Buttenmost - Frucht der Rose

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Hagebutten im Garten:

Eine Beere für alle Fälle

 

Hagebutte: schöner Schmuck, leckere Marmelade und fieses Juckpulver

Wenn in den Gärten die Blumen welken und von den Bäumen das Herbstlaub fällt, setzen Heckensträucher mit den leuchtenden Farben ihrer Früchte die letzten bunten Tupfer. Die Hagebutte der Hunds- oder Heckenrose gilt dabei als die unbestrittene Königin der «wilden Beeren». Die roten Früchte sind vor allem für naturnahe Gärten ein schöner Schmuck, Kinder schätzen die pelzigen Härchen in den Früchten als «Juckpulver».

Besonders gut eignen sich die Sträucher als Hecken zum Sichtschutz, wo die Zweige ein undurchdringliches Dickicht bilden können. Hier sind vor allem Wildrosen wie Rosa gallica und Rosa rubiginosa zu empfehlen. Auch die Hybriden der Kartoffelrose (Rosa rugosa) bilden hübsche Säume, wobei diese Schönheiten ausreichend Platz brauchen, um sich zu entfalten. Beliebt ist die Sorte «Dagmar Hastrup» mit hellrosa Blüten. In ein weißes Blütenkleid hüllt sich die Sorte «Schneeeule», die «Polarsonne» trägt Rot.

Wer nicht so viel Platz hat, der kann unter den raren Rosenzüchtungen mit Fruchtschmuck etwas Passendes auswählen. Als Kletterrose ist die Sorte «New Dawn» zu empfehlen. Sie blüht in einem zarten Rosaton, der sich weiß verfärbt. Ganz wichtig ist es, dass man die verblühten Triebe nicht abschneidet. Das gilt übrigens für alle Rosen. Denn sonst schneidet man auch die Grundlage für die Hagebutten ab.

Bei den Beetrosen tragen die robuste Sorte «Bonica 82» und die Hybriden «Heidepark» und «Märchenland» im Herbst Früchteschmuck. Als Bodendecker überzeugen «Ballerina» und «Red Meidiland». Wer eine Strauchrose bevorzugt, der sollte auf die Sorten «Schneewittchen» oder «IGA'83» zurückgreifen.

Hagebuttenzweige sind auch ein hübscher Schmuck in der Vase. Die unbelaubten Zweige zieren über viele Wochen die Wohnung. Hübsche Kombinationen ergeben sich zusammen mit Herbstastern und Chrysanthemen. Einige Gräser lockern die Sträuße auf.

Die beste Pflanzzeit für Hagebutten ist Oktober oder November, damit die Jungpflanzen bis zum Austrieb im Frühjahr eingewurzelt sind. Die Abstände in einer lockeren Blühhecke können enger sein als bei freistehenden Einzelbüschen. Um die Winterhärte der Sträucher zu verbessern, brauchen Hagebutten im Herbst 60 g Patentkali um jeden Strauch. Zugleich gibt man ihnen Phosphordünger, um die Holzreife im Herbst und die Blühfreude im kommenden Jahr zu steigern. Denselben Effekt erreicht man auch mit 30 - 50 g Volldünger pro Quadratmeter.

Beim Pflanzschnitt ist darauf zu achten, dass die Sträucher in die Breite gezogen werden und genügend Licht in das Innere gelangt. Denn zur guten Fruchtbildung brauchen Hagebutten Sonne. Beim Auslichtungsschnitt entfernt man alle zu dicht stehenden Triebe an der Basis. Besonders im jugendlichen Stadium dürfen nur so viele Zweige stehen bleiben, dass sie sich später den Platz nicht streitig machen. In den ersten Jahren werden starkwüchsige Jahrestriebe von mehr als zwei Meter Länge um rund 20 Prozent eingekürzt. Ein sechs Jahre alter Strauch sollte nur 20 Zweige besitzen - eher weniger. Alte Zweige und unterentwickelte Triebe über vier Jahre werden regelmäßig ausgelichtet, sobald die Sträucher in tragfähigem Alter sind.

- aus http://morgenpost.berlin1.de/archiv2000/001104/ttt/story361322.html (Link inzwischen deaktiviert)