Buttenmost - Frucht der Rose

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Gesundheitliche Wirkungen der Hagebutte:

Hagebutten gehören zu den vitaminreichsten Früchten. Hagebutten sind reich an Vitamin c, Karotinen, Vitamin-b-Komplex. Außerdem enthalten sie Apfel- und Zitronensäure, sowie viele Mineralstoffe. Sie unterstützen die Blutbildung (besonders zu empfehlen nach Zeckenbefall) und erhöhen die Widerstandsfähigkeit gegen Erkältungs- und Infektionskrankheiten. Darüber hinaus wurden Hagebutten im Mittelalter gegen Bluthusten, Nierensteine, Ruhr und Erbrechen verwendet. Außerdem wirken sie sich günstig auf die Nierentätigkeit aus, da sie schwach harntreibend wirken.

Wichtig ist allerdings die Herkunft. Die Hobler (lokaler Name für Hochwald) Butten stammen vor allem aus (Ex-)Jugoslavien. Auch China, Chile und weitere Balkanländer liefern diese Früchte und auch dort verschafft diese Frucht so der ländlichen Bevölkerung ein gewisses Zusatzeinkommen. Die in Hochwald verwendeten Früchte stammen also weder aus Kulturen, noch wurden sie irgendwie chemisch behandelt. Natur pur. Meldungen über PCP-Belastungen betrafen vor allem Früchte aus Chile die auf imprägniertem Holz getrocknet wurden

Hagebutten, in der deutschen Mundart auch «Hetschepetschen» oder «Dornäpfel» genannt, enthalten neben Fruchtsäuren, Gerbstoffen, Zucker und zahlreichen Mineralstoffen auch verschiedene Vitamine, vor allem reichlich Vitamin C. Hagebutten bestehen zu etwa 75% aus Wasser und haben einen Nährwert von 373 kJ bzw. 89 kcal je 100 g Hagebutten sind sehr kohlenhydratreich, während der Anteil an Eiweissen und Fetten bzw. fettähnlichen Substanzen sehr gering ist.

Ihre Wirkkraft erzielen Hagebutten aber über ihre Zufuhr an lebenswichtigen Vitaminen, Mineral- und Bioaktivstoffen. Die Kerne der Hagebutte haben offenbar dieselbe Zusammensetzung wie Schale und Fleisch.

Vitamine: Wildrosenhagebutten stechen durch einen extrem hohen Gehalt an Vitamin C hervor: 1500 mg auf 100 g. Analysen haben sogar Vitamin C-Werte um 4000 mg ergeben. Lediglich die Obstart Acerola weist in rohem Zustand vergleichbare Werte auf. Wie alle anderen Lebensmittel erleiden auch Hagebutten erhebliche Vitamin-C Verluste bei den verschiedenen Zubereitungsformen: Hagebutten-Marmelade zum Beispiel enthält nur noch 70 bis 80 mg auf 100 g; das sind Werte, die trotzdem immer noch weit über denen der Südfrüchte liegen, die als besonders Vitamin -C reich gelten: Grapefruit 40 mg, Apfelsine 50 mg, Zitrone 53 mg. Verhältnismässig gute Werte weist ebenfalls das Vitamin E auf, das als besonders zellschützend gilt, ferner die Vitamine der B-Gruppen (B1,B" und B6) sowie Vitaminen (Nicotinsäureamid), Vitamin K und Vitamin P (Rutin) enthalten.

Mineralstoffe: In Hagebutten sind alle wichtigen Mineralstoffe -Kalium mit 165 mg/ 100 g sogar in überdurchschnittlicher Menge vorhanden: Kalzium 75 mg, Magnesium 15 mg, Natrium 5 mg.

- Beta-Carotin (Provitamin A), Carotinoide (bis 6 mg / 100g) und Flavonoide
- ungesättigte Fettsäuren (Vitamin F)
- Pektin (ca 11%)
- Invertzucker
- fettes und ätherisches Öl
- Zitronen- und Apfelsäure (ca 3%)

Die Inhaltsstoffe der Hagebutten dienen weiter der Zellerneuerung, Regulierung des Hautstoffwechsels, Straffung und Regenerierung der Haut. Die meisten Inhaltsstoffe haben außerdem antioxidative und die Abwehr stärkende Eigenschaften.

Wirkung und Anwendung

Hagebutten, die Früchte der Hecken- oder Hundsrose, finden als mildes Abführmittel Verwendung. Wegen des angenehmen Geschmacks eignen sie sich aber vor allem sehr gut zu einem wohlschmeckenden Tee.

Zubereitung

Abkochung:
1 Teelöffel voll Hagebutten mit einer Tasse 10 Minuten kochen und einige Stunden ziehen lassen; bis zu 3 Tassen ungezuckert trinken.

Tee:
1 Teelöffel zerkleinerter Hagebutten mit einer Tasse kochenden Wassers überbrühen, 5-10 Minuten ziehen lassen, warm oder kalt trinken.


 

 Dass eine so vielfältig zu nutzende Frucht, deren Verwertung Archäologen bereits in Schweizer Pfahlbauten aus der Steinzeit nachweisen konnten, auch im alten Volks- und Aberglauben ihre Spuren hinterlassen hat, versteht sich. So war man in vielen Gegenden Deutschlands der Überzeugung, gegen Krankheiten und Unheil aller Art gefeit zu sein, wenn man am Weihnachtsabend oder in der Neujahrsnacht eine frisch gepflückte Hagebutte verzehrte. Die roten Früchte sollten zudem vor Blitz und Unwetter schützen wie auch in der Lage sein, unliebsame «Gäste» fern zu halten. In Belgien wurden Halsketten aus Hagebutten den Kindern umgehängt, um sie vor Unheil zu schützen. In Ungarn aß man am Weihnachtsabend eine Suppe aus Hagebutten, und hoffte darauf, im kommenden Jahr von Zahnschmerzen verschont zu bleiben.