Brainworker's Beiträge zum Thema Emanzipation

 

Definition Emanzipation:

Emanzipation wäre eigentlich die Befreiung aller - von autoritärer Führung, von fremdbestimmten Normen und Kategorien:

... eine Frau auf ein Postament stellen - oder das Gegenteil, ihr jede Beachtung entziehen oder eine Musterhausfrau aus ihr machen, oder eine musterhafte Mutter oder eine ideale Kameradin. Das sind alles nur Tricks, um sich vor jedem Kontakt mit ihr zu drücken. Eine Frau ist kein <Muster>. Sie ist nicht einmal eine klar umrissene, genau bestimmte Persönlichkeit ... Eine Frau ist ein seltsames, sanftes Vibrieren der Luft, das unbewusst und ungewollt hin- und herspielt und eine Empfangsstation sucht. Oder sie ist wie eine unharmonische, misstönende, unangenehme Vibration, die ständig ausgestrahlt wird und jedermann in ihrer Nähe verletzt. Und beim Manne ist es das gleiche.

T.H: Lawrence [Pornographie und Obszönität: Wir brauchen einander. Zürich 1971]

  1. http://www.brainworker.ch/Orientierung/autoritaet.htm#emanzipation

Mancipia waren die "Unmündigen", die bei der Hand zu F ührenden, Hörige, Abhängige (s. Bauern, Boden und Herrschaft). Emanzipation bedeutet also Freilassung von Individuen oder Gruppen aus sozialer, rechtlicher, politisch-sozialer, geistiger oder psychischer Abhängigkeit, bei gleichzeitiger Erlangung von Mündigkeit und Selbstbestimmung. Dies ist das wichtigste Ziel der Demokratie. Im römischen Recht wurde mit Emanzipation die Entlassung des Sohnes aus der väterlichen Herrschaft verstanden. Im mittelalterlich-deutschen Recht das Erlangen wirtschaftlicher Unabhängigkeit und Selbständigkeit der Söhne. In der Moderne die soziale und politische Gleichstellung der Bürger mit den ehemaligen Herren (Adel, Militär, Geistlichkeit). Die wirtschaftliche Unabhängigkeit der arbeitenden Klasse vom Kapital ist immer noch ein (Alb)Traum. (Traum für die Angestellten, Albtraum für die Kapitaleigentümer).

Der Begriff wird also, eigentlich fälschlicherweise, heute primär für die Emanzipation der Frau verwendet, Emanzipation von männlicher Dominanz, Vorherrschaft und Autorität. Da sich aber Männer und Frauen nicht nur dort unterscheiden, wo's bekannt und interessant ist, sondern halt eben doch auch in Körperkraft, Denken, Fühlen und vielem mehr, wird oft versucht, ungleiches gleich zu behandeln oder gleich zu machen, was oft schade ist (und beileibe kein Argument gegen gerechte Löhne, also gleichen Lohn für gleiche Arbeit). Aber wenn wir Männer und Frauen gleich machen, brauchen wir uns eigentlich nicht zu wundern, dass von diesen seltsamen Zwitterwesen keine Kinder mehr erzeugt werden ...

Im übrigen zeigt uns die Geschichte der Industrialisierung Russlands (wie vermutlich überall) den eigentlichen Grund, warum Frauen tiefere Löhne erhalten:

Die Leichtindustrie fasste Fuss, und baute sofort eher auf Frauen als auf Männer, da diese mit geringerem Lohn zufrieden und zudem leichter zu managen waren.

Wir haben hier ein Problem, dass in der heutigen Diskussion um Gleichstellung völlig untergeht: Frauen erhalten nicht weniger Lohn als Männer weil sie weniger wert sind oder weil ihre Leistung minderwertig ist - sie erhalten weniger Lohn weil sie sich nicht dagegen wehren. Eine Emanzipation, die also von Männern verlangt, den Frauen gleiche Löhne zu garantieren, obwohl diese nicht willens sind, sich selbst dafür zu engagieren, was immer auch ein sich Exponieren beinhaltet, ist eigentlich keine Emanzipation - sondern bloss ein weiterer Antrag auf "Unterschutzstellung" von Schwächeren, also Ungleichen.

Ziel der Emanzipation sollte also wieder werden, Macht, Herrschaft und Autorität so weit als möglich zu beschränken, um freie Entwicklung und Selbstverwirklichung für möglichst viele zu ermöglichen.

Marcel Speiser behauptet im Tagesanzeiger vom 10.12.07, S 25: Wer Frauen will muss mehr bieten als Macht, eigentlich das Gegenteil: 

Männer sind für Arbeitgeber leichter zufrieden zu stellen. Ihr mittelfristiges Hauptziel ist es, die Karriereleiter hoch zu steigen und Manager zu werden.

Dumm daran ist bloss, dass es im Vergleich zur Anzahl der Angestellten eben sehr wenige Manager braucht, also eine Auswahl stattfindet, die nicht immer über bessere Qualifizierung stattfindet, sondern häufig per Ellenbogen. Auch hier findet keine Emanzipation statt, da die einen über die andern herrschen wollen - sich selbst aber zunehmend dem Auftraggeber, also dem Kapital gefügig zeigen müssen.

  1. http://www.brainworker.ch/Geschichte/geschichtswissenschaften.htm

Definition: Aufklärung: Damals wie heute meint Aufklärung die Loslösung von althergebrachten Lebens- und Denkgewohnheiten (s. Intellektuelle), die Befreiung von Verhaltensnormen, die als Zwang empfunden werden, sowie den Versuch, sich auf eigene Füsse zu stellen (s. Emanzipation), nach neuen Wegen und Lösungen Ausschau zu halten. Aufklärung meint stets geistige Erneuerung, Abwurf tradierter Fesseln, Befreiung und Verselbständigung im Denken und Handeln.

  1. http://www.brainworker.ch/Dialog/postmoderne.htm

Im Liberalismus als Ausdruck bürgerlicher Emanzipation stehen das Individuum und sein Recht auf private Freiheit im Vordergrund, weshalb alle Formen des Totalitären, der absolute Staat, aber auch radikaldemokratische Bewegungen, d.h. unmittelbare Volksherrschaft, ablehnt werden. Wesentlich ist also diese zu beiden Seiten betriebene Abwehr politischer Omnipotenz.

  1. http://www.brainworker.ch/Martin-Herzog/Basel/geschichte/basler_chemie.htm

Sinn für Erwerb, Gebrauch und Wertschätzung des Privateigentums musste im Laufe der bürgerlichen Emanzipation notwendig entwickelt werden; später galt das Privateigentum als wirksamste Form zur Ausnützung der durch den natürlichen wirtschaftlichen Automatismus garantierten Wohlfahrt, war es verkörpert in der Person des Eigentümers, der es persönlich nutzte und mehrte; heute hat sich die Idee des Eigentums gewandelt: der Eigentümer und der dieses Eigentum im Produktionsprozess Verwendende sind nicht mehr ohne weiteres identisch; die Verpflichtung gegenüber dem Eigentum beruht auf Funktion, auf der Steigerung der "efficiency", und nicht mehr auf einer vom lebendigen Eigentum getragenen moralischen Treuepflicht.

Alfred Bürgin: Geschichte des Geigy-Unternehmens von 1758 bis 1939. Ein Beitrag zur Basler Unternehmer- und Wirtschaftsgeschichte. [1958]

Seltsame Varianten von "Emanzipation" - die Grenze der Emanzipation
  1. Definitionen und Strukturen des Denkens

Eine hinterlistige weibliche Variante intuitives Denken und Argumentieren auszunutzen ist die GATTA MORTA:

Definitionen:

  • Als "tote Katze" bezeichnet man in Sizilien und ganz Italien eine schöne Frau, die so kalt und abweisend ist wie eine tiefgekühlte Katzenleiche - wofür die armen Katzen eigentlich nichts können. http://www.fratellilarosa.ch/?menu=kultur&lang=de&letter=g

  • fare la gatta morta: fingere di essere ingenui;  http://www.di.unito.it/ADDIZIONARIO/ADD_CNR/g/gatto.html

  • Aus feministischer Sicht wird die gatta morta allerdings oft positiv interpretiert, da sie mit den Männern spielt, von ihnen erhält was sie will, ohne selbst etwas dafür hergeben zu müssen, vor allem ohne sich selbst in eine Beziehung zu involvieren: women who can get what they want from men through their wily ways or because they have authority over them. Eine ziemlich bekackte Vorstellung von Emanzipation.

Die gatta morta umgibt sich mit einer Aura des Geheimnisvollen, einem Schleier, hinter dem sich ein "Goldschatz" zu verbergen scheint. Sie erweckt den Eindruck, erkannt werden zu wollen, gibt aber die Bausteine ihres Denkens, Wertens und Fühlens nicht bekannt. Da intuitives Denken aber aus unterschiedlichen Kombinationen unterschiedlicher Wissensbausteine aufbaut, ist es unmöglich, ein solches "Geheimnis" zu ergründen, wenn man keinen Schlüssel erhält. Die gatta morta macht sich interessant, indem sie ein Geheimnis zu verbergen vorgibt. Sie treibt damit die Männer in den Wahnsinn ... allerdings, nur so lange diese an das verborgene Geheimnis glauben - und daran, dass es wert sei, gelüftet zu werden. Eine gatta morta deren geheimnisvolle Aura sich lüftet, ist nämlich meist genau so interessant oder langweilig wie die meisten von uns. Der häufige Vorwurf von Frauen an Männer, sie seien zu rational, sie sollten intuitiver verstehen, kann von Seiten des Mannes nur dann als berechtigt angenommen werden, wenn sie sich irgendwie äussern. Die Äusserung muss weder verbal noch rational sein, aber sie muss sein. Man kann einem Gesprächs- oder Lebenspartner nicht vorwerfen, dass er einen nicht versteht, wenn man sich verbirgt. Da die gatta morta nach psychologischer Nomenklatur zur Gattung hysterischer Weiber, pardon, theatralische Verhaltensstörung gehört, sollte man(n) das Theater also nicht all zu lange mitmachen. Einerseits ... andererseits wird präzise dieses anzügliche (auf Anziehung angelegte) Verhalten ja sogar medial auf die Massen losgelassen durch die verschiedensten Sternen der Musik- und Film-, inzwischen sogar der Sportbranche.

Nebst der, vermutlich eher in unterschiedlichen Tätigkeiten als durch Vererbung bedingten, unterschiedlichen Denkweise (intuitiv - systematisch), kommt ein weiteres Kommunikationsproblem zwischen Männlein und Weiblein hinzu: In der Phase der ersten Kontaktaufnahme (Jagd oder Verlieben or whatsoever) spielen Strategien und Taktiken, Verführung genannt (oder gar Kabale: das Ränkeschmieden), eine wichtige Rolle. Wo die Beziehung sich stabilisiert und eher partnerschaftlich wird, sei es in Ehe oder Konkubinat, wird eher ein offenes und ehrliches Verhalten ohne Strategien und Hinterlist gefordert ... mit Ausnahme der Sexualität, die immer noch schummrig bleibt. Natürlich wird (meist) Treue erwartet, andererseits will aber die Frau (Männer haben da weniger Probleme auf Touren zu kommen) eine erotische Annäherung, also, je nach Temperament, Verführung oder Eroberung- also doch wieder List, Phantasie, Strategien und Taktiken - und so ziemlich das Gegenteil von Emanzipation. Mit dem Dilemma dürften die meisten Beziehungen einige Probleme haben. Moritz Leuenberger (Rede über die List in der Politik) Unterscheidung von List und Manipulation bringt uns da auch nicht viel, aber doch ein bisschen weiter:

Verführung ist List. Verführung spielt mit dem Gegenüber und bringt es zu einem Tun, das es nur vordergründig nicht will, in den Tiefen seiner Seele jedoch ganz gerne ausprobieren möchte. Etwas anderes ist demgegenüber die Manipulation. Sie bringt den anderen zu einem Tun, das er nicht will.

Weniger instinktgebunden, aber deswegen nicht von geringerem Einfluss, dürften Rollenspiel, Rollendenken, Rollenverhalten etc. spielen. Eine Rolle möchten alle gerne spielen, in dem Sinne, dass jeder für jemand und etwas wichtig genommen werden sollte, sonst leidet der persönliche "Sinn des Lebens" massiv. "Wer keine Rolle spielt", gleitet leicht ab in Depressionen. Nicht nur Frauen werden durch kulturelle Erwartungen in eine Rolle der Unterwerfung und Abhängigkeit gedrängt, Männer genau so. Entweder sie übernehmen die Rolle des starken Führers und Ver-Führers, oder sie passen sich an an die Rolle des Mitarbeiters und Auftragsempfängers, wobei die Hierarchie, als Macht-Treppe, eine beträchtliche Vielfalt an Spielen der Herrschaft und Unterwerfung, Verführung, sich verführen lassen, erlauben. Dieser dritte Einfluss auf das Denken, oder zumindest darauf, was Aussenstehende vom persönlichen Denken zu hören kriegen, macht den zwischenmenschlichen Dialog noch komplexer - und verständlich, warum bei Diskussionsforen schlich meist sehr wenig herauskommt.

Fazit:

A) Wer Emanzipation will, darf nicht nach Förderung rufen, sondern muss sich selbst befreien!

Kritische Fragen & Was Männer so zur Emanzipation (der Frauen) zu sagen hätten:

Der Hauptgrund, warum die Forderung der Frauen an die Männe, für ihre Emanzipation zu sorgen, gelinde gesagt etwas "seltsam" ist:

  1. http://www.brainworker.ch/Denkwerkstatt/Hirn_und_Geist.htm

Die dritte Form des Aggressionsverhaltens, das männliche Dominanzverhalten,  dürfte Folge des bei allen Tieren zu beobachtenden Balzverhaltens sein - und zugleich Ursache des heute allseits gelobten Wettbewerbsstrebens.

Da das Spiel um die Macht auf reinem Dominanzverhalten basiert ... was offenbar ein primär männliches Verhalten ist, ist es eben so logisch, dass diejenigen, die sich daran nicht beteiligen, also die Frauen, auch nicht an Machtpositionen gelangen. Wird hier Gleichberechtigung verlangt, so bedeutet das entweder, das Positionen, die sonst durch Kampf erworben werden, nun an Frauen "verschenkt" werden sollen (von der Erhöhung des Anteils männlicher Beschäftigter in weiblichen Branchen ist nur selten zu hören - mit Ausnahme der Lehrer, wo das männliche Rollenbild den Jungs zunehmend fehlt ... oder, was vermutlich geschickter wäre, dass mal über Sinn, Zweck, Effizienz von Wettbewerb um Macht nachgedacht wird. Es gäbe auch andere Lösungen ...

7 Identiät durch Abgrenzung erlaubt keine echte Befreiung:

  1. http://www.brainworker.ch/blog-aktuelle-Kommentare/blog_herzog_2006.htm

: 7.10.06: Integration muss endlich ernst genommen werden. Von Integration kann aber nur dann geredet werden, wenn man ein WIR aussprechen kann, ohne wenn und aber. Für die Desintegration sind heute meist nicht die Ausgeschlossenen verantwortlich, denn sie weisen bloss Merkmale auf, die diese Diskriminierung erleichtern. Sie sind also Ausländer, wenig gebildet, falsche Bildung, zu intelligent, Frauen, Muslime, zu jung, zu alt, was auch immer. Apropos Frauen: Hier lief die Emanzipation schief, weil kein neues WIR definiert wurde, sondern dem Patriarchat ein "Emanzipiat" gegenübergestellt wurde, also zwei getrennte WIR, was a) nicht funktionieren kann, und auch b) nur eine geringe Verbesserung brachte (Lohnmässig ja praktisch gar keine).

  1. http://www.brainworker.ch/psychologie/klimt.htm Klimts Frauenbild: Das Beethovenfries

Also eigentlich sieht der wohlgerüstete Starke hier etwas danach aus, als stünde er mit heruntergelassenen Hosen da. Sehen wir uns das gesamte Fries an, so dominieren eigentlich Frauen, Frauen als Suchende, Frauen, die über Schicksal und Rache entscheiden, Frauen, die Wohllust versinnbildlichen, Frauen die den Himmelschor bilden. Im ganzen Fries gibt es nur 2 Männer: Einen strebenden Schrumpel und den Helden, einmal in Rüstung, einmal mit heruntergelassenen Hosen. Bei der Emanzipation darf also nicht vergessen werden, dass es oft Männer sind, die sich mit den Folgen weiblicher Entscheidungen herumzuschlagen haben, dass sie das zwar meist gerne tun ... aber eben auch bei Entscheidungen gerne gleichberechtigt beigezogen würden. Die Sache hat also zwei Seiten.

  1. http://www.brainworker.ch/Wirtschaft/max_weber.htm

Traditionell gesinnt waren offenbar vor allem die Mädchen, mit Ausnahme der pietistischen:

Ein Bild besonders rückständiger traditionalistischer Form der Arbeit bieten heute besonders die Arbeiterinnen, besonders die unverheirateten. Insbesondere ihr absoluter Mangel an Fähigkeit und Willigkeit, überkommene und einmal erlernte Arten des Arbeitens zugunsten anderer, praktischerer, aufzugeben, sich neuen Arbeitsformen anzupassen, zu lernen und den Verstand zu konzentrieren oder nur überhaupt zu brauchen, ist eine fast allgemeine Klage von Arbeitgebern, die Mädchen, zumal deutsche Mädchen, beschäftigen.  [S. 50 ]

Die Emanzipation hat das ja Gott sei Dank geändert. Heute zeigen sich Frauen viel lern- und anpassungswilliger als Männer, was insbesondere in den Billigproduktionsländern gerne (aus-)genutzt wird.

  1. http://www.brainworker.ch/Wirtschaft/weltmaschine.htm

Die 68er suchten, wie seither die meisten Frauen auf dem Weg zur Emanzipation, die Selbstverwirklichung. Dummerweise aber taten und tun sie das meist über "die Karriere", womit sie sich vor einen Karren spannten, der weder der ihre war noch auf dem Weg fahren wollte, den sie als den ihren betrachteten. Damit erhielten und erhalten sie den Status quo, den sie eigentlich verändern wollten. Eine deutsche Bank für Baukredite formuliert das in ihrer Werbung heute so:

Wenn ich einmal gross bin, möchte ich auch Spiesser werden!

 

  1. http://www.brainworker.ch/psychologie/paardialoge.htm

Topos: Ich liebe dich wie du bist ... aber warum bist du so nicht anders? Gunda wollte mich immer um jeden Preis ändern.

Taktik: Divide et impera: Sie erwartet von mir, dass ich mich viel mehr in der Kinderbetreuung engagierte, und zwar hätte ich immer ihrer Meinung sein sollen. Als sie damit scheiterte, setzte sie mich regelmässig ausser Gefecht, indem sie dafür sorgte, dass ich immer isoliert war - gegenüber den andern drei Familienmitgliedern.

Kommentar: Diese Taktik des Zwietracht sähens dürfte in Familien häufiger sein, als einem lieb ist: Gute (immer leidende, immer ungerecht sich behandelt fühlende ... *) Mutter behütet liebe Kinder vor bösem Vater. Leider ist die Emanzipation häufig nur eine Fortsetzung dieses Topos, da sie eben genau darauf, auf der ewigen Opferrolle der Frau, aufbaut. Sie erhält dadurch oft eher den Charakter eines Revanchismus - als dass sie zur Befreiung beiträgt.

* In höchster Perfektion wurde diese "Leidensrolle der Frau" von Ingrid Bergmann gespielt. Und das ist ja Gott sei Dank schon über eine Generation her .... hat aber diese Generation der Mütter, d.h. für die meisten heute Grossmütter, deutlich geprägt.

Zur Entstehung der patriarchalischen Vorherrschaft der Männer über die Frauen im Mittelalter:

Die Ehe war im Mittelalter (und ist es für viele immer noch) ein Mittel zur Mehrung von Besitz und Ansehen - nicht eine Gemeinschaft zweier Menschen. Die Frau, auch die verheiratete, war also Mittel zum Zweck, auch als sexuelles Objekt das zudem gebären kann, und durfte als solches auch geprügelt werden. [Arno Borst: Lebensformen im Mittelalter. Nikol Verlagsgesellschaft Hamburg 2004]. Die patriarchalischen Vorstellungen drückt um 1393 bestens eine Ermahnung im Hausbuch eines reichen alten (60) Pariser Bürgers an seine weit jüngere (15) Ehefrau aus:

Schönes Schwesterchen, wenn Ihr nach mir einen anderen Mann habt, dass müsst ihr sehr auf seine Behaglichkeit achten. Denn wenn eine Frau ihren ersten Ehemann verloren hat, ist es gewöhnlich für sie schwer, einen zweiten nach ihrem Stande zu finden, und dann bleibt sie für lange Zeit allein und ungetröstet, und noch mehr, wenn sie den zweiten verliert. Deshalb pflegt euren Ehemann sorgsam und bitte, haltet ihn in sauberer Wäsche, denn das ist Eure Aufgabe. Und weil die Sorge für die Geschäfte draussen Männersache ist, muss der Ehemann darauf achtgeben, er muss gehen und kommen und hierhin und dorthin reisen, bei Regen, Wind, Schnee und Hagel, einmal durchnässt, dann wieder ausgedörrt, einmal in Schweiss gebadet, dann wieder frierend, schlecht verpflegt, schlecht untergebracht, schlecht gewärmt und schlecht gebettet. Und alles macht ihm nichts aus, denn ihn tröstet die Hoffnung auf die Fürsorge seiner Frau, wenn er zurückkommt, und auf die Gemütlichkeit, die Freuden und Vergnügen, die sie ihm bereitet oder in ihrer Abwesenheit bereiten lässt: die Schuhe beim warmen Feuer ausziehen, die Füsse waschen lassen, frische Schuhe und Strümpfe anziehen, gutes Essen und Trinken vorgesetzt bekommen, schön bedient und versorgt werden, fein gebettet sein in weissen Betttüchern und weissen Schlafmützen, anständig zugedeckt sein mit guten Pelzen, verwöhnt durch andere Freuden und Unterhaltungen, Vertraulichkeiten, Liebesdienste und Heimlichkeiten, über die ich nicht rede.

Die patriarchalische Ordnung war (und ist, in allen islamischen Ländern) allerdings nicht so einseitig, wie sie von der Emanzipationsbewegung dargestellt wird:

  1. Der Mann kann erst heiraten, wenn er eine Frau versorgen kann! Das war damals mit ca. 30 Jahren der Fall (Alter der Frauen bei Heirat: 22. Auf Grund der relativ kurzen Lebenserwartung lebten allerdings wenig Paare mehr als 20 Jahre zusammen.
  2. Der Mann ist alleine zuständig für den Lebensunterhalt.
  3. Da wegen der dauernden Kriege meist ein Überschuss an Frauen herrschte, war die Ehe eine Lebensversicherung für die Frau - aber eine Belastung für den Mann.

 

  1. http://www.brainworker.ch/psychologie/robert_musil.htm

S. 727: Agathe verabscheute die weibliche Emanzipation geradeso, wie sie das weibliche Brutbedürfnis missachtete, das sich das Nest vom Mann liefern lässt. Sie erinnerte sich gerne an die Zeit, wo sie ihren Busen zum erstenmal das Kleid spannen gefühlt und ihre brennenden Lippen durch die kühle Luft der Strassen getragen hatte. Aber die entwickelte erotische Geschäftigkeit der Frau, die aus der Verhüllung der Mädchenzeit hervorkommt wie ein rundes Knie aus rosa Tüll, hatte Zeit ihres Lebens Verachtung in ihr erregt.

  1. http://www.brainworker.ch/Bildung/bildungswahn.htm

Bildung zur Freiheit, zur Emanzipation, zur Selbstentfaltung wird so nur noch gesehen als Bildungswettbewerb um gut bezahlte und sozial hoch stehende Positionen.  Dass hier Werte und Moral untergehen, liegt also nicht bloss an der mangelhaften Qualität von Schulen und Lehrern .... sondern ist eigentlich bloss die logische Folge des dahinter stehenden Prinzips: Lernen um im Betrieb passgenau produzieren zu können.

Die Lösung des Emanzipationsproblems:

Wie oder Warum - was ist DIE Frage?

Grundlage weiblichen Verhaltens:

warum macht frau
Sinnfrage, final

- und wird frau dabei von andern unterstützt?

Grundlage männlichen Verhaltens:

wie macht mann (technisch)
Wissensfrage, kausal

... und wenn wir wissen wie, los geht's!
- ein Verhalten, das uns präzise die heutigen Probleme mit unserer Wirtschaft eingebrockt hat.

Mädchen erkennen, dass z.B. Physik ihre Lebensumstände, Vorerfahrungen, Kompetenzen ausblendet, während Jungenwelten und -Erfahrungen thematisiert werden. Die Beschreibung und Erklärung von physikalischen Versuchen, und die Behandlung von Naturgesetzen, die es erlauben, bestimmte physikalische Grössen exakt zu berechnen, bestimmen den Unterricht.

Kontext, der die Mädchen stärker interessiert, wird selten thematisiert: Naturphänomene, Vorgänge die man direkt beobachten kann, Anwendungen im Bereich der Medizin, technische Anwendungen die einerseits zwar von Nutzen sein können, andererseits aber mit Risiken behaftet sind.

Die technische und naturwissenschaftliche Fragestellung im schulischen Unterricht stehen so oft im Widerspruch zur sozialen Betrachtungsweise der Mädchen. Die Fragestellung, warum etwas funktioniert oder ob eine Operation sinnvoll ist, tritt in der Betrachtung hinter die Frage, wie etwas gelöst werden kann, zurück.  Mädchen sind aber genau auf diese in der Naturwissenschaft scheinbar zu vernachlässigende Frage hin sozialisiert. Soziale Konzepte und die Relevanz sozialer Prozesse bestimmen ihr tägliches Leben. Sie müssen nach dem Warum, nach den Motiven einer Handlung fragen, um darauf - sozialintegrativ, wie es erwartet wird - einzugehen. (Kreienbaum & Metz-Göckel 1992 / Schulz-Zander 2002)

Der kognitive Lernstil der Mädchen ist somit stärker kontextorientiert als der der Knaben. "Das zeigt sich zum Beispiel daran, dass Knaben leichter von Geräten und Maschinen (heute Computerprogrammen ...) als solchen fasziniert werden, während Mädchen eher an deren Anwendung oder sozialen Auswirkungen interessiert sind. (Herzog, Walter 1996) Mädchen fragen mehr nach Sinn und Zweck eines Geräts oder eines experimentellen physikalischen Versuchs. Ene"dekontextualisierte Physik" im schulischen Unterricht führt somit eher zu einer Benachteiligung der Mädchen. Wissenschaft handelt von dekontextualisierten und beziehungslosen Dingen. [S. 71]

Und präzise hier könnte sich die Lösung des Problems "Emanzipation" finden: Nicht durch Assimilation männlicher Verhaltensweisen - sonder präzise umgekehrt, durch Anwendung der offenbar eher weiblichen Stärke, der Betonung des Sinnes (die Frage nach dem WARUM ist die eigentliche Sinnfrage, die, obwohl Mann, sogar mit Bart ..., meine Arbeit seit 1990 dominiert. Diese Fragen wurden unter "Knowledge - Action - Meaning" (Wissen - Handlung - Sinn. Search as well for "finality / causality) bereits 1998 detailliert abgehandelt.

Fazit:

Eigentlich ist das kausale WIE inzwischen meist relativ banal - aber das finale WARUM immer problematischer. Anstatt sich im Kampf der Geschlechter die selbe Denkweise anzueignen um an die selben Jobs und Machtpositionen zu kommen, und dann dort die selben Fehler zu machen wie die Männer, sollten die Frauen vielleicht diese, ihre Sichtweise, zur Stärke umbauen, denn "in der Gegenwart leben" heisst auf Grund vergangener Vorstellungen leben - ein schaffendes, sich erfüllendes Leben ist aber an der Zukunft, an erst noch zu Gestaltenden, ausgerichtet, nicht an der Einpassung in gegebenes.

Einer der wichtigsten Grundsätze des Rechts lautet: Gleiches gleich - Ungleiches ungleich behandeln.

Wenn wir also Individuen als freie, selbständige Persönlichkeiten behandeln wollen, dürfen wir sie, auch in der Bildung, nicht über einen Leisten schlagen.

Insbesondere was die Gleichberechtigung der Frauen betrifft, dürfte es für die weitere Entwicklung der Menschheit vielleicht besser sein, wenn Frauen nicht darauf pochen, gleich zu sein wie die Männer und gleich behandelt zu werden - sondern eben ihren Ansatz, ihre Stärke, also die Sinnorientierung statt der Technikorientierung, zu fördern.

In der Zwischenzeit zeichnet sich allerdings in dem Bereich bereits eine Umkehr ab. Mädchen sind fleissiger, zuverlässiger und angepasster. Sie begehren weniger auf. Buben sind aufwändiger und werden zunehmend pathologisiert auf Grund ihrer Unruhe. Primarschulen sind auch auf Grund fehlender männlicher Lehrer bereits feminisiert, was die Jungs zu störenden Abweichlern macht. Auch hier sind Jungs aus ärmeren Familien stärker betroffen, da Reiche ihre Kinder eh durch Nachhilfeunterricht puschen, was allerdings kaum zu mehr Interesse und Verständnis, sondern zu Drill führt. Gerade die Schule müsste jedem die Entwicklung seiner persönlichen Stärken ermöglichen (und allenfalls das Ausbügeln von wirklich hinderlichen Wissenslücken) - sie sollte aber nicht Rädchen herstellen für die Grosse Maschine. Was Kinder interessiert, und das ist vieles, das lernen sie auch. Wenn "der Markt" ein anderes Wissen fordert, wäre vielleicht der Markt mal zu belehren. Eine gute Pädagogik sollte sich am Kind und seiner Entwicklung und nicht an den Bedürfnissen von Institutionen orientieren. ... Lehrer unterrichten Kinder, nicht Fächer.  Verhängnisvoll ist hier auch die Akademisierung der pädagogischen Hochschulen, denn akademisch ist eben das Gegenteil von praxiserprobt und leider oft von praxistauglich. In der Schweiz können 50'000 normal intelligente Leute nicht einen einzigen Satz lesen und etwa 500'000 nur einen einfachen Text.  ["Der gute Schüler ist heute ein Mädchen. Was läuft an den Volksschulen falsch? Fast alles. Richtige Antworten von Remo Largo, dem bekanntesten Kinderarzt und Jugendkenner der Schweiz. Das Magazin. 02. S. 19-23]

  1. Konkurrenz - Wettbewerb - Kooperation

Bei allem Verständnis für die Anliegen der Emanzipation sollte man (besser Frau) sich vielleicht auch mal fragen, wie gross ihre Bedeutung ist bei der Gestaltung männlichen Verhaltens. Anders gefragt: Tragen die Dressierten höhere Verantwortung als die Dresseusen? Müssten erstere oder zweitere sich der Dressur verweigern, um der Emanzipation eine Chance zu geben? Die Frage ist die Antwort. Sie bedeutet allerdings, dass da noch harte Zeiten auf uns zukommen ...

Einerseits .... Andererseits zeigt der Fall Hong Kong, dass Geld und Wirtschaftswettbewerbsstress den Sex als wichtigsten Faktor der Psyche längst ersetzt haben Freud müsste also dringend korrigiert werden um besser verstehen zu können, was beim Denken vor sich geht, und wie stark es bereits vom wirtschaftlichen Wettbewerb in Mitleidenschaft gezogen wurde.

  1. http://www.brainworker.ch/Irak/happyness.htm

Passend zum Ansatz von Freud (der allerdings massiv übertrieben hat, und auf ein gesundes Mass reduziert werden sollte: s. Freud sollte entsorgt werden) haben die Forscher nun festgestellt, dass es eigentlich Sex ist, der die höchsten Glücksgefühle beschert. Die Wertsteigerung eines Lebens mit Sex von einem ohne, wird von Ökonomen mit 50'000 $ bezeichnet, ebenfalls die Wertsteigerung von einem Leben mit einmal pro Monat Sex auf einmal pro Woche Sex! Alle Macht bei den Frauen, könnte man hier sagen, denn sie entscheiden seit Jahrmillionen darüber, mit wem sie sich paaren! Dazu bestimmen Frauen dominant die Erziehung der Jungs. (s. Wettbewerb ums andere Geschlecht). Vielleicht ist die Dominanz der Männer in der Wirtschaft also nur ein psychischer Ausgleich für die ansonsten unterlegene Stellung? Auch Männer wollen mal wo dominieren und "oben" sein ...  So betrachtet wäre auch die Diskussion über Emanzipation eigentlich in erster Linie von Männern zu führen!

Allerdings, obwohl sich Sex kaufen lässt - das Glück lässt sich dennoch nicht käuflich erwerben. Wer Sex kauft, kaufen muss, gehört nicht zu den Glücklichen. Sex ausserhalb einer festen Beziehung erzielt weitaus tiefere Glückssteigerung als in einer dauerhaften Beziehung. "Sex and the City" ist also ein Hollywood-Märchen, allerdings ohne den Märchen meist innewohnenden tieferen Gehalt. 

Dem entsprechend gehören Scheidungen zu den kostspieligsten Angelegenheiten die einen privat treffen können, nicht nur der Unterhaltspflicht wegen. Bei der Scheidung geht ein Wohlbehagen im Wert von 66'000 $ verloren (na ja, statistisch, wer lässt sich schon scheiden weil ihm zu wohl ist ....?). Arbeitslosigkeit kommt mit Kosten des Wohlfühlverlustes von 60'000$ erst dahinter. 

Wir hätten's also in der Hand ... äh, na, ja ... ich meine, wir hätten also einige Möglichkeiten, die Zufriedenheit beträchtlich zu stärken, ohne Wachstum, Wettbewerb, Hetze, Mobbing, Überschuss und Überdruss fördern zu müssen. Vielleicht sollte man die Diskussion um Emanzipation, bei der es ja meist eher darum geht, wer beherrscht wen, also um Macht und Freiheit; etwas mehr in Richtung lenken: - Wie leben Männlein und Weiblein am besten zusammen, was ist die geeignetste "Familien"struktur in der postmodernen Gesellschaft für Kinder wie Eltern. Das aktuelle Emanzipations- und Gegenseitigesichbehauptenabgenzenundbeherrschenwollen-Schlachtfeld ist ganz offensichtlich der Zufriedenheit ziemlich abträglich. Eine Diskussion zum Thema "gutes Leben", ähnlich wie zur Frage, was bedeutet "gute Arbeit" oder "gute Ordnung", wäre nach 100 Jahren Vernachlässigung der Philosophie, die sich hinter den Wissenschaften anstellen musste, die solche Fragen nicht mal stellen, geschweige denn beantworten kann, vielleicht wieder angebracht. Seit der sexuellen Befreiung de 68 wird zwar viel über Sex geredet ... aber ganz offensichtlich mehr geredet als ... Leider scheint hier das Selbe passiert zu sein wie bei der fast so wichtigen Selbstbestätigung, der persönlichen Zuordnung von Bedeutung und ein kleines bisschen Macht (s. Machttreppe). Der Markt schafft Scheinlösungen und Scheinwelten, die sich verkaufen lassen, das Problem jedoch bleibt bestehen.

Wirtschaftliche Emanzipation, die Befreiung von der Herrschaft des Kapitals und der Herrschaft des Geldes
  1. http://www.brainworker.ch/Orientierung/kritische_gesellschaftstheorie.htm

Schon längst liesse sich Emanzipation unbeschwert von materiellen Zwängen und Notwendigkeiten verwirklichen. Stattdessen wird ein enormer herrschaftlicher Druck erzeugt, der alles unter die Bedingungen einer integrierten Gesellschaft zusammenzwingen will. [S. 23]

Ebenfalls wenig übrig geblieben scheint von der Emanzipationsbewegung. Psychologisch-mystisch wurde die Frau als Natur, und damit als Bedrohung der patriarchalen technisch-wirtschaftlich-politischen Ordnung gesehen. Die Frau ist die Verkörperung der Sexualität und wird von der männlich dominierter Gesellschaft in eine Rolle gedrängt, die ihr immer weniger zusagt - oder die der Wirtschaft nicht mehr passt, da Frauen derart gut geeignet sind für Arbeit auf Abruf, Lohndrückerei und alles, woran Männer oft der Stolz hindert? - Hier nur ein kleiner Hinweis darauf, dass "Gleichberechtigung" eben auch nach gleicher Abwehr von Zumutungen rufen würde ...

  1. http://www.brainworker.ch/Wissen/psychologie.htm

Psychoanalyse: Alfred Adler (1902-) Begründer der Individualpsychologie. Betont gegenüber Freud das Individuum als zielgerichtetes ganzheitliches und soziales Wesen (nicht durch Sex fremd gesteuerten Zombie). Allerdings betont er das Streben nach Überlegenheit in seiner Ganzheits- und Gestaltpsychologie.

Die Eckpfeiler seiner Psychologie sind Minderwertigkeit - Kompensation, oder Überwertigkeit <> Unterwertigkeit. Damals, auch heute noch stark (aber nicht ausschliesslich! Es gibt ausreichend Männer unter dem Pantoffel, sogar bei den als Machos berüchtigten Arabern), betrifft dies Frauen, die sich nicht bloss in der Firma, sondern auch noch zu Hause unterordnen mussten/müssen. Frauen waren generell stark betroffen durch die kulturell vorherrschende niedrige Bewertung, was Emanzipation und der Ansatz der Gender Forschung zu korrigieren suchen.. Dieses geringe Selbstwertgefühl wird kompensiert durch Geltungs- oder Machtstreben, Distanzierung von Menschen.

Adlers Folgerung war: NICHT zum Gehorsam erziehen, sondern auf Gleichstellung der Geschlechter achten! Psychische Störungen sind Beziehungsstörungen. Machtstreben sollte in eine positive soziale Richtung gelenkt werden.

Heute wird Überwertigkeit <> Unterwertigkeit nicht aufgelöst, sondern durch Wettbewerb und Karrierestreben noch gefördert.  (> Machttreppe) Die berufliche und vor allem lohnmässige Klassierung in anspruchsvoll <> einfach, hochwertig <> unterwertig zementiert sich in der äusserst ungleichen Vermögensverteilung, die der Sache gleich den rechten Titel gibt: Vermögen: das was eine(r) zu tun vermag, also Macht: was einer machen kann ... mit den andern. Jünger Adlers gibt's noch ... aber haben Sie mal einen gehört, der sich gegen die Förderung des Konkurrenzprinzips gestellt hätte, das erst eigentlich die Rangordnung erstellt? Mehr Konkurrenz bedeutet nicht bloss höhere Leistung von einzelnen, sondern auch mehr Lohn für die Gewinner, also eine Konzentration der Vermögen, der Macht-Potentiale, also mehr Ungerechtigkeit.

  1. http://www.brainworker.ch/Wirtschaft/kapitalismus.htm

Bereits 1993 befanden sich aber in Frankreich nur noch 51.6% der Angestellten in in stabilen ungefährdeten Arbeitsverhältnissen.

Das führte zu einer starken Zunahme von Depressionen, der Anwendung von Psychopharmaka, und Suizid (s. Anomie). Die Zukunft schien (und scheint heute immer noch) nicht besser, sondern schlechter zu werden. Emanzipation und Freiheit, alte Versprechen des Kapitalismus, wurden nicht geliefert. Wohl erhielt der Konsument grössere Wahlmöglichkeit bei Konsumgütern, wie auch eine geringere Abhängigkeit vererbter gesellschaftlicher Zugehörigkeit - was allerdings durch Bildungsforschung längst wieder bestritten wird.


 

Das macht grad auf ein weiteres Problemchen aufmerksam: Arbeitnehmer sind immer der Manipulation unterworfen. Management bedeutet im eigentlichen Sinn des Wortes ja manipulieren, an der Hand (immerhin, nicht an der Nase) herumführen. Die Emanzipation wäre dann eben die Befreiung von dieser führenden Hand

  1. http://www.brainworker.ch/Wissen/list.htm

Gerade am Konzept Leistung, das auf vorgegebenen Parametern in bestehenden Wirtschaftskreisläufen beruht, sehen wir auch, wie irrsinnig die Annahme ist, die in die Arbeitslosigkeit Entlassenen könnten sich durch eigene "Leistung" innovative neue Bereiche erschliessen. Nicht nur, dass diese als "Befehlsempfänger" jahrelang verdummt wurden, sondern auch die Bedingungen wirtschaftlicher Machtentfaltung stehen dagegen. Um neue Produkte auf den Markt zu bringen, und/oder neue Märkte zu erschliessen, um Innovationen entwickeln zu können, braucht es erst beträchtliche Investitionen, die als "sunk costs" im Falle des Scheiterns eben ... versenkt sind. Insbesondere zeigt sich, dass Leistung die sich nicht in Geldwertschöpfung ausdrückt, eben vom Markt nicht eigentlich als Leistung akzeptiert wird. Die ersten die hier auf gewisse Probleme aufmerksam gemacht haben, waren die Feministinnen. Haushalt, Kindererziehung, Altenbetreuung, die meiste Arbeit die von Frauen traditionell geleistet wurde, war (und ist) Arbeit, die offenbar "nicht marktfähig" ist, also eigentlich nicht als Leistung betrachtet wird. Die Emanzipation hat nun in dem Bereich kaum eine Besserung gebracht. Seither steigt eher der Trend zur "Hausfrauisierung" an, d.h. immer weitere Bereiche der wenig rentablen Ökonomie (s. Claudia von Werlof & Der Mythos der Leistungseliten) werden erstens den Frauen, zweitens der Freiwilligkeit, drittens der Nebenarbeit (kleine und mittlere Bauern können praktisch nur noch als Nebenbetrieb überleben) oder sonst einer nicht oder äusserst schlecht bezahlten Form der Arbeit zuzuordnen - wie insbesondere den äusserst beliebten Praktika (s. Generation P).

Um Leistung erbringen zu können
- womit heute immer bezahlte Leistung gemeint ist -
müssen Sie sich erst über einen Leisten schlagen lassen.

  1. http://www.brainworker.ch/Wirtschaft/arbeitundkapital.htm

Die Verweigerung der Existenzberechtigung durch die Verweigerung einer angemessenen Arbeit beschädigt Individuen wie die Gesellschaft, also die Beziehungen der Menschen untereinander. Die Auswirkungen können so weit gehen, dass sich Betroffene völlig aus der Gesellschaft zurückziehen. In Japan wird dies bereits als neue Krankheit beschrieben - und die Verantwortung dafür so natürlich wieder den Betroffenen in die Schuhe geschoben. Japan weist einen zunehmenden Anteil junger "Versager" auf, die derart frustriert sind, dass sie sich nicht mehr auf die Strasse trauen und ihr Zimmer kaum mehr verlassen. Aber auch Betriebsmitarbeiter können auf dauernde Angriffe gegen ihre Integrität (sei so, heisst morgen: sei anders, sei was man dir sagt zu sein) übersensibel reagieren und sich isolieren. Dauerkritik verunmöglicht spontane Reaktion, Intuition und kreatives Verhalten - also genau diejenigen Ingredienzien ohne die wir der zunehmenden Konkurrenz nicht entgehen können. Durch die durch Einschüchterung verursachte Einkapselung der Mitarbeiter wird aber die Organisation noch bürokratischer und starrer - statt innovativer. Bei dauernd wechselnden Ansprüchen (des Marktes, der Kunden, der Vorgesetzten) wird der Arbeitsplatz zur Bühne, auf der es gilt Loyalitäten, Verhalten, Einstellungen je nach Konstellation in kürzester Zeit zu ändern. Dass der Arbeitsplatz zusehends zur Bühne wird, zeigt sich auch daran, welche Bedeutung Aussehen, Fitness, Anzügen und weiteren Äusserlichkeiten zugemessen werden. Oder möchte die Emanzipation es als Erfolg werden, dass heute auch Männer sich Schönheitsoperationen unterziehen?

  1. http://www.brainworker.ch/Arbeit/gute_arbeit_II.htm

Als Emanzipationskonzept taugt diese Vorstellung erst recht nichts. Keine Frau kann nur ein bißchen schwanger sein, keine Gesellschaft kann zugleich die versachlichte Gewalt von Markt und Profit anerkennen und sich daneben einen Bereich autonomen Wirtschaftens auf Geldbasis halten, der mehr wäre als ein Elends- und Abfallprodukt der herrschenden Wertverwertung. Das Kapital ist eine imperiale Macht, die nichts Autonomes neben sich duldet und alles, was sich der unmittelbaren ökonomischen Annektion sperrt, nur als Schattenreich zuläßt. Daß die Warengesellschaft Hausarbeit, Nachbarschaftshilfe und jedes nicht-professionelle Engagement zu etwas Marginalem herabsetzt, ist dem Strukturprinzip dieser Gesellschaft geschuldet und keineswegs bloß Folge der herrschenden Lohnarbeitsideologie. Selbstbestimmung kann es nur gegen die kapitalistische Enteignungslogik geben, nicht friedlich neben ihr. Schon die Selbstverständlichkeit, mit der an Papa Staat appelliert wird, er möge durch Daueralimentierung das Überleben des selbstbestimmten Sektors sicherstellen, spricht Bände darüber, wie wenig ernst dieser Selbstbestimmungsgestus zu nehmen ist.

Ernst Lohoff

 

  1. http://www.brainworker.ch/Denkwerkstatt/Hirn_und_Geist.htm

Es wird also, nach der Emanzipation des Menschen durch die Demokratie von persönlicher Herrschaft in der Stammesorganisation und insbesondere der Sklaverei, wie von staatlicher Vorherrschaft , eine Befreiung nötig von der Herrschaft des Geldes. Besitz wie Geld sollen dienen - aber zur Zeit beherrschen sie die Besitzer selbst - wie wie deren Lohnsklaven.

Stand 20.7.07.M. Herzog

p.s: Wie's scheint stand die Emanzipation der Frau eigentlich schon bei Platon auf dem Parket. Er hatte dazu allerdings ein paar heute eher seltsam anmutende Vorstellungen mit echt faschistoider Prägung.

___________________________________________

Nachtrag 16.8.09: Warum gibt es Prostitution?

Ist die Klitoris wirklich eine Fehlkonstruktion, oder gar ein Pfusch Gottes? Die Aussage beruht auf der Tatsache, dass sie während des Geschlechtsverkehrs nur ungenügend gereizt wird, weil sie "zu weit weg" ist. Da die Evolution eigentlich keine Chance hat zu pfuschen, da sie bloss selektiv tätig ist, ergibt sich daraus eine interessante Schlussfolgerung, wenn wir annehmen, sie sei aus evolutorischen Gründen präzise richtig plaziert:

  1. Für Männer ist Sex eine der höchsten Freuden und Belohnungen. Sie gehen dafür noch mehr Meilen als für eine Camel, in der Jugend zumindest auch weiter als bis zum nächsten Fussballspiel.
  2. Frauen setzen dieses Belohnungssystem ein, bewusst oder unbewusst. Zur Begattung (Fortpflanzung) kommt nur das Männchen, das vom Weibchen ausgelesen wird. Dazu wird auch im Tierreich eine Menge Schabernack betrieben, der absolut keinen andern Sinn hat als eben diesen. So ein Riesengeweih ist nämlich echt mühsam, genau so wie die Idee, immer der Schnellste, Beste, Ausdauerndste etc. sein zu müssen. Ja sogar die kleinen Vögelein müssen erst eine Laube bauen, bevor sie dass tun können, was man von ihnen gemäss ihrem Namen eigentlich erwartet, also vögeln.

Hätten nun beide "Instrumente", die den selben Lustgewinn gewähren (mit dem selben minimen Aufwand), würden Paarungen vermutlich viel häufiger und ohne grosse Selektion stattfinden. So wie die Sache aber offenbar eingerichtet ist,

  1. Die Frau kontrolliert ihren Sex, weil sie für Sex all das bekommt, was ihr noch wichtiger ist als Sex.

    Esther Vilar (Autorin von: Der dressierte Mann)

    sind die Männer dauernd auf der Jagd, auf dem Sprung, auf der Suche nach "Begattungsmöglichkeiten" - auch ohne die absolut theoretische, abstrakte und daher wenig glaubwürdige Theorie des Dranges nach Verbreitung des eigenen Erbgutes - sondern ganz einfach: Weil es Lust macht.
  2. nehmen die Frauen die Sache etwas cooler, eben weil es bei ihnen etwas mehr Aufwand und Engagement braucht - was ihnen die Chance gibt, aus einer Vielzahl andrängender Begattungswilliger, die dafür fast alles tun, auch lebenslänglich brav arbeiten und für das Häusle sparen, auszuwählen, den genetisch am besten geeigneten auszuwählen. Der letzte Punkt dürfte heute etwas in die Binsen gehen, da heute der Ueberlebensfähigste der ist, der am meisten Geld macht - was ja wohl kaum genetisch/physisch bedingt ist. Vielleicht liegt hierin auch der Grund, warum die Leute gleichzeitig sich hervortun wollen als Jachtensegler, Skifahrer, Rennfahrer ... oder zumindest Jogger.

Fazit: Die Sache dürfte so eingerichtet sein wie sie es eben (leider. Nur meine persönliche Perspektive ...) ist, damit:

  1. Gesunde, begattungsfähige Männer möglichst vollumfänglich zurVermehrung drängen (Schwule unterlaufen das Konzept natürlich massiv ...)
  2. Frauen sich entspannt und kritsch aus der Vielzahl sich die gesündesten und besten auswählen können.

Man kann hier also das Konzept "aktive Männer versus passive Frauen" etwas korrigieren, denn die Frauen sind gar nicht so passiv. Man müsste sie vermutlich eher als beobachtend, kommentierend, auswählend - ja vielleicht gar berechnend - bezeichnen. Auch in Bezug auf Macht ist die Sache nicht ganz so ungerecht verteilt wie uns das die Emanzen weis machen wollen, denn, wie gesagt, den Männern macht es Lust - die Frauen haben aber die Macht, diese zu gewährleisten oder zu verweigern. Sie haben also das grosse M gezogen.

Falls Sie das für einen Scherz halten, diesmal nicht. Bitte die Mechanik der Dressur, der Konditionierung des Menschen, inklusive Selbstdressur beachten, die über Amygdala & Co. stattfindet.

Oder anders ausgedrückt: Daran, dass der Hirsch ein grosses Geweih hat ist nicht er schuld, sein Herrschaftsdrang und seine Angeberei, sondern die Tatsache, dass Weibchen genau solche Männchen auswählen. Also irgendwie darf man da als Mann schon sagen: Frauen (bitte nicht all zuuuu allgemein nehmen), jammert nicht so viel, denn ihr habt genau den Typ Männer, den ihr in den letzten zigtausend Jahren immer wieder ausgewählt habt! Den, der für Euch Kriege führt, mit dem Ihr angeben könnt, hinter dem ihr Euch verstecken könnt, der für Euch arbeitet, Euch ein Haus baut etc.

Und präzise aus dem Grund gab es, gibt es und wird es vermutlich immer geben - die Prostitution.

Männer haben einen stärkern Sextrieb als Frauen, nicht weil sie ihr Erbgut verbreiten wollen, sondern weil's Spass macht.

Frauen haben einen geringern, geduldigeren, nicht weil sie was gegen Sex hätten, sondern dass sie cool bleiben und ihre Funktion als gatekeeper wahren, also sichten, bewerten, auswählen.

Denjenigen Männern die nicht in die engere Wahl kommen bleiben also zwei Möglichkeiten: Entweder sie werden Schwul, was schon bei den Bonobos so ist, oder sie gehen ins Puff. That's it.

Prostitution unterläuft dieses weibliche Herrschaftssystem, worin vermutlich der Grund liegt, warum sie so verwerflich sein soll. Dass sie Familien zerstört, die familiäre Zweierbindung, glaubt ja heute wohl niemand mehr, denn daran arbeitet die Wirtschaft mittels immer höherer Forderungen an die Flexibilität auf der einen, mit immer stärkeren Unterschieden bei den Löhnen, also der Attraktivität für die Selektion, ja selber viel härter.

Nicht nur Prostitution, sondern das gesamte Sexgewerbe, insbesondere die Pornographie, sind also quasi "Auswegstrategien" der Männer, um die Selektionsmacht der Frauen zum unterlaufen. Sie sind also "Emanzipationsmechanismen" der Männer. Nicht grad so die gücklichste oder gar die beste Lösung - aber wo ist eine bessere?

Der Umfang dieses Gewerbezweiges zeigt deutlich den Umfang des Problems. Pornographie macht in den USA 80 Milliarden $ Umsatz, weltweit 200 Milliarden $. Pornographie hat als treibendes Element mitgeholfen, das Internet überhaupt aufzubauen. Ein grosser Teil der Webnutzung passiert hier. Zahlen für Deutschland:

40 Prozent aller Internetangebote enthalten pornografische Inhalte.
74 Prozent aller Einnahmen im Internet werden mit Sex-Angeboten gemacht.
Der Umsatz wird auf über eine Milliarde Dollar pro Jahr geschätzt.
25 Millionen Menschen surfen pro Woche auf einer Pornoseite.
31 Prozent aller Online-Nutzer haben Pornoseiten besucht.
60 Prozent aller Webseiten-Besuche sind sexueller Natur.
200 sex-bezogene Websites werden jeden Tag neu ins Internet gestellt.

Das Problem ist da und hat seinen Grund. Die Lösung ist zwar schwach, aber die Argumentation betr. Verbote und Zensur sind scheinheilig, also noch schwächer.

In etwa das Selbe wollte Picasso bereits 1907 mit seinen Demoiselles d'Avignon ausdrücken. Es handelt sich um Prostituierte an der Avignonstrasse in Barcelona, die für ihre Bordelle berühmt war. Die Interpretation lautet, dass sich in ihren Gesichtern, vor allem den Augen und bei den zwei Gesichtern rechts *, das Entsetzen darüber ausdrückt, dass die Männer, die glauben sie zu kaufen, eigentlich nur von Trieben gesteuert sind. Es ist eine Botschaft gegen Dekadenz und Verlogenheit.

* Picasso hatte sich mit den Masken Afrikas beschäftigt, deren Zweck es war, Geister zu bannen ... deshalb.

Es ist auch eine radikale Antwort auf Matisses Bonheur de Vivre, das eine geschönte Darstellung erträumter Fantasien ist, die es so nie gab und nie geben wird. Nicht? Lesen Sie mal die Kommentare, die die 68er Frauen Jahre später zu derartigen Fantasien freier Liebe von Seiten der Männer abgegeben haben: Wir wurden nicht gefragt!

____________

WARNUNG I !

Trotz der hier themenbedingten Ueberbetonung der Bedeutung der Sexualität, möchte ich vermeiden, hier Freud zu unterstützen, der ja praktisch alle psychischen Probleme auf sexuelle Störungen zurückgeführt hat. Sex ist ein wichtiges Element das den Menschen quasi kybernetisch "fern-steuert" - aber es ist nicht das einzige. Kritik wurde ja vor allem bereits von Adler geäussert, für den die Wertigkeit (Ueber- oder Unterwertigkeit, Machtposition, Ansehen. s. Machttreppe) weitaus bedeutender war - ein Ansatz der heute in unserer von der Wirtschaft dominierten Gesellschaft eindeutig erklärungsrelveanter ist als der von Freud. Ebenfalls polyvalenter Jung, dessen Psychologie quasi einen dreidimensionalen Raum aufspannt:

Ganz zu schweigen von Lewin, der nicht nur Einzelfaktoren, sondern ein ganzes Set davon in seiner Feldtheorie zusammenfasst, uns also ein einem Feld unterschiedlicher Kräfte sah.

WARNUNG II

Die meisten Menschen meinen, wenn sie von Emanzipation reden, es handle sich dabei um Befreiung, Befreiung von jeglicher Art von Zwängen und Abhängigkeiten. Dem ist aber nicht so. Emanzipation befreit bloss vor Fremdbestimmung durch Vor-Macht, Ueber-Macht, Indoktrination und Agitation.

Das Resultat von Emanzipationist also keine Auflösung und kein Verschwinden der Wünsche und Zwänge anderer, sondern bloss ein einigermassen gleichberechtigter Umgang damit über Gespräch oder Verhandlung.

Wenn ein Verhandlungspartner meint, der andere dürfe zu etwas aus Rücksicht gar keinen Anspruch stellen, ist das eben nicht Emanzipation, sondern Indoktrination. (bezieht sich, wie diejenigen, die's gelesen haben wohl vermuten, auf obigen Nachtrag.)