion stattfinden. So wie die Sache aber offenbar eingerichtet ist,
Fazit: Die Sache dürfte so eingerichtet sein wie sie es eben (leider. Nur meine persönliche Perspektive ...) ist, damit:
Oder anders ausgedrückt: Daran, dass der Hirsch ein grosses Geweih hat ist nicht er schuld, sein Herrschaftsdrang und seine Angeberei, sondern die Tatsache, dass Weibchen genau solche Männchen auswählen. Also irgendwie darf man da als Mann schon sagen: Frauen (bitte nicht all zuuuu allgemein nehmen), jammert nicht so viel, denn ihr habt genau den Typ Männer, den ihr in den letzten zigtausend Jahren immer wieder ausgewählt habt! Den, der für Euch Kriege führt, mit dem Ihr angeben könnt, hinter dem ihr Euch verstecken könnt, der für Euch arbeitet, Euch ein Haus baut etc.
Prostitution unterläuft dieses weibliche Herrschaftssystem, worin vermutlich der Grund liegt, warum sie so verwerflich sein soll. Dass sie Familien zerstört, die familiäre Zweierbindung, glaubt ja heute wohl niemand mehr, denn daran arbeitet die Wirtschaft mittels immer höherer Forderungen an die Flexibilität auf der einen, mit immer stärkeren Unterschieden bei den Löhnen, also der Attraktivität für die Selektion, ja selber viel härter.
Das Problem ist da und hat seinen Grund. Die Lösung ist zwar schwach, aber die Argumentation betr. Verbote und Zensur sind scheinheilig, also noch schwächer.
* Picasso hatte sich mit den Masken Afrikas beschäftigt, deren Zweck es war, Geister zu bannen ... deshalb.
Trotz der hier themenbedingten Ueberbetonung der Bedeutung der Sexualität, möchte ich vermeiden, hier Freud zu unterstützen, der ja praktisch alle psychischen Probleme auf sexuelle Störungen zurückgeführt hat. Sex ist ein wichtiges Element das den Menschen quasi kybernetisch "fern-steuert" - aber es ist nicht das einzige. Kritik wurde ja vor allem bereits von Adler geäussert, für den die Wertigkeit (Ueber- oder Unterwertigkeit, Machtposition, Ansehen. s. Machttreppe) weitaus bedeutender war - ein Ansatz der heute in unserer von der Wirtschaft dominierten Gesellschaft eindeutig erklärungsrelveanter ist als der von Freud. Ebenfalls polyvalenter Jung, dessen Psychologie quasi einen dreidimensionalen Raum aufspannt:
Die meisten Menschen meinen, wenn sie von Emanzipation reden, es handle sich dabei um Befreiung, Befreiung von jeglicher Art von Zwängen und Abhängigkeiten. Dem ist aber nicht so. Emanzipation befreit bloss vor Fremdbestimmung durch Vor-Macht, Ueber-Macht, Indoktrination und Agitation.